
Gutes Geld für schlechte Heilmaßnahmen
Alleine in Deutschland werden über 30.000 Operationen an der Bandscheibe vorgenommen und weltweit ist die Bandscheibenoperation der häufigste neurochirurgische Eingriff. Falls keine Lähmungen vorliegen, gibt es unter dem Strich jedoch keinen signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungsresultaten dieses Eingriffs und dem konservativen (nicht-operativen) Vorgehen, wie etwa Akupunktur oder Medikamente oder Physiotherapie. Dies ist das Ergebnis der weltweit größten klinischen Studie mit 1244 Bandscheibenpatienten (Spine Patient Outcome Research (SPORT), 2006). Dass Wirbelsäulen-Operationen auch bei Fachleuten umstritten sind, weiß auch Professor Dr. Wehling [habilitiert in Orthopädie-Molekulare Medizin] nach Auswertung von circa 1.200 internationalen Publikationen (inklusive SPORT). „Kurzfristig können Operationen bei Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule helfen, mittel- und langfristig sind die Ergebnisse von operierten und nicht operierten Patienten jedoch gleich.“
Die Befunderhebung und die Ursachenbehandlung sind hierbei sehr wichtig. Meistens stellt sich eine totale Blockade des Lenden- und Brustwirbel-Bereiches heraus, was bei den meisten Menschen wegen einer Schwäche der Grundmuskulatur im Rückenbereich der Fall ist.
Während der Behandlung mit der muskulären Tiefenmassage - MTM nach Bergmüller und anschließendem Fango beginnen sich die ersten tief liegenden Muskelverhärtungen nach und nach zu lösen. Dadurch und mit Hilfe sanfter Chiropraktik sowie Bewegungstherapie kommt es zu einer Korrektur der fehl gestellten Wirbel. Zusätzlich wird nach Eintritt der Beschwerdefreiheit die Muskulatur über gymnastische Übungen (maximal fünf Minuten täglich) langfristig stabilisiert.
Lesen Sie nächste Woche, wie Sie ganzheitlich dem umgangssprachlichen Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie) entgegenwirken können.


