
Die Implantologie ist heute aus der modernen Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Patienten wünschen heute eine Implantatversorgung, die ohne herausnehmbare Prothese auskommt und 'feste Zähne' schafft, die im Aussehen und Gefühl natürlichen Zähnen gleichkommen. Im Knochen verankerte Titanimplantate sind ein solides Fundament für diesen Wunsch.
In der Implantologie wird der Blick gerne nach vorne und auf neue Erkennisse gerichtet. Hierr sollte aber auch auf die lange Tradition in der Implantologie zurückgeblickt werden.
Die Entdeckung der Einheilung von Titan im Knochen geht auf die Erkenntnisse im Jahre 1952 von Per-Ingvar Brånemark zurück. Wir feiern 2012 also 60 Jahre Osseointegration.
Die fortschreitende Weiterentwicklung des Implantatdesigns und der Implantatoberflächen bei gleichzeitiger Ursachenforschung für Implantatverluste öffnen die Möglichkeiten zur Anwendung der Implantate auch bei Patienten mit gesundheitlichen Erkrankungen. Beim Implantatdesign wurden auch Erfolge mit kurzen Implantaten ermöglicht.
Um den initialen Einheilungsprozess der Implantate zu beschleunigen, wurden 'aktive' Oberflächen entwickelt, die die Anlagerung von Knochen an das Implantat fördern sollen. Ziele sind eine höhere Implantatstabilität und schnellere Einheilung.
Aktueller Standard sind behandelte Implantatoberflächen. Diese fördern die Anlagerung Knochen bildender Zellen. Diese Oberflächen tragen dazu bei, dass Vorläuferzellen zu Knochenzellen reifen und Schlüsselfaktoren für die knöcherne Einheilung hergestellt werden.
Aktuelle Ziele von Wissenschaftlern ist eine „biologische' Oberfläche. Darunter sind Oberflächen zu verstehen, die nicht nur eine beschleunigte Knochenbildung und Anlagerung ermöglichen, sondern auch entzündungshemmende Eigenschaft haben sollen.



