Deutschlands größtes Arzt-Patienten-Portal

Warum Warzen besprechen wirklich hilft

Claudia Galler

von
verfasst am

© wildworx - fotoliaWarzen besprechen kann eine erfolgreiche Alternativmethode zum Vereisen sein. (© wildworx - fotolia)Warzen sind Hautwucherungen, die durch Viren ausgelöst werden. Warum sich die Erreger in bestimmten Fällen durch Worte wie „Weiche, Warze, weiche!“ verscheuchen lassen, erklärt dieser jameda Gesundheitstipp.

Warzen: Harmlos, aber hartnäckig

Warzen sind zwar nicht gefährlich, können aber unangenehm, unschön und sehr hartnäckig sein. Die auslösenden Viren dringen in verletzte oder aufgeweichte Haut ein und vermehren sich in den obersten Hornhautschichten.

So bilden sich Hautveränderungen unterschiedlicher Form. Die Stachelwarze ist mit 70 % die häufigste Warzenart. Sie wächst kugelförmig nach oben, ist verhornt und hat ein blumenkohl-ähnliches Aussehen. Dornwarzen treten an der Fußsohle auf und wachsen nach innen in die Haut ein. Die hautfarbenen, gelben oder braunen Flachwarzen wachsen eben auf der Haut und haben eine runde oder mehreckige Form. Die sogenannten juvenilen Flachwarzen treten besonders bei Kindern und Jugendlichen auf. Durch Moluscumviren aus der Familie der Pockenviren werden Dellwarzen hervorgerufen. Sie sind stecknadel- bis erbsengroß und haben in der Mitte eine kleine Delle.
Ist das Immunsystem stark genug, kann es die Erreger selbst bekämpfen und die Warze verschwindet. Meist hält die körpereigene Abwehr die Viren so in Schach, dass die Warzen zwar lokal begrenzt, aber jahrelang bestehen bleiben.

Bei geschwächtem Immunsystem können sich die Warzen großflächig ausbreiten und ganze Körperbereiche überwuchern. Klassische Mittel gegen Warzen sind Salicylsäure, Chloressigsäure, Vereisung oder das verschreibungspflichtige Fluorouracil.

Da Warzen so hartnäckig sind, werden in der Bevölkerung viele Alternativmethoden angewandt wie z. B. das Abkleben mit Klebeband, das Betupfen mit Eigenurin, Knoblauch oder Löwenzahn sowie das Besprechen von Warzen.

Warzen besprechen: Hilfe durch ein gestärktes Immunsystem

Warzenbesprechen wurde jahrhundertelang in der Volksmedizin praktiziert, auch heute nutzt man diese Technik in der modernen und alternativen Medizin. Den guten Erfolg des Warzenbesprechens führt man auf die Suggestionskraft des Behandelnden und die positive Erwartungshaltung des Patienten zurück.

Sätze wie „Warze alt, Warze kalt, Warze ab!“ stärken die Zuversicht des Patienten auf Heilung. Die positiven Gedanken wiederum aktivieren das Immunsystem, so dass es die Viren als Auslöser der Warze besser bekämpfen kann.

Es existieren vereinzelte Studien zum Besprechen von Warzen durch Suggestivmethoden. So zeigten sich z. B. Erfolge durch Hypnose. Auch bei Kindern, die man simulierten Röntgenstrahlen aussetzte, verschwanden mehr Warzen als bei unbehandelten Kindern der Kontrollgruppe.

Das Besprechen einer Warze wirkt nicht bei jedem, allerdings heilen Warzen auch zu 60-70% spontan ohne jegliche Behandlung aus.

Welche Warzen können besprochen werden?

Sobald die Diagnose einer Warze richtig gestellt ist, kann man jede Warze besprechen. Oft haben Patienten schon viele klassische Mittel ohne Erfolg ausprobiert, das Besprechen eignet sich hier als Behandlungsmethode mit anderem Ansatz.

Da bei Kindern das Immunsystem noch im Aufbau ist, leiden sie relativ oft unter Warzen. Auch ist ihre Haut zart und dünn, so dass stark hornhautlösende oder ätzende Mittel zur Behandlung nicht geeignet sind. Auch bei Warzen im Gesicht ist das Besprechen eine sanfte Alternative zu klassischen Mitteln.

Formeln und Rituale zum Warzenbesprechen

Warzen besprechen können alle Menschen, die dieser Methode vertrauen oder ihr eine Chance geben wollen. Das können Ärzte, Heilpraktiker oder Personen sein, die diese Fähigkeit besitzen. Eltern können die Warzen ihrer Kinder besprechen, Betroffene können ihre Warze auch selbst besprechen.

Als Besprechungsformel eignen sich kürzere Sätze oder Reime, die man täglich einmal oder wiederholt aufsagt. Man kann sie leise murmeln oder laut aussprechen.

Da rituelle Handlungen das positive Denken unterstützen, wird die Warze gleichzeitig oft bestrichen, z. B. mit Schneckenschleim, Löwenzahnsaft, Urin oder Kochsalzlösung. Auch ein Stück Knoblauch, Apfel oder eine Erbse können aufgedrückt werden.

Es eignen sich Sätze wie „Warze, fort mit dir!“ oder „Heck, meck – Warze weg!“, eine bekannte Warzenformel ist auch: "Was ich sehe, das vergehe,
was ich streiche, das erweiche, Warze, fall ab!"

Zu den medizinischen Gebieten, die sich mit dem Zusammenspiel von Psyche und Körper beschäftigen, gehören z. B. die Psychosomatik und die Psychoneuroimmunologie.

Weitere Informationen rund um das Thema Warzen finden Sie hier.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
19
Interessante Artikel zum Thema „Warzen”

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete

Ärzte für spezielle Behandlungsgebiete

jameda Behandlungsgebiete