
Die Nackentransparenzmessung - bzw. das Ersttrimester-Screening - gehört zu den wichtigsten Untersuchungen im Rahmen der pränatalen Diagnostik. Sie wird zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt und gibt neben einer Prognose für das Down-Syndrom wichtige Hinweise auf schwerwiegende, nicht chromosomale Veränderungen wie z. B. auf einen Herzfehler.
Beim Ersttrimestertest werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Das Blut der werdenden Mutter wird analysiert, um schwangerschaftssensible Hormone (ß-HCG) und Proteine (PAPP-A) nachzuweisen.
- Mit einem Spezial-Ultraschallgerät wird der Fetus exakt auf Fehlbildungen hin untersucht. Zusätzlich wird die sogenannte Nackentransparenz gemessen. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung im Nackenbereich des Kindes
Ein Computerprogramm errechnet aus den Untersuchungsdaten und dem Alter der Mutter das individuelle Risiko für eine genetische Erkrankung des Kindes mit einer Sicherheit von ca. 90%. Eine weitere Steigerung der Testgenauigkeit erscheint derzeit durch die Darstellung des kindlichen Profils und Untersuchung auf Vorhandensein oder Fehlen des kindlichen Nasenbeines möglich. Erste Studien zeigen, dass bei einem Down Syndrom häufig während der 12.-14. Schwangerschaftswoche ein fehlendes Nasenbein nachgewiesen werden kann.
Bitte bedenken Sie:
Unauffällige Ergebnisse sind keine Garantie für ein gesundes Kind. Ein sicherer Ausschluss von Erbgutschäden lässt sich nur durch invasive Verfahren wie die Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) erreichen, die allerdings risikoreicher für das Baby sind.
Nützlicher Link:
Zum Errechnen der Schwangerschaftswoche: http://dostal-gyn.de/ssw-rechner


