Bleaching und Zahnersatz – alles Wissenswerte rund um das Thema

Ein strahlendes Lächeln: Mit Bleaching die Zähne aufhellen. (© Nobilior - fotolia)

Strahlend weiße Zähne gelten als Schönheitsideal – kein Wunder also, dass viele Menschen danach streben. Im Laufe des Lebens werden die Zähne jedoch dunkler. Die Ursachen dafür können vielfältig sein.

Wenn jedoch eine Professionelle Zahnreinigung nicht mehr ausreicht, um die Helligkeit zu erlangen, die den Patientinnen und Patienten vorschwebt, dann greifen viele zu einem beliebten Mittel, nämlich dem Bleaching der Zähne. Doch funktioniert ein Bleaching überhaupt, wenn im Mundraum bereits Zahnersatz vorhanden ist?

Was ist ein Bleaching eigentlich?

Beim Bleaching, was das englische Wort für „Bleichen“ ist, handelt es sich um ein chemisches Verfahren zum Aufhellen der Zähne. Die Methoden unterscheiden sich dabei je nach der Verfärbung der natürlichen Zähne und des gewünschten Ergebnisses.

Entweder wird das Bleichmittel in Form eines Gels direkt auf die Zähne aufgetragen und muss dann dort einwirken. Alternativ wird es in eine individuell für die Patientinnen und Patienten hergestellte Schiene gegeben. Sie muss dann entweder für einen gewissen Zeitraum in der Zahnarztpraxis oder zu Hause über Nacht getragen werden.

Welche Voraussetzungen müssen für ein Bleaching erfüllt sein?

Damit die Zähne erfolgreich gebleicht werden können, müssen sie und auch das Zahnfleisch vollkommen gesund sein. Es ist daher wichtig, im Vorfeld eine Zahnarztpraxis aufzusuchen. Finden sich an den Zähnen Karies, undichte Füllungen oder andere Defekte im Zahnschmelz, kann das Bleichmittel in das Innere des Zahnes eindringen.

Das verursacht nicht nur Schmerzen, im schlimmsten Fall können sogar die Nerven beschädigt werden. Ist das Zahnfleisch beschädigt, kann es hier durch ein Bleaching zu Entzündungen kommen. Weiterhin ist es wichtig, dass alle Beläge auf den Zähnen vor einem Bleaching durch eine Professionelle Zahnreinigung entfernt werden.

Außerdem sollten sowohl Schwangere als auch Stillende und alle mit Unverträglichkeiten gegen die Inhaltsstoffe des Bleichmittels auf das Bleaching ihrer Zähne verzichten.

Kann Zahnersatz gebleicht werden?

Zahnersatz, also künstliche Zahnkronen oder -brücken, lässt sich nicht bleichen. Seine Farbe ist nicht veränderbar, weshalb er nach einem Bleaching durch eine dunklere Nuance auffallen würden.

Das bedeutet, dass ein Bleaching mit Zahnersatz theoretisch nur dann stattfinden kann, wenn der Zahnersatz an einer nicht sichtbaren Stelle sitzt. Eine Alternative wäre, den Zahnersatz zu entfernen und durch einen helleren auszutauschen, der der neuen Farbe der Zähne entspricht. Dieses Verfahren ist jedoch aufwendig und teuer und wird daher selten angewandt.

Es lässt sich also sagen, dass ein Bleaching mit Zahnersatz grundsätzlich nicht unmöglich, jedoch eher kompliziert ist. Bestenfalls schätzt ein Zahnarzt oder eine Zahnärztin den individuellen Fall im Vorfeld ein.

Kann ein Bleaching auch zu Hause durchgeführt werden?

Es gibt frei verkäufliche Bleachingmittel aus dem Drogeriemarkt, die zu Hause angewandt werden können. Es ist nicht unmöglich, mit diesen ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, jedoch ist der Erfolg nicht garantiert.

Unabdingbar ist es in jedem Fall, im Vorfeld eine Zahnarztpraxis aufzusuchen und das Gebiss gründlich untersuchen zu lassen. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin kann beratend zur Seite stehen.

Es existieren jedoch auch sogenannte Home-Bleachings aus der Zahnarztpraxis. Hier bekommen die Patientinnen und Patienten eine Zahnschiene mitsamt dem Gel für das Bleaching mit nach Hause und können es dort anwenden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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