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Eigenblut - die altbewährte Therapie zur ...

Eigenblut - die altbewährte Therapie zur Eigenregulation

Dr. Krimmel

von
verfasst am 02.09.2011

© Yuri Arcurs - Fotolia.com
Liebe Patienten,

die Therapie mit Eigenblut ist eine Methode der Naturheilkunde und fast so alt wie die Medizin selbst: Schon im 15. Jahrhundert vor Christus wurde sie in Ägypten zur Heilung angewendet und auch in der chinesischen Medizin finden sich sehr früh Hinweise auf die Anwendung von Blut zu Heilzwecken.

Die moderne Eigenbluttherapie geht auf die beiden schwedischen Ärzte Gräfström und Elfström zurück, die 1898 mit Eigenblutinjektionen Lungenentzündungen und später auch Tuberkulose behandelten. Seit den 30er Jahren weiterentwickelt, wurde 1951 von dem Mainzer Biologen Hans Haferkamp das erste grundlegende Werk über die Eigenbluttherapie veröffentlicht. Seitdem gehört sie als fester Bestandteil zur Naturheilkunde.

Die Behandlung mit Eigenblut zählt zu den Reiz-Reaktionstherapien. Das Prinzip beruht auf der Erkenntnis, dass im Blut vorhandene Bestandteile und Informationen im Körper eine Immunantwort „provozieren“. Das Abwehrsystem wird stimuliert. Die so gesteigerten Körperabwehrkräfte entfalten ihre Wirkung im gesamten Organismus. Bisher von den Abwehrkräften nicht ausreichend bekämpfte Krankheitsherde, die chronisch geworden sind, können in akute Zustände zurückgeführt und dann bekämpft werden.


Körper in Balance


Hektik, Stress, Reizüberflutung sowie mangelnde Entspannung sind nicht selten Ursache von gestörten Körperfunktionen. Die Folge ist, Sie fühlen sich nicht fit, nicht gesund, leistungsschwach, oder aber Sie leiden bereits an Krankheiten.

Mit der Eigenbluttherapie kann das körpereigene biologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden – damit ist eine entscheidende Voraussetzung für den Gesundungsprozess erreicht.

Unterstützt und nachhaltig verstärkt wird die Wirkung dadurch, dass als spezifische Reiztherapie dem Eigenblut ein individuell ausgewähltes, homöopathisches Medikament zugegeben wird.


Blut ist so individuell wie jeder Mensch


Bei der Behandlung wird dem Patienten eine geringe Menge Blut aus einer Vene – in der Regel in der Armbeuge – entnommen und in die Gesäßmuskulatur zurück injiziert.

Je nach Indikation wird das Blut zuvor mit Ozon oder mit homöopathischen Wirkstoffen angereichert.


Anwendungsgebiete


Die Eigenbluttherapie kann ihre Wirkung in einem breiten Spektrum von Krankheitsbildern entfalten. Wir setzen sie in unserer Praxis unter anderem erfolgreich ein bei:
Besonders bei Allergien, Infektneigung und Schwächezuständen hat sich die Eigenblutbehandlung bewährt. Sie wirkt psychisch ausgleichend und ist daher bei nervösen Störungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zu empfehlen.

Eine Aufbaukur wird in der Regel etwa 6 bis 8 Wochen dauern, die Injektionen werden bis zu 3 Mal wöchentlich durchgeführt.

 

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Kommentare zum Artikel (10)


25.03.2013 - 13:36 Uhr

Prostatitis vielen Dank für die Antwort...eine...

von S.M.

... Antibiotikumkur wurde im Vorfeld gemacht, brachte keine Verbesserung der Symptome....eine Eigenblutnosodentherapie wird gerade schon gemacht, seit 1 Woche wir sind gespannt auf die Reaktion. Schöne Grüße

22.03.2013 - 08:48 Uhr

Guten Tag, was halten Sie von einer...

von S. M.

... Eigenblutnosodentherapie im Zusammenhang mit einer Prostatitis? Vielen Dank im voraus.

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 23.03.2013
Dr. med. Peter Krimmel

Hallo S.M., ggf. muß ein bakterieller Infekt zuerst ausgeheilt werden, danach ist eine Eigenblutbehandlung mit Nosoden immer sinnvoll. MfG Dr. Krimmel

21.02.2013 - 19:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr, Krimmel, ich leide an...

von Janina

... einer akuten Pilzinfektion im Vaginalbereich und mein behandelnder Arzt hatte gestern die Eigenblutherapie begonnen. Wie sehen Sie den Wirkungskreis bei einer solchen Infektion begleitet mit ständigen immer wiederkehrenden Blasenentzündungen. Heute und auch gestern fühle ich mich müde und schlapp auch trotz ausreichend schlaf ist das ein gutes Zeichen der Therapie? Haben Sie Tipps, worauf ich achten kann und sollte was die Ernährung anbelangt und oder andere Anregungen? Es handelt sich hierbei um einen Hefepilz und ich muss morgen zur Nachkontrolle zum Frauenarzt. Mit herzlichen dankenden Grüßen Janina

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 22.02.2013
Dr. med. Peter Krimmel

Hallo Janina, besonders in diesen Fällen ist die Eigenbluttherapie ein gutes Therapieverfahren, um das Immunsystem zu aktivieren. Noch intensiver könnte bei wiederholten Infekten die Behandlungsmethode der \"Autovaccinen\" sein - hier können Sie sehr gute Informationen im Institut für Mikroökologie in Herborn finden. Viele Grüsse Dr. Krimmel

21.02.2013 - 12:25 Uhr

In wie fern kann diese Therapie bei der AB gegen...

von Christian K.

... eine chron.Neuroborreliose helfen?Kann die Eigenbluttherapie überhaupt eine Antibiotikatherapie unterstützen,oder stehen sich beide eher im Weg? LG der Stahlkocher

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 22.02.2013
Dr. med. Peter Krimmel

Sehr geehrter Christian K., eine Borreliose sollte bei entsprechender Indikation immer zuerst korrekt mit Antibiotika behandelt werden. Im Anschluss ist eine Eigenbluttherapie oft sinnvoll, um das Immunsystem zu modulieren und rheumatische Beschwerden günstig zu beeinflussen. Viele Grüsse Dr. Krimmel

15.10.2012 - 06:53 Uhr

sg hr dr krimmel, habe bis vor kurzem (bin 62 alt)...

von Gottfried Hofmann

... keine grossen probleme mit herz, blutdruck, blutzucker gehabt, ploetzlich kommt alles auf einmal, hoher blutdruck, diabetes2, arthrose, alles zusammen innerhalb weniger monate, auch immer leichter schwindel, bekomme auch medikamente, ist hier so eine eigenbluttherapie empfehlenswert und kann sie hilfreich sein ? with best regards from hongkong gottfried hofmann

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 03.11.2012
Dr. med. Peter Krimmel

Sehr geehrter Herr Hofmann, wenn ernste Ursachen der Krankehiten wie hormonproduzierende Tumore oder Infektionen als Auslöser von pseudorheumatischen Beschwerden ausgeschlossen worden sind, ist die Eigenblutbehandlung in solchen Fällen, wie von Ihnen beschrieben, immer sinnvoll - in manchen Fällen als Ergänzung der laufenden Behandlung, in manchen Fällen kann sie sogar eine laufende Behandlung ersetzen. MfG Dr. Krimmel

11.06.2012 - 13:50 Uhr

Hallo,kann mann diese eigenblut therapie bei R...

von Veronika Knakrick

... estlees-Legs -Syndrom auch helfen ?

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 12.06.2012
Dr. med. Peter Krimmel

Sehr geehrte Frau Knakrick, bei Restless-Legs-Syndrom würde ich eher Akupunktur empfehlen, nur in zweiter Linie Eigenblut. Herzl. Grüße Dr. Krimmel

06.12.2011 - 17:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Krimmel Per Zufall bin ich...

von Horst Hammerschmidt

... auf Ihren Eintrag oben betr. Eigenblut-Therapie gestossen. Da ich Radsportler bin und natürlich ab und zu Presseartikel vom Profiradsport lese, kommt bei mir die Frage als Laie auf, welche Unterschiede bestehen zwischen Ihrer oben beschriebenen Therapie und den Methoden der Radprofis, welche möglicherweise wegen solcher Methoden ihre Lizenz zum Arbeiten verlieren. Das hätte mich gerne zur bewussten Differenzierung interessiert. Warum wäre die oben beschriebene gesunde Methode zur Leistungssteigerung für die Berufsausübung der Radprofis nicht legal. Ich gehe davon aus, dass alle Radprofis in irgendeiner Weise Methoden zur Leistungssteigerung anwenden, aber die Grenzen sind diffus. Eine brisante Angelegenheit. Besten Dank für Ihre Stellungnahme. MfG

01.10.2011 - 17:06 Uhr

hallo dr. krimmel ich danke ihnen herzlich dass...

von olga erten

... sie geantwortet haben..

28.09.2011 - 09:46 Uhr

Hallo Frau Erten, L.E. ist eine Immunkrnakheit...

von Dr. Krimmel

... mit erhöhten Auto-Antikörpern. Eigenblut ist hierfür nicht geeignet, da mit einem Ansteigen der Autoantikörper gerechnet werden muß - es sind sogar Fälle von akutem Nierenversagen hierdurch beschrieben worden ! In Ihrem Fall sollte daher nach gründlicher Diagnostik andere Wege empfohlen werden. MfG Dr. Krimmel

27.09.2011 - 13:48 Uhr

hallo kann man diese eigenblut therapie auch bei...

von olga erten

... lupus erythematodes, morphea (sclerodermia circumscripta) und sticky platelet syndrom typ 1 anwenden für eine antwort wäre ich sehr dankbar...

Dr. Krimmel

Antwort vom Autor am 15.10.2012
Dr. med. Peter Krimmel

Das ist schwierig zu beantworten, ohne eine Gesamtschau der bei Ihnen vorliegenden Befunde. Ein systemischer Lupus kann durch eine Eigenbluttherapie sogar asktiviert und damit verschlimmert werden. MfG Dr. Krimmel


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