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Mini-Bauchdeckenstraffung (bzw. Mini-Abdominoplastik): Vorteile, Ablauf & Kosten

Prof. Dr. Lohmeyer

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© ipag - fotoliaOb eine Mini-Bauchdeckenstraffung möglich ist, muss in jedem Fall einzeln beurteilt werden. (© ipag - fotolia)Die ist die kleinere Variante der klassischen Abdominoplastik (Bauchdeckenstraffung). Der wesentliche Unterschied hierzu ist, dass der Bauchnabel bei der Mini-Abdominoplastik nicht ausgelöst oder versetzt werden muss, da ausschließlich Gewebe unterhalb des Nabels entfernt wird.

Welche Vorteile hat die Mini-Bauchdeckenstraffung?

Wesentliche Vorteile sind hierbei, dass dadurch die Narbe oftmals wesentlich tiefer gesetzt werden kann und dass die Narbe damit oftmals auch kürzer und weniger sichtbar ist. Zudem werden die typischerweise bei klassischer Bauchdeckenstrtaffung auftretenden großflächigen Gefühlsstörungen (Taubheit) der Bauchdecke auf ein Minimum reduziert und sind dann eher auf das unmittelbare um die Narbe liegende Areal beschränkt. Eine klassische Abdominoplastik bleibt hierdurch grundsätzlich für den späteren Verlauf weiterhin möglich, falls erforderlich. 

Möglich ist die Technik der Mini-Abdominoplastik dann, wenn der Hautüberschuss, d.h. die Faltenbildung vor allem unterhalb des Bauchnabels zwischen Schamhügel und Bauchnabel vorliegt. Bei wesentlichen Hauptüberschüssen auch oberhalb des Bauchnabels oder tiefem, ausgezogenen Bauchnabel ist diese Technik meist nicht geeignet.

So läuft die Behandlung ab

Bei dem Eingriff wird die Haut der unteren Bauchdecke von der unterliegenden Muskelfaszie gelöst und der Überschuss entfernt. Wichtig bei der Hautnaht ist, dass auch eine Naht der Tiefen Faszien/Fettgewebestrukturen genäht werden, um hier zu vermeiden, dass die Narbe weiter einzieht. Grundsätzlich lässt sich durch die Mini-Abdominoplastik zum Beispiel auch eine eingezogene Kaiserschnitt-Narbe korrigieren. Die Naht erfolgt typischerweise mit sich auflösendem Nahtmaterial, so dass die Fäden später nicht entfernt werden müssen.

Was passiert nach der Behandlung?

Gegebenenfalls ist es für ein bis zwei Tage erforderlich, eine Drainage einzulegen. Nach der Operation sollte für circa vier Wochen eine Kompressionsbandage (Bauchgurt) getragen werden. Typischerweise kann am Folgetag der Operation wieder geduscht werden. Falls eine Drainage eingelegt wurde, verzögert sich dies auf 24 Stunden nach der Drainagenentfernung, also typischerweise auf den zweiten bis dritten Tag nach dem Eingriff.

Mitunter kann der Eingriff sogar in örtlicher Betäubung durchzuführen werden. Die Behandlung ist praktisch immer ambulant möglich. Eine Arbeitsfähigkeit liegt typischerweise nach wenigen Tagen wieder vor, hängt jedoch von der körperlichen Arbeitsbelastung ab. 

Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?

Die Kosten für eine Mini-Abdominoplastik sind meist deutlich geringer als für eine klassische Abdominoplastik. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist in aller Regel nicht möglich. 

Ob bei Ihnen eine Mini-Abdominoplastik in Frage kommt, muss in einem individuellen Gespräch bei einem erfahrenen Plastischen Chirurgen abgeklärt werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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