
Wenn im Körper, aus welchem Grund auch immer, Blutgerinnsel entstehen, werden sieim Lauf der Zeit wieder abgebaut. Blutgerinnsel bestehen unter anderem aus Fibrin. Beim Abbau des Fibrins entstehen verschiedene Spaltprodukte, darunter auch die relativ leicht zu bestimmenden D-Dimere. Das Vorhandensein von D-Dimeren weist also auf das Vorliegen von Blutgerinnseln hin.
Was sagt der D-Dimer-Wert über Ihre Gesundheit aus?
Bei Verletzungen oder auch nach Operationen entstehen immer Blutgerinnsel, hier ist ein Anstieg der Werte normal. Es können allerdings auch schwere Erkrankungen vorliegen, wie z.B. ein Blutgerinnsel in einer Arterie oder Vene (z.B. bei Herzinfarkt oder einer Venenthrombose) oder eine Embolie, bei der ein entstandenes Blutgerinnsel durch den Blutstrom an eine andere Stelle im Körper transportiert wird und dort wichtige Gefäße verstopft.
Die Bestimmung der D-Dimere wird normalerweise als Ausschlussdiagnose durchgeführt, d.h. wenn der D-Dimer Wert nicht erhöht ist, kann man mit über 95 Prozent Sicherheit davon ausgehen, dass keine Thrombose oder Embolie vorliegt (Ausnahmen siehe unten)
Diese Werte gelten als normal
Bei Männern und Frauen sollte der Wert zwischen 20 und 500 µg pro Liter (=20-500nanogramm/ml) Blutplasma liegen. Der Wert ist stark methodenabhängig. Bestimmt wird er mit einem sehr spezifischen Antikörpertest.
Wenn Ihre D-Dimer-Werte erhöht sind...
ist das allein für sich noch keine Diagnose, da die Bestimmung unspezifisch ist, und immer zusammen mit weiteren Symptomen betrachtet werden muss.
Gründe für einen hohen Wert können z.B. sein:
- Beinvenenthrombosen
- Lungenembolie
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Übermäßige Blutgerinnung (sog. Disseminierte intravasale Gerinnung =DIC)
- Maligne Tumore
- Leukämie
- Leberzirrhose
- Sepsis oder größere Entzündungen im Körper
- Operationen in den letzten Wochen
- Therapie mit fibrinlösenden Medikamenten, z.B. Heparinen
- Schwangerschaft
Zu beachten ist, dass die D-Dimer Bestimmung nicht in allen Fällen aussagekräftig ist. So sind die Werte in der Schwangerschaft immer erhöht und man kann deshalb eine beginnende Schwangerschaftsthrombose (immerhin die häufigste Todesursache bei Schwangeren!) nicht mit diesem Test feststellen.
Ebenso treten nach Operationen häufig Embolien und Thrombosen auf, die aber wegen der natürlichen Erhöhung der Werte (s.o.) allein mit der Dimerbestimmung nicht bemerkt werden können.
Ein weiterer 'Störfaktor' ist die Behandlung mit Antikoagulatien, also Blutgerinnungshemmern.
Wenn ihr D-Dimer Wert zu niedrig ist, dann hat das keinerlei Aussagekraft.
Zusammenfassung
In der Notfallmedizin ist die Bestimmung der D-Dimere ein wichtiger Parameter zum Ausschluss von Embolien und Thrombosen. Weitere Aussagen können erst zusammen mit anderen Diagnosemethoden getroffen werden.
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