
Chlorid, chemisch als Cl- bezeichnet, gehört zu den so genannten Elektrolyten (das sind in den Körperflüssigkeiten gelöste Salze). Es wird in Form von Kochsalz zusammen mit Natrium, chemisch als Na+ bezeichnet, aufgenommen und liegt auch an dieses gebunden im Blut vor.
Welche Bedeutung hat Chlorid für die Gesundheit?
Die Elektrolyte des Blutes werden häufig routinemäßig bei Blutuntersuchungen mitbestimmt. Sie befinden sich normalerweise in einem geregelten Gleichgewicht, dessen Erhaltung für viele Abläufe im Körper wichtig ist. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und hormonell gesteuert v. a. über die Nieren und den Darm ausgeschieden. Chlorid und Natrium sind meistens gemeinsam von Veränderungen betroffen, z. B. bei Störungen des Wasserhaushaltes des Körpers.
Wie kann es zu einer Erhöhung/Erniedrigung des Chloridwertes kommen?
Der normale Chloridwert liegt bei Männern und Frauen zwischen 97 und 108 mmol/l.
Zu Veränderungen des Chloridwertes kommt es v. a. bei Störungen des Wasser- und des gesamten Elektrolythaushaltes. Auch wenn der pH-Wert (er ist ein Maß für den Säuregehalt des Blutes) verändert ist kommt es zu Störungen im Chloridhaushalt.
Zu einer Verminderung von Chlorid kann es bei lang dauerndem Erbrechen, Einnahme von Medikamenten, die die Wasserausscheidung fördern (Diuretika) oder bei Störungen von den Wasserhaushalt regelnden Hormonen kommen.
Zu einer Erhöhung von Chlorid kann es z. B. bei Durchfällen, Nierenerkrankungen und auch bei Störungen von den Wasserhaushalt regelnden Hormonen kommen.
Wenn Ihr Chloridwert verändert ist?
In diesem Falle sollte eine Interpretation zusammen mit den Werten weiterer Elektrolyte sowie des pH-Wertes erfolgen. Da im Rahmen der Regulation des Elektrolythaushaltes viele Faktoren ineinander greifen, können zur Abklärung der Ursache von veränderten Werten weitere Untersuchungen nötig werden.
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