Wie Sie sich nach einer Wurzelbehandlung richtig verhalten

Dr. Eck

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© karelnoppe - fotoliaUm langfristige, gute Ergebnisse Ihrer Wurzelbehandlung zu bewahren, sollten Sie sich an gewisse Grundsätze halten (© karelnoppe - fotolia)Wurzelbehandlungen werden in vielen Fällen in Lokalanästhesie durchgeführt, die am Ende der Behandlung manchmal noch wirkt. Erfahren Sie, wie Sie sich korrekt verhalten, nachdem die Betäubung abgeklungen ist.

Wann darf ich nach einer Wurzelbehandlung wieder essen?

Gegessen werden darf prinzipiell erst dann wieder, wenn die Spritzenwirkung vollständig abgeklungen ist. Das Gefühl muss zuerst vollständig zurückgekehrt sein. Andernfalls besteht eine ehebliche Gefahr der Selbstverletzung: Die Zunge oder Anteile der Wange und der Lippe könnten beim Kauen zwischen die Zahnreihen geraten. Außerdem besteht ebenfalls Verletzungsgefahr bei sehr heißen Speisen und Getränken, wie zum Beispiel Tee oder Kaffee.

Falls Sie Diabetiker sind und Essen müssen, um nicht zu unterzuckern, sollten Sie feste und heiße Nahrung vermeiden. Geeignet sind in diesem Fall kalte oder lauwarme passierte Kost, Pudding, Breie und Joghurt.

Häufig wird der Zahn während der Wurzelbehandlung nur provisorisch verschlossen. In diesen Fällen sollten Sie zusätzlich mindestens eine halbe bis eine Stunde nach Behandlungsende mit dem Essen warten, damit die provisorische Füllung durchhärten kann. Allerdings gibt es auch lichthärtende provisorische Füllungsmaterialien, die sofort belastbar sind. Fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt, wie Sie sich verhalten sollen.

Falls die provisorische Füllung einmal verloren geht, sollten Sie sich umgehend beim Zahnarzt melden, da sonst zwangsläufig Bakterien in den Zahn eindringen und die bereits desinfizierten Wurzelkanäle wieder besiedeln.

Wie kann ich nach dem Eingriff mit Schmerzen und Schwellungen umgehen?

Durch die Wurzelbehandlung kommt es häufig zu vorübergehenden Schwellungen im Zahnfach direkt unterhalb der Wurzelspitze. Dadurch wird der Zahn in seinem Bett etwas angehoben und kommt früher in Kontakt mit dem Gegenkiefer. Er ist scheinbar zu hoch. Bei Belastung können dann Beschwerden auftreten. Meist verschwinden die Probleme nach einigen Tagen wieder, wenn sich die Schwellung zurückgebildet hat.

Schmerzzustände sind nach Wurzelbehandlungen meist auf wenige Tage begrenzt und lassen sich gut mit Schmerztabletten wie Ibuprofen oder Paracetamol behandeln. In bestimmten Dosierungen sind diese Mittel in Apotheken frei verkäuflich und gut verträglich. Achten Sie jedoch auf Unverträglichkeiten, Allergien und Dosierungen und lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt oder Apotheker beraten.

Falls sich nach einer Wurzelbehandlung eine Eiterblase am Zahnfleisch bildet, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Zahnarzt. Jede Eiteransammlung ist ein Zeichen für eine Infektion mit Bakterien.

Um den Erfolg einer Wurzelbehandlung nicht zu gefährden und einer Zahnfraktur vorzubeugen, ist in jedem Fall eine bakteriendichte Füllung notwendig, vorzugsweise Kunststofffüllung in Klebetechnik. In vielen Fällen sollte der betroffene Zahn zeitnah überkront werden.

Jede Undichtigkeit, die groß genug für Bakterien ist - ca. ein Tausendstel Millimeter - kann auch noch nach Jahren dazu führen, dass die Zahnholräume wiederbesiedelt werden. Die Konsequenz wäre ein Misserfolg der Behandlung.

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