
Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. med. Christiane Sperschneider interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Gynäkologin.
jameda: Frau Dr. med. Christiane Sperschneider, was hat Sie motiviert, Gynäkologin zu werden und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?
Frau Dr. Sperschneider: Als Studentin war ich für ein Praktikum in Irland, wo ich meine erste Geburt gesehen habe. Danach bin ich mit dem Fahrrad in meine Unterkunft gefahren und habe gewusst, dass ich Frauenärztin werden möchte.
jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?
Frau Dr. Sperschneider: Meine Praxis deckt das gesamte Spektrum der Gynäkologie und Geburtshilfe ab. Beginnend mit der Schwangerschaftsbetreuung (einer sehr intensiven Zeit mit der werdenden Mutter), über Fragen der Verhütung, Vorsorgeuntersuchungen, Betreuung und Beratung während der Wechseljahre und Tumornachsorge. Genau diese Vielfalt macht den Beruf so spannend!
jameda: Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?
Frau Dr. Sperschneider: Meine 'alten Meister' sind meine alten Chefs in Schaffhausen, Prof. Litschgi und Dr. Eberhard, die mich in das Fachgebiet eingeführt und dafür begeistert haben.
jameda: Gibt es aktuell Hilfen oder Neuerungen, die Ihnen Ihren Praxisalltag erleichtern können?
Frau Dr. Sperschneider: Wir haben in den letzten Jahren die Praxis digitalisiert und die Abläufe umstrukturiert. Das erleichtert uns das Arbeiten extrem und verkürzt die Wartezeiten für unsere Patientinnen.
jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?
Frau Dr. Sperschneider: Es ist eine schwierige Zeit: angefangen von der teilweise prekären Personalsituation, den überfüllten Kliniken, den steigenden Kosten und den immer weniger übernommenen Leistungen der Krankenkassen. Wir hoffen und wünschen uns, dass wir unseren Patientinnen weiterhin die optimale Betreuung bieten können, die wir uns auch für uns wünschen würden.
jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?
Frau Dr. Sperschneider: Ich hoffe und denke, dass wir ein sehr offenes und herzliches Verhältnis zu unseren Schwangeren und Patientinnen haben. Ich versuche, mir genügend Zeit für Fragen und Erklärungen zu nehmen.
jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?
Frau Dr. Sperschneider: Die meisten meiner Patientinnen sind sehr offen und herzlich, authentisch und ehrlich. Über die Jahre hat sich zu vielen eine richtige Beziehung entwickelt, da man viele gemeinsame gute, aber auch traurige Erlebnisse hatte. Das schweißt zusammen und stärkt das Vertrauen. Es ist auch schön, die Kinder groß werden zu sehen, die man vorher in der Schwangerschaft betreut hat.
jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Frau Dr. Sperschneider: Davon gibt es eine Vielzahl! Eine Geburt in der Eingangshalle der Klinik werde ich nie vergessen – das Baby wollte so schnell auf die Welt, dass wir es nicht mehr in den Kreissaal geschafft haben.
jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Frau Dr. Sperschneider: Sport, Lachen und Ruhe sind die beste Medizin!
Zur Person
Mein Medizinstudium habe ich an unterschiedlichen Universitäten absolviert, begonnen mit der Friedrich-Schiller-Universität in Jena (D) über Davos und Zürich (CH), York (GB), Ballinasloe (IRL) und Barbados (BDS). Anschließend arbeitete ich als Assistenzärztin im Kantonsspital Schaffhausen (CH) in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe unter Prof. Dr. med. Mario Litschgi. Seit Oktober 2014 bin ich in meiner eigenen Frauenarztpraxis in der Bahnhofstraße 25, Kahla, tätig.
Zur Praxis
Wir sind ein junges und aufgeschlossenes Team und möchten Sie langfristig medizinisch begleiten und Ihnen zur Seite stehen. Freundlich, persönlich und interessiert.
Wir nehmen Sie mit jedem Ihrer Anliegen ernst. Und das in allen Lebensphasen.
Wir behandeln unsere Patientinnen so, wie wir selbst behandelt werden möchten – auf der Basis gegenseitigen Vertrauens, persönlichen, respektvollen Umgangs miteinander und mit modernen medizinischen Standards.



