Team Docplanner
Rund 20 Millionen Deutsche rauchen. Die einen mehr, die anderen weniger, aber alle Raucher nehmen pro Zigarette 4.800 verschiedene Substanzen auf. Manche sind giftig.
In einer Zigarette sind rund zwei Milligramm Nikotin enthalten, eines der stärksten Gifte, die es gibt. Nikotin lässt das Herz schneller schlagen, den Blutdruck steigen und schädigt die inneren Organe. Zu den giftigen Inhaltsstoffen einer Zigarette zählt auch Kohlenmonoxid, das ebenfalls in Autoabgasen enthalten ist. Kohlenmonoxid verhindert, dass die Organe mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Jede Zigarette enthält rund 20 Milligramm dieses Gifts. Bei einer Schachtel pro Tag nehmen Raucher rund 146 Gramm im Jahr auf, also umgerechnet das Gewicht von eineinhalb Packungen Schokolade. Daneben enthalten Zigaretten viele weitere Stoffe, die giftig sind, wie beispielsweise Blausäure, die auch in der Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird.
Viele Stoffe, die Zigaretten enthalten, sind krebserregend. Dazu gehört Teer, das die Flimmerhärchen der Lunge verklebt. Bei einer Schachtel pro Tag nehmen Raucher eine Tasse Teer pro Jahr zu sich. Problematisch sind auch die sogenannten Nitrosamine, die beim Verbrennen der Zigarette entstehen und die DNA schädigen können, und Benzol, das bei der Steinkohlevergasung gewonnen wird.
Darüber hinaus enthalten viele Zigaretten Zusatzstoffe, die Geschmack und Aroma verbessern sollen. Zu den 48 Zusatzstoffen gehört Menthol, das als besonders giftig gilt, weil es den Nikotinabbau im Körper verzögert. Gefährlich ist auch Ammoniak, der dafür sorgt, dass mehr Nikotin freigesetzt wird.
Weil Zusatzstoffe einen schlechten Ruf haben, gibt es mittlerweile Zigaretten, die ohne auskommen wollen. Doch oftmals sind die Zusatzstoffe hier einfach besser versteckt: Statt der Tabakmischung Geschmacks- und Aromastoffe beizumischen, werden sie ins Zigarettenpapier integriert – und schon ist die Zigarette „ohne Zusatzstoffe“.
Die gefährlichen Inhaltsstoffe einer Zigarette lassen das Krankheitsrisiko passionierter Raucher in die Höhe schnellen. Wer raucht, hat ein doppelt so hohes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, sich Krebs in der Mundhöhle zuzuziehen, ist sogar 27-mal höher als bei Nichtrauchern. Das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko verdreifacht sich, bei Frauen vor der Menopause versechsfacht es sich sogar. Gleichzeitig hat ein Raucher, der täglich eine Schachtel Zigaretten verbraucht, am Ende des Jahres rund 1.800 Euro für Nikotin ausgegeben. Die Kosten, die durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle pro Jahr für das Gesundheitssystem entstehen, belaufen sich auf rund 1.000 Euro pro Raucher.
Quellen:
Pro Rauchfrei e.V.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Merckel, Careen, Pragst, Fritz: Analyse von Zigaretten auf Zusatzstoffe
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