Was sind Mitochondrien?

Dr. Schramm

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© godfer © www.fotolia.de© godfer © www.fotolia.deMitochondrien sind kleine Organellen, die in allen unseren Körperzellen vorkommen - in manchen Zellen sogar tausendfach. Ihre wichtigste Aufgabe ist, rund um die Uhr Energie bereitzustellen. Die Energie, die wir dem Körper (z.B. in Form von Ernährung) zuführen, muss in ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt werden, damit unser Körper sie nutzen kann. Adenosintriphosphat hält als Kraftstoff sämtliche Lebensprozesse aufrecht. Die Mitochondrien produzieren täglich bis zu 60 kg Adenosintriphosphat, das vom Körper sofort wieder für alle Organsysteme verbraucht wird.

Frühe Warnsignale und Mangelsymptome?
Ab einem gewissen Alter kennen viele diese Symptome: Man ist dauererkältet, erschöpft, schläft nicht mehr richtig, hat häufig Kopfschmerzen und kann sich schlechter konzentrieren.
Diese Symptome könnten auf eine mitochondriale Dysfunktion hinweisen.

Wie wird eine "Mitochondriale Dysfunktion" festgestellt?
Um festzustellen, ob passend zur Symptomatik eine mitochondriale Schädigung vorliegt, werden spezielle Screenings durchgeführt. Mittels Blutanalysen werden in einem Spezial-Labor verschiedene Laborwerte erhoben, dazu gehören z.B. ein ATP-Check, dieser zeigt die mitochondriale Kapazität an, ein Mito-Profil und die Messung verschiedener Mitochondrien-assoziierter Mikronährstoffe.

Den Bestand regenerieren...
Den Bestand zu regenerieren ist das Ziel der "Mito-Medizin". Zwar können geschädigte Mitochondrien nicht repariert werden, aber der Bestand kann mit speziellen Therapien dazu angeregt werden, sich häufiger zu teilen, die kaputten Organellen zu entsorgen und so die mitochondriale Kapazität wieder zu erhöhen.
Zur Therapie gehören maßgeschneiderte Substitutionspräparate im orthomolekularen Bereich, Infusionen in individueller Dosierung, Darmsanierung, Ernährungsumstellung, Entgiftungen sowie Entspannungs- und Bewegungstraining. Es gilt einen Mangel an verschiedenen Mineralien, Vitaminen und Coenzymen wieder auszubalancieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei z.B. Omega-3- Fettsäuren, Spurenelemente wie Zink und Selen oder der komplette Vitamin-B-Komplex, Vitamin D3 und Coenzym Q10, L-Carnosin, L-Carnitin und Alpha-Liponsäure. Wichtig beim Therapiekonzept ist auch die Wahl der Präparate, da es qualitativ sehr große Unterschiede in der Wirksamkeit gibt.

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Kommentare zum Artikel (1)


27.01.2015 - 06:23 Uhr

Unser Sohn 3,5 Jahre ca. 19 kg, leidet unter dem...

von Sabine

... Kearns Sayre Syndrom und benötigt dringend Coenzym q10. Welches Präparat würden Sie in welcher Menge für Ihn empfehlen, damit der Körper entsprechenden unterstützt wird? Es gab auch Beiträge, die unbedingt eine flüssige Verabreichung raten, da diese wirksamer und direkter wirken würde. Ist das richtig? Welche Vitamine werden zusätzlich noch benötigt, damit das Coenzym q10 richtig wirken kann? Vielen Dank für Ihre Hilfe

Dr. Schramm

Antwort vom Autor am 16.02.2015
Dr. med. Nicole Schramm

Sehr geehrte Sabine, die Dosierung für CoenzymQ10 (Ubiquinol) variiert für Erwachsene zwischen 30-600mg/d, in welcher Höhe Ihr Sohn die Substitution erhalten sollte, würde ich den behandelnden Arzt entscheiden lassen. Grundsätzlich ist Coenzym Q10 nicht wasserlöslich, Pulverzubereitungen sind aufgrund schlechter Bioverfügbarkeit nicht zu empfehlen. Besser aufgenommen werden vom Körper das reduzierte Ubiquinol, z.B. in Form einer Gelkapsel, so dass der Inhalt nicht durch die Magensäure unwirksam wird oder eine Tropfenform, so dass der Wirkstoff über die Mundschleimhaut direkt aufgenommen werden kann. Hersteller wären hier zum Beispiel Neurolab oder HCK oder Präparate wie Sanomit. Zu den Mitochondrien unterstützenden Wirkstoffen zählen auch L-Carnitin, Alpha-Liponsäure, Thiamin, Magnesium, Riboflavin und Niacin. Herzliche Grüße, Dr. Nicole Schramm


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