Narkose oder Analgosedierung beim Zahnarzt

Dr. Veigel

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© Ihar Kaskevich - Fotolia.com© Ihar Kaskevich - Fotolia.comBei der Analgosedierung  wird über einen venösen Zugang ein Medikament vom Anästhesisten verabreicht, das den Patienten in eine Art Dämmerschlaf versetzt. Bei Ansprache wacht er leicht auf und folgt den Anweisungen des Behandlers.

Ein großer Vorteil ist hierbei, dass kein Vorquellen der Zunge wie bei der Intubationsnarkose stattfindet. Dadurch ist das Arbeitsfeld des Zahnarztes leichter zugänglich. Nachteil ist, dass es beim Schleifen unter Wasserkühlung öfters zu Verschlucken des Wassers und Husten kommen kann.

Die zu behandelnden Zähne reagieren auf Schmerz und der Patient zeigt das auch an. Aus diesem Grund werden diese auch lokal betäubt. Bei der Chirurgie ist dies auch deshalb notwendig, um keine größeren Blutungen auszulösen, denn die gefäßverengenden Zusätze verhindern dies.
Der Patient ist während der ganzen Zeit unter vollem anästhiologischem Monitoring, das heißt der Narkosearzt kann jederzeit eingreifen.

Bei Kindern reicht die Tiefe der Sedierung manchmal nicht aus. In diesen Fällen kann der Anästhesist die Analgosedierung rasch in eine Intubationsnarkose überführen. Dies ist selten der Fall und die Überleitung dauert kaum mehr als fünf Minuten.

Alle Beteiligten schätzten an der Analgosedierung vor allem die Tatsache, dass eine retrograde Amnesie eintritt, das heißt man vergißt alles Geschehene. Da in den Mitteln wohl leicht euphorisierende Substanzen wirken, gehen die meisten Patienten leicht beschwingt aus der Praxis. Eine Fahrfähigkeit ist trotzdem nicht gegeben, der Patient muss also unbedingt begleitet erscheinen.
Die abschließende Bewertung dieser Methode fällt durchaus positiv aus.

Bei Angstpatienten ist die Analgosedierung durchaus eine Methode, die es auch erlaubt, schonend längere und größere Eingriffe durchzuführen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


26.04.2012 - 15:43 Uhr

wer könnte mir den bei diesem Weg behilf sein.? da...

von Helga Dräger

... ich nicht weis,wo ich jetzt anfangen soll.Vielen Dank Helga Dräger

25.04.2012 - 12:03 Uhr

Ich bin ein fürchterlicher Angstpatient,müßte aber...

von Helga Dräger

... die den Oberkiefer komplett gemacht bekommen.An wehn kann ich mich da zuerst wenden,da ich auch nur eine Grundversorgung möchte.Ich erhalte nur eine kleine Rente.

Dr. Veigel

Antwort vom Autor am 26.04.2012
Dr. med. dent. Thomas Veigel

Das Problem ist, dass die Analgosedierung eine reine Privatleistung ist. Eine Vollnarkose kann nur dann über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet w"erden, wenn ein psychologisches Gutachten vorliegt, das häufig noch vom Medizinischen Dienst der GKV geprüft wird. Bei extremer Zahnarztangst empfiehlt sich aber dieser Weg, auch wenn er lang und dornig ist.


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