Hautstraffung mit Facelift - Was ist die SMAS-Methode?

Dr. Hofheinz

von
verfasst am

© Picture-FactoryUm die haut im Gesicht zu straffen bieten sich viele Techniken an - eine davon ist die SMAS-Methode (© Picture-Factory)Im Laufe des Älterwerdens folgt unsere Haut, überwiegend im Gesicht, früher oder später der Schwerkraft. Die Folge sind herabhängende Wangen, sogenannte Hängebäckchen, tiefe Falten im Mundwinkel oder ein Doppelkinn. Auch der Hals verliert zunehmend seine Spannkraft, hängt herab und legt sich in Falten.

Diese ästhetischen Makel zehren am Selbstbewusstsein vieler Betroffener. Sie fühlen sich alt und unattraktiv. In der Tat lässt erschlaffte Haut das Gesicht erschöpft, müde und alt aussehen. Ein Facelift kann in diesem Fall die betroffenen Haut- und Muskelpartien korrigieren. Es gibt hier allerdings nicht nur eine Methode. Im Zusammenhang mit dem Facelift fallt neuerdings immer wieder der Begriff „SMAS“.


Was passiert beim SMAS-Facelift?

SMAS bedeutet „Superficial Muscular Aponeurotic System“. Dabei handelt es sich um das dünne Untergewebe der Haut, sozusagen die Stützpfeiler des Gesichts. Verliert das SMAS mit der Zeit seine Elastizität, zieht es die äußere Haut mit hinunter. Beim SMAS-Facelift spannt der Chirurg somit nicht die Haut, sondern fixiert nur das untere Gewebe an seiner ursprünglichen Position. Dabei bleibt überschüssige Haut übrig, die entfernt und ohne jegliche Zugkraft vernäht wird.

Die Narben sind so fein, dass sie so gut wie unsichtbar sind. Zudem verschwinden sie hinter den Ohren. Patienten erhalten dauerhaft ihre ehemaligen Gesichtszüge zurück. Mit dem SMAS-Facelift kann der untere Teil des Gesichts und der Hals behandelt werden.

Das SMAS-Facelift bildet das genaue Gegenteil zum Mini-Lifting, bei dem nur die äußere Hautschicht fixiert wird.


Verhalten nach der Operation

Die Behandlung dauert etwa zwei bis drei Stunden und wird im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt. Anschließend muss der Patient zur Beobachtung eine Nacht in der Klinik bleiben. Die nächsten ein bis zwei Wochen sind zur Schonung gedacht.

Nach dieser Zeit werden die Fäden gezogen und der behandelnde Arzt untersucht, ob der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist. Daraufhin ist auch die Arbeits- und Gesellschaftsfähigkeit wiederhergestellt.


Welches Risiko geht von dem SMAS-Facelift aus?

Das Risiko von Komplikationen beim Facelift kann, sofern vom erfahrenen Chirurg durchgeführt, relativ klein gehalten werden. Patienten sollten trotzdem im Vorfeld mögliche Risiken abwägen. In seltenen Fällen können anhaltende Taubheitsgefühle oder unschöne Narbenbildungen auftreten. Des Weiteren reagiert nicht jeder Patient gleich auf die Narkose.

Das SMAS-Facelift bildet eine echte Revolution im Bereich der Gesichtsstraffung, denn im Gegensatz zu anderen Facelift-Methoden wird hier nicht nur die äußere Hautschicht gestrafft. Indem das Untergewebe gestrafft wird, können die ursprünglichen Züge des Gesichts wiederhergestellt werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
3
Interessante Artikel zum Thema „Falten”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
  

Kommentare zum Artikel (1)


04.09.2017 - 16:47 Uhr

Habe eine Frage zu Vampirlifting, was ich vor...

von S. B.

... einigen Wochen machen ließ, ohne einen Sichterfolg, bin aber um etwas Geld leichter geworden. Ich habe trotz Nachfrage keine Antwort erhalten und bin nach Marl gezogen und nun möchte ich erneut ein Lifting versuchen. Was muss ich für die Gesichtsbehandlung bezahlen und wann zeigt sich ein Erfolg? S. B.

Dr. Hofheinz

Antwort vom Autor am 05.09.2017
Dr. med. Holger Hofheinz

Sehr geehrte Patientin, vielen Dank für Ihren Beitrag. Beim Vampirlifting handelt es sich, im Gegensatz zum SMAS-Facelift, um keine Operation sondern um eine Eigenbluttherapie. Daher ist der Effekt zum einen sehr dezent und zum anderen auch nicht sofort sichtbar. Sofern die Alterungserscheinungen im Gesicht und Halsbereich schon weiter fortgeschritten sind, raten wir von einer solchen Frischzellkur eher ab. Die Kosten sind dann besser in einer chirurgischen Lösung investiert, die sofort sichtbar ist und Ihnen eine Verjüngung von 10 bis 15 Jahren schenkt. Der Preis bewegt sich abhängig vom Ausmaß des Liftings zwischen 6.000,- bis 10.000,- Euro. Wir würden uns freuen, Sie zu einem Beratungsgespräch bei uns begrüßen zu dürfen. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 0211-55028780. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Dr. Holger Hofheinz Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie


Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Ärzte für spezielle Behandlungsgebiete

jameda Behandlungsgebiete

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon