Was Sie gegen dysfunktionale Gedanken machen können

Was sind dysfunktionale Gedanken? (© pathdoc - fotolia)

Die Erkennung und Veränderung von negativen Gedanken zählt zu den wichtigsten Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie in der Behandlung von depressiven Symptomen, Ängsten und Zwangsstörungen. Insbesondere in komplexen Situationen, die mit Risiko und Unsicherheit verbunden sind, haben unsere Überzeugungen und Bewertungen einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen und verhalten.

Nach meiner Erfahrung als Heilpraktikerin für Psychotherapie stelle ich immer fest, dass viele Menschen unter negativen Gedanken und Gefühlen leiden. Negative Gedanken sind für die Betroffenen meist nicht erkennbar und steuern Verhalten und Erleben in jeder Situation. Viele innere Konflikte, Probleme und Unsicherheiten resultieren aus negativen automatischen Gedanken: Solche schnellen, bewertenden Gedanken sind nicht das Ergebnis eines langen Nachdenkens, sondern erfolgen automatisch.

Alte Gedankenmuster erkennen, überprüfen und ändern

Der erste Schritt im Umgang mit belastenden Gedanken ist, sie wahrzunehmen. Achten Sie in Ihrem Alltag auf Folgendes:

  • Veränderungen der Stimmung (z. B. Sie fühlen sich plötzlich traurig oder wütend.), Veränderung des Verhaltens (z. B. Sie machen etwas, das Ihnen nicht guttut.), Veränderung des Körpers (z. B. Sie sind plötzlich angespannt).
    Wenn Sie eine dieser Veränderungen bemerken, fragen Sie sich: Was habe ich gerade gedacht? Schreiben Sie diese Gedanken auf.
  • Ursachen für negative automatische Gedanken: Bestimmte äußere Situationen wie ein Konflikt bei der Arbeit oder innere Auslöser wie eine plötzlich auftretende Erinnerung können Anlass für die Entstehung von belastenden Gedanken sein. In welchen Situationen treffen Ihre negativen automatischen Gedanken auf? Fragen Sie sich, was Sie genau in der Situation gedacht haben und machen Sie sich Notizen.
  • Denkverzerrungen: Wie extrem denken Sie? Ist Ihre Schlussfolgerung wirklich logisch? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Befürchtungen wirklich zutreffen? Was würde eine andere Person (z. B. eine Freundin) in dieser Situation denken? Überprüfen Sie Ihre Gedanken und versuchen Sie, eine alternative, angemessenere Sichtweise zu erarbeiten.
  • Schreiben Sie Ihre alten negativen Gedanken und eine alternative Sichtweise in eine Tabelle. Tragen Sie den alten Gedanken auf der rechten Seite und die alternative Sichtweise (den alternativen Gedanken) auf der linken Seite ein. Tragen Sie auf der linken Seite Anhaltspunkte ein, die Ihre alternativen Gedanken unterstützen und auf der rechten Seite Anhaltspunkte, die Ihre alten negativen Gedanken unterstützen. Überlegen Sie sich anschließend, welche Vor- und Nachteile beide Gedanken haben.

Machen Sie jeden Tag einen kleinen Schritt, ohne sich unter Druck zu setzen. Das regelmäßige und richtige Üben hilft Ihnen, mehr Klarheit über Ihre Gedanken zu erlangen und innere Ruhe aufzubauen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bitte nicht vergessen: Seien Sie sanft zu sich selbst.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel? 1

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Kommentare (0)

Interessante Artikel zum Thema

Sie suchen einen passenden Arzt für Ihre Symptome?