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Schiefe Milchzähne beim Baby oder Kleinkind: Das können Sie tun

Dr. Gomolka

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© GomolkaIn jedem Fall sollte individuell entschieden werden, ob eine Behandlung nötig ist oder nicht. (© Gomolka)Schiefe Milchzähne müssen nicht in jedem Fall behandelt werden. Aber wann ist eine Therapie medizinisch notwendig? Was sind mögliche Ursachen schiefer Milchzähne? Was kann man im Alltag tun, um das Wachstum so gut wie möglich zu unterstützen?

Hier erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um eine frühe Behandlung.

Was sind mögliche Ursachen schiefer Milchzähne?

Die Ursachen schiefer Milchzähne können sehr unterschiedlich sein und müssen individuell betrachtet werden. Wichtige Komponenten sind genetische Einflüsse und komplexe Wachstumsprozesse, aber auch Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Nuckeln oder die Ernährung.

Was kann man im Alltag gegen Zahnfehlstellungen tun?

Die Fehlstellung des sogenannten offenen Bisses nach langem Schnuller- oder Daumenlutschen reguliert sich in den meisten Fällen, je nach Alter des Kindes, rund sechs Monate nach der Abgewöhnung von selbst.

Das klingt so leicht, ist aber in erster Linie harte Arbeit und erfordert viel Geduld und Willenskraft beim Kind und bei den Eltern. Unterstützend hilft da eine Belohnung, z.B. in Form eines kleinen Aufklebers, den das Kind an jedem schnullerfreien Tag in einen Kalender kleben darf.

Darüber hinaus kann man einen großen Beitrag bei der Ernährung leisten. Nahrung sollte altersgerecht sein und muss nicht immer mundgerecht vorbereitet werden. Wir helfen unserem Kind, wenn es viel kauen und sich im wahrsten Sinne des Wortes durchbeißen muss. Dabei werden alle wichtigen Bereiche angesprochen und trainiert.

Natürlich ist es praktisch, und auch völlig in Ordnung für den schnellen Hunger, Apfelmus aus der Quetschflasche dabei zu haben. Aber auch ein Apfel oder eine Karotte sind schnell zur Hand. Trinken aus Becher oder Glas helfen der Entwicklung und stärken das Selbstbewusstsein des Kindes.

Ein Besuch beim Kieferorthopäden kann Gewissheit geben!

Wenn Sie sich unsicher sind und Ihnen auffällt, dass Ihr Kind Sprach-, Kau- oder Schluckstörungen hat oder die Milchzähne eng stehen, kann man zur Sicherheit einen Kieferorthopäden aufsuchen. Bei vereinzelt gedrehten oder nicht gerade ausgerichteten Zähnen sollte man in vielen Fällen das Kieferwachstum einfach abwarten. Gut ist es, den Zahnwechsel auch bei den regelmäßigen Terminen beim Zahnarzt zu beobachten.

Bei einem Kreuzbiss – hier ist der Unterkiefer zu groß, sodass die Unterkieferzähne seitlich an den Oberkieferzähnen vorbeibeißen – kann eine Behandlung nötig sein. Dadurch kann sich der Kiefer frei entwickeln und wachsen.

Generell kann eine frühe Kontrolle bereits ab fünf Jahren sinnvoll sein. Bei einer kurzen Betrachtung kann der Kieferorthopäde in den meisten Fällen einschätzen, ob eine Behandlung empfehlenswert ist oder abgewartet werden sollte. Wenn letzteres der Fall ist, hatte Ihr Kind einen positiven und schmerzfreien Besuch beim Zahnarzt. Diese Erfahrung hilft auch dem Hauszahnarzt, wenn eine Behandlung notwendig sein sollte.

Wichtig ist, dass die individuellen Umstände und Bedürfnisse des Kindes betrachtet werden sollen und dass es ein gutes Gefühl hat, egal wie man sich entscheidet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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