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Moderne Implantologie mit der All-on-4®-Methode

Herr Hapke

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© goodluz - fotoliaDie All-on-4-Methode® vereint Funktion & Ästhetik bei geringem Behandlungsaufwand. (© goodluz - fotolia)Ein gesundes, funktionstüchtiges und ästhetisches Gebiss trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Kommt es zum Verlust von Zähnen, stehen in der Zahnheilkunde verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um die Zahnlücken zu korrigieren.

Je nach Befund und Wünschen des Patienten kann der Zahnersatz individuell angepasst werden. Bei einem vollständigen Zahnverlust fällt meistens die Entscheidung für einen konventionellen Zahnersatz, der auf der Mundschleimhaut getragen wird. Diese herausnehmbaren Prothesen sind für den Patienten oftmals mit verschiedenen Nachteilen und Einschränkungen verbunden.

Sie können einen ungenügenden Halt aufweisen, zu Geschmackseinschränkungen führen und Druckstellen sowie Schmerzen hervorrufen. Eine Verbesserung hinsichtlich des Tragekomforts und des sicheren Halts bieten moderne Zahnimplantate. Das Behandlungskonzept All-on-4® versorgt zahnlose Kiefer mit einer ästhetisch aussehenden Brücke, für deren zuverlässige Verankerung lediglich vier Implantate benötigt werden.

Durch die geringe Anzahl der Implantate verkürzt sich auch die Dauer der Behandlung und der Genesungszeit. Für gewöhnlich ist kein zusätzlicher Knochenaufbau notwendig, da diese spezielle Methode genügend Stabilität bietet.

Was ist die All-on-4®-Methode?

Die All-on-4®-Methode ist eine moderne Technik der Implantologie, mit der zahnlose Kiefer schnell versorgt werden können. Das Besondere an der Methode ist, dass die chirurgischen Maßnahmen an nur einem Behandlungstag erfolgen. Selbstverständlich finden die notwendigen Untersuchungen, die ausführliche Beratung, die Diagnosestellung und die Behandlungsplanung einige Wochen im Voraus statt. 

Bei der All-on-4®-Behandlung reichen in der Regel vier Implantate aus, die sicher im Kiefer verankert werden. Darauf wird im Anschluss die Brücke fest verschraubt. Die beiden hinteren Implantate werden in einem schrägen Winkel eingesetzt. Bei Bedarf können dafür längere Spezial-Implantate verwendet werden. Sie werden in enger Zusammenarbeit mit den Zahntechnikern optimal an die individuellen Gegebenheiten des Patienten angepasst.

Auf diese Weise kann auch eine Implantation erfolgen, wenn nur wenig Knochensubstanz im Kiefer vorhanden ist. Mithilfe digitaler Röntgenbilder legt der Zahnarzt die optimale Position der Implantate im Vorfeld fest. Mit diesem Vorgehen kann er einen langwierigen Knochenaufbau meist umgehen.

Diagnostik und Röntgenschablonen 

Zu Beginn ermitteln Zahnarzt, Zahntechniker und Patient gemeinsam die optimale Zahnposition für die spätere Prothese. Hierfür nutzen sie zuvor angefertigte Modelle. Bei der Planung des Zahnersatzes werden unter anderem auch die Zahnform und die Zahnstellung berücksichtigt.

Dadurch ergibt sich ein bestmögliches Ergebnis, das sowohl die Ästhetik als auch die Funktion einschließt. Auf Grundlage der gewählten Zahnposition wird eine Röntgen- beziehungsweise Scanschablone erstellt. Sie zeigt die endgültige Zahnaufstellung.

Behandlungsplan: Digitalisierung des Zahnersatzes am Computer 

Während der 3D-Röntgenaufnahme trägt der Patient die zuvor angefertigte Scanschablone. Sie fertigt außerdem eine separete zweite Aufnahme an. Mit diesen Dateien kann der Zahnarzt am Computer ein naturgetreues 3D-Abbild des Kiefers des Patienten und des Zahnersatzes anfertigen.

Somit erhält er nicht nur präzise Informationen zu den anatomischen Strukturen des Kiefers (u. a. Lage von Gefäßen und Nervenkanälen). Er kann die sichere Positionierung der Implantate im Kieferknochen mit spezieller Computersoftware millimetergenau planen und sie nach der individuellen Anatomie ausrichten.   

Was passiert bei der Zahnimplantation? 

Die zuvor gewonnenen Daten und computergestützten 3D-Planungen dienen als Grundlage für die Erstellung einer Implantationsschablone. Sie wird im zahntechnischen Speziallabor angefertigt. Mithilfe der Implantationsschablone und den eingearbeiteten Bohrführungshülsen können die Zahnimplantate – wie zuvor am 3D-Modell bestimmt – mit höchster Präzision im Kiefer eingesetzt werden.

In der Regel erfolgt die schablonengeführte Implantation minimalinvasiv, sodass das umliegende Gewebe bei dem Eingriff möglichst unversehrt bleibt. Der Körper wird dadurch einer geringeren Belastung ausgesetzt. Auch das Risiko für Schwellungen und Schmerzen nach der Implantation ist auf ein Minimum reduziert.

© kreatikar-pixabayDa die Prothese auf lediglich vier Implantaten liegt, verkürzt sich die Genesungszeit deutlich. (© kreatikar-pixabay)Die prothetische Lösung

Nachdem der Zahnarzt die Implantate präzise an ihre festgelegten Positionen gebracht hat, kann er eine erste festsitzende Brücke darauf verschrauben. Dieser zunächst provisorische Zahnersatz ist so hochwertig gefertigt, dass die Zähne noch am selben Tag vollständig belastet werden können.

Für die prothetische Lösung bevorzugen viele Praxen eine abnehmbare Lösung auf einer Stegkonstruktion. Sie bietet den Vorteil, dass sie leichter zu reinigen ist und ein verbessertes ästhetisches Gesamtergebnis ermöglicht. In punkto Halt, Sicherheit und Belastbarkeit steht sie der festsitzenden Lösung in nichts nach.   

Mit welchen Kosten ist zu rechnen? 

Der Preis für die All-on-4®-Behandlung ist immer von dem individuellen Befund, dem speziellen Behandlungsplan und den Wünschen des Patienten abhängig. Allgemeingültige Aussagen zu den Behandlungskosten können daher nicht getroffen werden.

In dem zuvor stattfindenden Beratungsgespräch, bei dem die Implantatversorgung im Detail geplant und erläutert wird, klärt der Zahnarzt auch über die anfallenden Kosten auf. Anhand der jeweiligen Faktoren und individuellen Voraussetzungen stellt er eine Kostenübersicht für den Patienten zusammen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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