Lungenkrebs – Rauchen als Ursache Nr.1

Claudia Galler

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© Chalabala_iStock© Chalabala_iStockDer Welt-Nichtraucher-Tag am 31.Mai gibt Anlass, vor den gesundheitlichen Schäden durch Nikotinkonsum zu warnen. Eine gefürchtete Folgeerkrankung des Rauchens ist der Lungenkrebs, bei dem die Chancen auf längeres Überleben oder gar Heilung sehr gering sind.

Kleinzelliges und nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom
Bei Lungenkrebs wachsen Zellen des Bronchialgewebes unkontrolliert und überwuchern gesundes Gewebe. Je nach Aussehen der Krebszellen unterscheidet man zwei Arten von Lungentumoren: Das kleinzellige und das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom. Kleinzellige Tumore wachsen schnell und bilden früh Metastasen (Krebsansiedelungen in anderen Organen), nichtkleinzellige Geschwulste sind weniger aggressiv und breiten sich langsamer aus.

Lungenkrebs ist die häufigste tödliche Krebserkrankung bei Männern
An Lungenkrebs erkranken jährlich mehr als 50.000 Menschen in Deutschland. Männer sind häufiger betroffen, doch auch Frauen erkranken aufgrund ihres Rauchverhaltens zunehmend. Im Jahr 2013 verstarben in Deutschland 29.708 Männer und 15.140 Frauen an Lungenkrebs. Bei Männern ist die Erkrankung mit 25 % die häufigste und bei Frauen mit 15 % die zweithäufigste Krebstodesursache.

Der Verlauf einer Tumorerkrankung ist abhängig von den Tumoreigenschaften, dem Allgemeinzustand sowie von Alter und Geschlecht des Patienten. Patienten mit kleinzelligem Lungentumor überleben mit Therapie im Durchschnitt 4-12 Monate. Liegt ein nichtkleinzelliges Karzinom vor, leben 30-60 % der Erkrankten länger als fünf Jahre.

90 Prozent der Erkrankten sind oder waren Raucher
Tabakrauch enthält eine Vielzahl krebserregender Stoffe wie Cadmium, Benzpyren und Benzol. Die Anzahl der gerauchten Zigaretten, die Inhalationstiefe und wie lange geraucht wird, bestimmen dabei die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung an Lungenkrebs. Schadstoffe wie Asbest, Arsen und Dieselruß können ebenfalls Lungentumore verursachen, auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle: Ist ein Elternteil an Lungenkrebs erkrankt, steigt das Risiko für das Kind um das 2-3fache.

Trockener Husten kann ein Alarmzeichen sein
Ein Lungenkarzinom im Anfangsstadium zeigt keine auffälligen Symptome und wird deshalb oft nur zufällig entdeckt. Treten Warnsignale wie wochenlanger trockener Husten auf, ist die Krebserkrankung meist bedrohlich fortgeschritten. Betroffene leiden im weiteren Verlauf unter schneller Gewichtsabnahme, Atemnot, blutigem Auswurf und Fieber. Metastasen im Gehirn führen zu neurologischen Schäden, Krebsansiedelungen in den Knochen zu starken Schmerzen.

Behandlung von Lungenkrebs: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung
Ein nichtkleinzelliges Karzinom ohne Metastasen kann in 25-30% der Fälle mit einer Operation vollständig entfernt werden, es bestehen damit Chancen auf Heilung. Große Tumore und Metastasen werden mit einer Chemotherapie behandelt, bei der Medikamente als Zellgift besonders auf empfindliche Krebszellen wirken. Strahlung kommt z. B. bei Tochtergeschwulsten im Gehirn oder an einzelnen Knochen zum Einsatz, oft in Kombination mit einer Chemotherapie. Auch das kleinzellige Lungenkarzinom wird in dieser Weise behandelt.

Je früher der Rauchstopp, desto stärker sinkt das Krebsrisiko
Wer zwei Schachteln Zigaretten oder mehr am Tag raucht, erhöht sein Lungenkrebsrisiko um das 12-25fache. Nur ein konsequenter Rauchstopp kann das Risiko über die Jahre auf ein niedriges Niveau senken. Hört man beispielsweise mit 60 Jahren auf zu rauchen, ist das Risiko im Alter von 75 Jahren auf 10 % gesunken, ein Rauchstopp mit 40 verringert es auf 3 %.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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