Chronische Borreliose und Schlafstörungen

Dr. Riedel

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© Alexander Raths fotolia© Alexander Raths fotoliaChronische Borreliose und Schlafstörungen - Möglichkeiten der Biologischen Medizin

Die chronische Borreliose ist eine Multisystemerkrankung, d.h. es sind fast alle Organsysteme mehr oder weniger stark betroffen. In dem vielfältigen Beschwerdemuster treten Schlafstörungen sehr häufig auf.

Leicht nachzuvollziehen ist, dass Schmerzen oder die psychischen Belastung in Folge der chronischen Erkrankung den Schlaf negativ beeinflussen. Darüber hinaus sind es aber vor allem biochemische Veränderungen im Neurotransmitterhaushalt (Nervenbotenstoffe), welche zu Schlafstörungen und anderen psychischen Symptomen führen.

Aus dem Eiweißbaustein Tryptophan (ein Nahrungsbestandteil) wird über eine Zwischenstufe (5H-Tryptophan) das Glückshormon Serotonin und aus diesem wiederum das Schlafhormon Melatonin gebildet. Genau dieser Stoffwechselschritt ist bei Multisystemerkrankungen wie der chronischen Borreliose beeinträchtigt. Die Folgen sind ein Serotonin-Mangel (das führt zur Depression) und ein Melatonin-Mangel (Schlafstörung).

Die zwei wesentlichen Ursachen:

1. Nitrostress:
Jede Zelle bildet durch Entzündungs- und Immunbotenstoffe sehr reaktionsfreudige Stickstoffverbindungen (sog. Peroxynitrit). Diese Zellgifte töten Krankheitserreger ab. Der so genannte Nitrostress wird bei chronischen Infektionen, dauernder Stressbelastung, Schwermetallbelastungen und durch andere Faktoren jedoch zum Selbstläufer. Dauerhaft erhöhtes Peroxynitrit blockiert die Energiegewinnung in den Zellen (Müdigkeit, Leistungsminderung), aktiviert Glutamatrezeptoren im Gehirn (Gedächtnisstörungen, Reizbarkeit), verändert die Vorstufen der Schilddrüsenhormone (Stoffwechselstörungen), von Serotonin (Depression) und Melatonin (Schlafstörungen), erweitert die Blutgefäße (Kopfschmerzen) und aktiviert Cox-Enzyme (chronische Entzündungen an Gelenken, Haut, Muskulatur).
Bestehen entsprechende Symptome, kann das Vorliegen von Nitrostress mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Mittels eines Urintests ist der biochemische Beweis möglich.

2. Darmstörung:
Das Vorliegen einer Störung im Darm mit Fehlbesiedlung (Dysbiose), Schleimhautentzündung, Verdauungs- und Aufnahmestörungen ist bei Patienten mit chronischer Borreliose sehr häufig (u. a. auf Grund von Antibiotika-Nebenwirkungen). Die Folge ist, dass Tryptophan im Darm nicht mehr aufgenommen wird und zusätzlich die Umwandlung in 5H-Tryptophan in den entzündeten Schleimhautzellen nicht mehr ausreichend erfolgt. Ein Serotonin- und Melatonin-Mangel im Zentralnervensystem tritt durch die verringerte Verfügbarkeit von Tryptophan auf!

Auch hier ist die Anamnese oft wegweisend. Die Tryptophanstoffwechselstörung lässt sich bei Bedarf mit Hilfe eines Urintests nachweisen, die oben aufgeführten Darmstörungen durch eine Stuhluntersuchung.

Therapeutisch kann rein symptomatisch vorgegangen werden. Treten nur Schlafstörungen ohne depressive Beschwerden auf, hilft oftmals die Einnahme von Melatonin vor dem Einschlafen. Bei gleichzeitig bestehender depressiver Symptomatik bietet sich 5H-Tryptophan an, weil dadurch gleichzeitig der Serotonin-Spiegel beeinflusst wird. Serotonin selbst kann nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und ist dadurch für den therapeutischen Einsatz ungeeignet.

Wann immer möglich sollte auch eine ursächliche Therapie erfolgen. Vor allem die Reduktion des Nitrostresses kann über die Schlafstörungen hinaus viele Beschwerden der Patienten positiv beeinflussen. Dazu müssen die Faktoren erkannt und behandelt werden, welche die ständige Bildung von Peroxynitrit triggern. Neben der Behandlung von persistierenden Krankheitserregern umfasst das unter anderem Maßnahmen zur Entgiftung (vor allem Schwermetallausleitung) und Entsäuerung sowie der Vitalstoffsubstitution (ggf. als Infusionsbehandlung). Aber auch relativ einfache Schritte, wie die Nahrungsergänzung mit Substanzen, welche die Peroxynitrit-Bildung reduzieren, führen bei konsequenter Anwendung zu positiven Effekten.

Ebenso hat eine Darmsanierung vielfältige günstige Effekte. Bestandteile einer Darmsanierung können Probiotika („gesunde“ Darmkeime), Ballaststoffmischungen und Darmentgifter (Clinoptiolite), Entzündungshemmer (z. B. Kurkuma) oder Immunaktivatoren (Kolostrum) sein.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Belastungsfaktoren (beispielsweise Elektrosmog, Regulationsstörungen des vegetativen Nervensystems), deren Diagnostik und Behandlung ein ganzheitliches biologisches Therapiekonzept vervollständigen.

Für Patienten mit Multisystemerkrankungen wie der chronischen Borreliose stellt die Biologische Medizin oftmals nicht nur die Alternative, sondern häufig die Basis der Behandlung dar. Das schließt jedoch keineswegs schulmedizinische Therapiekonzepte aus, wie z. B. eine stadiengerechte Antibiose. Die „Wahrheit“ liegt sicher eher im Dialog zwischen Schul- und Biologischer Medizin. Daher wird die hier vorgestellte Arbeitsweise gern mit der Wortschöpfung „DIALOGische Medizin“ benannt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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04.08.2020 - 20:17 Uhr

Guten Tag Dr. Riedel, ich hatte im Sommer 1992...

von Uwe

... die für Borelliose typische Wanderrötung, die mit der Zeit um den kompletten Oberarm herum reichte, und dann wieder verblasste und verschwand. Beim Arzt war ich damals nicht, es erfolgte keine Behandlung. Im Spätsommer/Herbst 92 war ich dann mehrere Wochen mit grippeartigen Symptomen krank, und ich konnte von da an nicht mehr richtig schlafen und fühlte mich schlapp und bekam chronisch gerötete Bindehäute und Schmerzen im unteren Rücken. Ich habe dann die ganze Schulzeit über pro Nacht nur 2-3 Stunden geschlafen. Im Jahre 2002 machte ich einen Borreliose Test, wo Antikörper festgestellt wurden, es hieß der Befund wäre vereinbar mit einer ausgeheilten Borreliose. Aufgrund meiner anhaltenden Beschwerden bekam ich trotzdem mehrere Wochen Rocephin intravenös. Die Beschwerden blieben aber. Bis heute schlafe ich ausgesprochen schlecht ein, teilweise geht es gar nicht, dann gibt es maximal so einen ganz oberflächlichen "Dämmerschlaf", kann man kaum als Schlaf bezeichnen, und ist kein bisschen erholsam. 2010 wurde festgestellt das ich eine Entzündung im Kreuzdarmbeingelenk habe oder hatte, und seitdem gibt es einen Rheumatologen der meint ich hätte Morbus Bechterew, und ein zweiter Rheumatologe meint ich hätte es nicht, weil alle weiteren dafür typischen Symptome fehlen, wie z.B. Morgensteifigkeit, die ich überhaupt nicht habe. Eine Behandlung mit Sulfasalazin über mehrere Monate zeigte keinerlei Wirkung, die Behandlung wurde dann abgebrochen. Zur Zeit bin ich nirgends in Behandlung, habe es aufgegeben zum Arzt zu gehen. Was meinen Sie was man bei mir noch versuchen könnte? Soll ich auch mal dieses Melatonin probieren um besser schlafen zu können (mehrere verschreibungspflichtige Schlafmittel zeigten bei mir keine Wirkung)? Und haben Sie noch Ideen zu den geröteten Bindehäuten, dem Kreuzdarmbeingelenk, und meinem chronischen Erschöpfungszustand? Meinen Sie das sind alles Spätfolgen von der Borreliose? Behandlungen gegen Depressionen und psychosomatische Symptome wurden auch versucht, und brachten keinen Erfolg. Ich wesentlichen Wünsche ich mir erstmal besser zu schlafen. Der Rücken macht keine Probleme solange ich ihn nicht zu sehr belaste. Wenn ich gut geschlafen habe fühlen sich andere Beschwerden wie die geröteten Augen weniger schlimm an. Vielen Dank für Ihre Antwort!

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 06.08.2020
Dr. med. Frank Riedel

Hallo Uwe, der Ansatz, gegen jede einzelne Beschwerde irgendetwas zu machen (da noch Melatotonin, da etwas gegen die Bindehäute oder gegen die Erschöpfung) kann immer nur Teilerfolge erzielen, wenn überhaupt. Eine Multisystemerkrankung, und das ist die chronische Borreliose, benötigt in der Therapie ein ganzheitliches, aufeinander abgestimmtes Konzept. Grundsätzlich beruht die Therapie chronischer Infektionserkrankungen auf vier großen Säulen: - Erregertherapie (in der Regel phytotherapeutisch, ggf. Antibiotika) - Ausleitung und Entgiftung (v.a. Schwermetalle) - Zellschutz, Entzündungshemmung, Immunsystemunterstützung (z. B. über Vitalstoffe, Thymustherapie, Probiotika) - Energieaufbau (Ünterstützung des Mitochondrienstoffwechsels, z. B. durch Zellsymbiosetherapie, Oxyvenierung u.a.) All das, in die richtige zeitliche Reinfolge gebracht, nimmt mindestens 12-18 Monate in Anspruch, viele Patienten müssen mehr oder weniger intensiv lebenslang behandelt werden (so wie der Diabetiker oder der Blutdruckpatient auch). Das wäre aus meiner Sicht für Sie der richtige Ansatz. Sie können sich gern melden, wenn Sie meinem Vorschlag folgen wollen. Viele Grüße! Dr. Riedel

02.08.2020 - 12:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr Riedel, im Zuge einer...

von Maren E.

... stressigen Zeit stellten sich bei mir plötzlich Schlafstörungen ein. Teilweise konnte ich nächtelang nicht schlafen und musste die Nacht *durchmachen*. Diese waren gefolgt von immer wiederkehrenden Tachykardien zu den ungewöhnlichsten Zeitpunkten zb im Urlaub. Seitdem haben sich die Symptome stetig gehäuft: - Kurzzeitgedächtnis- und Konzentrationsstörungen - Nackenverspannungen - starke Schmerzen in verschiedenen Gelenken sowie Nacken- und Rückenschmerzen in wechselnder Lokalisation - meist einseitige Rachen- und Zungengrundschmerzen - immer wieder rezidivierende und oft lange nicht ausheilende Nasennebenhöhlen-Infektionen mit Schleimhautschwellungen - schmerzlose oder schmerzhafte Lymphknotenschwellungen am Hals und Nacken, unter den Achseln und in den Leisten - Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe am ganzen Körper ohne vorherige körperliche Beanspruchung -Wundschmerzen“ der Rippenansätze im Brustbeinbereich und am unteren Rippenbogen, oft verbunden mit dem Gefühl eines verminderten Atemvolumens und eines Druckes auf dem Brustkorb - Brennschmerzen der Haut und/oder Taubheitsgefühle, die diffus am ganzen Körper auftreten oder auf einzelne Hautbereiche beschränkt sind - attackenartiges, vorzugsweise morgens aber auch nachts auftretendes Herzrasen ohne jede körperliche Anstrengung - Funktionsstörungen der Augen, wie z. B. Augenmuskelschmerzen, leichte Doppelbilder, Lidschwäche, Akkomodationsstörungen, Pupillenstörungen, häufige Augenentzündungen mit Augenbrennen, Trockenheits- sowie Fremdkörpergefühl - Funktionsstörungen der Ohren mit Hörsturz, Tinnitus, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen - überwiegend nächtliche Schweißausbrüche - Gereiztheit, Panikattacken, Angstzuständen, latenter Aggressivität, Wutanfällen, ausgeprägten depressiven Stimmungsschwankungen und emotionaler Labilität - 2x Zigarettenpapierhaut nachgewiesen wurde bisher: Schwermettallbelastung, Aviatminosen, Sympathikotonie und chronische Schlafstörungen Aktuell ist es für mich nahezu unmöglich das Haus zu verlassen (zb Einkaufen etc) ohne eine taube Nase oder Vorderzähne zu bekommen oder massive Brustschnürung/enge. Ich war bereits bei zahllosen Ärzten und nur eine Privatärztin hat mir bisher eine Therapie angeboten -> Infusionen wegen der Schwermetallbelastung und Bisher wurde alles auf Stress geschoben bzw ein burnout. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies nicht der Grund ist. Ja ich hatte viel Stress und Belastung aber ist das wirklich der Grund für all diese Empfindungen? Ich mache jetzt fast seit einem Jahr Pause und es ist eher noch schlimmer geworden. Ganz zu schweigen von dem Geld welches ich bereits in unzählige Dinge investiert habe : Privatarzt, Akkupunktur, Hypnose, Burnout Behandlung, Infusionen, NEMs, Bücher uvm Bisher wurde nie in Erwägung gezogen, dass ich Borreliose oder chronische Neuroborreliose haben könnte - denken Sie es wäre eine Möglichkeit? Vor drei Jahren wurde ich in SriLanka von einer Mücke gestochen, was direkt zu Fieber und Lymphschwellung geführt hat, wäre es möglich, dass ich mich dort angesteckt habe? Können Sie mir sagen, was ich testen lassen soll und wo ich hingehen kann? Vielen Dank und Grüße Maren E.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 04.08.2020
Dr. med. Frank Riedel

Sehr geehrte Frau E., die chronische Borreliose ist eine Multisystemerkrankung, die alle Organsysteme mit unterschiedlicher Intensität befallen kann. Daher sind auch Ihre vielfältigen Symptome im Rahmen einer solchen chronischen Infektion plausibel. Aber eine chronische Borreliose kommt selten allein. Andere Erreger (z.B. aus Sri Lanka?), Schwermetalle und andere Umweltbelastungen, Immunstörungen, Vitalstoffmangel, Stress etc. spielen im Krankheitsgeschehen ebenfalls eine große Rolle. Eine umfassende Diagnostik und Therapie muss all diese Aspekte berücksichtigen. Wenn Sie es wünschen, können Sie sich gern dazu bei mir in der Praxis melden. Viele Grüße! Dr. Riedel

26.05.2020 - 18:25 Uhr

Latente (ruhende) Borreliose wurde bei mir...

von Harald M.

... eventuell 1998 duch Unfall aktiv. Anschließend Entwicklung zahlreicher Neuroborreliose-Symptome, u.a schwere wg. paradoxer Medikamenten-Wirkung nicht behandelbarer Schlafstörungen (> 2h/d). In der Folge zahlreiche Antibiosen über Ansbach mit guten aber ständig schwächer werdenen Erfolgen. Schlaf nur anfangs verbessert. 2016 kinesiologischer Borrelien-Test beim Orthopäden positiv. Behandlung dort mit Artemisia annua und Bioresonanz. Nach 5 Wochen beschwerdefrei, Schlaf deutlich besser (5 h/d). Um noch besser zu schlafen, Entfernung der Titanimplantate im Becken wg. pos. getesteter Unverträglichkeit. In der Folge weniger Unruhe im Körper. Auf Wunsch weiter zu verbessern, wurde 2019 Opioid verordnet: 50mg/d Palexia, später 50mg/d Tramal mit phantastischem Erfolg: 9 h/d Schlaf, keine analgetische Wirkung. Inzwischen Gewöhnung: Muss die Dosis verdoppeln, um gut schlafen zu können. Will demnächst Giftlattich (Lactuca virosa) probieren, dem ein opiumähnlicher, schlaffördernder Wirkstoff nachgesagt wird. Lieber Dr. Riedel, sehen Sie einen alternativen Therapieansatz für mein Problem? Auch als 70jähriger will ich nicht alle halbes Jahr die Opioid-Dosis erhöhen, obwohl ich keine Suchtwirkung spüre.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 28.05.2020
Dr. med. Frank Riedel

Werter Herr M. bezüglich der Borreliose gibt es sehr gute, langfristig orientierte Therapieansätze, z.B. auf phytotherapeutischer Ebene. Ebenso für Schlafstörungen, wobei letztere der schwierigere Part sind. Grundsätzlich wäre es auch gut, die Metallbelastung im Körper zu reduzieren. Wenn Sie es wünschen, können wir ein Videotermin vereinbaren. Schreiben Sie mir dazu einfach eine Mail an info@riedel-luckau.de Viele Grüße! Dr. Riedel

30.08.2019 - 15:24 Uhr

Bei mir wurde am 19.7.19 eine Zecke entfernt und...

von Evelyne S.

... v. Chirurgen musste noch eine Nachbehandlung erfolgen, da sich das Tier zu tief eingesaugt hatte und Teile stecken blieben. Erst 6 Wochen später trat das Symptom der Wanderröte voll ausgeprägt auf. Nach der Feststellung bekam ich Erythromycin 600 - 2 Flaschen verordnet. Im letzten Jahr gab es bei mir nach einer Behandlung gegen Borreliose mit Doxycyclin starke Nebenwirkungen für meine Augen mit dauerhaften Sehverschlechterungen. So war Doxycyclin nicht das Mittel der 1.Wahl und man verschrieb mir das o.g. Antibiotikum. Ein Borreliosetest wurde nach Abschluss der Behandlung verweigert,mit den Worten.."Der ist nie eindeutig, sie hatten ja Antibiotika." Ich habe seit 10 Tagen Magen und Darmbeschwerden und zeitweilig enorme Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe, Herzrasen nachts. Bin sonst kein Kopfschmerzpatient. Wurde in der Notaufnahme des nächsten Krankenhaus, als mein Hinweis auf die Borreliose kam, als Irrgläuberin bezeichnet, eine mögliche Ableitung in der derzeitigen Situation auf die Borreliose wurde belächelt und ich war ratlos. Kriege z.zt. Pantoprazol in hoher Dosis 3xtgl 40 mg. gegen Durchfall und die Übelkeit , denn diese plagen mich seid einer Woche. Alle Symptome wurden auf die Antibiotikabehandlung zurückgeführt. Angemerkt sei auch, ich reagiere mit Nebenwirkungen auf einige Schmerzmittel und Antibiotika. Neben den o.g. Erythromycin 600 saft (Antibiotika)nahm ich auch 25 Tg. lang pflanzliche Mittel ein um den Darm zu unterstützen. Ich habe in den letzten Tagen einen nicht endenden Nervenkrieg hinter mir. Jetzt liegt mir ein Bluttest vor, Er bestätigt, dass eine Infektion an Borrelia burgdorferi nicht ausgeschlossen werden kann. Borrelia burgd.~IgG.Ak. i.S = 69 ++ Borm Borrelia B. 12.1. Westernblot (-) grenzwertig Was kann ich weiter tun? Habe nach diesen Aktionen bereits das Vertrauen an die Kompetenz einiger Ärzte gänzlich verloren. Was raten sie mir? Mit frdl. Grüssen E.S.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 10.09.2019
Dr. med. Frank Riedel

Die Antibiotikatherapie alleine wird das Problem nicht dauerhaft lösen. Viele weitere Faktoren spielen bei der Chronifizierung eine Rolle: andere Erreger (sog. Ko-Infektionen), Immunstörungen, Schwermetallbelastungen etc. Deswegen kann ich hier keinen pauschalen Ratschlag geben, außer, dass Sie sich in Behandlung bei einem auf chronische Borreliose spezialisierten Arzt begeben sollten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Riedel

16.06.2018 - 21:56 Uhr

Hallo, ich habe bei meiner ältesten Tochter den...

von Karin G.

... Verdacht auf chronische Borreliose. Sie hat seit Jahren massive Schlafstörungen und nimmt zZ natürliche SDH, da auch mittlerweile Hashimotoantikörper vorhanden waren. Tag/Nachtrythmus ist total verdreht und nicht regulierbar! Sie schafft den Alltag kaum noch und Ärzte schieben alles auf die Psyche. Letztes Jahr war sie bei einer Internistin, die Borrelien-Antikörper nachgewiesen hatte, aufgrund des niedrigen Wertes jedoch nichts weiteres veranlasste, denn er sei zu gering sagte sie! Bitte kontaktieren Sie mich, da ich mir große Sorgen um meine Tochter mache. Mit frdl. Grüßen Karin G.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 18.06.2018
Dr. med. Frank Riedel

Sehr geehrte Frau G., die Höhe der Antikörpertiter lässt keine Aussage zu, ob eine chronische Borreliose vorliegt oder nicht. Häufig sind es gerade die Patienten, deren Immunsystem durch eine Infektion am stärksten geschwächt ist, die keine oder nur geringe Antikörpertiter aufweisen. Natürlich können Schlafstörungen aber auch andere Ursachen haben. Deswegen muss eine Abklärung hinsichtlich einer chronischen Borreliose erfolgen. Dazu sind eine Reihe weiterer Test notwendig, die den Verdacht erhärten oder zerstreuen. In der Regel sollten Sie sich dafür bei einem Spezialisten vorstellen, da viele Tests nicht zum Spektrum des Hausarztes gehören. Mit freundlichen Grüßen Dr. med. Frank Riedel

26.08.2017 - 05:55 Uhr

Ich leide unter Morbus Kron, können Sie helfen?

von Dragorad D.

25.11.2016 - 18:30 Uhr

Hallo, ich leide seit mind. 2 Monaten an täglich...

von Manni Q.

... extremer werdenden Schlafstörungen, ja sogar Schlafunfähigkeit. Ich kann einfach nicht mehr einschlafen. Habe diese Woche vielleicht 7 Stunden geschlafen. Wenn ich Glück habe, schlafe ich 1h pro Nacht. Phytopharmaka und Hormone wirken nicht mehr. Was kann ich tun? Brauche unbedingt Hilfe. Mein Körper kann sich nicht regenerieren. Ich hatte schon ewig keinen REM Schlaf mehr. Konstant erhöhte Temperatur 37,5°C Piepsen in den Ohren (hängt mit Schlafstörung zusammen). Schmerzen im Schultergelenk (da wo der große, runde, blaue Fleck war) Es ist auf jeden Fall etwas in meinem Körper entzündet. Leide ich an den Symptomen einer Vergiftung (Schwermetalle, Umweltgifte, Mykotoxine etc...) oder hab ich eine Borreliose inklusive Co-Infektionen wie z.B. Bartonella henselae und/oder Bornavirus? Soll ich trotz bekannter Schlaf-Apnoe auf Schlafmittel zurückgreifen? Ich bin am Verzweifeln. Wie soll ich ohne Schlaf gesund werden? Vielen Dank!

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 28.11.2016
Dr. med. Frank Riedel

In diesem Fall muss sicher tatsächlich untersucht werden, ob eine chronische Entzündung vorliegt (z.B. als Folge einer Borrelieninfektio oder einer Schwermetallbelastung). Die Behandlung der Entzündung und deren Ursache könnte auf lange Sicht eine Besserung der Schlafbeschwerden bewirken. Sedative und Schlafmittel sind kurzfristig eine Option, sollten aber nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt genommen werden.

22.03.2016 - 08:46 Uhr

Ich bin 80 Jahre alt und bei mir wurde vor Jahren...

von Maria

... Borreliose festgestellt, jedoch ohne Therapievorschläge. Angeblich handelt es sich um mehr als nur einen "Stamm". Ich leide massiv an Schlafstörungen und an Schmerzen, vor allem aber im Schienbeinbereich. Mein Orthopäde konnte auch keine Auffälligkeiten in den Gelenken feststellen und gab mir den Rat ab und zu eine Schmerztablette einzunehmen. Ich wär Ihnen für einen Rat sehr dankbar.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 23.04.2016
Dr. med. Frank Riedel

Die chronische Borreliose ist eine Multisystemerkrankung, die durch den Befall vieler Organsysteme zu einer Unmenge an unterschiedlichen Krankheitssymptomen führen kann. Da viele Fachärzte oft nur ihr eigenes Gebiet betrachten, kann dem Patienten oft nicht geholfen werden. Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, sich eine Ärztin oder einen Arzt zu suchen, der sich mit der ganzheitlichen Behandlung der chronischen Borreliose auskennt.

14.07.2015 - 19:42 Uhr

Dies war ein guter Bericht. Wenn Sie noch mehr...

von Gertrud

... Anregungen zur chronischen Borreliose haben, bitte senden Sie mir diese zu. Habe seit 2006 chronische Borelliose Vielen Dank

10.05.2015 - 11:43 Uhr

Ich kam Nov.2012 mit Schmerzen im ganzen Körper...

von Monika

... ins Krankenhaus. Vorher wurde ich auf Hexenschuss und anschließend Bandscheibenvorfall behandelt. Borreliose wurde festgestellt. Therapie mit Ceftriaxon-saar 2g zur Infusion. Nun kann ich kaum laufen, Gelenkschmerzen, besonders Rückenschmerzen, Schlafstörungen, keine Kräfte. Haus-Arbeiten kaum noch möglich. Ich bin verzweifelt da mich die Ärzte nur vertrösten. Was soll ich tun? Stuhl- und Urinprobleme, zittern des linken Armes.

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 12.05.2015
Dr. med. Frank Riedel

Es sollte bei Ihnen unbedingt festgestellt werden, ob eine chronisch-aktive Borreliose vorliegt. Dazu sind verschieden Untersuchung (z.B. Antikörperdiagnostik, LTT, CD57) notwendig. Darüber hinaus ist eine Untersuchung auf eine systemische Entzündung (TNF-Alpha), eine Mitochondrienschädigung (ATP) sowie auf Schwermetallbelastungen sinnvoll. In der Regel werden diese Untersuchungen nicht durch den Hausarzt durchgeführt. Sie müssten sich dazu einen spezialisierten Arzt in Ihrer Nähe suchen oder ggf. mit mir Kontakt aufnehmen. Dr. Riedel

21.08.2014 - 19:21 Uhr

Ich habe vor 15 Jahren eine Borreliose...

von Ella

... durchgemacht und wurde mit Antibiotika behandelt. Seit ca.10 Jahren leide ich unter massiven immer mehr zunehmenden Schlafstörungen die nur mit die nur mit Schlaftbl. u.Antedepressiva einigermaßen in den Griff zu bekommen sind.Kann das ev. mit der durchgemachten Borreliose zusammenhängen?

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 22.08.2014
Dr. med. Frank Riedel

Eine chronische Borreliose kann sich entwickeln, wenn die Infektion nicht mit dem richtigen Mittel, nicht ausreichend hoch dosiert oder nicht ausreichend lange behandelt wurde. Ein häufiges Symptom der chronischen Borreliose ist die Beeinträchtigung des Schlafs. Wenn bisher keine anderen Ursachen für die Schlafstörungen gefunden wurden, sollten Sie sich auf das Vorliegen einer chronischen Borreliose untersuchen lassen. Dazu empfehle ich, neben der obligatorischen Antikörperdiagnostik, unbedingt einen Lymphozytentransformationstest (LTT) durchführen zu lassen. Nur anhand des LTT kann zur Zeit unterschieden werden, ob es sich um eine durchgemachte oder um eine aktive Borreliose handelt.

07.08.2014 - 15:16 Uhr

Guten Tag, man hat bei mir eine Art...

von Mario

... Parkinson-Demenz festgestellt. Ausserdem habe bereits einige Tests (z.B. IRM,MRT, Scintigraphie) gemacht, ohne dabei jedoch ein medizinisches Resultat zu erlangen. Was soll ich machen?

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 07.08.2014
Dr. med. Frank Riedel

Wenn bei Ihnen bereits eine chronische Borreliose diagnostiziert wurde, dann kann diese für dementielle und parkinsonähnliche Symptomatik verantwortlich sein. Sollte noch keine entsprechende Diagnostik erfolgt sein, müsste diese noch durchgeführt werden. Eine langfristig antibiotische Behandlung einer chronischen Borreliose kann auch die neurologischen Symptome bessern. Besteht keine chronische Borreliose, dann wird Ihr behandelnder Neurologe mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Riedel

16.01.2014 - 17:25 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Riedel, zu Ihrem Vortrag...

von Margit

... über Schlafstörungen bei Borreliose: Herzlichen Glückwunsch! Auch im Borreliose Wissen-Magazin vom Oktober 2013 habe ich Ihre interessanten Ausführungen gelesen. Schon seit drei Jahren leide ich bei chronischer B. an erheblichen Schlafstörungen und nehme jetzt schon seit fast zwei Jahren ein Medikament, abends, zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Es ist das einzige Mittel, was hilft. Angeblich soll das Medikament süchtig machen. Sie schreiben, dass auch Melatonin hilft. In welcher Dosis? Ich habe es schon versucht; offenbar in zu niedriger Dosierung und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir in dieser Sache einen Rat geben könnten. Mit freundlichen Grüßen Margit

Dr. Riedel

Antwort vom Autor am 17.01.2014
Dr. med. Frank Riedel

Die Melatonin-Dosierung kann durchaus 5 mg betragen, in einzelnen Fällen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt auch mehr.


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