Das jameda-Interview: 7 Fragen an Herrn Dr. med. dent. Thomas Dobbertin

Dr. Dobbertin

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© DobbertinHerr Dr. Dobbertin ist Zahnarzt in FrankfurtÄrzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. dent. Dobbertin interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Zahnarzt.

jameda: Herr Dr. Dobbertin, was hat Sie motiviert, Zahnarzt zu werden?
Dr. Dobbertin: Es war schon immer eine meiner Passionen, anderen Menschen zu helfen - in welchem Berufssektor geht das besser als in der Gesundheitsbranche? Durch meine vorangegangene Berufsausbildung zum Zahntechniker entwickelte ich auch schnell einen hohen Anspruch für Funktion und Ästhetik, den ich seitdem für jeden Patienten beibehalte, um ein bestmöglichstes Behandlungsergebnis zu erzielen. Schließlich ist es erwiesen, dass man mit einem gesunden und schönen Lächeln sein Gegenüber nicht nur überzeugen kann, sondern das gesamte Auftreten einer Persönlichkeit beeinflusst. Es erfreut mich immer wieder, wenn ich nach einer erfolgreichen Behandlung nicht nur die Gesundheit meiner Patienten erhalten und verbessern kann, sondern auch zu deren positiven Allgemeinbefinden beitrage. Ich kann mir aus beruflicher Sicht nichts Besseres vorstellen, als dass man ein dankbares Lächeln vom Patienten geschenkt bekommt, zu welchem man sogar selbst noch beigetragen hat.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Dr. Dobbertin: Ein zufriedener Patient ist für mich die größte Bestätigung in meinem Beruf und motiviert mich, immer wieder beste Qualität zu bieten und ihm ein „neues Lächeln“ ins Gesicht zu zaubern. Eine der größten Herausforderungen heutzutage ist sicherlich, sich den rasch entwickelnden Technologien anzupassen und dabei auszuwählen, welche man in sein Praxiskonzept integriert. Gerade innerhalb der Spezialisierung Zahnersatz sind chair-side Methoden, also Behandlungsmethoden mit zeitlich unmittelbarer Herstellung von Zahnersatz wie CAD/CAM-Verfahren, in stetiger Entwicklung. Eine weitere Herausforderung stellt unser Gesundheitssystem dar, weil ich als Zahnarzt und Zahntechniker meinen Patienten natürlich nur die für sie bestmögliche Behandlung bieten möchte, und diese meist nur zu einem verhältnismäßig kleinen Anteil von den Krankenkassen übernommen wird. Gerade deswegen ist es wichtig für mich, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, damit Praxisabläufe optimiert werden und so auch im Sinne des Patienten die Kosten gering gehalten werden können und das bei höchster Qualität.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 
Dr. Dobbertin: In solchen Situationen ist es wichtig, die therapeutischen Ratschläge des Behandlers genau zu beachten, insbesondere in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten und der umfangreichen Mundhygiene. Auch ist es wichtig als Patient selbst genauestens auf Veränderungen des Körpers zu achten und diese auch dem Zahnarzt mitzuteilen. Bei Unsicherheit bezüglich etwaiger Veränderungen während der Therapie raten wir unseren Patienten immer mit uns Rücksprache zu halten und einen Kontrolltermin auszumachen. Durchhaltevermögen ist nicht nur während einer speziellen Behandlung gefragt, sondern generell, wenn es darum geht, regelmäßige Vorsorge zu betreiben, denn manchmal kommen Patienten erst, wenn der Schaden am Zahn weit fortgeschritten ist. Eine frühzeitige Erkennung von Zahnerkrankungen oder anderer gesundheitlicher Beschwerden ist ausschlaggebend zur Optimierung des Behandlungserfolges und zur Minimierung der Folgeerkrankungen.

© Dobbertin PraxisEin Einblick in den Praxisalltagjameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?
Dr. Dobbertin: Wenn wir erkennen, dass ein Patient den Therapieplan nicht einhält, gilt es als erstes herauszufinden, warum dies so ist. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Es gibt Patienten, die einfach nur vergesslich in Bezug auf Einhaltung der Termine oder des Medikationsplans sind. Diesen schreiben wir auch gerne die wichtigsten Details als Gedankenstütze auf. Schwieriger wird es, wenn der Patient den Therapieerfolg gefährdet, da er meint, es besser zu wissen. In einem solchen Fall klären wir gerne erneut über die damit verbundenen Risiken und Komplikationen auf, und dass bei erwiesener Missachtung der Therapieverordnung keine oder nur eine bedingte Gewährleistung für einen Behandlungserfolg gegeben werden kann. Üblicherweise verstehen Patienten, dass nur das Zusammenwirken aller einen Behandlungserfolg gewährleistet und Ihre Gesundheit wiederherstellt.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?
Dr. Dobbertin: Eine Kostenerstattungslösung wäre aus meiner Sicht eine bessere Lösung. Hierbei kann der Patient die aus dem medizinischen Leistungskatalog für ihn qualitativ optimale zahnmedizinische Versorgung wählen. Es geht dabei nicht nur um aufwendige High-End-Versorgung, sondern um Therapieformen angepasst auf die Bedürfnisse und Umstände des Patienten ohne staatliche Vorgaben. Dadurch erfolgt auch eine gerechte Vergütung des Leistungserbringers, was zudem auch eine höhere Rechnungs- und Leistungstransparenz nach sich zieht. 

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?
Dr. Dobbertin: Bevor ich in meiner Praxis neue Verfahren und Gerätschaften einführe, müssen diese über einige Zeit hinweg wissenschaftlich erprobt sein und sich bewährt haben. Ich nehme ständig an nationalen und internationalen Fortbildungen und Symposien teil, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und bin offen für Neuheiten. Für die Zahnrestauration verwenden wir neueste Komposite und Keramiken, die ein Optimum an Ästhetik und Qualität bieten. Darüber hinaus bin ich auch an Produktentwicklungen und Testverfahren beteiligt. Ebenso befinden sich unsere Geräte auf dem aktuellsten Stand, was auch zertifiziert ist.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Dr. Dobbertin: Der Fokus für den Patienten sollte auf der Eigenwahrnehmung liegen, damit körperliche Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Wenn der Patient dann noch das Gespräch mit dem Behandler sucht, können Erkrankungen rechtzeitig diagnostiziert und therapiert werden. Besonders in der Zahnmedizin ist die Vorsorge in Form von professionellen Zahnreinigungen und Recall-Terminen elementar. Wir bieten unseren Patienten Behandlungsstrategien an, um ihr Karies- und Parodontitis-Risiko zu minimieren.

 

Zur Person

  • Dr. med. dent. Thomas Dobbertin, Zahnarzt und Zahntechniker
  • Zertifizierter Spezialist für Ästhetische Zahnmedizin, Prothetik, Implantologie, Paradontologie, Endodontie, Alterszahnmedizin

Zur Praxis

In der Innenstadt von Frankfurt gelegen bieten wir in unserer Praxis eine ganzheitliche Behandlung in allen Spezialisierungen der Zahnmedizin an und ermöglichen aufgrund des praxiseigenen Labors eine bestmögliche Planung des Therapie-Erfolgs.

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