
Bei diesem Fall handelt es sich um einen 45jährigen, beruflich sehr geforderten Patienten. Immer wieder wurde bei ihm diagnostiziert, daß seine Schmerzen im Kopfbereich durch zu viel Streß entstehen, die Nackenprobleme würden durch die Arbeit am Computer hervorgerufen. Ihm wurden Physiotherapie und Massagen verschrieben, die Beschwerden damit kurzfristig gelindert. Nach wenigen Tagen jedoch ließ die Wirkung der Physiotherapie nach, der Patient fühlte sich durch die Schmerzen erneut erheblich beeinträchtigt. "Streßabbau" wurde ihm empfohlen...
Nach der Untersuchung und dem funktionellen Registrat stellte sich jedoch eine enorme Problematik im Bereich des Kausystems dar. Die Photos zeigen:
a. die "normale" Situation, wenn der Patient zubeißt
b. die Kontakte auf den unteren Zähnen. Das Gelenk ist in seiner annähernd idealen Position
c. den Unterschied zu a. beim Zubeißen in Situation b.
Diese Diskrepanz, die für den Patienten jedoch nicht spürbar ist, führt zu einem pathologischen Zustand von Muskulatur, Bändern und Zähnen unterschiedlicher Ausmaße. Auch die extrem freiliegenden Zahnhälse werden durch diesen Zustand verursacht. Die Putztechnik hat da nur einen geringen Einfluß.
Dadurch auch bedingt ist die unphysiologische Abnutzung der Zähne, die im Laufe der Zeit immer flacher werden. Neben all den negativen, funktionellen Auswirkungen abgenutzter Zähne wird der ästhetische Aspekt zunehmend offensichtlich.



