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Dammriss, Kaiserschnitt und Co. - Narbenkorrekturen nach der Geburt

Dr. Spanholtz

von
verfasst am

© Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, ob eine plastische Operation bei Ihnen in Frage kommt.Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin, ob eine plastische Operation für Sie in Frage kommt. (© Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, ob eine plastische Operation bei Ihnen in Frage kommt.)Die Schwangerschaft ist eine so aufregende Zeit - viele Dinge müssen geplant und organisiert werden und wenn dann auch noch die Geburt gemeistert ist, steht das Kind im Fokus des Interesses. Das soll und muss auch so sein. Dennoch vergessen viele Frauen die Folgen einer Schwangerschaft sowie der Geburt für den Körper.

Hier ein paar Tipps zur Prävention und für Korrekturmöglichkeiten von Narben nach der Geburt:
 

Schwangerschaftsstreifen (Striae oder Dehnungsstreifen)

Es handelt sich dabei um Risse im Bindegewebe, die durch die rasche Überdehnung der Haut entstehen. Sie können allerdings einiges tun, um die Bauchhaut während der Schwangerschaft geschmeidig zu halten und die Schwangerschaftsstreifen zu reduzieren, denn es gibt bereits eine große Bandbreite an Pflegeprodukten. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt oder Apotheker!
 

Kaiserschnittnarbe

Jedes 3. Baby kommt heute per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Hälfte aller Kaiserschnitte sind Wunsch-Kaiserschnitte, sie haben also keinen medizinischen Grund.

Bei einem Kaiserschnitt entsteht eine ca. 15 - 20 Zentimeter lange Narbe oberhalb des Venushügels. Ungepflegt kann sich diese Narbe wulstig oder eingezogen entwickeln und die Ästhetik des Bauches stören. Spezielle Sets (Kaiserschnittsets) bieten die Möglichkeit einer optimalen Narbenpflege. 

Ist die Kaiserschnitt-Narbe bereits unschön verheilt, kommt eine Korrektur in örtlicher Betäubung in Frage. Das Narbengewebe wird dabei chirurgisch entfernt und die „neue“ Wunde mit feinsten Nähten geschlossen. So kann das Narbenbild deutlich verbessert werden.
 

Narben im Bereich der Scheide (Vagina) und des Dammes (Perineum)

Durch einen Dammschnitt oder auch einen Dammriss können Narben entstehen, die langanhaltende Beschwerden verursachen. Auch die inneren Schamlippen (Labien) können reißen oder nach der Schwangerschaft zu sehr aus der Öffnung der Scheide herausragen. Eine Narbenkorrektur ist auch in diesem Bereich möglich, wobei zu beachen ist, dass nur Experten diese Operation durchführen sollten - denn es sind detaillierte anatomische Kenntnisse notwendig, um Nervenverletzungen zu vermeiden.

Während Gynäkologen oftmals keinen Korrekturbedarf sehen, bieten erfahrene Plastische Chirurgen Sprechstunden zu diesen Operationen an. Auch hier ist eine frühe Narbenpflege entscheidend, um die Narbenbildung bereits im Heilungsprozess zu unterstützen. 
 

Tipps für die Narbenheilung

  • © drubig-photo - FotoliaSchönen Sie sich und Ihren Körper kurz nach der Geburt! (© drubig-photo - Fotolia)Bewegung vermeiden: eine optimale Narbenheilung kann nur dann stattfinden, wenn die Wundränder still aufeinanderliegen und das Gewebe nicht durch unnötige Bewegungen gestört wird.
  • Druck-, Zug- und Scherkräfte müssen vor allem in den ersten Wochen minimiert oder am besten verhindert werden.
  • Narbenpflege verwenden: Informieren Sie sich über professionelle Narbenpflege-Produkte. Die Kombination aus einem Narbenpflaster und einer Narbencreme stellt die optimale Kombination zur Pflege dar. Einige Produkte verfügen sogar über einen integrierten Sonnenschutz, um schädigende Einwirkung von UV-Strahlen zu vermindern.
  • Die unmittelbare Einwirkung von UV-Licht vermeiden Sie am besten solange, bis die Narbe abgeheilt ist.
  • Eine regelmäßige kreisende Massage hilft, das Narbengewebe weich und geschmeidig zu bekommen. Im besten Fall findet die Massage hierbei unter Verwendung einer speziellen Narbencreme statt.
  • Grundsätzlich schadet Wasser (wie z.B. beim Duschen) der Narbenheilung nicht. Längere Bäder - vor allem in Chlorwasser - sind allerdings zu vermeiden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


27.12.2016 - 13:18 Uhr

Hi, das sind einige gute Tipps bei diesem Problem....

von Sabine

... Danke!


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