
Diese Patientin kam vor einiger Zeit in meine Praxis und beklagte extrem freiliegende und empfindliche Zahnhälse, sowie immer wieder abplatzende Keramik an ihren Kronen. Kopf- und Nackenschmerzen waren ihr ständiger Begleiter.
Bei der klinischen Untersuchung wurden schmerzhafte Bereiche der Gesichtsmuskulatur festgestellt. Die Zähne und auch die Kronen zeigten massive Abnutzungserscheinungen, die Zahnhälse lagen extrem frei und waren äußerst empfindlich.
Nach der bioästhetischen Registrierung zeigte sich deutlich die Problematik in der vorhandenen Bißsituation. Der Patientin wurde eine MAGO-Schiene angefertigt und bereits nach einigen Wochen zeigte sich eine deutliche Linderung der Symptome im Kopf- und Nackenbereich.
Nach der Stabilisierung der Kiefergelenke mit Hilfe der Schiene wurde ein erneutes Registrat genommen um festzustellen, wie sich die Beziehung von Ober- und Unterkieferzähnen nun darstellt. Die Patientin war zu diesem Zeitpunkt beschwerdefrei.
Um in dieser Position eine ideale Verzahnung zu simulieren und damit genau zu wissen, welche Zähne in welchem Umfang verändert werden müssen, fertigt die bioästhetische Zahntechnikerin (Frau Monika Hampp, Kempten) nun ein bioästhetisches Wax up an. Nur so kann die stabilisierte Gelenkposition erhalten werden und das Kausystem physiologisch arbeiten.
Da diese Patientin bereits umfangreich mit Kronen saniert worden war und diese Kronen fast alle defekt und abgenutzt waren, fielen die Maßnahmen sehr umfangreich aus. Das ist jedoch nicht bei allen Patienten gleich. Viele Fälle können bei der Bioästhetik minimalinvasiv gelöst werden.
Es kommt immer auf die Vorschädigung an!
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