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Kniearthrose: Wie kann ich das Knie erhalten und die Knieprothese vermeiden?

Prof. Dr. Ostermeier

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Kniearthrose-Patienten unter 60 Jahren soll eine Knievollprothese erspart bleiben
© Alexander Yakovlev - Fotolia.com© Alexander Yakovlev - Fotolia.comKniearthrose ist der vorzeitige Verschleiß der Knorpeloberflächen des Kniegelenks. Arthroseschmerzen und Versteifung des Gelenks können durch Knieprothesen erfolgreich behandelt werden. Die Haltbarkeit der Knieprothesen ist aber nicht unbegrenzt. Besonders bei jungen Patienten - jünger als 60 Jahren - entsteht ein Problem: Eine Prothesenwechseloperation kann nicht ausgeschlossen werden. Bei jeder Wechseloperation einer Knie-Endoprothese nimmt die verfügbare Knochensubstanz ab. Die Komplikationsrate steigt, das Ergebnis für den Patienten wird nach der Prothesenwechseloperation im Knie schlechter. Wechseloperationen von Knievollprothesen wollen wir also möglichst vermeiden. Das gelingt, wenn die Knievollprothese erst in einem möglichst hohen Lebensalter eingesetzt wird. Die Lebenserwartung der Prothese sollte höher sein, als die des Patienten.

Kniearthrose wird gelenkerhaltend therapiert
Auch bei Kniearthrose soll das Gelenk möglichst lebenslang erhalten werden. Daher wird Kniearthrose oft nicht symptomatisch - also lediglich mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern - behandelt. Vielmehr wird in jedem Stadium der Arthrose die gelenkerhaltende Behandlung für das Kniegelenk gesucht.

Zur Unterstützung dieses Gelenk-erhaltenden Behandlungsansatzes wurde ein breites Therapiespektrum diesseits des künstlichen Kniegelenks etabliert: Physiotherapie, biologische Knorpeltherapie und Knorpelersatz, Inlays, Teilprothesen (Schlittenprothesen) bis hin zu möglichst genau auf den Patienten abgestimmten individuellen Vollprothesen.

Kniearthrose bei jungen Patienten kann ursächlich behandelt und gestoppt werden
Die orthopädische Forschung der letzten 20 Jahre hat Ursachen der Kniearthrose recht genau klären können. Zwei Faktoren sind entscheidend für ein arthrosefreies Kniegelenk: Zum einen Stabilität im Gelenk durch intakte Sehnen und Kreuzbänder. Als zweites ist eine intakte Beinachse entscheidend, um frühen Gelenkverschleiß zu vermeiden. Bei Patienten mit Kniearthrose jünger als 60 Jahre sowie Patienten die biologisch jung sind, bemühen man sich ganz besonders, diese gelenkerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Kniearthrose durch Physiotherapie und Kreuzbandplastik vorbeugen
Operative Kreuzbandplastik und Physiotherapie zur Unterstützung der Sehnenfunktion sind effektive Therapien zur Vorbeugung von Kniearthrose. Oft sind nach einer Verletzung oder Fehlstellungen bereits Knorpelschäden sichtbar. In diesem Fall ist gerade die autologe Knorpeltransplantation geeignet, die Knorpelfläche wieder zu regenerieren und den vorzeitigen Verschleiß zu therapieren. Durch die Einbringung der im Labor gezüchteten eigenen Knorpelzellen des Patienten werden Knorpeldefekte wieder aufgefüllt. Die Pufferfunktion des Knorpels wird wieder hergestellt.

Kniearthrose und die Beinachse: Schuhversorgung oder Umstellungsoperation?
Als Bedingung zur Vorbeugung der Kniearthrose sind normale Gewichtsverteilung durch Vermeidung von Fehlstellungen (X- und O-Beine) wichtig. Orthopädische Schuhversorgung kann bei leichten Fehlstellungen die durch Achsfehlstellung verursachten Knorpel-Belastungen vermindern. Bei größeren Fehlstellungen können minimalinvasive Umstellungsoperationen im Schienbein (Umstellungs-Osteotomie) die Fehlstellung der Beinachse sicher und dauerhaft beseitigen.

Kniearthrose früh behandeln und stoppen - Chance und Grenzen
Wird eine beginnende Arthrose mit Knorpelverschleiß früh genug erkannt, können die Ursachen der Arthrose noch behandelt werden. Der erfahrene Kniespezialist wird zunächst die eigentliche Ursache der Arthrose - Instabilität oder Fehlstellung - ermitteln und gezielt behandeln. Dann muss er das Ausmaß der vorliegenden Knorpelschädigung ermitteln. Ist der Knorpelverschleiß zu weit fortgeschritten, kommt die biologische Knorpelersatztherapie oft zu spät. In diesen Fällen können aber lokale Inlays helfen. Das sind Metalleinlagen, die oberflächlich in den Knochen eingebracht werden. Die Inlays ersetzen wieder die Knorpelflächen. Bei Problemen mit der Kniescheibe ist oft nur der Bereich hinter der Kniescheibe von Kniearthrose betroffen. Diese sogenannte Retropatellararthrose kann mit Inlays besonders effektiv behandelt werden.

Kniearthrose durch Schlittenprothese (Repicciprothese) behandeln
Auch bei fortgeschrittener Kniearthrose ist oft nur ein Teil des Kniegelenks von Knorpelschwund betroffen. In Zusammenhang mit Fehlstellungen der Beinachse (X- oder O-Beine) ist das häufig der Fall. Dieser Anteil kann durch eine Schlittenprothese behandelt werden. Der gesunde Anteil des Knies bleibt erhalten und übernimmt weiterhin seine Aufgabe als Teil des Kniegelenks. In diesem Fall muss nur ein kleiner Teil des Kniegelenks operiert werden. Die Arthrose im Knie wird gestoppt. Durch diese knochensparende Knieteilprothese wird der Zeitpunkt, zu dem eine Vollprothese operiert werden muss, um bis zu 15 Jahre hinausgeschoben. Der Patient mit Kniearthrose hat bei Teilprothesenversorgung ein natürliches Bewegungsgefühl im Knie. Bei der Teilprothese bleibt die Selbstwahrnehmung (Propriozeption) des Kniegelenks vollständig erhalten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (67)


22.11.2018 - 09:32 Uhr

Hallo, ein MRT vom 08.11.2018 hat bei mir eine...

von Gölz K.

... ausgeprägte aktivierte mediale Gonarthrose mit flächigem Knochenödem im Femurkondylen sowie lateralen Tibiaplateau, Chondropathie Grad IV mit Knorpelglatze ergeben. Vom Orthopäden wurden 3 Hyaluvonsäure-Injektionen auf privater Basis vorgeschlagen. Macht das einen Sinn ?

15.07.2018 - 22:29 Uhr

Hallo Herr Dr Ostermeier, nach längeren...

von Gertrud

... Beschwerden am Knie, unter anderem ein Stechen hinter der Kniescheibe, vor allem bei Belastung und ein permanentes Druckgefühl in der Kniekehle wurde beim MRT ein Knorpelschaden 2 Grades und eine Meniskusdegeneration festgestellt. Außerdem eine Bakerzyste von 5,5 cm. Nach jetzt mehr als 1 jähriger konservativen Behandlung und immer wiederkehrenden Schmerzen hat sich beim Ultraschall herausgestellt, das die Bakerzyste mittlerweile prall gefüllt ist. Mein Orthopäde rät nun zur Athroskopie. Was soll ich tun ?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 27.07.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sprechen Sie bei Meniskusdegeneration mit Ihrem Untersuchenden Arzt. Die konservative Behandlung bringt sie ja nicht weiter. Der Innenmeniskus ist fest mit der Gelenkkapsel verbunden. Ist er gereizt, kann sich die Gelenkapsel entzünden und füllt sich mit Flüssigkeit. So entsteht die Bakerzyste und das Druckgefühl. Das ist kein gesunder Zustand für Ihre Kniegelenk.

09.03.2018 - 11:51 Uhr

Wer auch immer die Antwort an mich vom heutigen...

von Beate S.

... Tag- Freitag, 09.03.2018-verfasst hat, was soll das? Sie sollten vielleicht doch persönlich zumindest noch mal kontrollieren, was der Computer für Mist fabriziert hat!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.04.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis.

09.02.2018 - 10:29 Uhr

Sehr geehrter Dr. Ostermeier, ich bin fast 65...

von Beate S.

... Jahre, u.a. erblich bedingt schon bei Belastung sporadisch ab Ende 20 Arthrose-Schmerzen/Schwellung im rechten Knie. Aktuell MRT linkes Knie wegen weiter bestehender Beschwerden nach Arthroskopie mit Bursektomie (Verd.-Diagnose Meniskusriss und Ausfransung) am 28.11.2017 mit starker Nachblutung trotz Drainage ins Gelenk und Punktion nach 1 Woche (18ml blutig) nach 3 Monaten Schwellung, Überwärmung, Schmerzen, Beweglichkeitseinschränkung trotz konservativer Therapie. Beurteilung MRT vom 02.02.2018: Chondromalacia Patellae Grad 4 mit Knochenmarködem der medialen Patellafacette und Kniegelenkerguss. Mukoide Degeneration des Innenmeniskus-Hinterhornes, Gelenkerguss, Bursitis präpatellaris und prätibialis. Empfehlung einer Zweitmeinung: Cortisoninjektion, habe ich abgelehnt. Sonst: Akupunktur (läuft),Tens, Ultraschall, Retterwurz-Umschläge,Wassergymnastik, meine Intention: weiter Nordic Walking und Anschaffung eines Sitz-Ergometers (weitere Arthrosen und Osteoporose), Gewichtsreduktion - 10kg Übergewicht). Ich wohne in einem Eigenheim mit Treppen, Treppe und abschüssiges Gelände und vor dem Haus bzw. der Umgebung (aber Gassigehen erforderlich!). Auch bei meinen Kindern und Enkelkindern gibt es viele alte hohe Treppenstufen. Ich möchte sehr gern weiter ein aktives Leben führen und wäre Ihnen über mögliche Therapie-Vorschläge aus Ihrer Sicht als Experte für Kniepathologie sehr dankbar. Viele Grüße Beate S.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 09.03.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patienten, Sie schildern nun einen ausführlichen Befund. Zudem informieren Sie uns über zahlreiche Therapieoptionen, die Sie bereits wahrgenommen haben. Es ist nun angesichts dieser Befunde nicht wirklich hilfreich, ihnen konkrete Behandlungsoptionen an die Hand zu geben, ohne ihre klinische Situation genau zu kennen. Es ist aber jedenfalls sicherlich richtig, dass sie weiterhin körperlich aktiv bleiben wollen bei dosierter unkontrollierter Belastung, wie es beim Nordic Walking ja möglich ist.

30.01.2018 - 19:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Ostermeier, mein MRT Befund:...

von Heike

... Chondropathia patella Grad 4. Fermorotibiale mediale Chondropathie Grad 2-3 und lateral Grad 2. Degenerative Innenmeniskuskopathie Grad 3 .Intakter Bandapperat. Kleine Bakerzyste. Habe mal mehr, mal wenig Schmerzen. ist eine OP sinnvoll? Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 01.02.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie schreiben und einige Stichpunkte ihre aktuellen Diagnostik in diese Frage, und wünschen sich eine Aussage zur OP Indikation. So etwas lässt sich natürlich aus der Ferne ohne direkte Untersuchung ihres Knies und Auswertung Ihrer bildgebenden Befunde nicht qualifiziert erstellen, das dürfen wir auch nicht. Im allgemeinen orientiert sich ein OP Entscheidung vor allem auch am Grad der Schmerzen. Wenn sie im Alltag so eingeschränkt sind, dass sie auch mit Physiotherapie oder schmerzstillenden Medikamenten nicht mehr gut zurecht kommen, dann wird nach einer geeigneten Operation gesucht. Es ist klar, dass wir diesen Zeitpunkt auch stets gemeinsam mit dem Patienten ermitteln müssen: Eine OP-Entscheidung ist nie ein objektiver Befund, sondern richtet sich immer nach der individuellen Schmerzsituation des Patienten.

17.01.2018 - 11:29 Uhr

Sehr geehrter Dr. Ostermeier, ich bin 39, 1,76m...

von Paula

... bei 66kg. Meine Diagnose lautet Patelladysplasie am ehesten eine Jägerhut-Patella mit fokaler linearer Chondropatie Grad 3-4 an der lateralen Facette sowie eine Dysplasie des femoralen Gleitlagers. An Gleitlager keine größeren Defekte. Schmerzen habe ich seit ich Laufen kann, jedoch mit sehr langen schmerzfreien Zeiten. Aktuell habe ich leichte Schmerzen, aber nicht in der Nacht (hatte ich auch schon). Medikamente nehme ich keine und auch das Treppenlaufen ist möglich, lediglich verzichte ich auf Absätze. Mein Ortopäde sagte, dass man hier nichts machen kann, und dass ich Arthrose habe. Kann ich hier wirklich nichts mehr machen? Kann ich eine Prothese noch abwenden? Vielen Dan für Ihre Mühe

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 01.02.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patienten, vielen Dank für Ihre Anfrage zur femoropatellaren Arthrose. Die Behandlung Aussichten ihres Syndroms aus Patelladysplasie und retropatellarer chondropathie können wir nur nach einem Untersuchungstermin tatsächlich mit einer Empfehlung beantworten. Es gibt in diesem Bereich tatsächlich etliche Behandlungsmöglichkeiten, bis hin zur Knorpeltransplantation hinter der Patella. Auch wenn eine Endoprothese erforderlich ist gibt es die Möglichkeit mit einem sogenannten Wave Implantat einer Teilprothese der Patella eine sehr fokussierte Versorgung durch Teilprothese vorzunehmen. Konkrete Behandlungsvorschläge sind aber hier über das Internet ohne direkte Untersuchung leider nicht möglich. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

05.11.2017 - 16:55 Uhr

Hallo Herr Dr. Ostermeier, nach ca.einem Jahr...

von Udo

... konservativer Behandlung des Knies (Meniskusdegeneration Grad 2, Meniskus und Bakerzyste, Knorpelfissur hinter der Kniescheibe und immer wiederkehrender Erguss) unter anderem Hyalorontherapie und Cortisonspritze,werden die Schmerzen nicht besser. Bei Belastung habe ich ein ständiges Stechen hinter der Kniescheibe und ständige Schmerzen an der Innenseite des Knies. Was kann ich sonst noch machen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 29.11.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, diese Situation müsste man evtl. mit einem guten MRT Bild nochmal genau untersuchen. Kortison gehört sowieso nicht zu den Therapien der ersten Wahl. Das Problem liegt vielleicht am Innenmeniskus, der mit der Gelenkkapsel fest verwachsen ist und bei Problemen zu einer Kapselreizung mit Bildung einer Bakerzyste im Kniegelenk führen kann. Ohne direkte Untersuchung lässt sich hier über das Internet keine eindeutige Behandlungsempfehlung für Ihre Kniebeschwerden abgeben.

28.09.2017 - 11:56 Uhr

Bin 63 Jahre und sportlich aktiv. Habe eine...

von Floss C.

... Knorpelschaden 4 Grades und alle nicht opertaiven Maßnahmen ohne erfolg durchgeführt. Habe mit meinem Orthopäden über eine Schlittenprothese gesprochen - er rät da die Erfolgsaussichten auf Besserung gering sind. Knorpelschaden zu groß. Bevorzuge diese OP aber. Was raten Sie? Vielen Dank Christoph Floss

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 28.09.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, Ihre Frage ist sprachlich nicht eindeutig. Ich nehme an Sie meinen: Ihr Arzt rät Ihnen von der Teilprothese ab, weil der Knorpelschaden zu groß ist. Einen Rat im Sinne einer Zweitmeinung kann Ihnen hier aber nur ein Arzt geben, der Ihre Untersuchungsergebnisse vorliegen hat. Prinzipiell hat Ihr Arzt recht: bei einem sehr weitgehenden Korpelschaden in bedien Kompartimenten des Kniegelenks ist eine Repicci-Prothese keine ausreichende Behandlung. Eine Antwort als qualifizierte Zweitmeinung erhalten Sie aber nur bei einem Arztbesuch.

06.09.2017 - 10:06 Uhr

Guten Tag Herr Prof. Ostermeier, nach einer...

von Klara B.

... Meniskus-OP haben sich die Schmerzen im Knie wesentlich verstärkt. Nun wurde mir zu einer Schlittenprothese geraten. Es soll eine Arthrose Grad 4 vorliegen. Ist diese OP sinnvoll oder soll nicht doch das ganze Kniegelenk erneuert werden? Für Ihre Antwort herzlichen Dank.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.09.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, diese Zweitmeinung zu Ihrer Operationsempfehlung kann Ihnen nur ein Arzt beantworten, der Ihren Fall genau kennt. Eine Repicciprothese ist immer dann vorteilhaft, wenn die anderen Kompartimente des Kniegelenks noch ausreichend Knorpel haben, der Gelenkspalt also noch vorhanden und klar erkennbar ist. ebenso sollte noch ausreichend Gelenkknorpel im femoropatellaren Gelenk vorhanden sein. Dann bietet die Repicciprothese die Möglichkeit, die noch intakten Teile des Knies zu erhalten. Die Versorgungsqualität ist dann besser, die Beweglichkeit ist ebenfalls besser. Der Eingriff bei Repicci-Prothese ist insgesamt weniger schwer, die Heilung ist schneller als bei Operation einer Knievollprothese. Der Zeitraum, zu dem eine Knievollprothese operiert werden muss, kann durch diese Repicciprothese um bis zu 15 Jahre hinausgeschoben werden. Damit ist auch gerade bei jüngeren Patienten die Gefahr einer stets aufwändigen Wechseloperation einer Knievollprothese stark vermindert.

03.09.2017 - 14:16 Uhr

Hallo Herr Prof. Ostermeier, bei mir steht eine...

von Stefan S.

... Schlittenprothese an. Neben der Repicciprothese wird hauptsächlich die Oxfordprothese verbaut. Warum wird diese überwiegend eingesetzt, wo mir doch der geringere Knochenabtrag bei der Repicciprothese als wesentlicher Vorteil einleuchtet? Können Sie mir auch die Vor- und Nachteile beider Prothesenarten nennen? Schon im voraus Danke für Ihre Antwort

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.09.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Repicci-Prothese ist an spezifische Voraussetzungen geknüpft: Die anderen Kompartimente (laterales Kompartiment und femoropatellares Kompartiment) müssen noch weitgehend intakt und frei von Knorpelverlust sein. Zudem müssen auch die Strukturen des Kniegelenks wie z.B. Menisken noch funktionieren in den Bereichen, die nicht ersetzt werden. Wenn dann eine gute Prognose für die Haltbarkeit der anderen Kompartimente des Kniegelenks vorliegt, kann die Repicci-Prothese als unilaterale Knieprothese im Arthroseschwerpunkt eingebracht werden und die Arthroseentwicklung des Kniegelenks ganz stoppen. Die Vollprothese kann man so hinausschieben - bis zu 15 Jahre. Die Diagnostik ist anspruchsvoll und sowohl Diagnostik und Operation profitieren sehr stark von der Erfahrung des Operateurs. Die Knie-Vollprothese ist als Operation leichter standardisierbar, weshalb sie in vielen Häusern einfach als Standardversorgung eingesetzt wird. Potentiell ist ein Anteil von 50% Knie-Teilprothesen möglich, das wird in der Versorgungsrealität in unserem Land aber bei weitem nicht erreicht.

27.07.2017 - 17:10 Uhr

Hallo Herr Dr. Ostermeier, ich bin 54 Jahre alt...

von Anke P.

... und leide an Gonathrose. Mein Orthopäde hat mir geraten eine Teilprothese einzusetzen, da der innere Bereich meines rechten Knies so verkleinert ist, dass gerade noch ein Blatt zwischen den Knorpeln besteht. Ich habe inzwischen auch eine eigenartige Gangart eingelegt, so dass ich inzwischen schon mehrfach darauf angesprochen worden bin. Nachts pocht es sehr im Knie und es tut auch weh. Es bildet sich auch immer wieder Wasser im Knie wenn ich etwas länger laufe. Mein O. meinte ich hätte inzwischen auch etwas O-Beine. Ist es wirklich sinnvoll eine Teilprothese einzusetzen? Vielen Dank

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 31.07.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Offenbar ist Ihre Arthrose soweit fortgeschritten, dass Sie bereits Ruheschmerzen, und durch die Schwellung bzw. das Ödem und Ruheschmerz belegt, auch eine entzündlich aktivierte Kniearthrose haben. Die entzündliche Aktivierung führt möglicherweise dazu, dass auch in den Bereichen des Kniegelenks, wo der Knorpel noch weitgehend intakt ist, der Knorpelabbau beschleunigt wird. Eine verstärkte Fehlstellung durch Knorpelabrieb ist normal, bei einer medialen (innen liegenden) Gonarthrose wird ein O-Bein weiter verstärkt. Durch eine Repicci-Prothese kann diese Fehlstellung zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden. Auch die Gangbildveränderung kann charakteristisch sein für die mediale Gonarthrose. Die Repicciprothese kann tatsächlich bei geeigneter Indikationsstellung die Kniearthrose stoppen und helfen, das retropatellare Gelenk und das äußere Kniegelenk zu erhalten.

13.04.2017 - 11:04 Uhr

Hallo Herr Dr. Ostermeier, ich bin 54 Jahre alt...

von Ines S.

... und habe schon einige Jahre Probleme mit dem rechten Knie, vor allem beim Bergabgehen, Treppen hinabsteigen und Skifahren. Da es nun immer schlimmer wurde, habe ich es endlich abklären lassen. Mein Befund: Retropatellararthrose mit Chondropathie Grad 4 der lateralen Facette bei Patelladysplasie (Jägerhutkonfiguration), Reizerguss, Kollabierte Bakerzyste. Mein Orthopäde meinte, da kann man nicht viel machen. Er hat mir MT verschrieben und ich soll mir überlegen ob ich mir Hyaloronsäure ins Knie spritzen lassen möchte. Ist das sinnvoll? Ich wollte anfragen ob es noch andere Möglichkeiten gibt. Ich habe gelesen, wenn die Kniescheibe nicht richtig steht, kann es auch an den Beinen oder Füßen liegen (X-Beine). Mein Orthopäde hat mich nicht einmal im Stand angeschaut oder irgendwie in Erwägung gezogen, das eine Fehlstellung vorhanden ist. Ich bin gern sportlich unterwegs und ich möchte nicht, das es noch schlimmer wird. Gibt es noch andere Therapiemöglichkeiten, bzw. was wäre sinnvoll? Vielen Dank!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 26.04.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, bei einer Grad 4 Arthrose - das ist ein vollständiger Knorpelverlust im Retropatellargelenk - der Kniescheibe steht natürlich eine Therapie dieses Gelenks an. Hyaluronsäure kann nur dann weiterhelfen, wenn der Knorpel noch vorhanden ist. In jedem Fall ist Hyaluronsäure in diesem Stadium eine eher symptomorientierte Therapie.Eine Knorpeltherapie wäre zu erwägen, wobei so ein weitgehender Knorpelverlust diese weniger erfolgreich erscheinen lässt. Das wäre eine Frage, die in einer eingehenden Untersuchung zu beantworten ist. Wir arbeiten bei retropatellarer Arthrose sehr erfolgreich mit retropatellaren Knieteillprothesen. Natürlich ist es davor erforderlich, die Lage und die Biomechanik der Kniescheibe genau zu beurteilen, denn auch bei Ersatz der Gelenkflächen muss die Muskuläre Führung der Patella über der Gleitrinne genau stimmen. Daher müssen wir vor jeder Therapieentscheidung die genaue Ursache Ihrer Arthrose ermitteln und in die gelenkerhaltende oder gelenkersetzende Therapie miteinbeziehen.

01.04.2017 - 10:19 Uhr

Hallo Dr. Ostermeier, ich bin 46 Jahre alt und...

von Carmen

... habe einen Knorpelschaden Grad 3, hier mal der Befund und Beurteilung vom MRT. Befund: Mäßig höhengeminderte Kniegelenksspalten im medialen und lateralen kompartiment des Fermorotibialgelenks sowie im retropatellaren Gelenkkompartiment. Der Hoffa-Fettkörper ist deutlich ödematös imbibiert. Innen und Außenmeniskus sind intakt. Kein Nachweis ligamentärer Läsionen im rechten Kniegelenk. Patellaform Wiberg Typ 1. Kraterartige Knorpelusur retropatellar medialseitig.Assoziiertes fokales Spongiosaödem im Bereich der retropatellaren Grenzlamelle und Kniegelenkserguss im retropatellaren Gleitlager. Jetzt die Beurteilung: Beginnende Gonarthrose und Retropatellararthrose. Patellaform Wiberg Typ 1. Chondropathia Patellae Grad III im Bereich der medialen retropatellaren Facette mit fokaler Freilegung der subchondralen Grenzlamelle und regionalem retroptellarem Spongiosaödem. Kniegelenkserguss im retropatellaen Gleitlager und ödematöse Imbibierung des Hoffa- Fettkörpers. Ich war bei einem Orthopäden der mir versuchte zu erklären das ich schon zu alt sei, um knorpelaufbauende Maßnahmen machen zu lassen, ich solle fahrradfahren und Muskel aufbauen. Eine Hyalurontherapie wollte er mir aufschwätzen - da ich sie jedoch selbst zahlen muss und keine Garantie besteht, ob Sie überhaupt anschlägt, habe ich erst mal Abstand genommen. Ich will aber nicht warten, bis mein Knie derart kaputt ist, dass außer Knieprothese nichts mehr geht. Ich bitte Sie um eine Beurteilung, was noch alles möglich wäre. Ganz lieben Dank schon mal im Voraus.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 26.04.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, das von Ihren dargestellt Stadium ist durch aus geeignet für eine gelenkerhaltende Therapie. Kritisch für eine Knorpeltherapie wäre ein Korpelschaden auf beiden Seiten der Gelenkflächen. Auch die Hyaluronsäure-Injektion kann bei noch vorhandenem Knorpel, wie in Ihrem Fall symptomatisch und vom Knorpelverschleiß her eine Besserung bringen, auch wenn die gesetzlichen Kassen das nicht bezahlen. Vor allem wenn Sie das, wie empfohlen, mit Radfahren oder einer anderen Kräftigung des Kniegelenks verbinden können. Radfahren ist besonders geeignet, die Knorpelernährung bei geringer Belastung zu verbessern. Sinnvoll und wichtig wäre auch, gezielt die Ursache ihrer in einem sehr frühen Lebensalter auftretenden Kniearthrose zu ermitteln, und diese ggf. zu beseitigen. Dieser Gelenksverschleiß im Alter von 46 Jahren ist ja nicht der Normalfall.

08.01.2017 - 16:37 Uhr

Hallo Dr. Ostermeier, nach längeren Schmerzen im...

von Udo

... Knie wurde beim Röntgen eine verschobene Kniescheibe festgestellt. Ein anschließendes MRT ergab, Innenmeniskusdegeneration 2. Grades, Meniskuszyste und mehrere kleine subchondrale Zysten. Weiterhin eine Knorpelfissur hinter der Kniescheibe. Mein Orthopäde rät zur Arthroskopie. Eine weitere 2. Meinung rät zu Hyaloronspritzen. Was können Sie mir raten? Ich bin 48 Jahre alt und sportlich sehr aktiv, was mich im Moment sehr einschränkt. Danke!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 23.01.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, Der eine Ihrer Ärzte hat eine lösungsorientierte Strategie und will offenbar den Meniskusriss arthroskopisch therapieren (durch Resektion oder durch Meniskusnaht?). Die Hyaluronsäretherapie ist eine symptomorientierte, abwartende Therapie, die die Schmerzen lindern kann, aber strukturell wenig bringt. Was bisher fehlt ist die Therapie der Patella-Fehlstellung. Diese wird unter Belastung rasch zu einer retropatellaren Arthrose sorgen. Wir sollten das - nach einer gründlichen Untersuchung - konservativ durch Physiotherapie oder operativ einplanen. Bei Ihren Ansprüchen an Ihre Sportfähigkeit sollten Sie den Behandlungsplan gründlich prüfen.

31.12.2016 - 16:18 Uhr

Nach einem Umzug hatte ich vor 9 Monaten zunehmend...

von Andy

... starke, hauptsächlich brennende und stechende Schmerzen in beiden Knien und im unteren Drittel der Oberschenkel. Im MRT zeigten sich chondropathische Unregelmäßigkeiten der medialen Femurkondylen in der Belastungszone mit subchondral erosiven Veränderungen und Knorpelreduktionen, grad ll-lll bds mit nahezu identischer Ausprägung. Je 5 Injektionen mit Hyaluronsäure haben nicht geholfen. Durch sogenannte Engpassdehnungen nach Liebscher-bracht (LNB-Therapie) sind die Schmerzen in Ruhe deutlich besser geworden. In stehender Position sind sie jedoch wieder nach kurzer Zeit da. Ich war bei einem Kniespezialisten, der mir sagte, dass eine Knorpeltransplantation in meinem Alter (55 Jahre) nicht mehr in Frage käme. Ich bin normalgewichtig (74 kg bei einer Größe von 177 cm) und habe keine axiale Fehlstellung der Beine, bin auch sonst gesund. Als Chirurg muss ich allerdings täglich sehr lange stehen. Ich bitte Sie um eine Antwort. Können Sie mir eine Therapie vorschlagen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 23.01.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, wir sehen bei dem Alter von 55 Jahren keine Altersgrenze bei der Anwendung der autologen Knorpeltransplantation. Wichtig ist die Intaktheit der kontralateralen Knorpelschicht. Die Nachbehandlung ist recht aufwändig durch die langen Entlastungsphasen von bis zu 6 Wochen, und dann beginnende Teilbelastung. Da wir zweizeitige Eingriffen empfehlen, müssten Sie die Nachbehanldung mit Voll bzw. Teilentlastung über einen längeren Zeitraum mit Ihrem berufllichen Pensum vereinbaren. Die Anwendbarkeit sowie die Nachbehandlung müssten wir ggf. ein einem Termin besprechen, sie müssten sich dann, falls möglich, um eine berufliche Entlastungsphase bemühen. Sollte das nicht möglich sein, haben wir sehr gute Erfarungen mit kondylären Inlays (sog. Hemicaps), die fokale Knorpelschäden gut udn knochensparend versorgen, und hinsichtlich der Nachbehanldung wesentlich einfacher sind, als die autologe Knorpeltransplantation.

22.10.2016 - 22:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Ostermeier, eine kurze...

von Sandra

... Zusammenfassung meiner Kniegeschichte: Ich war Leistungsturnerin (Geräteturnen). Mit 13 Jahren hatte ich meine erste Knie-OP rechts, in Folge wurde ich dann noch weitere 5 Mal operiert, bis ich letztendlich mit 20 Jahren eine Knorpeltransplantation bekommen habe. Diese brachte leider keine Besserung. Es liegt ein Knorpelschaden 4ten Grades hinter der Kniescheibe vor (nach Knorpeltransplantat). Die letzte MRT-Aufnahme war nicht sehr positiv. Momentan habe ich massive Schmerzen, egal in welcher Position. Nun bin ich 25 Jahre alt und kann keinerlei Sport mehr machen. Mein Arzt gab mir 4 Therapievorschläge: 1. so belassen 2. Eine weitere Athroskopie durchführen lassen 3. nochmalige Knorpeltransplantation 4. Teilprothese Ich stehe momentan im Zwiespalt und bin ziemlich verzweifelt. Es sind zusätzlich Zysten und Ergüsse vorhanden. Das Ausstrecken meines rechten Knies ist nicht mehr möglich, maximal die Hälfte, dann entsteht eine Versteifung. Ich danke Ihnen im Vorraus! Mit freundlichen Grüßen, Sandra

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 25.10.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, in Ihrem Alter würde ich auf jeden fall befürworten, eine Gelenkerhaltende Knorpeltransplantation zu versuchen, wenn die Voraussetzungen dafür bestehen. Alternativ gibt es je nach Lage und Größe des Schadens auch unterhalb der Teilprothese die Möglichkeit eines Inlays. Grundsätzlich würde ich bei Ihnen gerne die Ursache der Arthrosenetwicklung herausfinden. Mit dem Leistungssport alleine ist das nicht erklärt. Gibt es vielleicht eine Insuffizienz des Kreuzbandes? Ist der Meniskus beschädigt? Gibt es eine Fehlstellung? Wenn diese grundlegende Ursache der Kniearthrose nicht bekannt ist und behandelt wird, kann auch eine Knorpeltransplantation nicht helfen, weil der Arthroseprozess noch andauert.

06.10.2016 - 18:47 Uhr

Kann man eine Schlittenprothesse auch bedenkenlos...

von Kerstin

... einsetzen, wenn das vordere Kreuzband gerissen ist?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 11.10.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, das gerissene vordere Kreuzband ist häufig Ursache der Kniearthrose, weil es eine Überbeweglichkeit des Kniegelenks verursacht. Eine Schlittenprothese oder Repicciprothese kann auch dann eingesetzt werden. Allerdings wird auch das vordere Kreuzband durch eine autologes (körpereigenes) Transplantat repariert, um diese Überbeweglichkeit wieder zu normalisieren und den Arthroseprozess in der Gesamtheit des Kniegelenks zu stoppen. Ihre frage ist also mit "Ja" zu beantworten, aber: Schlittenprothese nur in Kombination mit einer Kreuzbandplastik.

23.09.2016 - 19:53 Uhr

Hallo Herr Dr. Ostermeier, bei einem MRT wurde bei...

von Gertrud

... mir eine Meniskuszyste und eine kleine Baker Zyste festgestellt. Der Meniskus zeigt eine Degeneration 2 Grades auf und laut Knorpelbefund ist er altersgerecht. Ich bin 49 Jahre alt. Schmerzen habe ich hauptsächlich bei Belastung, weniger im Alltag. Allerdings würde ich gerne wieder schmerzfrei Sport betreiben. Mein Orthopäde rät zu einer OP. Können Sie mir einen Rat geben?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 11.10.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, leider sagen sie nicht, welche OP geplant ist. Grundsätzlich ist ein Meniskusriss 2. Gardes bei sonst noch gesundem Knorpel operierbar. Die raue Meniskusoperfläche kann sonst zu Knorpelschäden im Kniegelenk führen.

28.08.2016 - 21:53 Uhr

Sehr geehrter Prof. Dr. med. Ostermeier, ich hatte...

von Nadine

... vor 1,5 Jahren eine vordere Kreuzbandplastik (Semi) und eine Mikrofrakturierung meines, beim Sportunfall rausgerissenen und im äußeren Gelenkspalt eingeklemmten, Knorpels. Ich habe seit der OP Schmerzen im Knie, vor allem nach Sportlicher Betätigung; seit neuestem aber auch im Ruhezustand. Durchstrecken des Knie's ist ohne Schmerzen nicht möglich, es knirscht und knackt sehr laut beim in die Hocke gehen und nach längerem Sitzen oder Trainingstagen; teilweise bekomme ich das Bein dann gar nicht mehr gestreckt. Röntgenaufnahmen waren unauffällig, lediglich die Kniescheibe läuft "unrund". Verdacht meines Arztes war eine Athrose, die er aber dann nach Sichtung der Röntgenbilder zurückzog. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter und frage mich, ob es nicht sinnvoll wäre, ein erneutes MRT durchführen zu lassen. Die Schmerzen im Knie werden immer schlimmer. Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre Zeit. Mit freundlichen Grüßen, Nadine

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 06.09.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie sollten Ihre Kniescheibe (Patella) bei einem entsprechenden Spezialisten untersuchen lassen. Zudem würde ich auch die Menisken, die bei Kreuzbandriss häufig in Mitleidenschaft gezogen werden, nochmals genauer untersuchen. Hier ist ein MRT durchaus hilfreich.

18.07.2016 - 12:51 Uhr

Sehr geehrter Prof. Ostermann, ich bin 56 Jahre...

von Ramona G.

... alt und hatte seit 1993 fünf Arthroskopien am linken Kniegelenk. Das letzte Mal 2002 wurde zusätzlich eine Seitenbandraffung mit Knochentransfer (X-Bein)vorgenommen. Seit über zwei Jahren haben die Probleme (Schmerzen und Beweglichkeit) wieder zugenommen. Das im April 2015 gemachte Röntgenbild zeigt eine deutliche Gelenkspaltverschmälerung und Osteophyten, wie bei schon merklicher Arthrose. Auf den MRT- Aufnahmen (2015) sind nur noch einzelne Faserzüge des vorderen Kreuzbandes sichtbar, viertgradige Chondropathie, teilweise Knorpelglatze, angrenzendes Knochenmarködem und Gelenkerguss. Mein Orthopädie meint, dass nur noch ein Genlenkersatz helfen würde. Das Problem ist, dass ich an MS (sekundär chronisch progredienter Verlauf) erkrankt bin und dadurch meine Gehstrecke eingeschränkt ist. Würde es auch noch andere gelenkerhaltende Methoden geben? Muss dazu sagen, dass ich auf Grund der MS 2 x wöchentlich zur Physiotherapie (u.a. KG, Ultraschall, Manuelle Therapie, Lymphdrainage) und einmal pro Woche zur Ergotherapie gehe. Außerdem bekomme ich wegen der MS drei- bis viermal im Jahr eine Cortison-Stoßtherapie (3 x 1000 mg), die auch für eine kurze Zeit meine Kniebeschwerden etwas lindert. Ich habe auch schon mit meiner Neurologin darüber gesprochen aber die kann mir auch keine Rat dazu geben. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 06.09.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, diesen komplexen Verlauf Ihrer Kniearthrose sollten wir in einer Sprechstundensitzung besprechen. Es wäre nicht zulässig, auf Grund dieser unvollständigen Fallbescchreibung nun öffentlich einen Behandlungsvorschlag in diesem Internet-Forum zu machen.

14.06.2016 - 17:57 Uhr

Hallo, ich habe mir durch eine Sportverletzung...

von Sebastian

... einen Knorpelschaden an der Kniescheibe zugezogen (Grad 3-4 Patella medial). Der Schaden ist am Rand der Patella (Schaden nach Patellaluxation). Der Defekt ist 2 x 2,5 cm groß. Der Arzt erklärte mir, dass eine Knorpelnachzüchtung nur bei einer Mulde möglich ist (also komplett mit Knorpel umrandet).

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 06.07.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, dies ärztliche Auskunft trifft so nicht zu. Wir können inzwischen auch Knorpelschäden ohne stabilen Knorpelrand mit ACT (autologer Knorpeltransplantation) versorgen. Ihr retropatellarer Knorpeldefekt ist also nicht durch Randlage von einer Versorgung ausgeschlossen.

10.06.2016 - 11:18 Uhr

Hallo, ich habe nach einer ACT-OP im Knie immer...

von Tolga

... noch Schmerzen und das nach 3 Monaten. Wenn ich Übungen mache, wird das Knie heiß und ab und zu ist es so, dass ich beim Strecken eine Blockade verspüre. Mein Knie knackt außerdem ab und zu auch an der Innenseite. Ist das normal?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 06.07.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an ihren operierenden Arzt. Sie befinden sich nun in der Phase, wo Vollbelastung nach ACT möglich ist. Die Entzündungszeichen (Überwärmung) sowie die Streckeinschränkung sehe ich kritisch. Das gelegentliche Knacken kommt bei jedem Knie vor.

17.03.2016 - 17:51 Uhr

Meine Kreuzbänder sind ok, aber beide Meniskusse...

von Babette M.

... sind sehr stark geschädigt. Einer bereits im Grad 4/5 und der andere 3/5. Ausserdem habe ich eine Kniefehlstellung sowie eine sehr stark ausgeprägte Arthrose. Was kann man da machen ? Ich habe starke Schmerzen. Ich bin 50 Jahre alt.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 22.03.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, die Menisken als Puffer zwischen Oberschenkel und Schienbein sind sehr wichtig für Form und Funktion der Kniegelenke. Wenn diese Funktion stark beeinträchtigt ist, kommt es zu Störungen der Gelenkflächen und damit auch zur Entwicklung von Kniearthrose. Eine Knorpeltransplantion ist unter diesen Umständen nicht mehr oder sehr unter erschwerenden Umständen möglich. Die fehlende Meniskusfunktion kann durch eine Knie-Teilprothese (sog. Repicci-Prothese) ausgeglichen werden. Voraussetzung dafür wäre, dass das andere Kompartiment im Kniegelenk sowie das "Patellofemoralgelenk" hinter der Kniescheibe noch intakt sind. Weil bei einer Teilprothesenversorgung die noch gesunden Anteile im Knie erhalten bleiben, ermöglicht das eine für viele Patienten sehr gute, auch sich natürliche anfühlende Versorgungsqualität bei Kniearthrose. Deshalb prüfen wir in jedem Fall die Möglichkeit der teilprothetischen Versorgung. Gerade bei relativ jungen Patienten wie Ihnen ist diese Gelenkerhaltende Vorgehensweise zu bevorzugen. Ihre Fehlstellung im Kniegelenk ist ein weiterer Faktor. Häufig können wir durch eine Umstellungsoperation im Schienbein eine solche Fehlstellung deutlich verbessern oder begradigen, und dadurch den Arthroseprozess weiter eindämmen. Sollte bereits im gesamten Knie ein großflächiger Knorpelverlust eingetreten sein, ist diese gelenkerhaltende Behandlung leider nicht mehr möglich. In diesem Fall müssten wir, wenn die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen stark genug sind, auch eine Knievollprothese empfehlen.

09.03.2016 - 16:46 Uhr

Hallo Herr Dr. Ostermeier, ich habe beidseitig...

von Vera

... eine Partielle Chondromalazie (Grad 4) sowie einen medialen Femurkondylus, geringe Innenmeniskusdegeneration und synovales Impingiment mit beginnender Retropatellaarthrose in Gleitlage. OP: ASK PE Synovia Innenmeniskusglättung, die Größenausdehnung war 3 Quadratcentimeter in der Hauptbelastungszone. Mir geht es seitdem sehr schlecht und das trotz Medikamenten und Schmerzinfusionen. Die OP ist jetzt 13 Tage her. Da ich Schmerzpatientin bin, sehe ich keine Möglichkeit mehr, da raus zu kommen. Die Schmerzen an der Innenseite des operierten Knies sind genauso stark wie beim rechten Knie, welches entzündet ist. Irgendwann spielt die Leber sowie die Nieren bei dem hohen Schmerzmittelkonsum doch nicht mehr mit, oder? Was soll ich nur machen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 22.03.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, wir haben mit den Verfahren der Zellbiologischen Regulationstherapie bei chronischen Schmerzzuständen sehr gute Erfahrungen gemacht. Patienten können auf Grund dieser einfachen, angenehm durchzuführenden naturheilkundlich orientierten Vibrationstherapie ("Biomechaische Stimulation" oder ZRT-Matrix-Therapie) in Verbindung mit Wärmetherapie ("wIRA" oder wassergefiltertes Infrarot) in vielen Fällen langwierige Schmerzkarrieren mit nebenwirkungsreichen Arzneimittelgaben erspart oder nachhaltig beendet werden.

22.02.2016 - 11:04 Uhr

Hallo Herr Doktor, ich habe eine Bekannte, sie...

von Paul G.

... ist 75 Jahre alt, hat zwei defekte Knie (Arthrose) und auch Herzprobleme. Sie wohnt in der Ukraine, die Tochter in Konstanz (DE). Sie kommt aber jedes Jahr für circa 2 Monate nach Deutschland. Was könnte Sie gegen Ihre Beschwerden tun? Eine Operation wäre eine Möglichkeit, aber die Kosten sind hoch. Haben Sie einen Vorschlag? Herzlichen Dank für die Info. Freundlicher Gruß, Paul G.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 26.02.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Herr G. es gibt unter Umständen auch ohne Operation die Möglichkeiten die Knieschmerzen zu lindern. Dazu müsste ein Kniespezialist die bisherige Behandlung sowie den aktuellen Verlauf der Kniearthrose eingehend untersuchen. Die Arbeit mit Eigenübungen, Basenwickeln und einem guten Physiotherapeuten kann bei manchen Arthrosepatienten viel zur Schmerzlinderung beitragen. Je weiter fortgeschritten die Kniearthrose jedoch ist, um so eingeschränkter ist das Potential der symptomatischen Arthrosetherapie.

14.12.2015 - 20:35 Uhr

Hallo, ich habe große Probleme mit meinem rechten...

von Sven H.

... Knie. Nach dem MRT stellte der Arzt fest, dass die vorderen Kreuzbänder nicht mehr vorhanden sind. Der Meniskus ist angerissen und des Weiteren wurde eine sehr starke Arthrose festgestellt. Jetzt möchte er mit einer Arthroskopie den Knorpel glätten und Löcher bohren, wodurch ein neuer Knorpel entstehen soll. Zudem will er auch gleich die Kreuzbänder durch eine körpereigene Sehne ersetzen. Ich habe mir eine zweite Meinung, bei einem anderen Arzt eingeholt, der mir empfohlen hat, zwei Operationen machen zu lassen. Nun zu meiner Frage: Ist es sinnvoll, beides auf einmal zu machen, oder wäre es besser, die Operationen aufzuteilen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 29.01.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Frage nach einem einzeitigen oder zweizeitigen Eingriff kann nur Ihr operierender Arzt beantworten: Womit fühlt er sich wohl? Ich kann nur schildern, wie wir verfahren würden: Das hat aber keine Verbindlichkeit für andere Kollegen, deren Verfahren ebenso begründet sind. Wir würden in der Gelenk-Klinik in einem ersten Eingriff die Kniearthroskopie durchführen. Allerdings bevorzugen wir die Knorpelverpflanzung. Sie hat wesentlich bessere Langzeitergebnisse bei der Arthroseprävention als die Mikrofrakturierung (Das Anbohren der Gelenkfläche und Bildung von Narbengewebe). Es entsteht bei der Mikrofrakturierung kein zellhaltiges elastisches Knorpelgewebe, sondern eine Art Schorf, der sich langfristig nur schlecht in das elastische Knorpelgewebe der Umgebung integriert. Nach wenigen Jahren sind die Ergebnisse deutlich schlechter, als bei einer Knorpelaufbautherapie (ACT) In einer zweiten Operation nach erfolgter Knorpelzüchtung, also c.a. 6-8 Wichen nach der Knorpelentnahme in der ersten OP, kann die Knorpeltransplantation erfolgen, die wir dann auch gemeinsam mit der Kreuzbandplastik durchführen können. Der Nachteil der ACT im Vergleich zur Mikrofrakturierung: Die Rehabilitation ist nach Knorpelverpflanzung länger und aufwändiger.

06.10.2015 - 23:19 Uhr

Kann man mit 81 Jahren noch ein neues Kniegelenk...

von Helmut

... erhalten oder ist das Risiko zu hoch?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.10.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Operation einer Knieprothese ist auch in Ihrem Alter in der Regel problemlos möglich. Eine gute Voruntersuchung ist natürlich erforderlich.

01.09.2015 - 10:48 Uhr

Guten Tag, ich bin 51 Jahre alt, wiege bei...

von Chistian

... einer Größe von 184cm 77Kg und habe seit gut 20 Jahren Probleme mit den Kniescheiben (insbesondere rechts), die mich in der gesamten Lebensführung sehr deutlich beschränken und durch die ständige Schon- und Ausweichhaltung inzwischen auch andere Regionen des Bewegungsapparates belasten. Vor einigen Monaten wurde am rechten Knie eine Arthroskopie durchgeführt - das berühmt-berüchtigte Laterale Release mit zugehöriger Knorpelglättung (wohl ohne greifbaren Erfolg - aber unter zwischenzeitlichem Verlust der zuvor mühevoll aufgebauten Muskulatur). Bei der Arthroskopie zeigte sich jeweils ein Knorpelschaden der lateralen Facette der Kniescheibe und des korrespondierenden Bereichs der Gleitrinne. Der Schaden an der Kniescheibe strahlt wohl bis in den First der Kniescheibe aus. Das übrige Gelenk hat jedoch komplett unbeschädigte Knorpelbeläge. Besteht hier prinzpiell die Möglichkeit das Kniescheiben-Gelenk mit einer Teilprothese zu versorgen? Soweit mir bekannt ist, sind Teilprothesen im Bereich der Kniescheibe mit größeren Problemen verbunden. Ist dies aktuell noch immer der Fall? Eine Transplantation dürfte bei der Charakteristik der Schädigung (korrespondierende Flächen) wohl ausfallen. Ziel wäre für mich eine Alltagstauglicheit ohne jeden Schritt zuvor "planen" zu müssen. viele Grüße aus Speyer Christian

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 01.09.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage. Sie haben Recht, dass sie durch chmerzbedingte Schonhaltungen Ihren Gesamten bewegungsapparat in Mitleidenschaft ziehen. Eine Lösung ist daher dringend. In Ihrem Alter würde man im Bereich der Kniescheibe zu allererst eine eine gelenkerhaltende Behandlung evtl. durch autologe Knorpeltransplantation denken. Sollte diese Behandlung durch Korpeltherapie nach gründlicher Voruntersuchung nicht mehr indiziert sein, haben wir sehr viel positive Erfahrung mit retropatellaren Teilprothesen (sog. Hemicaps). Sie können für eine erste Übersicht unseren Webartikel zu Knieteilprothesen auf www.gelenk-klinik.de lesen (einfach in die Suchmaschine eingeben) bzw. http://goo.gl/SfVkKf.

14.08.2015 - 15:32 Uhr

Habe einen hochgradigen knorpeldefekt am rechten...

von katharina

... Knie. Ich bin 19 Jahre alt und habe auch ziemliche schmerzen .. Der Knorpel selbst ist komplett aufgebraucht. War im Krankenhaus, die meinten zu mir, ich solle das Knie schonen und in 4 Wochen wieder kommen zu einer weiteren klinischen Kontrolle. Wenn es nicht besser wird, muss man evtl. eine op durchführen. 2 Tage später bin ich wieder in das Krankenhaus gefahren, da ich den Befund von mrt noch bringen musste. Die Bilder hatten sie jedoch schon gesehen und da meinte dann ein anderer Arzt, dass man es nicht operieren muss, denn sonst müsste man das komplette Knie aufschneiden und in meinem alter ist es nicht schön, ich soll mich mehr bewegen und viel schwimmen gehen, damit es wieder besser wird. Habe aber schmerzen und würde gerne so schnell wie möglich wieder arbeiten können. Jetzt kenne ich mich gar nicht mehr aus, könnten sie mir weiter helfen, was sinnvoll wäre?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 24.08.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, ohne eine eingehende Untersuchung können wir Ihnen in dieser Situation keine sinnvollen Ratschläge bei Ihren Knieschmerzen geben.

14.08.2015 - 07:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Ostermeier, ich habe Arthrose...

von Keddy

... 3.-4. Grades im Knie, nach 3 Operationen mit Miniskusteilentfernung und Knorpelglättung. Nun sagt mir mein Orthopäde, ich sollte weiterhin entzündungshemmende Medikamente nehmen. Er wolle die Stelle nicht nochmal öffnen und mehr Schaden anrichten, da Arthrose eh nicht mehr weggeht. Nun war ich nach meiner Reha nochmal in der Klinik, da auch Radfahren Schmerzen bereitet. Und dort wurde mir gesagt, dass man eine Op durchführen sollte und den Restminiskus entfernen solle. Ich könnte ohne Miniskus noch gut 5-10 Jahre leben und ab 50 wäre man bereit, wenn es nicht anders geht künstliche Minisken oder Gelenke einzusetzen. Ich bin jetzt 45. Sollte ich lieber weitere 5-10 Jahre mit den Schmerzen leben oder die Op machen lassen, denn so wie es jetzt ist kann ich in meinem Beruf (Verkauf) nicht arbeiten und eine berufl. Reha wurde abgelehnt? MfG

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 24.08.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Entwicklung und Anwendung künstlicher Menisken steht aus unserer Sicht noch ganz am Anfang. Wir haben noch keine wirklich zuverlässigen Ergebnis gesehen. Bessere Erfahrungen machen wir mit Knieteilprothesen oder Inlays an stark betroffenen Stellen: Teilprothesen können den intakten Teil des Knies erhalten und schaffen bei saften Bewegungen sehr gute, schmerzfreie Sportmöglichkeiten.

18.06.2015 - 15:27 Uhr

Habe an beiden Knien Arthrose, am rechten Knie...

von erika

... habe ich keine Knorpel mehr. Habe Schmerzen, kann kaum laufen, bin 55 Jahre alt. Kann ich da meine Rente beantragen? LG Erika

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 13.07.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, Artrhose im Knie lässt sich heutzutage sehr gut beweglichkeitserhaltend durch Teilprothese oder Vollprothese behandeln.

22.04.2015 - 17:13 Uhr

Ich habe im rechten Knie nach Meniskusoperation im...

von Monika

... Oktober 13 lateral Gonarthrose 4.Grades entwickelt. Noch habe ich kaum Schmerzen, ist auch hier eine Anwendung der Knieteilprothese möglich? Ein Arzt sagte mir, dies wäre nur im medialen Teil machbar. Ich bitte sehr um Rückantwort, ich bin 55 Jahre alt und arbeite selbst im Laufberuf der Krankenschwester in der palliativen Pflege und liebe meinen Beruf. Ich habe in Folge der Knieverschlechterung auch einen dekompensierten Plattfuß,der mir extreme Schmerzen bereitet. Leider wird alles nur getrennt gesehen. Hätte es Sinn, mich bei Ihnen vorzustellen, die Anreise aus Düsseldorf würde ich in Kauf nehmen, wenn Fuß und Knie zusammenhängend betrachtet würden. In der großen Hoffnung auf Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüssen, Monika

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 23.04.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, wir haben mit der lateralen Knieteilprothese sehr gute Erfahrungen. Die laterale Repicci ist in der Gelenk-Klinik schon seit Jahren in der regelmässigen Anwendung. Bitte suchen Sie einfach in einer Suchmaschine nach "laterale Teilprothese im Knie", im ersten Treffer den Sie finden beschreiben wir die Erfahrungen mit der äußeren Knieteilprothese. Dort werden auch die Punkte beschrieben, die bei der lateralen Repicci Prothese besonders beachtet werden müssen.

12.03.2015 - 15:09 Uhr

ich bin 55 jahre alt und habe aufgrund...

von Margit

... fortgeschrittener Arthrose letztes Jahr im Oktober eine Knieprothese bekommen. In der gleich anschließend gemachten 4-wöchigen Reha fand ich den Fortschritt super. Inzwischen habe ich jedoch im Innenbereich des Knies Schmerzen, die anfänglich nicht da waren. Würde hier eine weitere Therapie helfen? Was ist Ihre Einschätzung?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 18.03.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, bitte stellen Sie diese Fragen an Ihren Operateur. Ein unbefriedigendes Ergebnis nach Knieprothese kann viele Ursachen haben. Wir bemühen uns auch meistens um eine erfolgreiche Klärung mit Hilfe unseres Rehabilitationsteams.

12.02.2015 - 17:29 Uhr

Ich bin 46 Jahre alt und habe schon insgesamt 8...

von Evelyn

... Knieoperationen an beiden Knieen hinter mir. Nun ist die Rede von einer Knieproteseversorgung des linken Kniees nach folgendem MRT Befund: Fortgeschrittene,medial betonte,aktivierte Pan-Gonarthrose.Gelenkerguss.Kein freier Gelenkkörper ber eingeschränkter Beurteilbarkeit durch große Osteophyten.Hochgradige Meniskus Degeneration/Zustand nach Resektionen.Alte Ruptur des vorderen Kreuzbandes.Mediale Bursitis miterheblicher med.Kapselbandreizung und Ganglien Zysten am medialen Gelenkspalt und unter den Sehnen des Pes anserinus. Ich bin nun seit 5 Wochen krankgeschrieben und mache eine Cortison Stufentherapie. Hiedurch sind die Schmerzen erträglicher geworden,aber jeder(Orthopäde,Krankengymnast...)rät zu einer Protesenoperation..Ich bin mit der ganzen Situation sehr überfordert und bitte um Rat,vielen Dank

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 03.03.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, auf Grund Ihres jungen Alters ist die Reaktion verständlich. mit 46 Jahren sucht man noch nach Alternativen zur Knieprothese. Wir versuchen bei jungen Patienten tatsächlich wann immer möglich mit Knorpeltransplantation ganz oder zumindest mit Teilprothesen möglichst teilweise gelenkerhaltend zu arbeiten. gerne erstellen wir für Sie ein Zweitmeinung zu Ihren Behandlungsmöglichkeiten, wenn Sie weiteren Gesprächsbedarf haben. Bitte melden Sie sich dafür in unserer Sprechstunde an.

10.02.2015 - 13:17 Uhr

Ich bin grad 49 Jahre alt und habe gestern die...

von Heike

... Auswertung vom MRT bekommen. Hochgradige Arthrose im lateralenFT-Gelenk mit nahezu vollständigem Aufbrauch des Gelenkspaltes und lateralen Menisken. Mittelgradige Arthrose im medialen FT-Gelenk. Horizontal verlaufende Signalalteration im Hinterhorn des Innenmeniskus ohne eindeutigen Kontakt zur Oberfläche. Das vordere Kreuzband idt diskret signalalteriert tibialseitig. Vereinzelte zystische Figuren entlang des hinteren Kreuzbandes. Verdacht suf partiellen Einriss des vorderen Kreuzbandes tibialseitig. Hab nun Physiotkherapie und ein Rezept für Einlagen ( x-Beine). Wie soll das nur weiter gehen? Ich arbeite als Erzieherin. Was kann mir noch helfen? Bis zum Rentenalter ist es noch weit! Hab Angst!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 03.03.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie haben offenbar den radiologischen Befund abgetippt, bevor sie Ihren Orthopäden zur Besprechung des Befundes gesehen haben. Die MRT Untersuchung ist nur ein Teil der Geschichte. Haben Sie denn tatsächlich erhebliche Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Steifheit des Gelenks? Sehr wichtig wäre die klinische Feststellung, ob die FUNKTION des Kreuzbandes intakt oder gestört ist. Auch Teilrupturen des Kreuzbandes, die radiologisch eher unauffällig sind, können eine Instabilität im Kniegelenk verursachen und langfristig zu Knorpelverschleiß und Meniskusrissen führen. In diesem Fall wäre eine ausführliche klinische Befundung wichtig für die Abschätzung Ihrer zukünftigen Gelenkgesundheit. Gerne dürfen Sie sich für eine vollständige Untersuchung bei uns in der Sprechstunde vorstellen.

07.02.2015 - 14:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Ostermeier, Befund...

von Emil

... Kernspintomographie rechtes Kniegelenk: Regelrechte Stellung. Eine mäßige unscharf begrenzte T2- Signalanhebung medial des Femurcondylus. An vorbeschriebener Stelle zentral der Gelenkfläche des medialen Condylus zeigt sich eine 9x6x8 mm durchm. relativglatt begrenzte T2- hyperintense Struktur mit wohl noch erhaltener Corticalis. Die Knorpeldeckung in zwei Ebenen erscheint noch unregelmäßig ausgedünnt erhalten. Nur geringe Flüssigkeit im Gelenk. Keine Retraktionszyste. Unauffällige Weichteildeckung. Regelrechter Hoffa'scher Fettkörper. Bänder intakt. Regelrechter Außenmeniskus. Der teilresizierte Innenmeniskus zeigt sich im Vorderhorn verkürzt. Die Linearität zentral des Meniskus unterbricht die tibiale Kontur. Beurteilung: Deutlich abgrenzbarer ossärer Deffekt in obiger Lokalisation und Größe. Die KM Aufnahme spricht für eine gute Vitalität. Corticalis und eine ausgedünnte, etwas unregelmäßige Knorpeldeckung sind erhalten. Allenfalls diskreter Erguss. Jetzt meine Frage: Nach dieser Kernspintomographie: Mein Orthopäde will mir eine Oxford Schlitten OP anbieten. Ist die überhaupt nötig? Mit bitte um Antwort. Im vorraus mit bestem Dank.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 03.03.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, Sie haben nun ausführlich Ihren MRT Befund abgeschrieben, das ist aber nur ein Teil des Gesamtbefundes. Die Therapieentscheidung wird sich letztlich nicht radiologisch, sondern auch an Ihrer Lebenssituation, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen etc ausrichten - dazu geben Sie keine Informationen in Ihrer Anfrage. Wenn Sie keine klinischen Einschränkungen haben, würde ich tatsächlich andere Behandlungsmöglichkeiten prüfen. Wir haben auch mit der Knorpeltransplantation im Knie sehr gute Erfahrungen gemacht. Aber ich nehme an ihr behandelnder Arzt kennt Ihre klinische Situation und kann Ihnen deswegen eine belastbare Behandlungsempfehlung aussprechen. Gerne empfangen wir Sie in der Sprechstunde für das Erarbeiten einer klinisch fundierten Zweitmeinung.

13.01.2015 - 23:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Ostermeier, nach einem...

von Björn

... Meniskuseinriss medial im linken Knie und der Teilentfernung im Alter von 23 Jahren habe ich nun mit 30 Jahren meine 2. Arthroskopie hinter mir, bei der der Meniskus wiederum gegklättet /teilentfernt wurde. Zudem ist ein Knorpelschaden 3. Grades diagnostiziert worden. Meine Fragen wäre: Wie sieht für mich als Sport liebenden Menschen die Prognose langfristig aus? Im Moment habe ich sogar Schmerzen beim Rennradfahren und im Prinzip jeden Tag beim Gehen und in Ruhe. Ich fürchte, die Beweglichkeit mittelfristig zu verlieren. Welche Optionen der Behandlung sehen Sie für mich? 1000 Dank, ein recht verzweifelter Björn

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.01.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, für den Meniskus gibt es noch keinen angemessenen Ersatz. Es gibt die Möglichkeit den Gelenkknorpel durch eine körpereigene Knorpeltransplantation zu regenerieren, eine gewisse Meniskusfunktion ist für den Erfolg dieses Verfahrens aber unabdingbar. Eine konkrete Empfehlung können wir erst nach einer eingehenden Untersuchung geben. Wir müssen viele Faktoren wie Knorpelvitalität, Meniskusfunktion, Beinachse und Kreuzbandfunktion berücksichtigen. In vielen Fällen wird das Kreuzband bei Meniskusriss mitbeschädigt. Wenn alle konkreten Umstände bekannt sind, können wir Ihre Situation besser einschätzen.

14.12.2014 - 22:14 Uhr

Hallo, Herr Dr. Ostermeier, ich bin 48 Jahre und...

von Dagmar

... habe mit 35 Jahren meine erste Hüft Tep bekommen. Mittlerweile bin ich komplett implantiert mit Vollprothesen in beiden Hüften und Knien. Mein Knie re bekam ich 2008. Habe nun wieder Bewegungsschmerzen auf der Innenseite und in der Kniekehle eine fette Bakerzyste. So wie Sie schreiben, handelt es sich bei einer Bakerzyste um einen Meniskusriss oder M.-Verletzung. Wie kann das sein bei künstlichem Knie? Über Antwort würde ich mich sehr freuen. Beste Grüße

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. eine Bakerzyste in der Kniekehle ist zwar häufig nach Meniskusriss. Sie ist aber ein eher unspezifisches Zeichen, das auch für eine schwache Gelenkkapsel, eine Entzündung oder andere Ursachen stehen kann. ein Klärung der Ursache in Ihrem Fall erarbeiten Sie am besten mit ihrem operierenden Arzt.

02.12.2014 - 17:55 Uhr

knieumstellung oder knieprothese ich bin 43 Jahre...

von Nicole

... alt und habe eine Femuropatellararthrose 4 grades im rechten knie ,was wäre die beste Lösung eine Umstellung oder eine Prothese

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Frage. ein pauschale Antwort können wir Ihnen ohne vorausgegangene Untersuchung leider nicht geben. Beide Verfahren sind möglich, teilweise sogar in Kombination. Bei Ihrem sehr jungen Alter würde ich zunächst die gelenkerhaltende Behanldung durch eine retropatellare Knorpeltransplantation prüfen. In zweiter Priorität erst ein kleines Inlay (sog. "Hemicap"), das den Bereich hinter der Patella saniert, und die intakten bereiche des Knies unberührt lässt. eine Vollprothese des Knies kommt bei einer so jungen Patientin eher nicht in Frage. Konkretere Aussagen können wir aber erst nach einer ausführlichen Untersuchung gemeinsam erarbeiten.

21.11.2014 - 02:03 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Ostermeier. Meine...

von Erika

... Partnerin ist 77, soll 2 Kniegelenke und 2 Hüften ersetzt bekommen, was ich in dem Alter für zu gefährlich halte. Besonders schmerzt das rechte Knie. Könnte man nicht bei kurzen Spaziergängen durch eine Ganzbeinorthese den Druck und damit den Schmerz im Kniegelenk beseitigen? Hiesige Ärzte wollen keine Befürwortung für die Krankenkasse geben. Aber privat zu bezahlen ist fast unerschwinglich. Was halten Sie von der Idee einer Ganzbeinorthese? Vielen Dank für Ihre Antwort. Erika

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Erika, die Aussicht auf 4 Prothesen ist sicher nicht angenehm, denn die Rehabilitation wird sie über lange Zeit beschäftigen. Mit Orthesen versteift man aber das Gelenk. Die Bewegungsabläufe werden behindert. Eine Prothese ist auch eine Chance auf vollständig wiederhergestellte Bewegungsabläufe. Bei einer guten Rehabilitation haben schon viele Patienten Ihre Bewegungsfähigkeit durch eine Prothese erhalten können.

17.11.2014 - 11:50 Uhr

Danke Herr Dr.Ostermeier, noch bezahlt mir die...

von Angelika

... ARGe einen gesundheitsbedingten Umzug nicht;es ist sehr schwierig,ein ( Gutachten) seitens eines Orthopäden zu bekommen( ist zu zeitaufwendig und teuer).Doch genau das will die ARGe sehen;bevor weitergegangen werden kann.Wenn es zu viel wird,gehe ich die Treppen rückwärts hinunter.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, Gutachtertätigkeiten in solchen Fällen gehören zu den beruflichen Pflichten Ihres behandelnden Orthopäden. Wir sind als Ärzte ja verpflichtet, Sie in Ihrer Krankheit zu unterstützen. Ich würde das an Ihrer Stelle nochmals klar ansprechen.

15.11.2014 - 21:13 Uhr

Hallo ich bin 45 und habe RA. Seit 2011 habe ich...

von Susanne

... eine Bakerzyste vom Knie- bis zum Sprunggelenk. Sie wurde mir letzten Sommer entfernt, war aber schnell wieder da. Im Oktober wurde eine Synovektomie gemacht und im Dezember nochmal die Bakerzyste entfernt. Leider ist sie wieder gekommen. Habe 12 Bestrahlungung fürs Knie bekommen. Arthrose Grad 4-5. Jetzt soll ich eine KnieTep bekommen. Der eine Arzt ist dafür, der andere sieht es eher kritisch und meint die Chance das ich keine Bakerzyste mehr danach bekomme ist 50/50. Ich habe jetzt schon 35 kg abgenommen und Wiege jetzt 102 kg bei einer Größe von 173. Ich würde gerne mehr auf meinem Ergometer gehen aber danach wird das Knie/Bein noch dicker. Wie ist Ihre Meinung dazu? Danke und liebe Grüße

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 17.11.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, eine Bakerzyste ist eigentlich ein Symptom eines Meniskusrisses bzw. einer Meniskusverletzung. Nach einer Knie-TEP sind die Menisken aber entfernt. eine Bakerzyste sollte nach einer Knie-TEP also nicht mehr auftreten. Arthrose Grad 4 ist der höchste Arthrosegrad. Mit einer Knie-TEP wird in der Regel keine Bakerzyste bzw. die Meniskusverletzung behandelt, sondern die Arthrose im Knie. Eine weitere Gewichtsreduktion ist aber für eine erfolgreiche Knie-TEP sehr wichtig, weil auch das Kunstgelenk besser hält, wenn das Körpergewicht niedriger ist. Ich würde Sie bitten, sich weiterhin intensiv mit Ihren Ärzten auseinanderzusetzen, um eindeutige Aussagen zu bekommen.

15.11.2014 - 09:33 Uhr

Ich habe schon eine Hüfttep rechts und durch sehr...

von Angelika

... statke Arthose in beiden Knien stehe ich wieder vor einer Op;auch im linken Fuß und beiden Ellenbeugen hat es schon begonnen Ich am 4.5.57 geboren und habe immer hart gearbeitet.Ich möchte so lange wie möglich meine eigenen Gelenke behalten.Gibt es Chancen ohne OP und wie geht es nach einer möglichen OP weiter ? Ich wohne im 3 OG eines Mehrfamilienhauses ohne Aufzug & lebe von Hartz4 auf Grund der Arthose.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 17.11.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie scheinen unter einer Polyarthrose - einer Arthrose in vielen Gelenken gleichzeitig zu leiden. Sehr häufig ist das etwas genetisch bedingt. Ihre konkreten Behandlungsaussichten können Ihre behandelnden Ärzte mit Ihnen besprechen, denn diese kenne ihre Befunde aus eigener Anschauung. Treppen abwärtsgehen ist für ein Kniegelenk mit Arthrose nicht so gesund.

03.11.2014 - 11:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Ostermeier, ich bin 65...

von Dieter

... Jahre alt. Hier meine Geschichte: 1994 beim Hallenfussball linkes Knie verdreht.Danach ambulante Untersuchung beim Unfallarzt, Röntgen, danach Bein in Gips und 3 Wochen zu Hause gelegen.Von 1995 bis 2001 Hallenfussball, Joggen, Bergwandern ohne Beschwerden. Von 2001 bis 2004 leichte Beschwerden und Schwellungen nach Belastungen und Sport. Jetzt nur noch Joggen ,Krafttraining und Schwimmen. Von 2005 bis 2013 Schiefstellung (X-Bein) immer deutlicher zu sehen. Jetzt nur noch Radfahren und Krafttraining. Leichte Beschwerden gehen nach dem Radfahren wieder weg. Fehlstellung immer deutlicher ( ca.15 grd. aus der Achse). Aber keine Beschwerden oder Beeinträchtigungen. Anfang 2013 MRT Untersuchung am Knie: vorderes Kreuzband gerissen (älter) Gonarthrose 3.-4.grd. Danach Artroskopie . Außenmeniskus entfernt, etc,.. Trotz dieser Entwicklung keine Schmerzen oder besondere Beeinträchtigungen. Bin sportlich immer noch aktiv mit Radfahren, Indoor-cycling und Krafttraining. Miene Frage: Ab wann sollte ich ein Knieprothese bekommen? Wann ist es zu spät bezüglich der Fehlstellung? Was kann ich sonst noch tun? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 04.11.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann natürlich über dieses Forum nur allgemeine Gesichtspunkte beisteuern. Eine Knieprothese muss natürlich in eine gerade Beinachse eingebaut werden, um haltbar zu sein. Sollte eine Fehlstellung bestehen, kann dieses durch eine Knochenumstellung korrigiert werden. Wenn Sie noch keine schwere entzündliche Gonarthrose (Kniearthrose) haben würde ich Ihnen empfehlen eine gelenkerhaltende Osteotomie (Begradigung durch Knochenumstellung) des Kniegelenk zu prüfen.

27.10.2014 - 11:38 Uhr

Hallo, habe seit ca. 5 Jahren Arthrose an beiden...

von Patrizia

... Knien .Arthroskopien sind bereits gemacht worden. Jetzt bekomme ich eine Schlittenprothese. Da beide Knie betroffen sind, und ich starke Schmerzen beim Laufen habe, wüsste ich gern, ob es Möglichkeiten gibt, die Schmerzen im nicht operierten Knie, während des Heilungsprozesses im Schach zu halten, da nach der OP Bewegung sehr wichtig ist. Und wird die O-Bein Stellung nach einer solchen OP wieder etwas begradigt? Danke für die Beantwortung

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 04.11.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie sollten sich hinischtlich dieser Fragen intensiv mit Ihrem behandelnden Arzt auseinandersetzen. Eine gewisse Begradigung des Kniegelenks ist durch eine Knieteilprothese ist möglich.

06.09.2014 - 11:26 Uhr

ich habe am Linken Knie Arthrose und verschleiß...

von Anton

... ich bin 48 Jahre habe schon eine Spieglung vorher schon Knorpel in das knie gemacht bekommen ich habe beim gehen schmerzen auch wenn ich Treppen gehe auch wenn ich ruhe.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.09.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, ich verstehe ihre Frage nicht ganz. Wenn Sie Ruheschmerzen im Knie haben, sollten Sie sich bitte an einen Kniespezialisten zur eingehenden Untersuchung Ihrer Beschwerden wenden.

01.09.2014 - 11:28 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor, ich habe seit Jahren...

von Manuela

... schon eine Gonarthrose und werde auch nachts des Öfteren wach, weil ich Schmerzen habe. Auch beim Treppen laufen und Nordic Walking und auch beim Schwimmen habe ich ständig Schmerzen im linken Bein. Mei Orthopäde will die TEP-OP noch herausziehen, da ich erst 51 Jahre bin. Was kann ich noch machen, ausser KG und Medikamente?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.09.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, in Ihrem jungen Alter würde ich auf jeden Fall auch eine Versorgung mit einer Teilprothese in Erwägung ziehen und mich um die entsprechende Beratung durch einen in Teilprothetik erfahrenen Facharzt kümmern. Der Tragekomfort bei Knieteilprothese ist in der Regel höher, als bei Knievollprothese. Die Beweglichkeit des Knies bleibt erhalten und auch die sensorischen Strukturen bleiben erhalten, das Knie fühlt sich also ganz "normal" an. Die nicht von Arthrose betroffenen Teile des Knies können dann noch lange normal funktionieren. Den Ersteinsatz einer Knievollprothese kann man durch eine solche Versorgung mit Inlay oder Teilprothese bis zu 20 Jahre hinauszögern. Voraussetzung ist das Auftreten der Arthrose in nu reinem Kompartiment des Knies. Das Vorgehen ist etwas zeitkritisch, weil durch eine entzündliche Arthrose auch die noch intakten Knorpel im Knie rasch abgebaut werden. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Teilprothesen oder Inlay-Versorgung.

22.08.2014 - 23:06 Uhr

Hallo, Wie lange hält eine Mikrofrakturirung...

von Göbler

... vor. Hatte im Januar 2012 einen Eingriff mit Mikrofrakturirung ,seit kurzen habe ich wieder die selben Beschwerden wie vor dem Eingriff .Kann es sein das der Ersatz wieder weg ist? MfG

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 27.08.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Wirksamkeit einer Mikrofrakturierung bei Kniearthrose wird unserer Erfahrung nach stark durch die Größe des zu behandelnden Knorpeldefektes begrenzt. Wir bevorzugen hier meist die Knorpeltransplantation nach Knorpelzüchtung, weil sie echtes Knorpelegewebe hervorbringt und auch größere Defekte therapiert. Diese Details müssten wir bei einer Untersuchung klären. Eine Mikrofrakturierung hat ansonsten kein Haltbarkeitsdatum, um Ihre Frage zu beantworten. Wenn der Eingriff angemessen und erfolgreich war, sollte das Ergebnis stabil sein.

06.08.2014 - 17:59 Uhr

Hallo Herr Ostermeier, ich finde es klasse, dass...

von stefan

... Sie sich hier in einem Forum die Zeit nehmen Fragen zu beantworten! Ich habe nach MRT Diagnose einen Knorpelschaden am Oberschenkelknochen unterhalb der Kniescheibe verursacht durch einen geschädigten Aussenminiskus. Schädigungsfläche Knorpel ca. 1,5x2cm. Können für die Behandlungvariante Knorpelzelltransplantation anstatt der Entnahme von gesunden Knorpelzellen auch eingefrorene Stammzellen z.B. vom meiner Tochter eingesetzt werden? Frage 2: Ist eine Unterstützung durch die Einnahme von D-Glucosaminsulfaten die im Körper zu Chondroitinsulfat umgebaut werden sinnvoll? Oder entbehren Studien zu einer schmerz- und entzündungsreduzierende Wirkung bei regelmäßiger Einnahme von (z.B.:Dona 200S, Haifischknorpelextrakte, Extrakte von Grünlippmuscheln) jeglicher wissenschaftlichen Grundlage? Danke für eine Antwort

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 27.08.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, zu Frage 1: Knorpeltransplantation ist keine Stammzelltherapie. Das Transplantat entsteht aus einem kleinen Stück Ihrer eigenen Knorpelzellen. Die Zellen Ihrer Tochter kommen also nicht in Frage. zu Frage 2: Die Einnnahme von Nahrungsergänzunsgmitteln zur Unterstützung der Knorpel gehört bei uns nicht in die erste Reihe der Empfehlungen. Wir sind weder von der Studienlage her noch aus der Praxis von den Ergebnissen überzeugt. Ein Defekt in der von ihnen geschilderten Größe kann auch nicht von alleine regeneieren. Empfehlenswert ist Sport mit geringen Kraftspitzen, so z.B. Radfahren oder eine Hometrainern weil die Bewegung den Stoffwechsel im Bindegewebe fördert und so die Regenerationspotentiale optimal ausschöpft. Eine Kräftigung der Beinmuskulatur fördert den Stoffwechsel ebenfalls und entlastet das Knie, weil die Muskulatur die Gelenkführung verbessert. Hier gibt es auch valide Studien, die die Wirksamkeit der Trainingstherapie belegen. Auch unsere Erfahrung spricht dafür.

14.07.2014 - 22:16 Uhr

Hallo, Ich habe folgenden Befund vom MRT bekommen...

von Erika

... und versteht den nicht. Aktivierung einer hochgradigen medialen Gonarthrose.Geringe Ergussbildung. Reizzustand des medialen Kollateralbandes bei geringfügig nach medial subluxiertem Innenmeniskus. Bei Zustand nach Teilresektion Defekt des Innenmeniskus am freien Rand am Übergang Hinterhorn. Muss ich jetzt wieder operiert werden ? Danke für eine Antwort..

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 25.07.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, Sie schreiben Ihrem MRT Befund nach Knieschmerzen in dieses Forum, dazu dürfen wir ohne eingehende körperliche Untersuchung keine Stellung beziehen. da Sie diese Frage in einem Forum zum Thema Kniearthrose stellen: von einer Gonarthrose steht in diesem Befund offenbar nichts. es geht eher um die gelenkerhaltende Behandlung. So etwas können wir mit Hilfe des Befundes und der MRT Bilder gerne in meiner Sprechsunde besprechen.

10.07.2014 - 13:40 Uhr

Hallo bin 41 Jahre mein Problem ich habe Knorpel...

von Ali.

... Schaden des 3 Grades. Meniskus und alles andere in Ordnung. Danke für die Antwort.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 11.07.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, sie haben keine konkrete Frage gestellt. Aber ich nehme an Sie wollen die Möglichkeit der gelenkerhaltenden Behandlung möglichst durch Knorpeltherapie und Knorpelersatz prüfen. Als sehr junger Patient haben Sie ein dieser Hinsicht auch viele Möglichkeiten, wie in dem Artikel oben geschildert. Vielleicht wollen Sie sich in der Sprechstunde vorstellen, dann können wir nach der Untersuchung einen Behandlungsplan ausarbeiten.

10.06.2014 - 19:28 Uhr

Hallo ,ich bin 59 Jahre und habe seit Jahren eine...

von L. Erika

... Arthrose im rechtem Kniegelenk ....Hatte sehr viele Physiotherapien die mir nur zeitweise Linderung verschafften ......außerdem diagnostizierte mein Arzt auch noch ein Tractussyndrom.Ich bin von Beruf Hauspflegerin .....und habe auch sehr oft mit adipösen Patienten zu tun ....was es dann nicht einfacher macht ....Auch hatte ich schon einen Meniskusriss r. Knie. und einige Stürze , natürlich immer auf der gleichen Stelle . Hatte heute einen Termin beim Ortopäden der mir mal wieder Cortison ins Gelenk spritzte, will mich auch demnächst wieder zur Arthroskopie schicken ....da wird doch auch wieder Knorpel beschädigt .....hatte schon oft gehört und gelesen das so eine Arthroskopie nicht immer Sinn macht und viele Ärzte davon abraten.Ja, welche Alternativen habe ich jetzt ?..... Mittlerweile kann ich kaum noch Rad fahren und Treppensteigen abwärts ist erträglicher als aufwärts . Nach ca. 20 m gehen muß ich stehenbleiben . Bei Belastung hab ich Schmerzen . Eines habe ich vergessen ......vor einigen Wochen ...war es so schlimm , das ich mein Knie nicht mehr anwinkeln konnte .....und die Kniekehle schmerzte .MRT erfolgt .....eine Bakersyste wurde ausgeschlossen. Ich freue mich auf Antwort und bedanke mich im voraus . Lg von Erika L.....

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.06.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie sprechen nun sehr viele Aspekte an, bitte erlauben Sie mir einige herauszugreifen. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Bedenken auch mit Ihrem Orthopäden besprechen, er ist ihr natürlicher Ansprechpartner. Ich höre bei Ihrem Beitrag vor allem auch heraus, dass Sie sich schlecht über Ihre Gesamtsituation informiert fühlen. Diese Orientierung muss der Patient manchmal auch aktiv erfragen. Ihre Gehstrecke ist mit 20 m stark verkürzt, damit haben Sie eine stark reduzierte Lebensqualität. Kortisonbehandlungen setzen wir bei entzündlich aktivierter Arthrose zurückhaltend ein, weil Cortison tatsächlich die Bindegewebe schwächt. Die Schmerzen in der Kniekehle sprechen eher für ein andauerndes Meniskusproblem. Die Kniearthroskopie selbst wird den Knorpel im Gelenk nicht weiter schädigen, wenn Sie sachgerecht durchgeführt wird. Wenn es klare Gründe gibt, eine Arthroskopie durchzuführen, kann man damit einiges erreichen um eine Arthrose zu verhindern. Das betrifft Menikusläsionen, Beseitigung freier Gelenkkörper, Prüfung und Wiederherstellung der Kreuzbandfunktion. Sie schreiben von grösseren Schmerzen beim Treppaufwärts gehen. Das könnte für ein Problem mit dem hinteren Kreuzband (PCL) sprechen. Es kann auch für eine hochgradige Arthrose sprechen, die immer dann Schmerzhaft wird, wenn sie besonders viel Last auf Ihr Knie bringen, wie das beim Treppen Aufwärtsgehen der Fall ist. Wenn Ihr Meniskusriss nicht versorgt wurde, kann er viele Ihrer Beschwerden erklären. Sie schreiben nun nichts darüber ob der Meniskusriss bereits behandelt wurde. Durch die Stürze wird die Situation noch komplexer, hier ist der Hergang wichtig: War das mit oder ohne Verdrehung des Knies? Ich würde Ihnen raten, nochmal das Gespräch mit Ihrem Orthopäden zu suchen und ein besseres Gesamtverständnis für die eigene Situation zu gewinnen.

10.06.2014 - 10:25 Uhr

sehr geehrter Herr Professor ich habe Ihnen...

von christian

... gestern vergessen zu sagen bei meiner Frage mit der Entlastungorthese das ich 40 jahre alt bin und seit 6 jahren kaputte seitenbänder habe und seit 4 jahren rechts und links knieorthesen von DONJOY trage da ich eine op abgelehnt habe nun habe ich noch dazu atrose im rechten knie die nach dem MRTvom knie nicht so stark wirkt aber mir seit jahren bei jedem schritt starke schmerzen bereitet.Da ich langsam keine schmertzmittel mehr vertrage wurde ich gerne eine Ganzbeinorthese mit Tuberaufsitz verschrieben bekommen.Ein eventuelle kniegelenksperre wäre bei Bedarf mir egal

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.06.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Sehr geehrter Patinent, eine Orthese als Dauertherapie bei Arthrose und Verlust der Seitenbandfunktion wird auf jeden Fall Ihre Koordination schwächen und zur Rückbildung der Knie umgebenden Muskeln beitragen. Wenn eine Bandplastik oder eine ähnliche Operation die Belastbarkeit wiederherstellen kann, sollte man das erwägen. Aus unserer Sicht ist das sehr eigenwillig, vor allem für einen so jungen Patienten, den Gebrauch des Knies - auch durch fachgerechte Bandrekonstruktion - von vorneherein für irrelevant zu erklären. Gerade weil das ein öffentliches Webforum ist und diese Frage für alle einsehbar ist, muss ich betonen, dass eine Routine-Operation mit wiederhergestellter Belastbarkeit des Kniegelenks einer Versteifung durch Orthesen immer vorzuziehen ist. Sie wollen der Natur Ihrer Frage nach eine spezifische Anweisung, die nach den allgemein gültigen Therapierichtlinien aber keinen Sinn macht, sondern nur aus Ihrer eigenen Situation heraus erklärbar ist. Ich würde an Ihrer Stelle auf jeden Fall die Bandrekonstruktion prüfen, und außerdem die Versorgung mit Knorpeltherapie, Inlays, Teilprothesen prüfen, die auch für jüngere Patienten durchaus altersgerecht sein kann und bei guter Selbstwahrnehmung schmerzfreie Belastbarkeit wiederherstellen kann. Es gibt auch unterhalb der Knietotalendoprothese zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten, die Ihnen helfen könne. Der Titel meines Beitrages ist so gewählt., weil es tatsächlich zahlreiche ganz oder teilweise gelenkerhaltende Therapien gibt, statt der zu häufig noch alleine empfohlenen Knie-TEP. Diese Angemessenheit der Therapie an dei relative Schädigung des Knies ist der Kern unserer Therapiephilosophie. Ein Behandlungsverzicht oder eine Versteifung des Knies mit einer Orthese ist demgegenüber nicht angemessen.

09.06.2014 - 17:45 Uhr

ich habe starke schmerzen beim laufen wegen...

von christian

... knieatrose seit 4 jahren möchte gerne eine Ganzbeinorthese mit Tuberaufsitz zur entlastung meines Beines da ich keine Op am knie möchte Wer kann helfen

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.06.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, diese Frage ist leider nicht zu beantworten, weil Sie zu wenig Hinweise zu Ihrer Medizinischen Situation geben.

27.05.2014 - 15:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Ostermeier, ich bin 56...

von Reinhard

... Jahre alt vor einem Jahr bin ich am Meniskus rechtes Knie operiert worden mit Knorpelglättung und seit dem habe ich bei Belastung dauernd Schmerzen und kann fast nicht mehr laufen nur mit einer Orthese und das unter Schmerzen. Habe Gonarthrose laut Röntgenbild innen. Was würden Sie mir raten? Können Sie mir helfen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 03.06.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, sie haben die Art der Meniskusoperation nicht genau benannt, ich nehme bei dem Ausgang aber an, dass es sich um eine Meniskusresektion handelt. Bei einer begleitenden Medialen Gonarthrose, geht durch Rückgang der Meniskus Funktion ein Stoßdämpfer verloren. wenn der Knorpel nicht mehr optimal ist, kann das zu Knieschmerzen und verstärktem Abrieb - bis hin zur Kniearthrose führen. Ich würde Ihnen empfehlen möglichst schnell die gelenkerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose zu prüfen: Knorpelzüchtung und Transplantation oder eine entsprechend Teilprothese bzw. Inlay in die beschädigte Stelle. Die genaue Untersuchung müsste klären, welche Behandlungsmöglichkeiten noch offen stehen. Dauerschmerzen und Orthesen sind sicher nicht günstig, weil sie das Knie weiter schwächen und durch Schonhaltung und Ausweichbewegungen die Gegenseite belasten. Gerne können Sie sich in unserer Sprechstunde unter 0761 55 77 58 0 einen Termin zur Klärung dieser Fragen geben lassen.

24.02.2014 - 09:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Ostermeier, ich bin...

von S

... 44 Jahre alt und habe seit Nov. 2013 Schmerzen im rechten Knie. Es wurde bereit 2 x Cortison gespritzt, was kurzzeitig zu einer Besserung führte. Auch habe ich schon Krankengymnastik hinter mir. Als ich dann im Jan 2014 auf Glatteis weggerutscht bin wurden die Schmerzen ganz schlimm. Es wurde ein MRT gemacht. Ergebnis: Innenminiskushinterhornriss Grad I-II und Knorpelschaden Grad III. Ich habe immer noch ständig Schmerzen (auch im Ruhezustand), kann sehr schlecht laufen, an manchen Tagen nur mit Krücken und soll nun operiert (Arthroskopie : Reinigung mit Mikrofrakturierung) werden. Ich habe nun auf Ihrer Homepage gelesen, dass der Erfolg der Mikrofrakturierung nicht unbedingt gegeben ist und ich würde ungern 6 Wochen mit Krücken verbringen, wenn es nachher nicht wesentlich besser ist und ich auch wieder Sport machen kann. Was würden Sie mir empfehlen ?? Können Sie mir helfen ?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 24.02.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre ausführliche Anfrage zum Thema Gelenkerhalt bei Kniearthrose. Sie beschreiben tatsächlich eine Situation mit sehr hohem Beratungsbedarf. Das Resultat der Mikrofrakturierung ist aus unserer Sicht nicht uneingeschränkt für den Patienten optimal. Bei dem Verfahren der Mikrofrakturierung entsteht kein vollwertiger elastischer Knorpel, sondern ein eher minderwertiges, inelastisches Narbengewebe, mit deutlich eingeschränkter biomechanischer Qualität. Vor allem bei größeren Knorpeldefekten (>1 cm2) würden wir andere Verfahren der Knorpeltherapie bevorzugen. Insbesondere die Knorpeltherapie durch autologe Knorpeltransplantation (ACT) haben wir in der Gelenk-Klinik im Fokus unserer gelenkerhaltenden Knorpeltherapie. Als Voraussetzung der Anwendung der ACT würden wir in der Regel neben einer ausführlichen Diagnose auch eine Kniearthroskopie durchführen um die Situation im Knie genau zu prüfen, auch die Situation der Bänder zu verifizieren. Die Rehabilitation dauert nicht lange (1 Woche). Den Meniskusriss sollte man ggf. parallel zur Knorpeltransplantation bevorzugt durch eine meniskuserhaltende Naht versorgen. Die Reha wäre dann etwas länger, weshalb wir beide gelenkerhaltenden Eingriffe reglemässig zu einem Zeitpunkt gemeinsam durchführen. Weil sie als relativ junger Patient wohl diesen Unfall als Ursache von Knorpelschaden und Meniskusläsion hatten, wäre bei Ihnen das gelenkerhaltende Vorgehen mit Erhalt des Knorpels durch autologe Transplantation besonders empfehlenswert um eine spätere Kniearthrose zu vermeiden. In einigen Fällen konnten wir sogar Sportfähigkeit im Wettkampf und Leistungsbereich bei Laufsportlern wiederherstellen.

22.01.2014 - 14:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Ostermeier, ich...

von Inge

... bin 61 Jahre und seit bestimmt 8 Jahren schon in Behandlung wegen beidseitiger Gonarthrose. Schon beim 1. Röntgenbild riet der Orthopäde zur OP da wohl gar kein Knorpel mehr vorhanden ist. Alles was zur Therapie beitragen konnte habe ich erhalten ( Spritzenkur mit Hayloron, Physiotherapie) Natürlich bin ich in meiner Bewegung und meiner Lebensqualität sehr eingeschränkt, kann aber meinen Haushalt noch erledigen. Da mich das Thema OP immer wieder einholt möchte ich mich befragen, ob Sie auch für eine OP plädieren und ob Sie über Fallzahlen verfügen, in welchen Kliniken diese Eingriffe am besten durchgeführt werden. Ich bin aus Thüringen und habe vor dieser Entscheidung einen furchtbaren Bammel. da beide Knie betroffen sind weiß ich gar nicht, mit welchem ich beginnen sollte und hält das andere dann die Mehrbelastung auch aus? Über Ihr Urteil würde ich mich freuen. Vielen Dank Inge

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 05.02.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage. Die Sorge vor der Operation einer Knieprothese ist natürlich weit verbreitet. Es ist für jeden Patienten mit Kniearthrose ein gut zu überlegender Schritt. Man sollte die Knieprothese aber auch nicht zu lange aufschieben, denn Bewegungsmangel und Dauergebrauch von Schmerzmitteln können Ihre Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation auch vermindern. Es gibt ein neues Zertifikat für Orthopäden - das sogenannte EndoProthetikZentrum (EPZ) das sehr genau Erfahrung und Qualität der Operateure überprüft. Die orthopädische Gelenk-Klinik in Gundelfingen hat dieses Zertifikat seit dem Frühjahr 2013. Vielleicht kann Ihnen auch Ihre Krankenkasse mit entsprechenden Empfehlungen einer klinischen Einrichtung in der Endoprothetik weiterhelfen. Eine Prothesenempfehlung Ihrem Fall können und wollen wir natürlich über das Internet nicht abgeben. Wir können nur anbieten bei einer Untersuchung alle möglichen Alternativen - auch gelenkerhaltende Teilprothetik genauestens zu prüfen. Es ist unser Ziel, und der eigentliche Schwerpunkt einer Behandlung in der orthopädischen Gelenk-Klinik, bei Kniearthrose den kleinstmöglichen Eingriff anzubieten und noch funktionsfähige Teile des Knies möglichst lange zu erhalten. Sollte eine Knieprothese unvermeidbar sein, sollten Sie sich einen erfahrenen Operateur suchen, der möglichst aus einer zertifizierten Einrichtung stammt. Die Qualität einer Knieprothese ist erfahrungsgemäß direkt abhängig von der Erfahrung ihres Orthopäden, auch im Sinne von jährlichen Fallzahlen. Unsere klinisch-orthopädische Einrichtung leistet im Jahr über 300 Prothesen-Operationen. Damit kann man von einer gut etablierten Endoprothetik ausgehen.

14.01.2014 - 20:33 Uhr

ich bin 49 Jahre alt, vor 30 Jahren Sportunfall....

von Manuela

... Bei OP wurde Innenmeniskus entfernt und das gerissene vordere Kreuzband nicht ersetzt. Abgesehen vom instabilen Knie ging bis vor ca. 2 Jahren alles prima auch beim Sport (mit Orthese) nun Dauererguss und hin und wieder stechender Schmerz. MRT zeigte das 2/3 des Knorpels an der Innenseite geschädigt ist und Arthrose schuld daran sind. Eine Spritzenkur mit Hyaloron half, aber die leichte Schwellung ist geblieben. Eine Teilprothese ist nur mit stabilen Bändern möglich. Ist es empfehlenswert zuerst die Bänder zu operieren und dann die Teilprothese [oder umgekehrt] Oder so lange warten bis die Schmerzen nicht mehr erträglich sind [Momentan ja nur hin und wieder] Oder mache ich mit dem Warten mehr kaputt. Bin etwas ratlos! Danke für TIPPS Grüße Manuela

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.01.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre interessante Anfrage. Ihr Kniegelenk weist mehrere Ursachen für Instabilität, das heißt ungenaue Gelenkführung auf: 1. der entfernte Innenmeniskus erfüllt seine Dämpferfunktion nicht mehr 2. das fehlende Kreuzband sorgt für Mehrbeweglichkeit im Knie und führt ebenfalls zur Arthrose Eine Sport-Orthese kann diese Faktoren leider nicht kompensieren. Im Prinzip sollte man zuerst die Kreuzbandfunktion mit Kreuzbandplastik wiederherstellen. Man macht das zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Bei vielen Patienten ergibt aber erfahrungsgemäß bereits die Repicci Teilprothese auch ohne Kreuzbandplastik eine stabile, schmerzfreie Situation. Die Entscheidung müssten wir in einer eingehenden Untersuchung mit gründlicher Diagnose erarbeiten, und auch ihre Sportperspektive bzw Ihre Alltagsbelastung in Betracht ziehen. Wir empfehlen nicht, mit der Arthrosebehandlung zuzuwarten, wenn die mediale Gonarthrose (Kniearthrose) zu doiesem Zeitpunkt noch eine Versorgung mit Teilprothese erlaubt. Vielleicht reicht sogar ein noch kleineres Implantat. Man sollte man den Gelenk-Knorpel so schnell wie möglich auf diesem Niveau stabilisieren und die Arthrose stoppen. Je jünger und aktiver der Patient, um so eher sollten wir darauf achten, alle Ursachen der Instabilität Ihres Knies möglichst auszuschalten, damit die Teilprothesenversorgung möglichst haltbar wird. Eine genaue orthopädische Untersuchung kann diese Frage beantworten.

14.01.2014 - 10:25 Uhr

Habe seit 2 Jahren Knieglenkarthrose rechts...

von Gundula

... (Innenseite) und neuerdings O-Beine (früher nicht). Bin 66 Jahre alt. Was können Sie mir empfehlen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.01.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Kniearthrose. Bei Abnutzung des Kniegelenkes auf der Innenseite verstärkt sich eine evtl. bereits vorhandene Fehlstellung im Kniegelenk, O-Beine werden verstärken sich also.Das Kniegelenk verliert seine Form. Das ist also ein bekanntes Symptom der medialen (im inneren Kompartiment des Knies liegenden) Kniearthrose. Bei vielen Patienten mit dieser einseitigen Kniearthrose auf der Innenseite (mediale Gonarthrose) kann man bereits mit einer Umstellungsoperation das Knie begradigen und wieder mehr Last auf das äußere Kompartiment des Knies bringen. häufig genügt das bereits um den Knieschmerz zu beseitigen und die Arthrose zu stoppen. Man müssten wir jedoch eine detaillierte Knorpeldiagnostik vornehmen. Eventuell muss man zusätzlich den Knorpel auf der Innenseite durch ein Inlay oder eine Knie-Teilprothese ersetzen. Ohne klinische und radiologische Untersuchung lässt sich das aber nicht planen. Für diese gelenkerhaltende Versorgung der Gonarthrose besteht ein gewisser Zeitdruck, denn je früher man die Kniearthrose stoppt und das Gelenk wieder saniert, um so haltbarer ist das Ergebnis. Sollte auch das äußere Kompartiment des Knies von Kniearthrose befallen sein (laterale Gonarthrose) würde man eher an eine Knietotalendoprothese denken, die irgendwann in der Zukunft möglich wäre. Bis dahin würde man die Kniearthrose konservativ so lange wie möglich behandeln, um Knieschmerzen und Entzündungen zu vermeiden und die Knorpelabnutzung zu verlangsamen.

09.12.2013 - 21:57 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Ostermeier, ich bin 23...

von Mert

... Jahre alt, spiele seit 16 Jahren Fußball. Meinen ersten Kreuzbandriss hatte ich im Alter von 16 Jahren. Zwei Jahre darauf habe ich mir mein Innen-Meniskus eingeklemmt. Durch diese Reihenfolge von Verletzungen leide ich an starken Schmerzen im linken Knie. Ich war zu Kontrolle bei einem Arzt, nachdem er sich meine MRT Bilder ansah, kam er zur Diagnose, dass ich eine Abnutzung im Knorpel habe und somit sich Arthrose gebildet hat. Ich habe einen Amteuervertrag und bin durch die BG versichert. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich bzgl. eines Termins bei mir melden könnten. Mit freundlichen Grüßen Mert

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 11.12.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir würden Ihnen gerne weiterhelfen und eine gelenkerhaltende Arthrosebehandlung und Knorpeltherapie anbieten. Leider können wir über dieses Jameda Portal keine Terminvereinbarung mitteilen. Melden Sie sich doch in unserer Sprechstunde, die Kontaktdaten und Telefonnummern finden Sie auf unserer Webseite www.gelenk-klinik.de bzw in meinem Profil auf dieser Webseite.

28.11.2013 - 11:43 Uhr

alter 78 jahre, habe im sommer beim sturz mit...

von ludwig

... Fahrrad das rechte bein verdreht.es war ein kurzer schmerz. jetzt -3 mon.später,tritt folgendes auf: unter Belastung ist alles ok. nachts ist nichts bis morgens, aber dann bei einer gewissen beinlage ein stechender schmerz im knie-Innenseite- und die nacht ist zu ende. abhilfe geschieht durch eine kurze Belastung des beines. haben sie eine Erklärung? mfg. ludwig

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 11.12.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Mitteilung. Bei Verdrehungen des Knies sollte man immer an eine Beschädigung des Meniskus und der Kreuzbänder denken. Auch eine Knochenknorpelbeschädigung kann auftreten. Eine klinische Untersuchung des Knies und der Schmerzmuster und eine MRT Untersuchung, die wir in unserem Hause anbieten kann abklären, ob bei Ihnen Behandlungsbedarf besteht, oder nicht. Ich würde mich freuen, Ihnen in der Sprechstunde mit einer Untersuchung weiter zu helfen.

15.10.2013 - 15:47 Uhr

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Frage. Das...

von Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

... hört sich ja sehr interessant an. Sie haben bei Ihrer sportlichen Belastbarkeit offenbar ein biologisches Alter, das jünger ist als Ihr Geburtsdatum. Sie Schreiben das Sie durch eine Kniearthrose regelmässig Knieschmerzen, auch nächtliche Ruheschmerzen im Knie haben. Die Meniskusoperationen werden von Ihnen nicht genauer beschrieben. Wir wissen also nicht ob es eine Meniskusentfernung, eine Teilentferung oder eine Naht war. In einer Untersuchung, wenn Sie sich bei uns vorstellen, müssten wir uns darüber unterhalten. Der Meniskus hält natürlich das Knie bei Stößen stabil und hilft gerade bei einer solchen Sportart wie Tennis dabei, die Last im Knie gut zu verteilen. Über die Situation in Ihrem Kreuzband haben wir nichts erfahren. Auch das Kreuzband wäre eine nicht seltene Quelle von Instabilität im Knie. Wir können in vielen Fällen bei biologisch jungen Patienten das Knie erhalten, wenn die Meniskusfunktion noch da ist. Ansonsten kann man die Teilbereiche des Knies erhalten, die noch intakt sind. Eine fehlende Meniskusfunktion muss man dann vielleicht mit einer Knie-Teilprothese ersetzen. das ist eine sogenannte Repicci-Prothese, die wie eine Zahnkrone aufgesetzt wird. Durch Erhalt der Bänder und der Sinnesorgane im Knie (Hoffa´scher Körper) bleibt das Gefühl im Knie ganz "normal". Es gibt Patienten die nach einer solchen Operation auch wieder Hockey spielen. Ohne klinische Abklärung hier in der Gelenk-Klinik lässt sich aber keine belastbare Prognose abgeben, ob die gelenkerhaltenden Behandlungsformen noch für Sie ein Frage kommen.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 30.04.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

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13.10.2013 - 19:00 Uhr

Mein Alter : 75 Jahre Immer noch sportlich( Tennis...

von horst

... ) aktiv im Mannschaftssport. Vor 8Jahren Operation Innenminiskus. Vor 4 Jahren Operation Ausenminiskus. Seidem sporadische Schmerzen in der Kniekehle auch in der Nacht.Mein Arzt meint " Arthrose " nichts mehr zu machen, außer einem Knieersatz. Bin aber damit nicht einverstanden,da ich im normalen Tagesablauf mit einer Kniebandage ohne Schmerzen mich bewegen kann. Auf Ihre Rückantwort bin ich sehr gespannt. Mit freunlichen Grüßen Horst

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.10.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Frage. Das hört sich ja sehr interessant an. Sie haben bei Ihrer sportlichen Belastbarkeit offenbar ein biologisches Alter, das jünger ist als Ihr Geburtsdatum. Sie Schreiben das Sie durch eine Kniearthrose regelmässig Knieschmerzen, auch nächtliche Ruheschmerzen im Knie haben. Die Meniskusoperationen werden von Ihnen nicht genauer beschrieben. Wir wissen also nicht ob es eine Meniskusentfernung, eine Teilentferung oder eine Naht war. In einer Untersuchung, wenn Sie sich bei uns vorstellen, müssten wir uns darüber unterhalten. Der Meniskus hält natürlich das Knie bei Stößen stabil und hilft gerade bei einer solchen Sportart wie Tennis dabei, die Last im Knie gut zu verteilen. Über die Situation in Ihrem Kreuzband haben wir nichts erfahren. Auch das Kreuzband wäre eine nicht seltene Quelle von Instabilität im Knie. Wir könne in vielen Fällen bei Biologisch jungen Patienten das Knie erhalten, wenn die Meniskusfunktion noch da ist. Ansonsten kann man die Teilbereiche des Knies erhalten, die noch intakt sind. Eine fehlende Meniskusfunktion muss man dann vielleicht mit einer Knie-Teilprothese ersetzen. das ist eine sogenannte Repicci-Prothese, die wie eine Zahnkrone aufgesetzt wird. Durch Erhalt der Bänder und der Sinnesorgane im Knie (Hoffa´scher Körper) bleibt das Gefühl im Knie ganz "normal". Es gibt Patienten die nach einer solchen Operation auch wieder Hockey spielen. Ohne klinische Abklärung hier in der Gelenk-Klinik lässt sich aber keine belastbare Prognose abgeben, ob die gelenkerhaltenden Behandlungsformen noch für Sie ein Frage kommen.

03.10.2013 - 15:13 Uhr

Gestern wurde mir eröffnet,dass mein Knie...

von karin

... inoperabel wäre ,wegen zu starkem Verschleiß des Knochens rundherum. Was jetzt ?, bin 73 Jahre , sehr agil,wander-und tanzfreudig .

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.10.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie schreiben dass ihr Knie inoperabel wäre wegen schon vorhandener Knochenschäden. Ich nehme nun an das Sie dies auf die Möglichkeiten der gelenkerhaltenden Behandlung der Kniearthrose beziehen, die ich oben in meinem Artikel ausgeführt habe. Sie hatten offenbar das Glück, einen schmerzfreien Verlauf Ihrer Kniearthrose erlebt zu haben. Ihre Vitalität und Ihr guter Trainingszustand ist auch eine gute Voraussetzung für die Zukunft. Nach Ihrer recht knappen Schilderung hat die Kniearthrose bei Ihnen bereits bis zum völligen Verlust des Gelenk-Knorpels geführt. Mit gelenkerhaltenden Verfahren und Knorpeltransplantation können wir in diesem Stadium der Kniearthrose leider nicht mehr helfen. Menschen, die eine Knieprothese bekommen und sehr gut trainiert sind haben aber auch mit Prothese eine sehr gute Lebensqualität. Sie können sehr erfolgreich rehabilitieren, und auch danach Ihren Hobby nachgehen. Die Schmerzfreiheit durch Knieprothese wird ihren Bewegungsradius erhöhen. Vielen Patienten können wir in der Gelenk-Klinik auch eine individuelle Knieprothese anbieten. Das ist eine Prothese, die genau auf Ihre Beinachse abgestimmt ist. Das "Prothesengefühl" und der Tragekomfort ist dann wesentlich besser. Sollte Ihre Frage nicht korrekt beantwortet worden sein, weil Sie etwas anderes meinten freue ich mich auf Ihre Rückfrage.

30.08.2013 - 13:22 Uhr

Allen, die unter der schmerzhaften Arthrose leiden...

von Margo

... empfehle ich: sucht Euch einen Orthopäden, der eine Laserneedle - Therapie anwendet. Es ist noch eine wenig bekannte Art der Therapie, ber meinem Mann hat sie angeschlagen. Viele Grüße an alle!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.10.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für diesen Hinweis. Die von Ihnen erwähnte Therapie ist offenbar eine Modifikation der Akupunkturtherapie bei Kniearthrose. In der orthopädischen Gelenk-Klinik setzen wir seit über 15 Jahren auch Akupunktur bei Schmerzen durch Kniearthrose ein. Bei vielen Kniearthrose Patienten ist die Akupunktur als Behandlung für Knieschmerzen auch sehr sinnvoll. Sie kann bei manchen Patienten die in der Daueranwendung gesundheitsschädliche Gabe von Schmerzmitteln, meist nichtsteroidalen Antirheumatika, oft reduzieren helfen. Mit dieser Laser-Therapie haben wir in der orthopädischen Gelenk-Klinik keine direkte Erfahrung, aber das Behandlungsprinzip Akupunktur ist bei Kniearthrose-Schmerzen inzwischen durch Studien belegt. Die Erfahrung und das Können des Therapeuten sind hierbei aber ein sehr wichtiger Faktor. Was sind die Grenzen der Akupunktur bei Kniearthrose? Wir können bei vielen effizient Schmerzen behandeln. Wir können aber nicht den Gelenk-Knorpel wieder aufbauen und die Arthrose behandeln. Der Gelenkverschleiß wird sich also fortsetzen. Um die Kniearthrose als solche zu behandeln, müssen in jedem Einfall die Ursachen der Arthrose untersucht werden. Manche dieser Ursachen sind behandelbar. Die Prinzipien der ursächlichen Arthrosetherapie bei Gonarthrose sind oben im Artikel kurz dargestellt. Der Stellenwert einer alternativen Schmerztherapie bei Kniearthrose ist aber tatsächlich sehr hoch, und wir sind froh, auch hier wirksame Mittel aus dem Bereich der Alternativmedizin anbieten zu können.

17.08.2013 - 17:56 Uhr

Bei meinem vater haben sich die Sehnen am rechten...

von Hanni

... Knie durch langes Liegen verkürzt..Er hatte ein Hirninfakt mit hirnblutung. Was kann man da machen? Er bekommt Krankengymnastik. Mit freundlichen Gruß Hanni

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 18.09.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Hier ist es sehr wichtig, den Stoffwechsel wieder in Gang zu bekommen, dann behutsam mit Training anzufangen. Wir arbeiten in solchen Fällen gerne mit der Methode der Zellbiologischen Regulationstherapie. Einzelheiten gibt es hier: http://gelenkreha.de/zrt-matrix-therapie.html Muskelverhärtungen und Muskelverkürzungen können damit sehr wirksam behandelt werden als Grundlage für Physiotherapeutisches Training. Die Knieversteifung ist in diesem Fall nicht Resultat der Kniearthrose. Defizite im Stoffwechsel durch die lange Liegezeit sind dafür verantwortlich.

02.08.2013 - 10:45 Uhr

In meinem Kniegelenk fehlt schon lange der...

von Roland H.

... Meniskus (ca.33Jahre) deshalb schon starker Abrieb am Unterschenkelknochen (Innenseite Links). Was soll ich machen?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 18.09.2013
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Meniskus hat eine wichtige Stoßdämpferwirkung im Knie. Fehlt er, ist das eine wichtige Ursache für die Entstehung von Kniearthrose. Durch die Meniskusentfernung ist eine starke Beanspruchung des Knorpels entstanden. Am besten ist orthopädische Vorstellung zum empfehlen damit wir die Situation genau untersuchen können. Man muss die Situation des Knorpels untersuchen, entweder durch eine spezialisiertes Knorpel-MRT (GEMRIC). Lässt sich der Schaden eingrenzen, ist möglicherweise eine Knorpeltransplantation mögllich. Des weiteren kann eine Teilprothese in Betracht gezogen werden. Aber auch hier benötigen wir eine eingehende Untersuchung zur Lokalisierung des Schadens. Erst dann können wir die geeignete Behandlungsmöglichkeit ermitteln. In Ihrem sehr jungen Alter würde man Kniearthrose und Knorpelschäden natürlich bevorzugt mit Knorpeltherapie behandeln.


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