
Gua Sha ist eine chinesische Form der Massage, die dem Schröpfen ähnlich ist. Bei dieser Massage wird mit einem Schaber über die Haut gestrichen. Dabei entsteht ein sehr tiefgehender Massageeffekt und unter Umständen eine sehr starke Rötung der Haut. Diese Rötung kann wie ein Bluterguss aussehen, verschwindet aber nach wenigen Tagen wieder und ist aus therapeutischer Sicht gewünscht.
Manchmal kann das etwas erschreckend aussehen und manchmal bekomme ich empörte Anrufe von einem Patienten, wenn ich vergessen habe, ihn genau über die Rötungen aufzuklären bzw. ihm die Stellen an seinem Rücken oder Nacken nach der Behandlung zu zeigen.
Durch den Abbau des unter der Haut abgepressten Blutes, entsteht eine erhöhte Stoffwechselaktivität. Schlackenstoffe, die z.B. durch Muskelverspannungen und Entzündungen entstanden sind, werden abgebaut.
Gua Sha ist dem, auch in der westlichen Naturheilkunde bekannten, Schröpfen sehr ähnlich. Beim Schröpfen wird in einer offenen Glaskugel ein Vakuum erzeugt und diese auf den Körper aufgesetzt. An der aufgesetzten Stelle entsteht auch eine Art Erguss –ähnlich wie beim Gua Sha. Der Unterschied ist, dass der Schröpfkopf saugt, wogegen beim Gua Sha gedrückt wird.
Beide Methoden sind sehr effektiv bei allen orthopädischen aber auch bei immunologischen Erkrankungen (z. B. Erkältungen, Allergien, Immunschwäche). Der Abbau des Ergusses hat eine Wirkung auf das gesamte Immunsystem. Der Effekt ist ähnlich einer Eigenblutbehandlung.
Bei sehr starken Füllezuständen kann die Haut auch leicht angepiekst und dann ein Schröpfkopf aufgesetzt werden. Der Überschuss wird anschließend über das austretende Blut ausgeleitet.


