
Liebe jameda-Community, willkommen zu meiner neuen Kolumne auf diesem führenden Arztbewertungsportal. Ich freue mich sehr, online zur seelischen Gesundheit von vielen beitragen zu können - wozu auch der Hinweis gehört, nicht zu viel Zeit vor dem Computer zu verbringen. Und weil dies mein erster Blog ist, habe ich mir exklusiv ein paar Gedanken gemacht, welche Möglichkeiten ich für die online-Gesundheitsdienste sehe. Wie immer – nicht alles ernst nehmen ;-) Ab nächster Woche lesen Sie dann an dieser Stelle darüber, warum Glück und Gesundheit zusammengehören, oder besser gesagt: Glück kommt selten allein, es hat die Gesundheit mit dabei! Viel Freude beim Lesen, Dr. Eckart von Hirschhausen
Was Online-Gesundheitsdienste noch nicht bieten
Gesundheitsseiten weisen alle darauf hin: dies kann keinen Arztbesuch ersetzen! Juristerei? Damit nicht aus einem Übertragungsfehler ein Kunstfehler wird? Der auffälligste Unterschied: es gibt online weder Wartezimmer noch Sprechstundenhilfe. Die wenigsten gehen doch zum Arzt, um zu wissen, was sie haben. Man geht zum Arzt, damit die anderen Leute im Wartezimmer wissen, was man hat! Man selber weiß ja schon längst, was mit einem los ist. Aber spannend ist doch, wie viel Eindruck man auf andere Leidende machen kann. (Vorinformierte Patienten sind übrigens bei Ärzten so beliebt wie die Jungs, die mit dem Saturn-Verkäufer über unveröffentlichte Test-Ergebnisse diskutieren wollen).
Pokern um das ärgste Mitleid ist kein Privileg der Rentner. Wie lange kann man anderen über ein Snowboard-Wochenende ohne richtige Verletzung berichten? „Es war geil!“ – drei Worte alles ist gesagt. Wie viel mehr Gesprächsstoff bietet: „Ich bin bei maximaler Dorsalextension nicht aus der Bindung gekommen, die Rotationskomponente hat das Außenband zur Hälfte angerissen, hat der Sanitäter total übersehen, ganz falsch transportiert, meine Rechtschutzversicherung ist schon dran.“ Urlaubsbilder sind out - Röntgenbilder sind in! Viel wichtiger als Medikamente bestellen zu können, wären online Röntgenbilder! Gleich die teuren mit MRT und bunt!
Ein weiteres Manko der Online-Dienste: sie fragen einen nie, wie man versichert ist! Wer will denn mit Kreti und Pleti auf der gleichen Seite surfen? Wo bleibt „Professor-Dr-Dr-gibt-3. Meinung-zum-4,5fachen-Satz.de“mit exklusivem Zugang – und der Chance, am Portal frisch operierten Promis zu begegnen?
Wann kommen online Untersuchungen? In Japan gibt es bereits ein Diagnose-Klo - was deinen Output an die Praxis überträgt, online – nicht manuell – ohne Scheiß!
In Deutschland im Test: Urinproben, zu Hause gelassen, beim Arzt ausgedruckt– das Pipi-Fax. In der nächsten Generation, erspart Herz aufs Touchpad die lästige Abhörerei mit einem kalten Stethoskop. Nie wieder mit entblättertem Oberkörper Stunden in einer fensterlosen Umkleidekabine auf zwei Minuten Audienz warten. Oder ein paar Tropfen Blut selbst auf das Analyse-Gerät gegeben, und „Schnittstelle“ bekommt eine neue Bedeutung. Und mit etwas Übung bekommt man auch seine Zunge in das Diskettenlaufwerk, und macht laut „A: !“
Für Notfälle macht STR-ALT-Entf aus dem CD-Brenner einen Defibrillator! Neustart für alle! Und wenn der PC dabei abstürzt, weiß man auch, was mit dem amerikanischen Sprichwort wirklich gemeint ist: „An Apple a day keeps the doctor away.“


