Artikel 06/05/2016

Paar-Beziehung - verwalten oder gestalten?

Team jameda
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  • „Wir haben uns auseinander gelebt.“
  • „Wir können nicht mehr miteinander reden.“
  • „Wir hören einander nicht mehr zu.“
  • „Ich rede, aber mein Partner versteht mich nicht.“
  • „Jedes Gespräch endet in einem Streit!“

Diese Aussagen zeugen von großer Frustration und Enttäuschung. Wenn man davon ausgeht, dass die Entscheidung zu heiraten, von Zuversicht und Optimismus geprägt ist, kann man nur erahnen, welches Leid hinter diesen Sätzen steht.

Die Verzweiflung, sich in einer ausweglosen Situation zu befinden, lähmt und macht handlungsunfähig.

Raus aus dem Teufelskreis

In den allermeisten Fällen wäre eine Trennung vermeidbar, vorausgesetzt, beide Partner wollen in der Beziehung bleiben und diese positiv weiterführen.

  • Warum ist man ausgerechnet beim Thema Partnerschaft der Meinung, entweder wir schaffen das alleine oder es passt einfach nicht mehr mit uns?
  • Warum gibt man ausgerechnet der Beziehung keine Chance mehr, obwohl man in anderen Lebensbereichen sehr ausdauernd sein kann?

Der Glaube, entweder man passt zusammen oder eben nicht, ist leider ein Irrglaube. Kaum ein Paar passt von Anfang an exzellent zusammen. Wenn dem so wäre, dann hätten Paare, die sich über eine Partnerbörse kennengelernt haben, keine Probleme und würden sich niemals trennen - denn gerade die wichtigsten Eigenschaften wurden ja vorher schon gematcht und gemixt.

Ob die Beziehung gelingt oder nicht, hängt im Wesentlichen von der Konfliktfähigkeit der Beteiligten ab.

Denn nicht die Frage, wie groß sind die Unterschiede, sondern die Frage - Wie können wir mit unseren Unterschieden souverän umgehen oder sogar davon profitieren? - ist entscheidend.

Wo ist die rosa Brille?

Zu Beginn einer Beziehung - solange man noch durch die rosarote Brille blickt - verzeiht man großzügig und sieht sogar die unterschiedlichen Ansichten als bereichernd an. Im Laufe der Jahre wandelt sich der Fokus.

Wo man früher noch die Liebenswürdigkeit hinter einer Eigenschaft erkannte, zum Beispiel „mein Partner ist ruhig und kann gut zuhören“, ist man jetzt kolossal genervt, weil er den Mund nicht aufbringt. Und je länger man eine Beziehung „verwaltet“, aber nicht optimiert, umso tiefer wird der Graben.

Frauen brauchen im Durchschnitt zwei Jahre mentaler Vorbereitung, bis sie sich zur Trennung durchringen. Und sehr oft ist der Mann völlig überrascht davon. Obwohl die Frau immer wieder an ihn appelliert hat, aber eben nicht so, dass er den Ernst der Lage hätte erkennen können.

Mein Tipp

  • Wenn Sie in der Partnerschaft etwas verändern wollen, dann sagen Sie einander nicht, was Sie NICHT wollen, sondern achten Sie darauf zu sagen, was Sie STATTDESSEN wollen.

Mit der Aussage: „Ich will nicht, dass du jeden Abend vor dem Fernseher sitzt“, haben Sie erklärt, was Sie nicht wollen. Mit der Aussage: „Ich möchte, dass wir zwei Abende in der Woche gemeinsam auf der Terrasse sitzen und ein Glas Rotwein trinken“, weiß Ihr Partner ganz genau, was Sie wollen.

In den allermeisten Fällen ist er dann auch bereit, Ihre Wünsche umzusetzen.

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