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Facelift oder Fadenlifting: Welches Verfahren ist ratsam?

Dr. Hrabowski

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© ariwasabi - iStockDurch ein Fadenlifting können Falten ohne OP reduziert werden. (© ariwasabi - iStock)Unwillkommene Falten zu reduzieren, ist für viele Menschen fortgeschrittenen, aber auch jungen Alters eine echte Herausforderung. Unzählige Anti-Aging-Produkte sind auf dem Markt erhältlich - mit mal mehr, mal weniger guter Wirkung. Ab einem gewissen Punkt der Hautalterung setzt sich jedoch die Natur durch. Das Bindegewebe erschlafft mit der Zeit zu sehr und tiefe Falten entstehen. Sie können aber mit einer Behandlung eines Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie deutlich reduziert werden.

Neben Injektionstherapien mit Botox- und Hyaluronsäure sind hier vorrangig das klassische Facelift, die etwas kleinerer Variante, das Minilift, und das weit unbekanntere Fadenlifting zu nennen.

Dauerhaft Falten glätten mit erprobten Operationsverfahren

Das Facelift ist das bekannteste Verfahren zur Faltenreduktion der Wangen und der Halsregion. Mithilfe der operativen Gesichtsstraffung lassen sich schlaffe, herabhängende Hautpartien neu positionieren, indem kleine Schnitte an unauffälliger Stelle gesetzt werden. Beispielsweise hinter dem Ohr, in den Haaren oder am Haaransatz.

Das überschüssige erschlaffte Gewebe wird entfernt, wodurch ein frischer, gestraffter Effekt entsteht und das Gesicht um Jahre verjüngert erscheint. Dank des sogenannten SMAS-Lifts, der zusätzlichen Straffung des tieferliegenden Muskelgewebes, lässt sich zudem ein maskenhaftes Erscheinungsbild verhindern und die ursprüngliche Gesichtsform wiederherstellen.

Chirurgische Facelifts erreichen den größten Effekt, verursachen jedoch Schon- und Ausfallzeiten von ein bis zwei Wochen.


Straffung der Gesichtshaut ohne OP

Wie es bereits der Name verrät, wird das Gesicht beim Fadenlifting mit speziellen Fäden gestrafft. Die Fäden aus Polymilchsäure kommen im medizinischen Bereich häufig zum Einsatz und werden in einem minimalinvasiven Vorgang mit dünnen Nadeln in das erschlaffte Gewebe eingebracht. Die Fäden sind mit Knoten, Kegeln oder Widerhacken besetzt, die sich gut im Gewebe verankern lassen und so die Haut straffen.

Je nach Gewebemenge und -festigkeit lässt sich der individuell mögliche Straffungseffekt erreichen. Durch die Polymilchsäure der sich langsam auflösenden Fäden wird außerdem die Kollagenproduktion angeregt, die altersbedingt im Laufe der Zeit eingeschränkt ist. So wird das Gewebe nachhaltig gefestigt und die weitere Hautalterung reduziert. Ein langanhaltender Effekt entsteht.

Gegenüber dem operativen Facelift ist das Fadenlifting aufgrund fehlender Schnitte deutlich zeitsparender und risikoärmer. Zudem entstehen nur sehr kurze Ausfallzeiten von wenigen Tagen. Das Sofortergebnis wird dann noch durch den Kollagenaufbau in den nächsten Monaten verstärkt, so dass sich die behandelten Regionen langsam straffen und festigen. Dadurch entsteht ein sehr natürliches, nicht „überstrafftes“ Ergebnis, das ca. zwei bis drei Jahre bestehen bleibt. Eine erneute Behandlung ist ohne Probleme möglich.


© Kurhan - fotoliaDie Vor- und Nachteile der Behandlungen werden in einem ausführlichen Beratungsgespräch erklärt. (© Kurhan - fotolia)Welche Fäden sollten verwendet werden?

Fadenlifting ist nicht gleich Fadenlifting! Auf dem Markt werden sehr viele verschiedene Fäden angeboten, zudem sind die Preise für die Behandlung sehr unterschiedlich.

Das liegt an der Qualität und der Anzahl der verwendeten Fäden. Für einen guten Effekt und ein natürliches Ergebnis sollten Patienten hier auf das richtige Produkt, die richtige Anzahl an Fäden und den richtigen Anwender, einen Facharzt mit entsprechender Qualifikation, setzen. So lassen sich die Risken und Ausfallzeiten minimieren.


Welche Methode eignet sich mehr?

Beide Behandlungen weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf und werden inzwischen erfolgreich in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie angewendet. Welches Verfahren gewählt wird, hängt von den Wünschen des Patienten und dem vorliegenden Befund ab.

Das Fadenlifting eignet sich vorrangig für eine leichte bis mitteltiefe Faltenbildung oder erschlaffte Haut. Häufig entscheiden sich Patienten dafür, die sich keiner Operation unterziehen oder längere Ausfallzeiten vermeiden möchten.

Wenn dagegen eine einmalige Behandlung mit langanhaltender Wirkung erwünscht ist, erhält das Facelift oder das Minilift mehr Gewicht. Es kann sowohl bei leichten als auch sehr tiefen Falten und herabhängenden Hautpartien zum Einsatz kommen. Generell ist es wichtig zu wissen, dass kein Fadenlifting den Effekt eines Faceliftings erzielen kann. Die Unterschiede können aber simuliert werden, so dass eine Vorstellung des ungefähren Ergebnisses möglich ist.

Weitere Vor- und Nachteile sollten in einem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Chirurgen gegenübergestellt werden, um das passende Verfahren zu finden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


25.03.2019 - 16:27 Uhr

Jede Frau braucht es nicht, aber wenn man heute...

von Elsie

... die Möglichkeit schöner zu werden hat, warum nicht. In den letzten Jahren habe ich verspürt, dass mein Gesicht verwelkt. Das Kinn und der Hals waren nicht mehr so fit wie früher und den Rollkragenpullover trage ich nicht gern, habe ich mich für einen Facelift entschieden. Der Eingriff habe ich im Ausland untergezogen, weil ich die Ergebnisse dieser Klinik gesehen habe, und ich habe den Eingriff mit einem Ausflug verbunden. Die Reaktionen sind sehr positiv und ich fühle mich wieder jung. Zum Schluss muss ich sagen, dass dazu den Mut zu fassen sehr schwierig war.


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