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Kiefergelenkbeschwerden und Funktionsdiagnostik

Dr. Jochum

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© LanaK - Fotolia.com© LanaK - Fotolia.comKiefergelenke, Zähne und Kaumuskeln sind im Idealfall präzise aufeinander abgestimmt. Dieses hochsensible System ist Teil des Kauorgans, auf welches ein Leben lang viele unterschiedliche Einflüssen wirken.

Liegen Unstimmigkeiten in diesem System vor, treten Schmerzen auf. Wenn die Ursachen einer Funktionsstörung des Kauorgans längere Zeit bestehen, können sie sehr schädigende Auswirkungen mit chronischen Beschwerden haben. Aufgrund der engen Verbindung zur Skelettmuskulatur, können Veränderungen im Kauorgan Einfluss auf die gesamte Körperstatik nehmen. Für den Zahnarzt ist es daher sehr wichtig, Störungen dieses sensiblen Systems frühzeitig zu erkennen und effektiv zu therapieren.

Die zahnärztliche Funktionsdiagnostik und -therapie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen des Kausystems, den craniomandibulären Dysfunktionen. Der Begriff craniomandibuläre Dysfunktion (international abgekürzt CMD) leitet sich her von „Cranium“ (Schädel), „Mandibula“ (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion).

Ursachen einer CMD

Das gesunde Kauorgan:
In einem gesunden Kauorgan haben die Ober- und Unterkieferzähne binnen 24 Stunden nur etwa 30 Minuten lang direkten Kontakt zueinander. Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zähne haben somit im Normalfall sehr lange Erholungszeiten.

Funktionsstörungen:
Wird das System gestört, erhöht sich oftmals unbemerkt für den Patienten die Muskelanspannung und somit die Belastung aller beteiligten Strukturen.

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass die Anspannungsphasen beim Zähneknirschen oder -pressen ohne Unterbrechung bis zu 45 Minuten andauern können und der gemessene Kaudruck um ein Vielfaches höher ist als beim normalen Kauen. In der Folge treten Beschwerden auf.

Ursachen:
Oftmals geht der Beginn der Beschwerden zeitlich mit einer Kombination von zwei oder mehr Auslösern einher. Ursächlich für eine craniomandibuläre Dysfunktion sind in vielen Fällen Zahnfehlstellungen in Verbindung mit erhöhtem psychischem Stress.

• Störungen in der Verzahnung können verursacht sein durch mangelhaft angepasste Kronen, Brücken oder Prothesen, zu hohe oder zu niedrige Füllungen oder auch Zahnlücken.
• Auslöser für die CMD können in gleicher Weise traumatische Ereignisse wie z. B. Unfälle oder Operationen sein, die mit einer Überdehnung der Kiefergelenke einhergehen.
• Mögliche Ursachen stellen ebenso Fehlstellungen der Zähne oder kieferorthopädische Behandlungen dar.
• Anhaltende ungesunde Körperhaltungen mit Belastung der Schulter-Nacken-Region können ebenfalls zu einer CMD führen.

Wer ist betroffen?

Störungen des Kauorgans finden sich bei ca. 80 % aller Menschen - die meisten Beschwerden sind jedoch derart milde, dass ihnen kein Krankheitswert beigemessen werden kann. 3-5% aller Menschen haben so starke Beschwerden, dass sie ärztlich behandelt werden müssen.

Beschwerden und Folgeerkrankungen der CMD

Akute und chronische Schmerzen:
• Zahnschmerzen und Überempfindlichkeiten durch chronische Überbelastung
• Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich, mitunter ausstrahlend zu umfassenden Kopfschmerzen insbesondere im Bereich von Schläfe und Wange
• Schmerzen beim Kauen, Sprechen, Schlucken, Gähnen

Zahnschäden aufgrund chronischer Über- und Fehlbelastung:
• obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen überhaupt gehört, können Schleifspuren oder auch ein massiver Verlust der Zahnhartsubstanz (Abrasion) auftreten. Diese können sowohl einzelne Zähne als auch das gesamte Gebiss betreffen
• Schmelzrisse und -frakturen, im schlimmsten Fall die Längsfraktur des gesamten Zahnes
• zerstörte Zahnhälse mit Hypersensibilität
• abgestorbene Zahnnerven / tote Zähne aufgrund des zunehmenden Abbaus der Hartsubstanz und des Halteapparates
• Schädigungen des Zahnhalteapparates führen zu Zahnlockerungen, -wanderungen und ggfs. zum Zahnverlust

Muskelverspannungen:
• dauerhafte Überanstrengung der Kaumuskulatur führt zu einer Veränderung der Muskelfasern - der Muskel verhärtet sich und es entstehen kleine schmerzhafte Knötchen, die den Bewegungs-ablauf und das Zusammenspiel von Kiefergelenken und Kaumuskulatur stören
• verspannte Kaumuskulatur kann zu Bewegungsstörungen führen, meist kann der Mund nicht mehr normal weit geöffnet werden
• Verspannungen der Nackenmuskulatur mit Blockaden der Halswirbelsäule sowie Rückenleiden, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenzen

Kiefergelenkerkrankungen:
• durch eine chronische Überbelastung können Kiefergelenkentzündungen (Arthritis) und erhebliche Beschädigungen des Bandapparates auftreten.
• die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder beiden Gelenken verändern, was oftmals mit Kiefergelenkgeräusche wie Knacken oder Reiben beim Kauen oder weitem Mundöffnen einhergeht
• mitunter kann sich die Gelenkscheibe auch derart verschieben, dass sie die Öffnungsbewegung teilweise oder total blockiert und der Mund nicht mehr normal weit geöffnet werden kann
• möglich sind ebenso Überbeweglichkeiten des Unterkiefers, die als „Ausrenken“ des Kiefergelenks bei weiter Mundöffnung (z. B. beim Gähnen) auftreten

Ohrgeräusche (Tinnitus)
• aufgrund der engen anatomischen Beziehung der Kiefergelenke zu Mittel- und Innenohr werden mögliche Zusammenhänge von Beschwerden wie Ohrenschmerzen, Tinnitus oder Schwindel mit CMD zunehmend diskutiert

Funktionsdiagnostik

Im Rahmen der Funktionsdiagnostik werden die die Unterkieferbewegungen, die Kaumuskulatur sowie die Kiefergelenke untersucht. Die Funktionsdiagnostik dient dazu, Symptome der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zu erkennen.

Die Kiefergelenke sind somit die die einzigen Gelenke, welche primär nicht von Orthopäden, sondern von Zahnärzten untersucht werden. Dies ist sinnvoll, da die Kiefergelenke zusammen mit den Kaumuskeln und den Zähnen Teil des Kauorgans sind.

Wann ist Funktionsdiagnostik wichtig?

Funktionsdiagnostik sollte immer durchgeführt werden vor der Anfertigung größeren Zahnersatzes, umfassenden konservierenden Therapien und kieferorthopädischen Behandlungen sowie bei Vorliegen von Symptomen, welche eine Verdachtsdiagnose auf CMD erlauben.

Klinische und instrumentelle Analyse

Wichtigstes Element im Rahmen der klinischen Untersuchung ist die Erhebung der individuellen Krankheitsgeschichte. Dazu wird der Patienten nach möglichen Symptomen einer CMD befragt.

Für den Zahnarzt ist es wichtig zu erfahren, ob
• der Patient das Gefühl hat, der Biss sei nicht mehr stimmig
• die Zähne Beschwerden bei Druck- bzw. Temperaturunterschieden bereiten
• nächtlich mit den Zähnen gepresst oder geknirscht wird
• die Unterkieferbeweglichkeit und die Mundöffnung eingeschränkt sind
• der Patient Knack- und Reibegeräusche bei Mundöffnung bzw. -schluss bemerkt
• Schmerzen im Bereich der Wange und des Ohres bestehen
• Verspannungen der Nacken-, Schultermuskulatur vorliegen
• der Patient des öfteren unter Kopfschmerzen / Migräne leidet
• weitere orthopädische Probleme wie Wirbelsäulenbeschwerden, Beckenschiefstand oder Beinlängendifferenz vorliegen
• der Patient unter Schwindel, Ohrgeräuschen oder Tinnitus leidet

Teil der klinischen Untersuchung ist ferner die manuelle Diagnostik. Mittels gezielter Handgriffe wird in spezifischen Belastungstests detailliert ermittelt, welche Strukturen des Kauorgans geschädigt sind. Bei Verdacht auf eine schwere Erkrankung der Kiefergelenke können Röntgenaufnahmen erforderlich sein, ggfs. ergänzt durch eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Im Rahmen der klinischen Untersuchung können technisch aufwändige Verfahren der instrumentellen Funktionsdiagnostik Anwendung finden. Diese reichen von der Montage und Analyse der Kiefermodelle in einem Simulator bis zur computergestützten Aufzeichnung der Bewegungsbahnen des Unterkiefers, wie beispielsweise mit dem Freecorder BlueFox.

Mit Hilfe des Freecorder BlueFox werden die patientenindividuellen Kiefergelenksbahnen computergestützt in drei Ebenen exakt erfasst und aufzeichnet. Eine optoelektrische Messtechnik erlaubt eine berührungsfreie und damit für den Patienten sehr komfortable Messung. Diese ist präzise und reproduzierbar.

Kodierte Muster, die am Patienten angebracht sind, werden von mehreren Spezialkameras mit integrierten Hochleistungsrechnern abgebildet, erkannt und dekodiert. Die Position jedes Musters wird 100 mal pro Sekunde mit hoher Auflösung (0,001mm) in Echtzeit verfolgt.

Diese hohe Aufzeichnungsgenauigkeit des Freecorder BlueFox in allen drei Dimensionen erlaubt eine sichere Diagnose und Therapie von Funktionserkrankungen des Kauorgans.

Im funktionstherapeutischen bzw. prothetischen Behandlungsverlauf erlauben die gewonnenen Messergebnisse das präzise Einstellen einer naturgemäßen oder therapeutischen Kiefergelenkposition unter Online-Kontrolle. Die Verwertung der patientenindividuellen Kiefergelenkbahnen zur Einstellung vollindividueller Artikulatoren (Kiefergelenk-Kopie für den Zahntechniker) ermöglicht die Fertigung vollständig gelenkbahnbezogenen Zahnersatzes und ebensolcher Schienen.

Warum ist Funktionsdiagnostik wichtig?

• Die Funktionsanalyse ist absolute Voraussetzung zur Therapie von Kiefergelenkserkrankungen.
• Im Rahmen einer prothetischen oder konservierenden Behandlung, ist die Funktionsanalyse eine wichtige Voraussetzung zur Erzielung eines ästhetisch wie funktionell hochwertigen Ergebnisses. Ästhetik und Funktion müssen sich ergänzen – nicht gegenseitig ausschließen.
• Die Untersuchung des Zusammenspiels von Kiefergelenken, Zähnen und Muskeln, die Funktionsdiagnostik, ist bei der Anfertigung therapeutischer Schienen und neuen Zahnersatzes von höchster Wichtigkeit. Nur wenn Zahnersatz optimal in das individuelle Gesamtgefüge eingepasst ist, kann das Kausystem langfristig gut funktionieren und gesund bleiben.

Therapie einer CMD

Eine Therapie von Kiefergelenkserkrankungen bezieht fast immer Maßnahmen am gesamten Kauorgan mit ein. Bei leichter Ausprägung des Krankheitsbildes können mitunter vom Patienten selbst durchzuführende Maßnahmen zu einer deutlichen Linderung führen. Dazu können gehören:

• Stressabbau und gesunde Lebensweise:
Vielfach entstehen Fehlverhaltensweisen wie Zähneknirschen und -pressen als körperliche Reaktion auf Anspannung, Belastung und Stress. Redewendungen wie "die Zähne zusammenbeißen" sind hier leider geradezu wörtlich zu verstehen.

Die Kaumuskeln können größte Kräfte erzeugen, welche die Zähne und auch die Kiefergelenke erheblich überbelasten, da körpereigene Schutzmechanismen in diesen Phasen nicht effektiv funktionieren. Nach nächtlichem Knirschen oder Pressen zeigen sich oftmals schmerzhaften Muskelverspannungen. Diese können sich als Kopfschmerzen am frühen Morgen äußern.
Um eine langfristige Beschwerdefreiheit zu erreichen, ist es bedeutsam, für Ausgeglichenheit und Entspannung zu sorgen. Nur dies erlaubt einen ruhigen und erholsamen Schlaf ohne nächtliche Stressbewältigung.

• Schonung:
Um Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke zu schonen, kann es sinnvoll sein, zeitweise auf harte Nahrungsmittel wie Äpfel, Brotkrusten, etc. zu verzichten. Ferner ist es oftmals hilfreich in Zeiten akuter Beschwerden langes Sprechen und weite Mundöffnung zu vermeiden. Ebenso sollte auf eine „Dauerbelastung“ durch Kaugummi kauen verzichtet werden.

• Muskelübungen:
Um die Kaumuskulatur zu lockern und zu entspannen, können geradlinige Mundöffnungs- und Mundschlussbewegungen hilfreich sein. Dabei sollte ein Kontakt von Ober- und Unterkieferzähnen vermieden werden.
Insbesondere bei konzentrierter Arbeit sollte man sich von Zeit zu Zeit vergegenwärtigen, ob die Kaumuskulatur entspannt ist oder die Zähne fest aufeinandergepresst werden. Die richtige Haltung ist die „Ruheschwebe“, in der sich die Ober- und Unterkieferzähne nicht berühren. Zwischen ihnen sollte ein Spalt von 2-3mm sein. Beobachtet man, dass die Zähne in den verschiedensten Situationen fest aufeinander gepresst sind oder aneinander reiben, sollte man anstreben, sich diese Verhaltensweise abzugewöhnen. Je häufiger man sich selbst beobachtet und korrigiert, desto größer der Lerneffekt.
In manchen Fällen können Selbstmassage der Kaumuskulatur oder abendliche feucht-warme Umschläge zur Entspannung hilfreich sein.

• Schlafhaltung:
Seiten- und Bauchlage können die Kiefergelenke einseitig durch Druck belasten. Lindernd bei Beschwerden ist oftmals eine Rückenlage mit nicht zu hohem Kissen.

Die Behandlung einer manifesten CMD erfordert oftmals die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit von Zahnarzt, HNO-Ärzten, Neurologen, Orthopäden und Pysiotherapeuten um einen langfristigen Behandlungserfolg zu erreichen. Je nach Art und Schweregrad der Kiefergelenkserkrankung sowie der mitbetroffenen Strukturen können beispielsweise folgende Therapiemaßnahmen einzeln oder in Kombination durchgeführt werden:

• Schienentherapie:
Therapeutische Aufbissbehelfe mit Präzisionskauflächen simulieren über einen längeren Zeitraum die gesunde Bissposition. Ist ein „Wohlbefinden“ beim Patienten eingetreten, können an den natürlichen Zähnen entsprechende Veränderungen vorgenommen werden. Im Falle einer notwendigen prothetischen Versorgung, werden die Eigenschaften der Schiene initial auf einen präzise hergestellten provisorischen und anschließend auf den endgültigen Zahnersatz übertragen.

• Krankengymnastik und physikalische Therapie:
Mittels Einwirkung von Wärme bzw. Kälte können Beschwerden gelindert und die Muskulatur entspannt werden. Dank manueller Techniken im Rahmen der Krankengymnastik können die Kiefergelenke mobilisiert und muskuläre Verspannungen gelöst werden. Der Physiotherapeut vermag zudem, mögliche negative Auswirkungen der CMD auf die Wirbelsäule und das Becken zu untersuchen und ggfs. manualtherapeutisch zu behandeln.

• Medikamente:
In der akuten Phase kann es mitunter erforderlich sein, schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente zu verordnen. In den meisten Fällen, ist dieser Zeitraum jedoch nur kurz und die Medikamente können bald wieder abgesetzt werden.

• zahnmedizinische Maßnahmen:
Die Regulierung des Biss kann in Form einer Einschleiftherapie, durch Versorgung mittels konservierender Restaurationen, durch das Eingliedern von Zahnersatz oder kieferorthopädisch erfolgen.

Craniomandibuläre Dysfunktionen sind in der Regel durchaus schmerzhaft und beeinträchtigend, aber praktisch nie gefährlich oder lebensbedrohend. Dank moderner Diagnose- und Therapiemittel kann Patienten in den allermeisten Fällen sehr gut geholfen werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (64)


14.10.2019 - 15:31 Uhr

@ Laura hast du Lidödeme oder was tut dir an den...

von Nicole M.

... Augen weh?

28.07.2019 - 12:56 Uhr

Ich leide seit einem Jahr unter CMD. Alls fing an,...

von Laura

... als mir der Zahnarzt alle vier Weisheitszähne gezogen hat. Zuvor hatte ich nie Beschwerden. Ich leide unter Kopfschmerzen (Schläfe, Hinterkopf), Augenschmerzen, Nackenschmerzen, Wangenschmerzen und am schlimmsten sind die diffusen Zahnschmerzen. Ich trage eine Knirscherschiene, aber mein Zustand ist immer noch sehr schlecht. Ich ertrage diese Schmerzen kaum. Kann das alles mit der Entfernung der Weisheitszähne zusammenhängen? Was kann kann ich noch tun, damit es mir besser wird, vor allem die Zahnschmerzen betreffend?

14.06.2019 - 19:25 Uhr

Ich habe Kieferarthrose! Ist da eine...

von Margitta B.

... Professionelle Zahnreinigung richtig, ja oder nein? Danke Margitta B.

26.04.2019 - 18:20 Uhr

Hallo, ich habe seit zwei Tagen Schmerzen im...

von T. Raßmann

... Kiefergelenk. Sie traten das erste mal nach dem Schlafen auf. Es schmerzt beim Kauen auf der linken Seite. Im Ruhezustand tut es nicht weh. Beim Kieferbewegen schmerzt es, wenn ich die Kaumuskeln drücke. Der Zahnarzt sagte, es komme vom Kiefer und er vermutet eine Verspannung. Wie lange können die Schmerzen dauern? Ist Schonen die beste Medizin und können die Beschwerden von alleine wieder weggehen? Mit freundlichen Grüßen T.Ra

24.03.2019 - 09:22 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Jochum, ich habe seit 1 Jahr...

von Anne

... Probleme mit meiner linken Mandel und seit einiger Zeit auch (im MRT als reaktiv gewertete) geschwollene Lymphknoten nur links. Diese Probleme habe ich, nachdem ich vor 1,5 Jahren einige Mandelentzündungen hatte, nachdem ich nach Elternzeit in Vollzeit einen neuen Job angenommen hatte, was bis heute ein entsetzlich hohen Stress in mir auslöst (Stundenreduzierung nun endlich kurz vor der Umsetzung). Alle bisher besuchten HNO-Ärzte raten von einer Mandelentfernung ab, da sie sagen, die Mandel sei reizlos. Mein Zahnfleisch links ist übrigens auch sehr wund und empfindlich. Mit Sport und Physiotherapie (und zwischenzeitlichem Stressabfall) waren die Beschwerden für kurze Zeit bereits mal nicht zu spüren. Nachts, morgens und nach dem Essen ist es meist am schlechtesten. Ich weiß auch, dass ich ganz stark presse mit den Zähnen. Ich hatte seit der Entfernung meiner Weisheitszähne immer wieder in akuten Stressphasen heftige Kieferverspannungszustände, immer links. Ich weiß auch, dass meine Zähne links (trotz kieferorthopädischer Behandlung) direkt aufeinander beißen und nicht leicht versetzt stehen. Kann es sein, dass meine Beschwerden links (Mandel/ Lymphknoten) vom Kiefer kommen? Welche Behandlung könnte aus Ihrer Sicht helfen? Auf dem Röntgenbild beim Zahnarzt war links eine stärkere Abnutzung des Kiefergelenks zu sehen. Die Zahnärztin meinte, eine ungleiche Abnutzung sei normal. Der Hausarzt sprach, als er das Bild sah, bereits von einer Arthrose. Ich bedanke mich vielmals im Voraus für Ihren Rat.

01.03.2019 - 09:05 Uhr

Guten Tag, nach einer prof. Zahnreinigung, bei...

von Antje

... der relativ schlecht abgesaugt wurde und ich währenddessen viel Flüssigkeit schluckte, übergab ich mich abends kurz nach dem Essen (sperriges Brot) so stark, dass mein Rachen verletzt wurde und ich 4 Tage Schluckbeschwerden hatte. Später stellte ich fest, dass die linke Mandel (fest)eiterig war und vor der Rechten im Gaumen eine rote entzündete Stelle. Das Eiterige ging weg (hab eh sehr zerklüftete Mandeln von jeher), aber das leicht dicke entzündete rechts nicht so wirklich. Seit fast einer Woche nun habe ich starke Schmerzen im rechten Kiefergelenk, am Backenzahn kurz vorm Ohr, aber auch die Mandel schmerzt. Gleichzeitig bemerke ich (keine Ahnung, ob es einen zusammenhang gibt) dolle Schmerzen im Gelenk vor allem meines Zeigefingers und die Finger fühlen sich dick an von innen. Jetzt schiebe ich direkt Paras zu rheumatischen Athrose Erscheinungen Mir ist klar, dass Ferndiagnose vvia Internet schwer bis nicht möglich ist. Aber: Welchen Arzt genau suche ich am besten auf? Danke! (ps. ich bin weiblich und fast 41)

28.02.2019 - 10:08 Uhr

Guten Tag, Ich habe gestern meine weiche...

von Salsamaus

... Beißschiene bekommen von meinem Zahnarzt. Vor einigen Jahren bekam ich schonmal eine harte, bei beiden stellt sich nun das gleiche Problem dar... Ich habe während des Tragens keinen Lippenschluss mehr. Will ich die Lippen schließen, muss ich immerzu feste beide Lippen aufeinanderdrücken und der Mentalis wird dabei aktiv. Wenn die Lippen offen bleiben sabbere ich die Nacht über raus. Ich weiß nicht ob meine Anatomie so denkbar schlecht ist oder ob jedesmal die Schiene falsch angepasst wird. Normal ist es bestimmt nicht dass die Lippen mehrere Millimeter offen stehen im lockeren Zustand...?! Ich bin Logopädin und kenne mich halt auch ein bisschen aus... Was sagen Sie dazu als Arzt? Vielen Dank! Viele Grüße

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 01.03.2019
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Salsamaus, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie können relativ einfach testen, ob die Schiene tatsächlich zu hoch ist oder ob Sie vielleicht eine Besonderheit in der Lippenmuskulatur haben - vielleicht auch wegen Ihres Berufes. Wenn Sie zunächst ohne Schiene zubeißen und dann bei geschlossenen Lippen die Zähne bequem auf etwas Abstand zueinander bringen, dann erreichen Sie Ihre sog. Ruhe-Schwebe-Lage. Wenn eine Schiene etwa die Höhe Ihrer Ruhe-Schwebe-Lage hat, dann kann sie nicht so grob stören, wie sie es beschreiben. Auf diese Höhe könnte die Schiene ggf. reduziert werden, wenn es anders nicht geht. Eine weitere Idee besteht darin, dass Ihre Schiene ggf. auf einen Aufbiss im ganz hinteren Bereich eingestellt ist. Wenn dann die Zähne im vorderen Bereich zu weit auseinander klaffen, muss die Schiene im hinteren Bereich reduziert werden. In beiden Fällen würde ich erneut den ZA aufsuchen. Beste Grüße und viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

24.01.2019 - 07:07 Uhr

Guten Morgen, ich habe zufällig die Seite...

von Marie

... gefunden und würde mich freuen, hier Hilfe zu bekommen. Ich leide seit mindestens zehn Jahren unter einseitigen Kieferschmerzen, man sieht auch eine Verformung von außen (die schmerzhafte Seite ist dauerhaft dicker). Ich knirsche mit den Zähnen und habe das Gefühl, dass meine Kiefer nicht zusammenpassen und dadurch ständig "Ausgleichsversuche" gemacht werden. Ich war mit diesem Problem schon bei zahlreichen Ärzten, die meisten sagten es wäre nichts gravierendes, auf einem Röntgenbild wurde aber festgestellt dass auf der betroffenen Seite das Kiefergelenk schon ganz abgerieben ist - leider wurde nie eine Therapie vorgeschlagen, da könne man leider nichts machen außer einer Knirscherschiene, die aber nie wirklich einen Erfolg gebracht hat. Welche Möglichkeiten gibt es denn konkret? Geht es wirklich nur mit Hilfe einer Schiene, oder müsste nicht die zugrunde liegende Biss-(Fehl)-Stellung behoben werden? Ich muss dazu sagen, dass ich jahrelang in kieferorthopädischer Behandlung war und dadurch meiner Meinung das Problem mitverursacht wurde. Wer bietet Seriöse Therapie an? Es geht mir wirklich um die Therapie, dass mit meinem Kiefer etwas nicht stimmt ist mir klar. Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen!

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 25.01.2019
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Marie, vielen Dank für Ihre Anfrage. Tatsächlich wird zunächst üblicherweise mit einer Ausbissschiene behandelt. Es ist wichtig, dass es sich hier nicht um eine dünne Folie handelt, sondern dass es eine einstellbare = adjustierbare Schiene ist. Danach muss man entscheiden, ob eine Einstellung des Bisses erneut kieferorthopädisch vorgenommen werden kann oder ob es besser ist, die Kauflächen dauerhaft neu aufzubauen, d.h. den Biss prothetisch neu einzustellen. Eine Zahnarztempfehlung kann ich nicht geben, aber schauen Sie doch einmal nach den Webseiten der ZÄ in Ihrer Umgebung, wer auch Funktionsdiagnostik & Funktionstherapie anbietet. Viel Erfolg bei der Behandlung, beste Grüße, Frank Jochum

12.01.2019 - 17:10 Uhr

Hallo, ich habe seit sechs Wochen starke...

von Patricia

... Schmerzen im Kiefer, den Wangen, dem Kinn und den Ohren. Alles begann mit Lippenherpes und Druck im Gesicht. Ich bin mit starken Schmerzen mehrmals in der Notaufnahme gelandet. Hatte zu diesem Zeitpunkt auch Zungen- und Hautbrennen und ein "elektrisches Prickeln" auf der Haut. Die Ärzte gingen zuerst von einer Neuralgie aus, die durch den Herpes ausgelöst wurde. Neurologisch gab es keinen Befund. Bei einem weiteren Krankenhausaufenthalt wurde atypischer Gesichtsschmerz diagnostiziert. Ich nehme nun Amitriptylin, die Beschwerden sind aber nach wie vor vorhanden. In der letzten Nacht bin ich mit stechenden, starken Schmerzen im Kiefergelenk und dem daneben gelegenen Ohr aufgewacht. Das Kiefergelenk schmerzt, wenn ich es anfasse. Die Schmerzen lassen heute kaum nach. War es vielleicht von Anfang an keine Neuralgie, sondern ist CMD die Ursache? Ich habe aber keine eingeschränkte Mundöffnung, es ist kein Knacken zu hören und ich kann normal essen. Es fühlt sich jedoch so an, als gingen die Ohrenschmerzen vom Kiefergelenk aus. Mein Gebiss ist laut Zahnarzt gesund. Ich knirsche aber seit mind. 15 Jahren immer wieder heftig nachts mit den Zähnen. Nun bin ich mir unsicher, ob ich noch eine Funktionsanalyse machen lassen soll, natürlich auch wegen den Kosten. An wen kann ich mich wenden bzw. welche Untersuchungen soll ich noch machen lassen? Bin leider nicht in Ihrer Nähe, komme aus Bayern. Vielen Dank!

06.01.2019 - 15:09 Uhr

Gluten Tag, ich komme aus Bulgarian. Seit einem...

von Nadezhda S.

... Jahr leide ich unter Kiefergelenkbeschwerden. Nach mehreren Untersuchungen hat das MRT- Bild gezeigt, dass bei mir das Artikulationsdisk gerissen ist und der Gelenkkopf abgerieben ist. Der Doktor schlägt mir eine hoch schmerzhafte Behandlung vor – den Unterkiefer durch Schiene für eine Woche auszuschalten, damit die Disk von selbst auf die vorige Position zuruckkehrt. Natürlich habe ich schreckliche Angst und bin nicht sicher, ob das die einzige Lösung wäre. Ich habe den Zahnschiefstand lange behandelt, ohne großen Erfolg. Nun hat sich herausgestellt, dass die Schiene die Kiefergelenkfunktion gestört hat... Ich bedanke mich bei Ihnen im Voraus.

03.01.2019 - 19:24 Uhr

Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort . Leider...

von Katharina

... benötigt die Genehmigung der Krankenkasse ein paar Wochen. Bekomme morgen den Abdruck abgenommen. Fange nun mit Nackendehnübungen an, und versuche mit Übungen den Kiefer zu lockern, meinen Sie ich bekomme meine Probleme mit Schiene und Physio wieder in den Griff? Es nervt, mit den ganzen Symptomen täglich rumzurennen. Und ist ein ständiger Druck / manchmal Schmerz im Ohr vom Kiefergelenk ausgehend? Mit freundlichen Grüßen Katharina J. PS: Behandeln Sie auch Kassenpatienten?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 09.01.2019
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Katharina, wenn der Abdruck schon genommen wurde, dann geht es ja vorwärts. Ich gehe davon aus, dass Sie mit Schiene & Physio eine deutliche Besserung erreichen. Für den Fall, dass die Ursache im Umfeld von Mund und Kiefer liegt, muss man mittel- bis langfristig schauen, ob die Ursache eher muskulär war oder ob eine Zahnfehlstellung oder ein Problem mit der Bisslage verantwortlich waren. Ggf. ist auf Dauer eine Korrektur sinnvoll, um zukünftige Probleme zu verhindern. Viel Erfolg bei der Behandlung & beste Grüße, Frank Jochum P.S.: Ja, natürlich sind auch gesetzlich versicherte Patienten bei uns herzlich willkommen.

02.01.2019 - 18:21 Uhr

Guten Tag, ich komme auch aus Essen und vielleicht...

von Katharina

... können Sie mir helfen bzw. die ganze Geschichte einschätzen. Angefangen hat alles eines Morgens, bin mit Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel wach geworden. Nach 3 Wochen war ich beim Chiropraktiker, danach hatte ich zumindest von den Begleitsymptomen Ruhe. Vor 3 Wochen fing der ganze Spuk schon wieder an: Nackenschmerzen, Schwindel, Sehstörung, mittlerweile zieht es in den Kiefer: Kieferknacken, Ohrendruck, Ohrenschmerzen, verspanntes Gesicht/Kiefer. Ich bekomme bald eine Aufbissschiene, das dauert allerdings noch ein paar Wochen. Bekomme seit Wochen Physio, war schon bei 3 Osteopathen und Dorn- Breuss-Therapie. Alles ohne Besserung. Haben Sie noch einen Rat? PS: Habe vor 4 Monaten entbunden, seit 2 Monaten bestehen o. g. Beschwerden. Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 03.01.2019
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Katharina, vielen Dank für Ihre Anfrage. Kaumuskulatur und Nachmuskulatur befinden sich in einem Regelkreis. Es ist daher manchmal schwer herauszufinden, wo die Beschwerden den Anfang genommen haben. Ihre Beschreibung klingt jedoch nach sehr eindeutigen Kiefergelenkbeschwerden. Weiterhin kann natürlich auch die Geburt (herzlichen Glückwunsch!) und die schlaflosen Nächte danach für eine verstärkte Aktivität der Kaumuskulatur gesorgt haben. Es erscheint mir sehr sinnvoll, dass Sie die Aufbissschiene so bald wie möglich bekommen. Hat es einen besonderen Grund, dass es noch ein paar Wochen dauern soll? Können Sie diesbezüglich vielleicht bei Ihrem Zahnarzt einmal nachfragen? Gute Besserung und beste Grüße, Frank Jochum

26.09.2018 - 11:45 Uhr

Hallo nochmal, es handelt sich um Kronen (aktuell...

von Stern77

... Langzeitprovisorium) im Oberkiefer (5-5). Die Backenzähne, also die 6er, sollen Implantate werden. Der Biss stabilisiert sich seit 2 Jahren nicht....Ich weiß auch nicht warum. Keine Ruhe, entspannte Kieferlage... Es kann doch aber nicht sein, daß man das noch über evtl. Jahre schienen muss und keine Implantate machen kann. Das Ganze erscheint mir ohne Perspektive und es könnte ja am Ende doch an den fehlenden Backenzähnen liegen.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 01.10.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Stern77, vielen Dank für die genaueren Angaben, die eine Antwort erleichtern. Wenn nur die Zähne 5-5 vorhanden sind und Sie persistierende Probleme haben, kann man durchaus von einer fehlenden Abstützung im Backenzahnbereich ausgehen. Wenn im Gegenkiefer die Backenzähne vorhanden sind, wäre es möglich, hier mit einer einfachen, preiswerten Modellgussprothese mit ersetzten Zähnen 6 und 7 übergangsweise eine Einstellung des Bisses mit Abstützung im Backenzahnbereich vorzunehmen, bevor die Implantate gesetzt werden. Viele Grüße & viel erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

22.09.2018 - 12:18 Uhr

Habe vor 2 Jahren im Oberkiefer einen neuen...

von Stern77

... Zahnersatz bekommen. Leider passte dieser nicht... Seitdem mache ich eine Schienentherapie. Leider ohne Erfolg- Es ergibt sich kein stabiler Biss. Da auch noch Backenzähne (die 6er im OK) betroffen sind, gehe ich davon aus, dass sich der Biss dadurch nicht stabilisiert. Mein Zahnarzt sagt, dass Implantate nur bei stabiler Bisslage gemacht werden können. Nun meine Frage: Muss ich wirklich bis zum Tag xy geschient werden? Vielleicht liegt es an den fehlenden Backenzähnen- zuwenig Kieferabstützung?.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 24.09.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Stern77, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie meinen vermutlich einen herausnehmbaren Zahnersatz, oder? Wenn ja, dann würde es die Antwort sehr erleichtern, wenn Sie kurz schildern, welche Zähne bei Ihnen derzeit fehlen und welche Zähne durch den Zahnersatz ersetzt sind. Daraufhin melde ich mich gerne wieder mit einer Einschätzung. Beste Grüße, Frank Jochum

30.08.2018 - 16:58 Uhr

Guten Tag, ich (47 Jahre) habe seit Januar...

von kostolanys1

... Probleme mit Schmerzen im Nacken und Tinnitus (nur auf der linken Seite). Laut HNO-Arzt bin ich dann zum Zahnarzt gegangen, der jetzt eine Bisshebung vorgeschlagen hat. Alleine die Schiene soll schon ca. 10.000 Euro kosten. Die Behandlung selbst das Doppelte (Provisorium langfristig). Ich muss wohl zum Gutachter. Gibt es eine andere Alternative und bezahlt die Krankenkasse/Zahnzusatzversicherung ein Teil der Kosten ? Viele Grüße

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 05.09.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Kostolanys1, vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine Schiene für 10.000 EUR ist selbst mit allen funktionsdiagnostischen und -therapeutischen Maßnahmen kaum vorstellbar. Ein Langzeitprovisorium für 20.000 EUR ebenfalls. Eine normale Schiene gibt es tatsächlich auch schon über die Krankenkasse. Ich möchte Ihnen empfehlen, sich eine zweite Meinung einzuholen. Weiterhin halte ich viel davon, zunächst die Möglichkeiten auszuschöpfen, die nicht mit den ganz hohen Kosten verbunden sind, das wäre die "normale" adjustierbare Aufbissschiene, die die Krankenkasse bezahlt. Oft kann man mit diesen Hilsmitteln schon austesten, wie/ob eine Bisshebung bei Ihnen funktioniert. Dies wird auch von der wissenschaftlichen Fachgesellschaft (DGFDT) empfohlen. Viel Erfolg bei der Behandlung & beste Grüße, Frank Jochum

06.07.2018 - 10:28 Uhr

Guten Tag,Ich hab folgendes Problem.Ich hab...

von Nadine R.

... angeborene Fehlstellung an dem Kiefer. Ich hatte Ende 2016 Probleme, ich knirsche mit den Zähnen, habe Sehstörung, Kopfdruck, Hinterkopf, Kopfschmerzen, verspannte Kiefer, Bandscheibenvorfall, Nacken und Schulterschmerzen,hws, Tinnitus, Beckenschiefstand. Hab es alleine in Griff bekommen mit Dehnübungen, Wärme am Kiefer(Rotlicht ) und Übungen für Kiefer. Dann hab ich Ende 2017 die Krebsdiagnose bekommen. Hatte dann Chemo und Bestrahlung. Jetzt 4 Monate nach der Therapie geht es mir schlecht so ähnlich wie 2016. Nur dass jetzt mein Zahnfleisch dick ist hinten an Kiefer, sind es die Weisheitszähne? Besonders schlimm ist es links oben ich habe Schmerzen am Kiefergelenk das bis zum Ohr zieht. Und ist auch druck auf Wange und Auge ,Kopfschmerzen,Druck auf Kopf,Nacken und Schulterschmerzen, vergrößerte Lymphknoten links am Nacken(Hat nichts mit den Krebs zu tun laut CT Hals) Jetzt meine Frage: Sind es die Weisheitszähne (sind noch im Kiefer) oder sind das Schäden von der Chemo und Bestrahlung? Mein Zahnarzt weigert sich Röntgenaufnahmen zu machen, sie hat ein Röntgenbild von 1,5 Jahren. Soll ich mir einen anderen Zahnarzt suchen? Danke für ihre Antwort Liebe Grüße Nadine

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 10.07.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Nadine, vielen Dank für Ihre Anfrage. Aufgrund Ihrer Beschreibung gehe ich davon aus, dass die Weisheitszähne mindestens ein Teil des Problemes sind. Die Schwellung am Zahnfleisch und die vergrößerten Lymphknoten sind Zeichen dafür. Andererseits halte ich es für möglich, dass im Zusammenhang mit dem krankheitsbedingten Stress Ihre CMD-Beschwerden auch zusätzlich wieder zugenommen haben. Mein Tipp: Röntgen, falls die Weisheitszahnproblematik sich aus dem Bild von vor 1,5 Jahren nicht erschließt, Weisheitszähne entfernen, kurz abwarten, Situation beobachten & bei weiteren CMD-Beschwerden Physiotherapie & Aufbiss-Schiene. Viel Erfolg für Ihre Behandlung, beste Grüße aus Essen, Dr. Frank Jochum

15.06.2018 - 18:00 Uhr

Guten Tag, ich bin zurzeit in...

von Fleming

... Physiotherapheutischer Behandlung mit dem Verdacht auf einer Bizepssehnenentzüdnung. Ich hatte Bisher 21/24 Sitzungen, die letzte allerdings bei einem anderen Therapeuten in der gleichen Praxis. Der hat mich dann nochmals nach meinen Symptomen gefragt. Diese sind dumpfe bzw. stechende Schmerzen am Bizeps. Während des Trainings verspüre ich einen großen Kraftverlust im Trainingssatz. Der Therapeut meinte, durch die Elektrotherapie sollte sich bereits eine erhebliche Verbesserung meiner Beschwerden ergeben, also tendiert er eher darauf, dass es sich evtl. auch um CMD handeln könnte. Eine Bissschiene habe ich bereits letztes Jahr von meinem Zahnarzt bekommen, da ich wohl Nachts mit meinen Zähnen knirsche, habe sie allerdings so gut wie nie getragen. Meine Frage ist nun, kann es sich bei meinen Symptomen wirklich um CMD handeln? Und wenn ja, was wären meine Behandlungsmöglichkeiten? Termin beim Zahnarzt ist bereits in Planung. Würde mich um eine Antwort riesig freuen. Danke im Voraus. Mit Bestem Gruß, Fleming

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 18.06.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Fleming, vielen Dank für Ihre Anfrage. Physiotherapeuten kennen sich in der Regel sehr gut mit den Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Sehnen- und Muskelgruppen aus. Es gibt sog. Regelkreise, innerhalb derer Ungleichgewichte entstehen können, wenn nur eine Komponente nicht wie üblich funktioniert. Die Bizepssehne ist nicht im direkten Umfeld der an CMD beteiligten Muskeln, Sehnen und Knochen. Ein Zusammenhang wäre nicht typisch. Vielleicht sollten Sie nachfragen, ob ein besonderer Umstand außer dem ausbleibenden Erfolg der Elektrotherapie oder ein spezieller Befund den Physiotherapeuten zu seiner Vermutung geführt hat. Viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum, Zahnarzt

09.06.2018 - 23:03 Uhr

Hallo, ich war vor zwei Wochen bei einem...

von Susann

... ganzheitlichen Zahnarzt, der sich richtig viel Zeit zur Diagnosestellung genommen hat. Nun kam im Rötgen raus, dass mein Kiefergelenk beidseits mega stark abgenutzt ist. Es fehlen oberhalb schon die Rundungen der Kugel. Bei jeder Kaubewegung hab ich starkes Knacken. Nun die erschütternde Therapie, alle Füllungen (keine Füllung hat Kauflächengestaltung, einfach das Loch zugeschmiert) raus. Ich bräuchte insgesamt 9 Kronen und 12 Inlays (teils Keramik teils Gold), jedoch sind die Kosten sehr hoch und ich kann es mir nicht leisten. (Zuschuss der Kasse für Kronen ist schon abgerechnet) Jetzt hab ich beim recherchieren im Netz die DROS Schiene gefunden! Was ist denn nun sinnvoll, komplette Sanierung der Zähne oder eine DROS Schiene um weitere Schäden zu verhindern? Über eine Mail würde ich mich sehr freuen!! MFG Susann

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 13.06.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Susann, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bevor Sie sich für eine große Bisshebung entscheiden, muss eine Schienentherapie vorweg gehen. Hier sind sich die einschlägigen wissensch. Fachgesellschaften einig. Ob hierbei eine DROS Schiene oder eine andere Schienenform angewendet wird, sollte der Zahnarzt entscheiden, der bei Ihnen die CMD Untersuchung macht. Auf jeden Fall zuerst Schienentherapie und eine Besserung der Kiefergelenk Befunde abwarten, bevor alles neu versorgt wird. Viel Erfolg bei der Behandlung, beste Grüße aus Essen, Dr. Frank Jochum

19.04.2018 - 15:46 Uhr

Ich bedanke mich ganz herzlich für die schnelle...

von Elke A.

... Antwort und werde morgen gleich nochmal zum Kieferorthopäden gehen. Grüße aus Bremen

18.04.2018 - 14:22 Uhr

Zufällig bin ich auf diese Seite gekommen... mein...

von Elke A.

... Problem: Ich wachte vor einer Woche mit einem total geschwollenem Gesicht auf. Die Schmerzen waren sehr stark. Ich bin zu meinem Hausarzt gegangen. Er tippte auf Pollenallergie. Am nächsten Tag war ich wieder bei ihm, weil ich in der Nacht wieder unerträgliche Schmerzen hatte. Mein Hausarzt sagte, Nebenhöhöenentzündung, weil bei der Blutuntersuchung Entzündungswerte festgestellt wurden. Ich bekam Antibiotika. Es wurde wieder schlimmer, jetzt kamen Ohrenschmerzen und Kopfhautschmerzen dazu. Ich bin zum Hals- Nasen- Ohrenarzt. Nach dem Röntgen sagte er, dass ich einen Bandscheibenvorfall im Kiefer habe. Also bin ich zum Kieferorthopäden gegangen. Er machte mir eine Schiene für den Unterkiefer, die ich immer tragen soll ( 6 Wochen) Gegen die Schmerzen soll ich Ibuprofen 600 nehmen. Das war der Stand gestern. In der Nacht waren die Schmerzen wieder sehr stark. Meine Frage: Sollte ich noch einen anderen Arzt aufsuchen und wie lange kann so etwas dauern? Mit meinem Vollmondgesicht mag ich nicht unter Leute gehen.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 19.04.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Elke A., vielen Dank für Ihre Anfrage. Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine Schwellung auftritt, die so stark ist wie von Ihnen beschrieben. Für die Kiefergelenkthematik ist die Therapie sicher sinnvoll und auch zielführend. Nach ein paar Tagen tritt die erste Besserung ein. Wegen der Schwellung sollte man noch 2 weitere Dinge bedenken bzw. ausschließen: 1. Ist alles Ok mit der Ohrspeicheldrüse (Gl.Parotis)? Erkrankungen oder Steinleiden dieser Drüse äußern sich ebenfalls über das "Vollmondgesicht" und können sehr schmerzhaft sein. 2. Es sollten Weisheitszahnbeschwerden angeklärt werden, falls Sie diese noch besitzen. Wenn der Kieferorthopäde nicht geröntgt hat, sollten Sie beim Zahnarzt ein Übersichtsröntgenbild (OPG) machen lassen, wenn nicht ohnehin eines vorliegt. Gute Besserung und sonnige Grüße aus Essen, Frank Jochum

20.03.2018 - 15:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Jochem, ich fange mal...

von Alexandra L.

... einfach mit der Schilderung meines Problems an... ich habe vor noch nicht mal vier Jahren rechts und links oben und unten Brücken eingesetzt bekommen. Ich habe immer wieder Probleme mit den Zähnen. Seit der letzten Schwangerschaft die letztes Jahr im August erfolgreich beendet wurde:) haben massiver Zahnschmerzen ihren Lauf genommen seit September letzten Jahres sind mir bis dato zwei Zähne gezogen worden und 5 oder 6 Zähne ich habe schon leider den Überblick verloren sind mit einer Wurzelbehandlung bedacht worden... über Ohrenschmerzen kann ich nicht klagen aber über massiver Kopfschmerzen und Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen schon. Ich bin etwas mit meinem Latein am Ende und mein doch noch junger Zahnarzt anscheinend auch der nächste Schritt ist jetzt dass ich erstmal oben links und rechts neue Brücken bekomme. Jetzt beim letzten Besuch hat er jetzt auch so langsam mal gesagt dass das nicht mehr normal ist und hat ein paar na ich sag mal Druckpunkte bei mir berührt die eigentlich nicht weh tun dürften was mir aber alles weh getan hat... er kam jetzt auch mit dieser Diagnose CMD um die Ecke... wäre jetzt der neue Zahnersatz der mich natürlich auch Geld kostet eigentlich überflüssig weil ich dann erstmal an anderen Baustellen an mir hätte tätig werden müssen. Ich bin ein wenig verunsichert

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 20.03.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Sehr geehrte Alexandra L., vielen Dank für Ihre Anfrage. Direkt nach einer gesicherten CMD-Diagnose sollte kein neuer Zahnersatz angefertigt werden. Eine Vorbehandlung mit einer Aufbissschiene oder im Falle der Brücken mit Langzeitprovisorien (keine Kassenleistung) ist sinnvoll, um eine Bisslage zu finden, mit der Sie beschwerdefrei leben können. Ggf. ist die Unterstützung eines Physiotherapeuten notwendig. Die DGFTD (Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie) fordert in einer Leitlinie u.a.: "Vor Beginn einer definitiven Therapie sollte ein beschwerdefreies Intervall von ca. einem halben Jahr bzw. eine deutliche Besserung des Beschwerdebildes vorliegen." Die bei Ihnen geplanten Brücken gelten als "definitive Therapie". Viel Erfolg bei der Behandlung, beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

12.03.2018 - 22:58 Uhr

Hallo Dr. Jochum, zufällig landete ich heute im...

von Tim77

... Internet auf dieser interessanten Seite. Hier zu meiner Krankengeschichte: Seit April 2016 leide ich an einem Tinnitus, der durch eine verdickte bilaminäre Zone hervorgerufen wurde und zwar durch ein zu schnelles und ruckartiges Öffnen des Mundes. Nachdem ich mehrere Ärzte (HNO, Neurologe, Zahnarzt, Orthopäde, Physiotherapeut, Heilpraktiker usw.) konsultiert hatte, stellte mein Zahnarzt eine CMD bei mir fest. Daraufhin bekam ich im Nov. 2016 eine weiche Aufbissschiene mit 1 mm Erhöhung, die ich 24 Std. getragen habe. Seit Nov. 2017 habe ich eine neue harte Aufbissschiene mit freiem Frontzahnbereich und 4,5 mm Aufbisshöhe. Im Nov. 2017 wurde ein MRT im Sitzen angefertigt. Dabei stellte der Radiologe fest, dass ich eine verdickte bilaminäre Zone bzw. genu vasculosum habe. Mein Tagesverlauf sieht demnach so aus, dass ich morgens einen sehr leisen Tinnitus habe, der bei Bewegung des Kiefers über den Tag immer lauter wird. Wenn ich nachts aus einer Tiefschlafphase aufwache, höre ich nichts, d. h. keinen Tinnitus. Erst wenn ich meinen Kiefer leicht bewege, fängt das Geräusch langsam an. Der Tinnitus ist teils pulssynchron und lässt sich durch große Schlucke von Flüssigkeit oder das Vorziehen des Kiefers mit den Händen minimieren bis ganz eliminieren. Meine Frage: Mit welchen weiteren unterstützenden Methoden (Medikamentation, Punktion, Injektion, Operation etc.) lässt sich eine nachhaltige Ausheilung erzielen? Oder wie lange eine konservative Behandlung mittels Schiene und Physiotherapie in der Regel bei meinem Fall von Nöten ist? Können Sie mir ggf. dazu Fachärzte empfehlen, die meinen Spezialfall als Fachgebiet behandeln?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 14.03.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Tim77, vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihre ausführliche Schilderung. Aus meiner Sicht lautet die Empfehlung, eine konservative Behandlung zunächst beizubehalten. Es sollte allerdings der Aufbissbehelf regelmässig kontrolliert und ggf. an Lageveränderungen angepasst werden. Chirurgische Interventionen am Kiefergelenk sind immer noch eher selten. Hierfür sollte man sich an mund-, kiefer-, gesichtschirurgische Kliniken wenden. Ein anderer Ansatz könnte es für Sie sein, sich an ein Tinnitus Zentrum zu wenden, das interdisziplinär arbeitet, z.B. im Tinnituszentrum-Regensburg mit gleichlautender .de Webseite. Viel Erfolg bei der Behandlung und beste Grüße, Dr. Frank Jochum

28.02.2018 - 21:47 Uhr

Hallo Dr. Jochum, erstmal vielen vielen Dank...

von Marie

... für die schnelle Antwort! Ich trage die Schiene für den Unterkiefer. Ich selbst habe das Gefühl dass meine Zähne erst auf den "vorderen Backenzähnen" aufkommen und dann schiebe ich sie minimal auf die richtige Position. Der Zahnarzt will die linke Seite wohl etwas aufbauen. Ich muss sagen, dass ich wegen dem ständigen Gefühl des Knisterns im Ohr beim Schlucken verrückt werde. Auch jetzt liege ich mit Ohrendruck im Bett. Wärme hilft immer sehr gut. Den ganzen Tag hatte ich nichts....schade. Ich habe jetzt nochmal Physiotherapie. Ich hoffe es hilft bald. An fliegen ist für mich zurzeit nicht zu denken. Ich habe Angst, das mein Ohr das nicht aushält. Was kann das nur sein?

26.02.2018 - 21:53 Uhr

Hallo zusammen und einen herzlichen Dank an Dr....

von Marie, 28

... Jochum für das Beantworten der Fragen. Vor etwa drei Wochen ist CMD von meinem HNO Arzt diagnostiziert worden. Eine Schiene habe ich bereits. Leider habe ich dazu fürchterliche Ohrenschmerzen und Ohrendruck, der das Auto fahren an manchen Tagen wirklich schwer macht. Schlafen geht oftmals nur mit Wärmekissen. Lebensqualität ist wirklich anders. Ich gehe auch zur Physiotherapie. Ich frage mich dennoch wie sich CMD so stark auf die Ohren auswirken kann. Der HNO sagt meine Ohren sind einwandfrei. Wie lange dauert so eine Therapie bis sie anschlägt?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 28.02.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Marie, vielen Dank für die Anfrage. Ich versuche, Ihr Problem mit ein paar Fragen einzugrenzen: Tragen Sie Ihre Schiene im Oberkiefer oder im Unterkiefer? Erlaubt die Schiene, dass Sie Ihren Unterkiefer ganz normal bis zum weitgehend gleichmäßigen Kontakt bewegen können oder kommen Sie zuerst an einer Stelle auf und schieben dann zur Seite oder nach vorne/hinten um in die Endposition zu kommen? Bitte beschreiben Sie das doch einmal, dann kommen wir vielleicht weiter... Beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

05.01.2018 - 18:17 Uhr

Hallo Zusammen, ich habe seit fünf Tagen...

von John P.

... massive Beschwerden. Diese spielen sich vom rechten Ohrenbereich (Kieferansatz) bis hin zur kompletten rechten Seite des Unterkiefers. Es helfen keine Schmerztabletten und auch keine Wärme. Ich war bereits beim HNO, der mich mit einer Kiefergelenkentzündung zum Zahnarzt schickte, welcher die Zähne mit Klopfen untersuchte, CMD diagnostizierte und mich zur manuellen Therapie schickte. Diese habe ich zum ersten Mal am nächsten Dienstag. Ich habe seit Tagen nicht geschlafen und ständig Schmerzen. Ich habe ähnliche Beschwerden seitdem ich kalten Wind abbekommen habe. Wäre es möglich, dass sich dadurch der Gesichtsnerv entzündet hat? Wenn ja, was kann ich dagegen tun? Falls es eine CMD ist, wie lange dauert es bis die Schmerzen vorüber sind und was kann ich selbst gegen eine Linderung machen? Ich habe bereits Tipps aus YouTube versucht, die aber alles verschlimmert haben. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Viele Grüße John P.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 09.01.2018
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo John P., vielen Dank für Ihre Anfrage. Im Zusammenhang mit einer CMD kann neben der manuellen Therapie auch eine Aufbiss-Schiene gute Dienste leisten. Dabei handelt es sich um die übliche Behandlung einer CMD. Bitte fragen Sie doch Ihren Zahnarzt danach. Viele Grüße aus Essen, Frank Jochum

09.12.2017 - 12:00 Uhr

hallo! ich habe keine eigenen Zähne mehr, aber...

von Rolf

... seit Jahren eine Vollprothese oben und seit ca. einem Monat eine Vollprothese unten. Seit dem Erhalt der unteren Prothese kann ich nach kurzem kauen die Zähne nicht mehr zusammen bringen. Auch das schlucken ist mir nahezu unmöglich. Wenn ich die untere Prothese herausnehme, normalisiert sich alles wieder, aber nach Wiedereinsetzen und drei mal kauen, beginnt das ganze wieder von vorn. Was tun? ich lebe in einem Land mit wenig Zahnärzten und die sind auch mit einfachsten Dingen bereits überfordert. l.g. Rolf

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 12.12.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Rolf, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Beschreibung deutet darauf hin, dass die neue Prothese eine zu niedrige oder auch eine zu hohe Bisslage hat. Das können Sie ganz leicht testen: wenn Sie die Prothese einsetzen, beissen Sie zuerst zu und schliessen dann die Lippen. Können Sie dann bei geschlossenen Lippen die Zahnreihen (oben und unten) wieder voneinander trennen oder müssen Sie dafür die Lippen öffnen? Wenn Sie bei geschlossenen Lippen viel Platz zum Bewegen des Unterkiefers haben, dann ist der Biss höchstwahrscheinlich zu niedrig. Wenn Sie umgekehrt die Lippen öffnen müssen, um die Zahnreihen voneinander zu lösen, dann ist der Biss massiv zu hoch. Natürlich gibt es weitere Kriterien zu einem richtigen Biss, die man aber nicht so einfach testen kann. Ich hoffe, Ihre Prothese kann noch so verändert werden, dass Sie sie verwenden können. Beste Adventsgrüße aus Essen, Frank Jochum

24.11.2017 - 19:10 Uhr

Vielen Dank. Der Artikel hat mir die Panik...

von ?65

... genommen, dass die starken Schmerzen für immer bleiben und der Mund vielleicht nie wieder ganz aufgehen wird. Ich habe es nach einer Zahnwurzelbehandlung durch Entfernen der abgestorbenen Zahnnerven bekommen. Ich hatte danach Mandel und Lymphdrüsen im Kieferbereich geschwollen mit starken Ohrenschmerzen und Einschränkung der Mundöffnung. Kann nicht kauen und das Schlimmste ist, dass ich den Mund nicht einmal soweit öffnen kann, um die Zähne gründlich zu putzen. Gelegentliche Beschwerden habe ich seit dem Einsetzen von Teilkronen. Ist häufig geröntgt worden und der Biss wurde auch von 2 verschiedenen Zahnärzten mit Abfärbplättchen getestet, aber nichts festgestellt. Habe aber immer wieder nach ersten Beschwerden seit 2012 gesagt, dass ich finde, der Biss stimmt nicht. Was kann ich jetzt machen, da Wurzelbehandlung noch nicht abgeschlossen ist, ich aber wie gesagt, den Mund nicht weit genug öffnen kann. Ist eine Überweisung zum Kieferorthopäden sinnvoll, damit mal eine Funktionsdiagnose des Kauapparates erstellt wird und kann man dies auch ohne große Mundöffnungsmöglichkeit erstellen? Über eine schnelle, qualifizierte und detaillierte Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 28.11.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo G65, die erste Massnahme sollte nach Ihrer Schilderung sein, Ihre Mundöffnung wieder herzustellen. Zunächst hört es sich bei Ihrem Verlauf danach an, dass die Entzündung Ihrer Zahnwurzel nicht nur in die von Ihnen genannten Gewebe ausgestrahlt hat, sondern auch direkt die Kieferklemme verursacht hat. Diese ist im Normalfall nach Abklingen der Entzündung (notfalls unter Einsatz eines Antibiotikums, Stichwort Ausbreitungsgefahr) schnell erledigt. WENN NICHT ist es bei einer länger andauernden Kieferklemme sicherlich empfehlenswert, die Übungen mit dem Physiotherapeuten zu machen. Dazu erhalten Sie eine Heilmittelverordnung von Ihrem Zahnarzt. In der Zwischenzeit kann bereits von Ihrem Zahnarzt ein Antrag für eine Aufbiss-Schiene bei Ihrer KK gestellt werden, diese ist zunächst einmal nicht mit Zusatzkosten verbunden, wenn keine zusätzlichen Vermessungen erfolgen. Sobald Ihre Mundöffnung nach Lockerung durch die Physio ausreicht, können dann die Abdrücke für die AB-Schiene genommen werden. Nach einer gewissen Tragezeit sollten die Probleme sich gebessert haben und dann kann man sich um die Feineinstellung Ihres Bisses kümmern. Falls dazu eine Funktionsanalyse erforderlich ist, können Zusatzkosten auftreten. Im jetzigen Zustand macht eine "Vermessung" keinen Sinn. Nebenbei ist der Kieferorthopäde hierfür üblicherweise trotz der Bezeichnung "Orthopäde" nicht zuständig, sondern der Zahnarzt. Viel Erfolg bei der Behandlung und beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

07.10.2017 - 15:50 Uhr

Ich habe ein Problem mit Zahnprothesen. Ich habe...

von Karin S.

... schon drei Stück angepasst und habe immer Schmerzen. Jetzt bin ich ohne Prothesen und habe cmd und schon sieben Jahre chronisches Schmerzsyndrom. Ich mache nun eine chinesische Schmerzterapie. Wird diese helfen oder was soll ich noch tun? Ich kann nicht schlucken, reden und essen.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 09.10.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Liebe Karin S., vielen Dank für Ihre Anfrage. Nach Ihrer Beschreibung gehe ich von einer sehr komplexen CMD aus u.U. mit Beteiligung anderer Strukturen. Daher möchte ich Ihnen empfehlen, sich an eine Kiefergelenk-/Schmerzsprechstunde an einer Universitätszahnklinik zu wenden, die die Möglichkeit hat, interdisziplinär an Ihr Problem heranzugehen. Beste Grüße und viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

03.10.2017 - 23:06 Uhr

Vielen Dank für den Aufschlussreichen Artikel....

von Tamse

... Ich trage eine Beisschiene und bekomme auch Physiotherapie. Leider habe ich nun fast jedes Mal, wenn ich die Schiene Nutze eine Sperre im Kiefer, so dass ich den Mund erst nach Minuten und Manipulation öffnen kann. Ist das normal?

27.09.2017 - 11:34 Uhr

Hallo, ich leide unter Fibromyalgie, kann die CMD...

von Silke

... auch ein Symptom darstellen? Wie kann man hier sinnvoll therapieren? Habe schon Schiene, Physio und Schmerzmittel. Demnächst habe ich noch einen Termin in der Uni-Klinik zum Vorstellen. Viele Grüße Silke

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 28.09.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Silke, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich sehe aus 2 Gründen einen möglichen Zusammenhang: 1. An einer CMD sind die Kiefergelenke und dort befindliche Bandscheiben beteiligt. Beide Strukturen werden von Muskeln und Sehenen bewegt und auch gehalten. D.h. es handelt sich genau um die Strukturen, die von der FM betroffen sind. 2. Bei der FM spricht man von sog. tender points, das sind Tastpunkte , an denen man Schmerzen auslösen kann. 2 dieser typischen Tastpunkte liegen im Bereich des Nackens. Dieser Bereich ist über einen muskulären Regelkreis mit dem Kauapparat verbunden. In Ihrem Fall halte ich ebenfalls die Vorstellung in der Uni-Klinik sehr sinnvoll. Viel Erfolg bei der Behandlung, beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

04.05.2017 - 14:05 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Dr. Jochum....

von Janine

... Nein, ich hatte nie eine Spange oder ähnliches. Auch kieferorthopädische Behandlungen wurden nicht gemacht. Mein Kieferorthopäde war gestern wieder nur ratlos und wollte mir jetzt eine komplett harte Schiene verschreiben. Ich habe aber wenig vertrauen, weil ich nicht das Gefühl habe, komplett im Zusammenhang untersucht zu werden. Liebe Grüße Janine

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 04.05.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Janine, wenn Sie - völlig zu recht - Wert darauf legen, dass z.B. Ihre Wirbelsäule und Ihr Becken mit betrachtet werden, dann halte ich 2 Vorgehensweisen für sinnvoll. 1.Suchen Sie einen Zahnarzt, der sich auf CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) spezialisiert hat. In der Regel können diese Kollegen auch eine Vermessung der Kiefergelenke durchführen & haben ein interdisziplinäres Netzwerk mit Orthopäden, Osteopathen & Physiotherapeuten. 2. Sie wenden sich an einen Schmerztherapeuten oder Orthopäden, der eine 3d-Wirbelsäulenvermessung anbietet. Häufig wird hier auch der Biss getestet z.B. durch einlegen von Watterollen auf die Kauflächen. Dies bietet wertvolle Hinweise darauf, wie man z.B. eine neue Aufbissschiene gestalten muss. Viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

01.05.2017 - 09:31 Uhr

Guten Tag, Ich bin ein bisschen verzweifelt. Ich...

von Janine

... habe seit ich 15 bin eine Verschiebung oder Verspannung im Kiefer, die nach rechts zieht. Meine Zähne berühren sich rechts zuerst, ein unterer Zahn ist von dem Druck schon teilweise abgebrochen. Meine Zahnärztin hat mir immer nur eine weiche Schiene verschrieben und nichts weiter. Ich bin jetzt 25 und es hat sich nichts gebessert oder verändert, es ist eher schlimmer geworden. Meine gesamte rechte Seite ist viel stärker und verspannter als links. Ich habe davon schon Beckenschiefstand und mein neuer Zahnarzt hat mir jetzt nur eine harte Schiene verschrieben, bei der ich das Gefühl habe, dass es dadurch noch schlimmer wird. Wenn ich aufwache ist alles rechts noch verspannter. Meine Frage ist, ob man bei mir überhaupt noch was behandeln kann, wenn das schon so viele Jahre geht. Kann sich noch was bessern oder verändern? Was soll ich tun, oder woran soll ich mich wenden. Mit freundlichen Grüßen Janine

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 04.05.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Janine, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bevor ich Ihnen einen Tipp geben kann, wäre es wichtig zu wissen, ob die Probleme während oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung (lose Klammer oder Brackets) begonnen haben. Das Alter würde passen. Ich stelle die Frage deshalb, weil es dabei helfen kann herauszufinden, ob Ihre Problematik mit der Zahnstellung, mit der Muskulatur oder mit dem Kiefergelenk zusammenhängt. Bei einem Verlauf von 10 Jahren ist es sicher mittlerweile eine Gemengelage aus mehreren Faktoren, aber es macht dennoch Sinn herauszufinden, ob mit 15 etwas Spezielles stattfand. Auch ein Unfall in diesem Alter kann eine Ursache sein. Zunächst einmal beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

22.03.2017 - 04:27 Uhr

Hallo, oben links wurde meine Implantatbrücke neu...

von Halliger

... erstellt und der Biss kontrolliert. Nun habe ich starke CMD-Schmerzen. Welche Medikamente in Kombination kann ich verwenden? Herzlichen Dank!

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 27.03.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Halliger, vielen Dank für Ihre Anfrage. In dieser Situation sollte man zunächst versuchen, ohne Medikamente auszukommen und unbedingt erneut die neue Brücke kontrollieren. Vermutlich zeigt sich doch noch ein Störkontakt, ein Gleithindernis oder eine andere Interferenz. Sie können zuvor testen, bei welcher Bewegung des Unterkiefers Sie besonders stark an der neuen Brücke aufbeissen bzw. entlang reiben. So helfen Sie Ihrem Zahnarzt beim Finden der Störstelle. Beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

21.03.2017 - 06:50 Uhr

Ich bin 44 Jahre alt und nehme viele Tabletten am...

von Ngoc Tho P.

... Tag. Meine Zähne werden dadurch angegriffen. Was kann ich manuell dagegen tun?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 27.03.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Ngoc Tho P. , vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider fehlen Informationen darüber, auf welche Weise die Tabletten Ihre Zähne angreifen. Es gibt Medikamente, die z.B. einen Reflux (saures Aufstossen) bewirken können, so dass eine Übersäuerung die Zähne angreift. Andere Wirkstoffe können die Muskeltätigkeit der Kiefermuskeln erhöhen, wodiuch es zu mechanischen Schäden kommen kann. Wieder andere Medikamente verursachen Zahnfleischwucherungen, die eine Pflege der Zähne stark erschweren... Ohne weitere Infos kann ich zu Ihrer Frage leider keinen Tipp geben. Beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

07.03.2017 - 19:19 Uhr

Hallo, mir wurde im Januar ein Implantat im UK,...

von Sika

... vorletzter Backenzahn gesetzt. Die Lücke war gut 2 Jahre unversorgt. Seitdem habe ich starke Schmerzen. Die Schmerzen spüre ich am letzten Backenzahn, also neben dem Implantat bzw. dahinter. Diagnose des Zahnarztes: CMD. KG wurde verordnet, bisher aber kein Erfolg. Was könnte es denn noch sein? Sollte ich das Implantat entfernen lassen? Verheilt ist es gut. Die Dauerschmerzen im Kiefer sind aber nicht zum aushalten!

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 08.03.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Sika, vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider kann ich Ihnen ohne Röntgenbild dazu wirklich nichts schreiben. Die Bilder vor und nach Implantation können hier im Vergleich ggf. einen wichtigen Hinweis auf eine mögliche Ursache geben. Manchmal verursacht die weite Mundöffnung bei einer OP oder Langzeitbehandlung tatsächlich KG-Probleme, die dann aber wieder abklingen sollten. Viel Erfolg bei der Behandlung, beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

17.02.2017 - 15:29 Uhr

Ich habe seit einem halben Jahr extremes...

von Natalie

... Kieferknacken. Manchmal ist das während dem Essen so laut und ich spüre teilweise, dass sich irgendetwas im Kiefer verschiebt. Leider ist mein Zahnarzt mit diesem Thema relativ gleichgültig umgegangen. Was kann ich tun, um meinen Kiefer zu entspannen oder dieses extreme Krachen im Kiefer zu vermeiden?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 23.02.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Natalie, vielen Dank für Ihre Anfrage. Häufig ist eine Kompression des Gelenkes durch Knirschen und/oder Pressen die Ursache für starkes Kiefergelenkknacken. In einem solchen Fall hilft als erste Universalmassnahme eine adjustierbare Aufbissschiene. Weiterhin kann Physiotherapie helfen. Falls Sie vor Beginn des Knackens einen Unfall o.ä. hatten, sollten Sie unbedingt eine Röntgenuntersuchung vornehmen lassen. Viel Erfolg bei der Behandlung & Entspannung, beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

27.01.2017 - 15:55 Uhr

Hallo Dr. Frank Jochum, ich möchte mich erst...

von Eva

... einmal für die schnelle Antwort bedanken. Die Teleskopprotese ist auf zwei Zähnen befestigt. LG Eva

25.01.2017 - 19:29 Uhr

Hallo, mir geht es richtig schlecht. Ich habe...

von Eva

... keine Kraft mehr und habe starke Kopfschmerzen sowie ein Knacken im Kiefer mit Schlafstörungen, Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen, Schwindel, Sehstörungen usw. Die Beschwerde habe ich seitdem ich meine Teleskopprothese bekommen habe. Mein Zahnarzt sagt jedoch, ich habe keine Kiefergelenkstörung, ich weiß nicht mehr weiter. Was soll ich tun?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 27.01.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Eva, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Wenn es tatsächlich so ist, dass die Beschwerden mit dem neuen Zahnersatz erstmals auftraten, dann ist davon auszugehen, dass sich durch den neuen Ersatz etwas verändert hat. Häufig wird bei einem zuvor durch alten Ersatz oder Zahnlücken abgesunkenen Biss absichtlich die Bisslage erhöht, was nicht immer funktioniert. Ich kann leider nicht wissen, wieviele Teleskope bei Ihnen wieviele ersetzte Zähne halten müssen. Da aber die Teleskope relativ teuer sind und die Prothesenzähne eher günstig, macht es in Ihrem Fall evtl. Sinn, die Prothesenzähne zu entfernen und mit dem Gerüst eine Bissnahme zu machen. Nach dieser Bissnahme sieht man vielleicht schon das Problem und es könnten neue Prothesenzähne aufgestellt werden, die hoffentlich besser passen. Wichtig ist, dass für eine solche Massnahme Ihr Zahnarzt zuständig ist, da in der Garantiezeit ein anderer Zahnarzt Ihren Zahnersatz nicht bearbeiten darf. Nur im äußersten Notfall kann man auch über die Krankenkasse ein Gutachten erstellen lassen. Besser ist immer die Einigung mit Ihrem Zahnarzt. Dennoch viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

30.12.2016 - 14:17 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, ich habe mit großem...

von Osel

... Interesse Ihren Artikel gelesen. Ich leide unter dem selben Problem mit meinem Kiefergelenk, weshalb ich bereits in Behandlung bin. Jedoch muss ich jetzt dringend Füllungen machen lassen. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich die Behandlung durchstehe? Es ensteht bereits nach kürzester Zeit ein schlimmer Schmerz durch das Öffnen des Mundes - gibt es eine Option mit Sedierung, sodass das Gelenk nicht verkrampft?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 09.01.2017
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Osel, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich urlaubsbedingt leider erst heute beantworten kann. Eine vielversprechende Möglichkeit besteht darin, einen Zahnarztbesuch direkt folgend auf den Besuch beim Physiotherapeuten zu planen. Die physiotherapeutisch oder osteopathisch gelockerten Strukturen lassen oft eine deutlich schmerzärmere Behandlung zu. Vielleicht ist es zusätzlich möglich, die Behandlung aufzuteilen, so dass nicht alle Füllungen in einer Sitzung gemacht werden müssen. Viel Erfolg bei der Behandlung & beste Grüße, Frank Jochum

24.12.2016 - 18:55 Uhr

Ich bin über Google auf diesen Bericht gestoßen....

von T.

... Ich habe die Problematik nun mehr seit 6 Jahren. Kennen Sie Unikliniken, die adäquate Operationen durchführen? Schienen sind natürlich Schwachsinn und gleichen der Kaffeesatzleserei. Viele verdienen sich daran sicherlich eine goldene Nase.

13.11.2016 - 08:09 Uhr

Ich habe starke Schmerzen im Kieferbereich, die...

von Renate

... bis in den Rücken ausstrahlen. Neben Physiotherapie empfiehlt mir der Zahnarzt eine Aufbissschiene. Ich habe zwei Angebote vorliegen: A) Eine computergestützte Analyse und B) eine manuelle Analyse- Befunderhebung, arbiträre Achsenbestimmung, Registrierung für Artikular. Hier gibt es beachtliche preisliche Unterschiede. Zu welcher Behandlung raten Sie mir ? Danke für eine Antwort.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 15.11.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Renate, vielen Dank für Ihre Anfrage. Natürlich weiss ich nicht, welche Erfahrungen Sie bereits mit Aufbissschienen gemacht haben. Wenn es ihre erste Schiene werden soll, dann würde ich generell immer zunächst mit der einfacheren (preisgünstigeren) Schiene beginnen, da es einige universelle Effekte von Schienen gibt, die unabhängig davon auftreten, ob vorher elektronisch vermessen wurde. Sollten Sie in der Behandlung schon weiter sein und diese Schiene z.B. zur Probe eine neue Bisslage simulieren soll, bevor Zahnersatz gemacht wird, dann bietet sich eine vollständige Vermessung an. Ihre Beschreibung klingt allerdings nach der ersten Variante. Viel Erfolg bei der Behandlung & beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

19.10.2016 - 12:22 Uhr

Guten Tag, ich hab seit 2 Tagen im rechten...

von Lola

... Kiefergelenk Schmerzen, die bis zum rechten Ohr, zur rechten Schläfe ausstrahlen. Mittlerweile verspüre ich die Schmerzen schon im Oberkiefer sowie den rechten Wangenknochen und im rechten Auge. Ich habe außerdem permanente Kopfschmerzen. Ich habe häufig Kopfschmerzen, aber diese gehen irgendwann wieder weg. Was soll ich am besten tun bzw. welchen Arzt kann ich aufsuchen?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 24.10.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Lola, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich urlaubsbedingt leider erst heute beantworten kann. Ihre Beschwerden klingen nach einer craniomandibulären Dysfunktion. Hier hilft Ihnen am Besten ein Zahnarzt weiter, der sich zu diesem Thema weitergebildet hat. Schauen Sie dazu auf der Homepage nach den Stichwörtern CMD, Kiefergelenk usw. Viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

25.07.2016 - 14:05 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, ich hatte mich im Juni...

von Carola D.

... schon mal an Sie gewand. Ich habe Kiefergelenksarthrose auf der linken Seite. Nun habe ich deswegen von einem auf Funktionsdiagnostik und Therapie spezialisierten Zahnarzt einen Heil und Kostenplan erhalten. Die Behandlung soll inklusive Funktionsanalyse und DVT (Digitale Volumentomographie) und Laborkosten und Protrusionsschiene 1820 Euro kosten. Könnten Sie mir bitte sagen, ob diese Kosten gerechtfertigt sind? Der Zahnarzt sagte mir, man müsste alles genau vermessen, damit die Schiene dann auch etwas bewirken kann. Über eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße, C. D.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 03.08.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Carola D., vielen Dank für Ihre erneute Anfrage, die ich urlaubsbedingt leider erst jetzt beantworten kann. Es ist nicht erwünscht, hier im Forum etwas zu Preisen zu schreiben. Es gibt spezialisierte Kollegen, die sich ganz viel Zeit mit der Diagnostik lassen und auch nach einem Termin individuell weiter an Modellen und Bissen arbeiten, Vermessungen einfließen lassen auch die Erkenntnisse aus der radiologischen Untersuchung. Wenn Sie diesbezüglich ein gutes Gefühl haben, dann ist der Kollege für Sie u.U. die richtige Wahl. Wenn Sie unsicher sind, dann lassen Sie sich noch einmal anderweitig beraten. Viel Erfolg und beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

08.07.2016 - 13:36 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, mein Problem zieht sich nun...

von Daniela

... seit ca. 1 Jahr hin. Angefangen hat es ca. 1-2 Monate nach Beginn meiner KFO-Behandlung (Keramik-Brackets Ober-und Unterkiefer). Grund für diese Behandlung war ein tiefer Biss, wodurch ich mir mit den Schneidezähnen des UK hinten in die Schneidezähne des OK gebissen habe und dadurch starke Abrasionen verursacht wurden. Im Kindesalter wurde außerdem im OK ein 4-er gezogen (aus Platzmangel?), was zur Folge hatte, dass sich die Mittellinie verschoben hat. Nun wurde vor der KFO-Behandlung auf der anderen Seite der symmetrische Zahn im OK gezogen. Diese Lücke wurde in sehr kurzer Zeit (ca. 1 Monat) mittels der Brackets geschlossen - dies sollte eigentlich reziprok geschehen, was ich aber aufgrund der Kürze der Zeit bezweifle. Zudem wurde der Biss schon teilweise angehoben. Während der ersten Monate waren Aufbisshilfen auf den Molaren notwendig, damit ich mir nicht die Brackets herausbeiße. Nun zu meinem Problem: Schon nach ca. 2-3 Monaten haben mich etliche Leute darauf angesprochen, ob ich krank wäre oder stark abgenommen hätte, da ich sehr schmal im Gesicht geworden bin. Aber weder war ich krank, noch habe ich abgenommen. Anfangs habe ich es selbst gar nicht so sehr realisiert bzw. auf den Stress geschoben -aber als sich dann dieser Zustand immer weiter steigerte und dann auch noch tiefe Dellen an den Schläfen dazukamen, war auch mir klar, dass etwas nicht stimmte. Etliche Untersuchungen folgten mit dem Resultat, dass sich offensichtlich die Kaumuskulatur (Masseter/Temporalis) komplett abgebaut haben. In der daraufhin verordneten Physiotherapie kam heraus, dass ich inzwischen einen massiven Beckenschiefstand sowie starke Verspannungen im Schulter-Nackenbereich habe. Nun erklärten sich auch meine seit einigen Monaten ständigen Kopf-Nacken- und Rückenschmerzen. All dies hatte ich zuvor überhaupt nicht! Den Kieferorthopäden habe ich nun gewechselt, weil er mir nicht glauben wollte, dass ich in der ursprünglichen Position meines UK nicht mehr hinter die Zähne im OK passe. Inzwischen habe ich eine Aufbissschiene, die meinem UK die urprüngliche Position wieder ermöglichen soll. Meine Schneidezähne im OK stehen nun ziemlich senkrecht über denen im UK, d.h ohne Zurückziehen des UK wäre ein Kauen auf den Molaren ohne Schiene nicht möglich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der Biss mit dieser Schiene auch nicht normal ist - auch viel zu hoch durch die Bissanhebung und der Situation der Schneidezähne. Außerdem hat sich auch an der abgebauten Muskulatur leider nichts zum Positiven gewandelt. Nun aber meine eigentliche Frage: Würde bei mir eine genaue Vermessung des Kausystems mittels z.B. freecorder BLUEFOX Sinn machen? Oder was kann ich noch machen? Ich leide wirklich sehr unter meinem momentanen Zustand und auch dem sehr verändertem Gesicht (krank/alt - eben nicht mehr meines!). Ich wäre wirklich Ihnen wirklich sehr dankbar für eine Antwort! Vielen Dank im Voraus. Grüße

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 11.07.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Daniela, vielen Dank für Ihre Anfrage. Das hört sich ja wirklich nach einem komplexen Problem an. Nach Ihren Schilderungen ohne weitere Diagnostik klingt es für mich so, als ob der momentan kieferorthopädisch eingestellte Biss vielleicht von der Bisshöhe überkompensiert wurde, d.h. als ob Sie von einem zunächst zu tiefen Biss jetzt in einer für Sie und Ihre Kaumuskulatur zu hohen Bisslage angekommmen sein könnten. Bei einer zu hohen Bisslage schaffen Aufbissschienen nur begrenzt Abhilfe, da sie den Biss ja weiter erhöhen. Da die Situation in Folge der KFO-Behandlung entstanden ist, würde ich eine kieferorthopädische Diagnostik und Vermessung ggf. mit Fernröntgenseitbild für sehr sinnvoll halten. Die atrophierte Kaumuskulatur zeigt ja, dass nicht der klassische CMD-Befund vorliegt, sondern eher der umgekehrte Sachverhalt, bei dem auch das Kiefergelenk und die dortige Bandscheibe sich eher ganz entspannt in der Gelenkkapsel befinden. Eine Vermessung der Gelenkbahnen und -winkel ist später sicher sinnvoll, aber zunächst ist hier tatsächlich der Kieferorthopäde gefragt, um zu ermitteln, ob ein Teil der Bisshebung ggf. rückgängig gemacht werden muss. Viel Erfolg und beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

04.07.2016 - 11:50 Uhr

Ich habe diese Diagnose und alle paar Wochen ganz...

von Nicole

... starke Schmerzen. Welche Medikamente können Sie mir empfehlen? Bei der Physiotherapie war ich einige Male, sie hat aber zu keiner Besserung geführt. Jedes halbe Jahr bin ich beim`Zahnarzt, da ich eine Aufbissschiene habe. Welches Medikament kann ich im Notfall nehmen?

01.06.2016 - 11:56 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, ich habe auf der linken...

von Carola D.

... Seite eine Kiefergelenks-Arthrose. Die Symptome sind eingeschränkte Mundöffnung und Ohrenschmerzen links (sobald der Bereich um das Ohr kalt wird). Ich fühle mich dadurch sehr eingeschränkt und bin sehr unglücklich darüber, weil ich mich immer wärmer anziehen muss, um den Ohrenbereich warm zu halten. Ich habe verschiedene Schienen getragen, jedoch ohne erfolg. Nun überlege ich, ob ich eine Dros-Schiene heranziehen sollte. Die kostet allerdings 2900€. An wen kann ich mich wenden? Über eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße, C. D.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 10.06.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Carola D, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann aufgrund mangelnder Erfahrung mit diesem Therapie-Mittel nichts zu der sogenannten DROS-Schiene sagen. Die von Ihnen genannten Kosten scheinen mir jedoch für jegliche Art von Aufbissschiene inkl. Funktionsanalyse sehr hoch. Bei einem solchen Aufwand könnte man auch versuchen, mit Langzeitprovisorien (LZP, gibt es mit und ohne Beschleifen der Zähne) dauerhaft eine Bisslage zu schaffen, die Ihr Gelenk entlastet. Vorteil: ein LZP ist Tag und Nacht im Mund und man kann zuverlässig testen, ob die eingestellte Bisslage sich auch für eine permanente Rekonstruktion eignet. Es wundert mich in diesem Zusammenhang etwas, dass die bisherigen Schienen so gar nichts gebracht haben - das ist eher untypisch, wenn sie richtig eingestellt sind/waren. Ist zusätzlich Physiotherapie verschrieben worden? Das hilft häufig auch, erst einmal aus der Kompression des g´Gelenkes herauszukommen. Viel Erfolg bei der weiteren Behandlung & beste Grüße aus Essen, Frank Jochum

22.04.2016 - 11:19 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, ich bin zufällig auf Ihren...

von Ebru

... Artikel gestoßen. Es handelt sich genau um die Symptome, die ich habe. Seit ca. 2 Jahren laufe ich von Arzt zu Arzt. Angefangen hat es, mit einem Zufallen des rechten Ohrs beim Sport und in Stresssituationen. Ich war beim HNO-Arzt sowie beim Physiotherapeuten, beim Orthopäden und beim Ostheopaten sowie beim Zahnarzt und Kieferchirurgen. Zuletzt war ich auch noch bei der Kieferorthopädin. Eine Aufbiss-Schiene habe ich vom Chirurgen bekommen. Nachts beim Schlafen ist diese ganz gut, nur leider kann ich keine großartige Verbesserung vorweisen. Seit einiger Zeit habe ich auch extreme Kieferschmerzen auf der linken Seite. Nun war ich letzte Woche bei der Kieferorthopädin. Sie hat mir eine Funktionsanalyse empfohlen. Leider liegt der Preis bei 480 Euro. Meinen Sie, die Analyse kann mir bei meinem Problem helfen? Ist der Preis angemessen? Ansonsten würde ich mich noch bei anderen Kieferorthopäden informieren. Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich bin schon langsam am Verzweifeln. Mit freundlichen Grüßen, Ebru

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 25.04.2016
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Ebru, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihr Vorgehen war absolut richtig und Sie haben die richtigen Ärzte konsultiert. Es ist gut, dass die Aufbissschiene Sie entspannt. Hier kann es der nächste Schritt sein, dass man zunächst mit Langzeitprovisorien (gibt es für unbeschliffene Zähne auch als Auflage) eine neue Bisslage (nicht nur für die Nacht) zu finden versucht. Hierzu ist regelmässig die Funktionsanalyse notwendig. Die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch, ob die Kieferorthopädin Ihnen nach der FA tatsächlich auch die Langzeitprovisorien oder eine weitere Behandlung anbieten kann oder ob sie versuchen würde, eine neue Bisslage kieferorthopädisch - also durch Zahnverschiebung - einzustellen? Wenn Sie eher zu den Langzeitprovisorien tendieren, die Ihnen im Regelfall ein Kieferorthopäde nicht anbieten kann, dann sollte die Funktionsanalyse in den gleichen Händen liegen, wie die ggf. langzeitprovisorische Versorgung. Auch wenn diese Leistungen nicht von der gesetzlichen KV abgedeckt sind und daher privat bezahlt werden müssen, ist es sehr sinnvoll so vorzugehen, denn eine endgültige Korrektur der Bisslage muss zuvor ausprobiert werden, sonst ist u.U. diese mit einem noch höheren Eigenanteil verbundene Massnahme später nicht ideal für Sie geeignet und muss wiederholt werden. Es gilt: Erst muss mit Hilfsmitteln Beschwerdefreiheit erreicht werden, bevor eine endgültige Korrektur der Bisslage erfolgen kann. Viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

26.08.2015 - 20:25 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, ich bin es wieder. Die...

von Alice

... Kieferschmerzen sind immernoch da. Denken Sie, dass eine chiropraktische Behandlung sinnvoll wäre? Ich habe mir auch überlegt noch einen echten CMD Spezialisten aufzusuchen. Nur möchte ich auch nicht Unsummen für etwas ausgeben, was sowieso keinen Erfolg hat. Die OP wird ja von der Krankenkasse übernommen. Zum Thema Schiene. Ich habe eine vom Zahnarzt bekommen. Etwas dicker und hart. Trage sie jetzt seit ca. 3 Monaten. Ich möchte einfach wieder ein normales Leben führen können und bin wirklich für jede Hilfe dankbar. Viele Grüße, Alice

13.08.2015 - 12:08 Uhr

Muss man jedesmal aus Angst vor den Schmerzen mit...

von Amur

... Ohrenstöpsel herum laufen oder kann man das behandeln ?

02.08.2015 - 08:07 Uhr

Ich habe seit ca. 2 Monaten unerklärliche...

von Kathleen

... Gesichtsschmerzen im Bereich Ohr, Schläfe und Wange...bin auch im Nacken und Schulter sehr doll verspannt..HNO konnte nichts feststellen, hat mir keltic forte verschrieben, die nehme ich nun seit 2 Wochen, aber keine Besserung. Wache die Nacht ständig auf, meine Lebensqualität ist sehr beeinträchtigt dadurch. Hab ganz schöne Angst, dass es was Schlimmes ist. Bei Windzug wird es schlimmer, wie soll ich jetzt vorgehen? Zu welchem Arzt als erstes? Gegen die Verspannungen bin ich in physiotherapeutischer Behandlung, gegen meine Angst bin ich in Psychologischer Behandlung bzw hab im September mein ersten Termin... Könnte es eine CMD sein? Bin gerade mal 29, das kann doch nicht das Ende sein...hab ein 2 jähriges Kind...freue mich über Antwort!

27.07.2015 - 11:47 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum! Ich habe seit ca. 7...

von Alice

... Monaten Kieferprobleme. MRT Befund ist: Kranialisation des Diskus links deutlich mehr als rechts. U ossäre Defekte im Polbereich der Köpfchen beidseits rechts mehr als links. Vollständige anterolaterale Subluxation des Diskus links, vollständige Mazeration des Diskus rechts. Bei Öffnung des Mundes und beidseits insuffiziente Opposition, auf der linken Seite nahezu Fixierung des Köpfchens. Hier unveränderte Lage des Diskus. Ich hab es schon mit Physiotherapie und Schienen versucht, aber nichts hilft. Ich bekomme meinen Mund ca. 3cm auf, habe manchmal Schmerzen am Kiefer und beim Essen. War schon bei allen Ärzten und der MKG- Chirug hat mir zu einer OP geraten, wobei der Zahnarzt erstmal davon abgeraten hat. Nun meine Frage: kann man bei dem Befund noch Erfolg mit konservativen Methoden erzielen oder ist die OP eine gute Idee? Viele Grüße, Alice

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 29.07.2015
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Alice, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Beschreibung Ihrer Situation und Ihrer Befunde ist sehr detailliert und fachlich sehr fundiert. Es ist dennoch schwierig, Ihnen aus der Ferne einen Tipp in die eine oder andere Richtung zu geben. Die Mundöffnung ist defintiv zu gering. Wenn bisher keine konservative Massnahme die Mundöffnung verbessern konnte, kann es sinnvoll sein, sich über den genauen Verlauf und die Risiken einer OP zu informieren. Operationen am Kiefergelenk sind eher selten. Andererseits gibt es viele Kiefergelenke, die in der MRT-Diagnostik ähnlich eindrucksvolle Befunde hinterlassen würden, aber mit wenig subjektiven Beschwerden und Einschränkungen verbunden sind. Was für Schienen haben Sie denn bis jetzt angewendet/ausprobiert? (Dick/Dünn, Hart/Weich, Adjustiert/Nicht adjustiert, Oberkiefer/Unterkiefer...) Mit freundlichen Grüßen aus Essen, Frank Jochum

09.05.2015 - 10:58 Uhr

Aufgrund von Gehörgangsexostosen wurde ich vor...

von Detlev

... zwei Jahren am rechten Ohr operiert. Danach hatte ich mehrmals starke Ohrenschmerzen mit Entzündungen, die aber jedes Mal erfolgreich behandelt werden konnten. Im Herbst letzten Jahres wurde mir aufgrund meiner Schlafapnoe eine Protrusionsschiene verschrieben. Nach einigen Wochen bekam ich leichte Kiefer- und Ohrenschmerzen, die sich jedoch nach Angaben meines Zahnarztes im Laufe der Zeit legen sollten. Da sich die Schmerzen jedoch verstärkten, wurde die Schiene neu eingestellt (weniger Vorschub). Allerdings ohne Erfolg, denn die Schmerzen blieben. Vor zwei Wochen ließ ich probeweise die Schiene ganz weg, doch die Schmerzen blieben. Weder Ibuprofen 600 noch Thomapyrin Intensiv halfen. Deshalb ging ich gestern zum HNO, der jedoch keine Entzündung im Ohr feststellen konnte. Er verschrieb mir wieder Ibuprofen (3x tägl.) und gab mir eine Spritze ins Kiefergelenk und 10 Minuten Mikrowellenwärme auf's rechte Ohr. Danach waren die Schmerzen für etwa 2 Stunden fast weg, doch danach kamen sie wieder und wurden fast unerträglich (Brennen im Ohr mit starkem Druckgefühl und starkes, schubweises Stechen im und oberhalb des Ohrs). Da Ibuprofen sowieso noch nie geholfen hatte, nahm ich eine Arcoxia 120mg Etoricoxib Tablette, worauf die Schmerzen nur etwas nachließen. Deshalb kühlte ich am Abend das Ohr noch mit Eis, was eine weitere Erleichterung brachte. Jetzt, am Morgen, habe ich immer noch ein starkes Druckgefühl sowie leichtes Brennen im Ohr und auch das Stechen ist wieder da, jedoch reduziert. Habe im Internet einiges über craniomandibuläre Dysfunktion gelesen und im Test hierfür 6 Übereinstimmungen gefunden. Werde am Montag also einen weiteren Arzt aufsuchen müssen, doch zu welchem (Spezialisten?) soll ich gehen oder was raten Sie mir?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 11.05.2015
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Detlev, es ist am Anfang oft unklar, ob es sich um Beschwerden handelt, die vom Ohr kommen oder vom Kiefergelenk. Da der HNO-Arzt bereits angegeben hat, dass er eine Ursache im / am Ohr ausschließen kann und da Sie eine Protrusionsschiene tragen, liegt es natürlich nahe, an das Kiefergelenk oder allgemein "CMD" zu denken. Es macht sicher Sinn, einen CMD-spezialisierten Zahnarzt aufzusuchen. Häufig findet eine Behandlung interdisziplinär statt mit Unterstützung eines Physiotherapeuten. Sicher wird man Ihnen dort raten, zunächst die Protrusionsschiene wegzulassen. Die Besserung durch Kühlung kann allerdings auch ein Zeichen für eine vorliegende Entzündung sein - auch das sollte geprüft werden, da aufgrund der Vorgeschichte hier ggf. wieder das Ohr als Ursache in frage kommt. Gute Besserung und viel Erfolg bei der Behandlung, Frank Jochum

20.03.2015 - 20:00 Uhr

auch zwei Jahre später leide ich noch an...

von teatime

... Kiefergelenksschmerzen. Zwischenzeitlich bekam ich noch 2-3 Aufbissschienen. Ich habe mittlerweile massive Schmerzen in den Kopfgelenken. Fraglich, wie sich der Zustand jemals bessern soll. Vermutlich werde ich nie wieder gesund. Schade, bin noch nicht einmal 30.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 23.03.2015
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Teatime, es freut mich, 2 Jahre nach Ihrem letzten Post wieder von Ihnen zu hören. Gleichzeitig bedauere ich sehr, dass bei Ihnen offensichtlich keine Besserung sondern eher eine Verschlechterung eingetreten ist. Zum interdisziplinären Ansatz bemerkten Sie damals, dass sie in der Kiefergelenksprechstunde einer Uni-Klinik lediglich eine weiche Schiene bekommen hätten und dass Sie beim Orthopäden und Neurologen lediglich Medikamente ausprobieren würden, da Ihnen als Kassenpatient andere therapeutische Konzepte verwehrt bleiben würden. Natürlich weiss ich nicht, was Sie in der Zwischenzeit ausser den 2-3 AB-Schienen noch ausprobiert haben, aber ich möchte dennoch die Empfehlung aussprechen, ggf. eine osteopathische Diagnostik und Behandlung in Erwägung zu ziehen, falls Sie das nicht auch schon hinter sich haben. Ich wünsche Ihnen wirklich, dass ein Weg gefunden werden kann, Ihre Beschwerden zu reduzieren oder zu beseitigen. Viel Erfolg dabei! Beste Grüße aus Essen, F. Jochum

04.03.2015 - 19:12 Uhr

Guten Abend Dr. Jochum, ich bin zufällig auf...

von Anna

... dieser aufschlussreichen Seite angekommen. Ich hoffe sie können mir ein paar Fragen beantworten. Meine Krankheitsgeschichte zieht sich über Jahrzehnte. Da die Diagnose CMD Fachübergreifend ist, habe ich Jahre gebraucht, um da anzukommen wo ich jetzt bin. Bin seit 3 Jahren in Behandlung mit Knirschschienen, Kiefererhebungsschiene, Kieferführungsschienen, Physiotherapie und.... Meine Beschwerden sind weiterhin vorhanden wie: Kopfschmerzen, Drehschwindel, Ohrensausen, starke Verspannungsschmerzen im Nacken und Schulterbereich, Blockaden-Kopfgelenke, Kieferschmerzen und so weiter. Ein MRT ist auch gelaufen, hier die Beurteilung: Initiale degenerative Veränderung, betont rechtsseitig. Initiale Mazeration des Diskus rechtsseitig. Der Diskus lokalisiert sich bei geschlossenem Mund zu weit ventral. Beim offenem Mund umgreift der Diskus das Kieferköpfchen. Linksseitig regelrechte Artikulation beim geschlossenem Mund sowie zu weit ventral liegendes Kieferköpfchen bei geöffnetem Mund bei regelrechter Artikulation des Diskus. Hängen meine Beschwerden mit der Beurteilung zusammen? Laut MRT ist der Diskus verschoben, habe ich es richtig verstanden? Kann man dieses Problem konservativ behandeln? Kann man mit einer Bissschiene den Biss einstellen, da durch die Verschiebung auch der Biss nicht stimmt. Meine Zahnärztin hat vor meine Brücken runterzunehmen und zu erhöhen da auf die hinteren Zähne gar kein Kontakt besteht. Ich frage mich ob ich damit weiter komme. Ich verzweifele langsam, da sich nichts ändert. Ich hoffe sie können weiter helfen. Mit freundlichen Grüßen Anna

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 09.03.2015
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Morgen Anna, Ihre Vorgeschichte klingt sehr komplex. Wenn ich es richtig verstehe, dann ist derzeit eine Erhöhung der Brücken geplant, obwohl zuvor Aufbissschienen keine Besserung herbeigeführt haben. Bei Ihrem Beschwerdebild gibt es m.E. 2 Möglichkeiten, die Erfolg haben könnten. Erstens kann man eine relativ dünne Schiene nach Vermessung der Gelenkbahnen herstellen, die permanent getragen wird und nicht nur nachts. Eine solche Schiene kann auch an kurzfristige Veränderungen (z.B. Positionswechsel des Diskus) gut angepasst werden. Zweitens kommen Langzeitprovisorien in betracht, mit denen man ebenfalls eine neue Bisslage zunächst ausprobieren kann und an denen Veränderungen durchgeführt werden können. Ausdrücklich warnen möchte ich davor, sich zum jetzigen Zeitpunkt neue endgültige Brücken herstellen zu lassen ohne dass die Ziel-Bisslage zuvor ausprobiert wurde. Mit freundlichen Grüßen aus Essen, Frank Jochum

08.01.2015 - 21:03 Uhr

Guten Tag Dr. Jochum, dieser Artikel ist für mich...

von Manfred

... sehr aufschlussreich. Die o.g. Probleme, Symptome bei einer CMD treffen mehr oder weniger auf meinen Gesundheitsstatus zu. Aber dieser Prozess hat sich schleichend entwickelt. Ich habe im Verlauf der letzten drei Jahre Zahnimplantate mit entsprechenden Kronen etc. bekommen. Ist auch alles prima und korrekt verlaufen. Seit ca. 6 Wochen erlebe ich folgendes Problem: Beim Zusammenbeißen der Zähne bekomme ich auf der rechten Seite nur schwer einen sauberen Kontakt hin. Es besteht hier nun ein winziger Spalt zwischen der oberen und unteren Zahnleiste. Mein Zahnarzt, ein guter präziser Facharzt in Sachen Zahnersatz, Implantologie etc., empfiehlt mir nun eine Michiganschiene, da ich sicher auch nachts im Schlaf meine Zähne sehr "bearbeite". Ferner soll dieser Spalt durch einen Aufbau geschlossen werden. Nur - an den Ursachen wird dadurch nichts verändert. Ohne Vorwurf, aber ich denke, der zweite Schritt ist bei mir vor dem ersten getan worden. Ich bin 68 Jahre alt und gut sportlich unterwegs, und habe daher die Frage: Ist an meinen Kiefergelenken, Muskeln etc. überhaupt noch eine Therapie mit einer CMD-Schiene möglich und kann man die schon eingesetzten Implantate/Kronen (3 u.r./3 o.l) schonend mit einbeziehen? Denn diese dürften nicht zerstört, sondern evtl. nur leicht angepasst werden. Aber es kommt wohl auch auf die Gelenke an, die mit 68 Jahren schon einen gewissen Verschleiß hinter sich haben. Ich komme aus dem Raum Münster / Osnabrück und würde durchaus auch zu einem Untersuchungstermin nach Essen kommen können. Über eine Antwort freue ich mich sehr und wünsche noch einen schönen Tag. Manfred

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 12.01.2015
Dr. med. dent. Frank Jochum

Guten Tag Manfred, ich verstehe Ihre Sorgen gut. Wenn bei einem vormals passenden Zahnersatz relativ kurzfristig etwas nicht mehr passt, so kann es sein, dass sich etwas im Kiefergelenk verschoben hat, z.B. die dort befindliche Bandscheibe. Eine Aufbisschiene kann durch Entlastung der Kiefergelenke dafür sorgen, dass sich der jetzige Zustand gravierend bessert und dadurch die Kronen auch wieder passen. Ich empfehle Ihnen daher, die Schienen-Therapie wie angedacht durchführen zu lassen und mit etwas Geduld die vom Kollegen empfohlene Tragezeit abzuwarten, bevor überhaupt etwas an den Kronen geändert wird. Eine Frage zum Schluss: Können Sie während der Mundöffnungsbewegung, wenn Sie ihre Frontzähne im Spiegel beobachten, sehen, ob der Unterkiefer zu einer Seite abweicht statt gerade zu öffnen? Freue mich auf ein kurzes Feedback, mit freundlichen Grüßen aus Essen, Frank Jochum

21.12.2014 - 12:08 Uhr

Sehr geehrte Dr.Jochum, ich habe seid Zwei...

von Muharrem

... Moneten Tinnitus,war sofort beim HNO Arzt, habe Infusion und Kortison bekommen das über Zwei Wochen.Es hat mir leider nicht geholfen.ich knirsche Nachts.Habe Knirschschiene bekommen das hilft leider auch nicht viel.Mir fehlen seid Zwei Jahre zwei Zähne in der Oberkiefer letzten beide zähne, seid über Zwanzig Jahren Brücke im Unterkiefer fehlen auch Zwei Zähne viele Zahnfüllungen und Wurzelbehandlung ,habe kaum Profil auf die zähne.Tonlage der Tinnitus ändere sich nur über Nachts und bleibt ganze Tag so.ich vermute dass das mit mein Kiefer zutun hat. Ich bin Privatversichert bei DKV Möchte gern ein Termin von ihnen. Mit freundlichen Grüßen Muharrem

19.09.2014 - 12:48 Uhr

Hallo ich mache zur Zeit eine CMD-Behandlung. War...

von Natalie

... am Montag bei der Behandlung. Habe seit Mittwoch Schmerzen im Kiefer (beidseitig). Der Zahnarzt gestern meinte ich sollte Schmerztabletten nehmen. Er konnte sich das nicht erklären. Können Sie mir vielleicht weiter helfen was ich machen kann? Freundliche Grüße

01.09.2014 - 09:44 Uhr

Hallo Ich habe seit 2 Monaten schmerzen im linken...

von Miriam

... Kiefergelenk beim öffnen und beim Kauen. Ich war bei meinem Zahnarzt der mir eine Aufbissschiene verschrieben hat, da es vom Zähneknirschen kommt. Nach einer Woche waren die Schmerzen immer noch gleich. Der ZA hat dann gemeint das Gelenk wäre auch noch entzündet und mir wurde noch Ibuprofen 3x täglich 400mg verschrieben. Die nehme ich jetzt auch bereits eine Woche und es ist noch nicht besser. Manchmal kann ich den Mund auch nicht ganz öffnen, nur unter sehr starken Schmerzen. Was kann man da noch tun? Oder kommen die Schmerzen von etwas anderem?

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 01.09.2014
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Miriam, häufig hilft es, sich zusätzlich physiotherapeutisch bzw. osteopathisch behandeln zu lassen. Das Rezept hierfür kann auch ihr Zahnarzt ausstellen. Gute Besserung & freundliche Grüße aus Essen, Frank Jochum

26.08.2014 - 18:25 Uhr

Hallo Herr Dr. Jochum, haben Zahnärzte ein...

von Helmut

... Budget für CMD Heilmittelverordnungen? Dürfen Zahnärzte ökonomisch indiziert verordnen? Der Hintergrund meiner Anfrage: Bezüglich meiner zahnärztlichen Verordnung entstehen in der Diskussion der CMD (cranio mandibuläre Dysfunktion) Physiotherapie zunehmend atmosphärische Störungen im Dialog zwischen Zahnarzt/Physiotherapeut und Patient. Mein Zahnarzt sagt: “ laut meiner KZV darf ich nur 6/10 x MT oder KG .... verordnen”. Meine Frage hierzu, was darf/kann der Zahnarzt explizit in Baden-Württemberg verordnen? Sind alle Kombinationen der Physiotherapie und Folgeverordnungen möglich? Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden. Mit freundlichen Grüßen Helmut

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 28.08.2014
Dr. med. dent. Frank Jochum

Hallo Helmut, leider ist dieses Thema nicht bundeseinheitlich geregelt. Über die Regelungen in BW weiss ich nicht bescheid. Es ist in NRW zutreffend, dass in den Verhandlungen zwischen KZV und Krankenkassen für CMD bei den Primärkassen ein Bugdet ausgehandelt wurde, welches nicht dem Prozentsatz der Erkrankungen in der Bevölkerung entspricht.Behandelt der Zahnarzt mehr, bekommt er nicht nur kein Geld, sondern haftet auch noch für die Laborkosten der Schiene, die üblicherweise längst an das gewerbliche Labor bezahlt sind. Ggf. hilft eine Nachfrage beim Ombudsmann oder der Schlichtungsstelle der KZV in BW zusammen und in Absprache mit Ihrem Zahnarzt. Viel Erfolg für Ihre Behandlung, Frank Jochum

13.05.2013 - 11:25 Uhr

Die teuerste Schienentherapie schlug übrigens mit...

von teatime

... über 3000€ zu Buche. Die Bezeichnung Spezialist der dgfdt ist in meinen Augen nichts weiter als Synonym für schnelle und bequeme Geldschneiderei.

13.05.2013 - 11:15 Uhr

Wie sollte mir denn in der Uniklinik geholfen...

von teatime

... werden? Dort war ich aus Kostenersparnisgründen zudem gleich zu Beginn. Ergebnis: eine weiche Schiene für den Oberkiefer, bei deren Anfertigung nicht einmal ein Abdruck des Unterkiefers genommen wurde. Auch diese trug zur Verschlechterung meines Zustandes bei. Ich bin übrigens mitte 20 und mein zuletzt gefertigtes MRT weist mittlerweile arthrotische Veränderungen im Gelenk auf, welche im Dez. 2011 noch nicht bestanden. Wohl aber nicht derart schlimm, dass minimalinvasive Maßnahmen am Gelenk in Frage kämen, was ja primär die ultima ratio Funktion der Unklinken ist. Ich bin zudem durchgehend bei einem Orthopäden sowie einem Schmerztherapeuten, der gleichzeitig Neurologe ist, in Behandlung. Erfolg bleibt bis dato aus. Als Kassenpatient teste ich dort nämlich nur Medikamente durch.

27.04.2013 - 10:15 Uhr

leider helfen o.g. Maßnahmen nicht. Die gesamte...

von teatime

... Funktionsdiagnostik ist nichts weiter als Geldschneiderei. Habe mittlerweile seit 2 Jahren unfassbare Kiefergelenksschmerzen und bin nach diversen überteuerten Schienen (Gesamtkosten ca. 7000), die meine Verzahnung nichts weiter als zerstörten, mehrfachen Schmerztherapien, in denen selbst Opiate keine Wirkung zeigten und der Injektion von Botulinumtoxin am Ende! Letzte Woche mietete ich mir ein EMG-Gerät, welches in der Lage ist, die Muskelanspannung zu messen: Ergebnis: Die Schiene bewirkt keinerlei Veränderung der muskulären Aktivität. Auch scheine ich überhaupt nicht zu Knirschen/Pressen, wie mir von zahnärztliche Seite oft eingeredet wurde.

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 13.05.2013
Dr. med. dent. Frank Jochum

Sehr geehrte/r Teatime, Sie beschreiben einen dramatischen Verlauf, der wenig mit den üblichen Kiefergelenk/CMD-Beschwerden zu tun hat. 2 Dinge fallen mir ganz deutlich auf: - Bei einer so schweren und langwierigen Ausprägung der Problematik & Schmerzen kann meistens nur ein interdisziplinärer Ansatz helfen, d.h. eine Zusammenarbeit von mehreren Fachbereichen. - Die von Ihnen genannten Gesamtkosten für Funktionsanalyse und -therapie scheinen tatsächlich - v.a. angesichts des ausbleibenden Erfolges - unfassbar hoch. Ich hoffe natürlich, dass Ihnen ggf. in der Kiefergelenksprechstunde einer Universitätszahnklinik geholfen werden kann, kann aber trotz Ihrer schlechten Erfahrungen NICHT bestätigen, dass CMD-Therapie nutzlos ist - im Gegenteil! Mit freundlichen Grüßen aus Essen, Frank Jochum

27.08.2012 - 11:50 Uhr

habe schon zwei schienen und keine hat geholfen,es...

von elfriede schmider

... wurde immer schlimmer,konnte meinen mund garnicht mehr öffnen und hatte sehr viel schwindel und sehstörung.ist es möglich das mir beim atlas einrenken irgend ein muskel abgerissen wurde,das ich jetzt diese probleme habe,denn vorher war ich gesund

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 27.08.2012
Dr. med. dent. Frank Jochum

Sehr geehrte Frau Schmider, wenn bei Ihnen ein orthopädischer Eingriff durchgeführt wurde ("Atlas Einrenken") und von da an Ihre Probleme bestehen, dann sollte unbedingt dort (beim Orthopäden oder Physiotherapeuten) nach der Ursache gesucht werden, bevor Sie sich weitere Aufbissschienen anfertigen lassen. Leider ist es bei der geschilderten Problematik häufig unklar, was "Henne oder Ei" ist, d.h. ob letztendlich die Wirbelsäule oder der Kiefer die Beschwerden ausgelöst hat. Bei Ihnen gibt es diesbezüglich doch einen klaren Verdacht, wenn ich Sie richtig verstehe. Viele Erfolg für die weitere Behandlung, Frank Jochum

05.08.2012 - 22:12 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, danke für diese...

von Rudi Strauss

... aufschlussreiche Webseite. Was ich vermisse, ist eine Checkliste für einen Selbsttest und Zahnarzt-Adresse für CMD-Patienten aus den Raum Freiburg im Breisgau. Freundliche Grüße Rudi Strauss

Dr. Jochum

Antwort vom Autor am 08.08.2012
Dr. med. dent. Frank Jochum

Sehr geehrter Herr Strauss, als Zahnarzt, der sich mit der Thematik beschäftigt, habe ich diesen Artikel für den Experten-Ratgeber verfasst. Testbögen und eine bundesweite Zahnarztsuche können hier leider nicht angeboten werden. Diesbezüglich kommen Sie sicher auf der Seite der zuständigen wissenschaftlichen Gesellschaft DGFDT weiter (einfach bei Google suchen). Viel Erfolg und freundliche Grüße aus Essen, Frank Jochum


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