Brustvergrößerung mit formstabilen Implantaten

Dr. Hellmann

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© Andres Rodriguez - Fotolia.com© Andres Rodriguez - Fotolia.comPatientinnen, die sich für eine Brustvergrößerung interessieren, geben vielfältige Gründe für diesen Wusch an: Angeborene Brustdeformitäten und Asymmetrien, mangelndes Volumen oder Veränderungen der Brustform und Größe nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust.

Heutzutage beinhaltet eine Brustvergrößerung jedoch mehr als nur die reine Volumenvermehrung. Seit 1994 sind formstabile anatomische Implantate erhältlich. Deren Verwendung weist Besonderheiten auf, die nicht nur in der anatomischen Form begründet sind. Viel wichtiger sind Implantateigenschaften wie unterschiedliche Füllsubstanzen (Kochsalz versus hoch kohäsives Silikongel), der Grad der Füllung, die Oberflächenbeschaffenheit sowie die Festigkeit der Implantate. Formstabile Brustimplantate erfordern im Gegensatz zu runden nicht formstabilen Implantaten eine sehr präzise operative Vorgehensweise und damit eine hohe Expertise auf Seiten des Operateurs. Der größte Vorteil in der Verwendung formstabiler Implantate liegt in der besseren Kontrolle der Brustform, da diese Implantate ihre Form auch unter Druck behalten, so dass bessere individuelle Ergebnisse erzielt werden können. Insbesondere bei Asymmetrien der Brustform oder des knöchernen Brustkorbes lassen sich im Vergleich mit nicht formstabilen Implantaten überlegenere Ergebnisse erzielen. Weitere Vorteile sind ein geringeres „Bleeding“, also weniger Austritt geringster Mengen Gel durch die Hülle, die längere Haltbarkeit sowie geringere Deformierungen bei auftretenden Kapselfibrosen.

Bei der modernen Brustvergrößerung, insbesondere beim Einsatz modernster formstabiler Implantate, ist eine dimensionale Planung in einem Dialog zwischen Patientin und Operateur vor der Operation essentiell. Hierbei werden Form, Basis und Projektion des einzusetzenden Implantates festgelegt, so dass das Implantat optimal an die Anatomie der Patientin angepasst werden kann.

Mittlerweile existieren auch einige runde formstabile Implantate, allerdings eignen sich runde Implantate nicht für Patientinnen, deren unterer Brustanteil sehr kurz ist. Hier ist wieder die genaue Analyse des behandelnden Chirurgen vor der Operation essentiell. Im Gegensatz zur konventionellen Brustvergrößerung, bei der das Implantatvolumen in der Regel basierend auf der Erfahrung des Operateurs abgeschätzt wird, reicht dies wie eingangs bereits erwähnt bei der Verwendung formstabiler Implantate nicht aus. Hier müssen die Dimensionen des Implantates sowie die individuelle Anatomie der Patientin berücksichtigt werden.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass durch die Verwendung anatomischer formstabiler Implantate durch einen erfahrenen Operateur sehr natürliche und stabile Ergebnisse bei geringer Komplikationsrate erzielt werden können.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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