Die Verbindung zwischen der Mundgesundheit und systemischen Erkrankungen wird immer deutlicher. Besonders tote Zähne, oft das Ergebnis von Wurzelbehandlungen, stehen im Verdacht, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich zu erhöhen. Wie entsteht diese Gefahr, und was kann man tun, um sich zu schützen?

Wie tote Zähne den Körper belasten
Ein wurzelbehandelter Zahn mag äußerlich gesund wirken, ist jedoch aus biologischer Sicht ein totes Organ. Nach der Behandlung bleibt er ohne Blut- und Nervenversorgung und wird schnell von anaeroben Bakterien besiedelt. Diese Mikroorganismen produzieren Toxine wie Thioether und Mercaptane, die nicht nur lokal wirken, sondern über die Blutbahn im gesamten Körper Schäden anrichten. Ein weiterer Aspekt ist die unvollständige Desinfektion der feinen Kanäle im Zahn. Selbst modernste Techniken können die komplexe Struktur der Dentinkanälchen nicht vollständig reinigen. Dadurch entsteht ein dauerhafter Infektionsherd, der das Immunsystem chronisch belastet und stille Entzündungen im Körper fördert.
Die Verbindung zu Herzinfarkt und Schlaganfall
Chronische Entzündungen gelten als Schlüsselmechanismus bei der Entstehung von Arteriosklerose, der Verhärtung und Verengung der Arterien. Tote Zähne tragen dazu bei, diese schleichenden Prozesse zu beschleunigen:
1. Entzündungsmediatoren im Blut: Die von toten Zähnen freigesetzten Toxine und Bakterien gelangen über die Blutbahn in den gesamten Körper. Dort fördern sie die Bildung von entzündlichen Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßwänden.
2. Erhöhtes Thromboserisiko: Entzündungen begünstigen die Bildung von Blutgerinnseln, die Arterien verstopfen können. Dies kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.
3. Retrograder axonaler Transport: Die pathogenen Bakterien können über Nervenverbindungen bis ins Gehirn vordringen und dort entzündliche Prozesse auslösen, die das Schlaganfallrisiko steigern.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Zahlreiche Studien belegen die enge Verbindung zwischen entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In einer Untersuchung von Dr. Weston Price wurde nachgewiesen, dass die Entfernung toter Zähne bei chronisch erkrankten Patienten häufig zu einer Verbesserung ihrer Symptome führte. Seine Experimente zeigten, dass das Implantieren eines toten Zahnes in Versuchstiere deren Gesundheitszustand massiv verschlechterte. Ein weiteres Risiko ist die erhöhte Belastung durch endotoxische Bakterien, die in toten Zähnen nachweislich vorkommen. Diese Bakterienarten wie Porphyromonas gingivalis und Enterococcus faecalis stehen in direktem Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Komplikationen.
Wie schützt man sich vor diesen Risiken?
1. Ganzheitliche Diagnostik: Regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen durch einen biologischen Zahnarzt können helfen, Störfelder wie tote Zähne frühzeitig zu erkennen. 2. Entfernung toter Zähne: Eine vollständige Sanierung, einschließlich der Entfernung wurzelbehandelter Zähne und die Verwendung von biokompatiblen Materialien wie Zirkonoxid-Implantaten, entlastet das Immunsystem. 3. Entzündungshemmende Maßnahmen: Ergänzend zur Zahnbehandlung können entzündungshemmende Therapien wie Ernährungsumstellungen, Mikronährstoffergänzungen und Detox-Programme das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall minimieren.
Fazit
Die gesundheitlichen Auswirkungen toter Zähne werden oft unterschätzt. Doch die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Chronische Entzündungen, ausgelöst durch stille Infektionsherde im Mund, können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich erhöhen. Die biologische Zahnmedizin bietet mit ihrer ganzheitlichen Herangehensweise effektive Lösungen, um die Mundgesundheit zu optimieren und die Allgemeingesundheit zu schützen. So können wir nicht nur unser Herz, sondern auch unser Leben besser schützen.



