Team jameda
Darf sich Jeder sein Tattoo entfernen lassen? Nein! Lesen Sie hier, welche Ausnahmen es gibt und ab wann was möglich ist.
Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Tattoo-Entfernung ist, dass die Haut keine Erkrankungen und keine Entzündungen hat. Vor einer Tattoo-Entfernung sollten Sie Solarium Besuche, selbstbräunende Cremes, bestimmte Medikamente und direkte Sonnenbestrahlung vermeiden. Genauere Informationen über die Dauer dieser Maßnahmen bekommen Sie von Ihrem Arzt – sie hängen von Ihrem Hauttyp ab.
Wichtig sind auch die Farben der Tattoos: Je dunkler, desto besser lassen sie sich entfernen. Der Grund: dunkle Farbpigmente saugen mehr Laser Energie auf und werden dadurch leichter zersprengt, so dass der Körper dann die Überreste wegschwemmen kann. Je nach Farbe, wählt der Arzt unterschiedliche Laserwellenlängen aus, damit das Endergebnis so gut wie möglich ausfällt.
Darüber hinaus spielen auch Vorbehandlungen und das Alter eines Tattoos eine Rolle bei der Entfernung. Zu diesem Punkt gibt es heutzutage auch zusätzliche technische Lasercharakteristika, die behilflich sind. Laserlichtimpulse können verkürzt werden, was den Druck auf die Farbpartikel erhöht, so dass auch besonders hartnäckige, alte Tattoos verblassen.
Auf der anderen Seite, spielt auch der Hauttyp eine Rolle: dunkle Haut könnte während der Laserbehandlung ‘hypopigmentiert’ werden, also hellere Stellen aufweisen, weil die Laserstrahlen nicht nur die synthetische Farben sondern auch die Hauteigene Farbe, das Melanin, zerstören. Allerdings baut der Körper das Melanin innerhalb von 6 bis 9 Monaten wieder nach, insbesondere wenn das behandelte Hautareal nicht mit starken Sonneneinstrahlung belastet wird.
Von einer Tattoo-Entfernung ist bei Menschen mit einer Neigung zur Herpesinfektionen abzuraten. Schwangere Frauen sollten die Schwangerschaft abwarten und danach eine Tattoo Entfernung vornehmen.
Menschen mit einem belasteten Immunsystem, wie zum Beispiel Krebspatienten, sollten dieses Verfahren auch vermeiden. Darüber hinaus sind Tattoos an einigen Körperstellen nicht behandelbar, wie zum Beispiel im Augenbereich oder in behaarten Arealen und bei mehrfach vorbehandelten Tattoos kann kein schönes Ergebnis mehr erreicht werden.
Die Bestrahlung lässt die Farbpigmente nicht nur verblassen, durch sie entstehen auch Spaltprodukte, die eventuell gefährlich sein können, wie zum Beispiel Benzol, Benzonitril und Blausäure. Das Benzol und das Benzonitril sind krebserregend, wobei die Blausäure ein starkes Zellgift ist. Die Stoffe entstehen bei einer Laserbehandlung in einer Konzentration, die hoch genug ist, um in der Haut Zellschäden zu verursachen. Außerdem repräsentiert eine Tattoo Entfernung eine Belastung für das Immunsystem, das Lymphsystem muss überschüssige Farbe abtransportieren und die Wunde kann zu Inflammationen führen.
Aus diesen Gründen ist eine Tattoo-Entfernung insbesondere in der Schwangerschaft und bei Krebspatienten nicht angesagt.
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