
Der Zugang an dieser Stelle hat in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr an Akzeptanz gewonnen, er erfordert Erfahrung und Geschicklichkeit vom Operateur. Prinzipiell kann man die Brustimplantate zur Brustvergrößerung, durch einen Schnitt an der Achselhöhle, der Brustfalte oder bogenförmig am Warzenhofrand einführen.
Für Patientinnen, die auf Ihr Aussehen wert legen, ist ein Zugang an der Achselhöhle sehr geeignet, da dieser Schnitt immer in einer bereits vorhandenen natürlichen Falte versteckt liegt und nach der Heilung die Narbe kaum sichtbar sein wird. Das gibt den Patientinnen nicht nur große Zufriedenheit, sondern ein besseres Körperbild, Selbstwertgefühl und bessere Partnerbeziehung.
Die Wünsche der Patientinnen
Die Wünsche über die Größe und Form der Brüste bei einer Brustvergrößerung ist der Mittelpunkt bei jeder Beratung in der Sprechstunde, selbst wenn es nicht immer leicht ist, eine klare Aussage diesbezüglich zu erreichen, muss man sich dafür genug Zeit nehmen, die Patientin ist die Einzige, die mit dem Resultat glücklich oder unglücklich wird.
Um dem Wunsch der Patientinnen so nahe wie möglich zu kommen, werden sie oft gebeten, vor der Operation ein sogenanntes Wunschbild zu bringen. Es ist wichtig zu wissen, dass ein direkter Zusammenhang des optischen Ergebnisses zwischen dem Volumen der Milchdrüsen, die Lage der Implantate (auf dem oder unter dem Brustmuskel) und der Implantatgröße besteht.
Aus dem Zusammenspiel dieser drei Elemente ergibt sich die gewünschte Form und Größe der Brüste. So können folgende Brustformen erreicht werden: Vollbusig, Tropfenförmig oder Rund. Es zählen ausschließlich die Wünsche der Patientinnen, die Erfahrung des Chirurgen wird voll zur Verfügung gestellt.
Operation
Die Operation wird in einer leichten Vollnarkose: Schlaf und Schmerzbetäubungsnarkose (Neurolept-Analgesie) durchgeführt.Der Achselhöhlenschnitt wird in einer Hautfalte gesetzt, danach verläuft er parallel in die Tiefe ohne dabei in die Nähe der Nervenbahnen oder Gefäße zu kommen, es wird der Raum für die zukünftige Implantatlage vorbereitet. In der Fachklinik wird der Raum endoskopisch auf Blutungen und Probleme inspiziert. Es folgt das Einführen von Messimplantate (Sizer), um die bestmöglich passende Größe und Form zu finden, dann wird das endgültige Original-Implantat eingesetzt.
Einige behaupten man sollte den Zugang über die Achsel nicht nehmen, dies stimmt nicht, wenn der Chirurg genug Erfahrung hat, denn dann stellt diese Technik überhaupt kein Problem dar und die Patientinnen haben nur Vorteile davon.
Dieser Zugang hinterlässt keine nach außen sichtbaren Narben, verursacht selten Komplikationen, die Stillfähigkeit bleibt erhalten. In der Regel können die Patientinnen, nachdem sich der Kreislauf stabilisiert hat, nach Hause entlassen werden. Die weitere Behandlung erfolgt ambulant.


