Artikel 09/09/2013

Diabetische Netzhauterkrankung (Teil 1)

Team jameda
Team jameda
diabetische-netzhauterkrankung

Bei länger bestehender Blutzuckererhöhung leiden die besonders hierauf sensiblen Organe wie Nieren, Blutgefäße im Bein, Kopf - und Herzbereich, wie insbesondere gerade auch die Netzhautadern der Augen. Der Blutzucker - Langzeitwert HbA1c ist für die Prognose der Diabeteserkrankung von herausragender Bedeutung zur Prophylaxe. Wenn außerdem weitere Gefäßrisiko-Faktoren bestehen, erhöht sich das Risiko entsprechend überproportional oder exponentiell beträchtlich: Höheres Lebensalter, Blutdruckerhöhung, Fettstoffwechsel-Störung, erhöhte Harnsäure- und / oder Homocystein-Blutwerte, sowie Übergewicht und Bewegungsmangel. Ganz besonders ungünstig sind die Prognosen für Raucher, da Nikotin als Substanz mit stärkster Toxizität für alle Blutgefäße nachgewiesen ist. Daher empfiehlt der behandelnde Diabetesarzt zunächst die Minimierung dieser Negativfaktoren.

Als weiteres sind Vorsorgeuntersuchungen in festgelegten Abständen bei Fachärzten notwendig, gerade auch dann, wenn noch keine Funktionsstörungen vom Betroffenen selbst bemerkt werden. Dies ist von Bedeutung, da ein Diabetes an allen oben beschriebenen Organen sich nicht in der Frühphase bemerkbar macht. Diese Vorsorgen zu vernachlässigen ist für einen Diabetiker vielfach schicksalhaft. Wenn er erst bei Beschwerden zum Arzt / Facharzt geht, dann ist häufig eine völlige Wiederherstellung der Gesundheit nicht mehr möglich.

Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten regelmäßig durch Aufforderung zu Vorsorge - Terminen mit sogenanntem Disease Management Programm = DMP für Diabetiker. Seit Einführung dieses Diabetiker-Programms seit ca. 2004 ist durch regelmäßige Netzhaut-Untersuchungen die Anzahl schwerer Augenerkrankungen mit entsprechender hoher Sehschwäche und Erblindung um etwa 85% rückläufig !

Bei der Netzhaut - Untersuchung der Augen, die völlig harmlos mit Spezialgeräten und Lichtschein erfolgt, beobachtet der Augenarzt die feinsten und direkt sichtbaren Blutgefäße des Körpers. Bei diabetesbedingten Veränderungen zeigen sich an den Arterien anfänglich kleine, fleckförmige Aussackungen, Microaneurysem genannt. Diese treten erst nur vereinzelt auf, später nehmen sie an Menge zu und verteilen sich in der gesamten Netzhaut. Meistens treten dann fleckige, gelbliche Ablagerungen um die Netzhaut - Mitte herum dazu. Dies sind Blutanteile, die infolge einer krankhaften Gefäßdurchlässigkeit aus den kleinen Adern austreten.

Solange die Netzhaut - Mitte, die sogenannte Makula, nicht betroffen ist, bemerkt der Betroffene immer noch nichts mit seinem Sehvermögen. Wird die Makula jedoch mitbefallen, dann wird die Sehschärfe deutlich schlechter, denn die Makula hat allein die Funktion einer Kamera und enthält mehr als eine Million feinster Empfangsnerven. Nur hiermit kann der Mensch sein scharfes und farbiges Sehen erhalten.

Wenn ein Mitbefall der Makula droht, dann rät der Augenarzt zur Lasertherapie, insbesondere auch bei Veränderungen der kleinen Venen, die ‘wurstkettenartige’ Schwankungen im Durchmesser ausweisen. Dies ist ein deutlicher Indikator für Durchblutungsstörung und ist behandlungsbedürftig. Bei der Laserbehandlung wird die zum Sehen nicht bedeutsame Netzhaut - Peripherie mit gebündeltem Licht nach örtlicher Augentropfen-Betäubung bestrahlt, um eine künstliche Vernarbung zu erzeugen. Dadurch wird eine Durchblutungs-Verbesserung der Makula erreicht, um weiterhin klares und farbiges Sehen zu erhalten.

Aus mehr als 30jähriger Erfahrung soll an dieser Stelle angemerkt werden, dass die meisten Betroffenen vor der ersten Behandlung ängstlich sind, jedoch sagen sie sofort nach der Therapie, die etwa 5 min dauert, dass es kaum nennenswert schmerzhaft war und dass sie zur nächsten Behandlung nun völlig angstfrei kommen würden. Meistens wird pro Auge zunächst vier Mal behandelt im Abstand von einer Woche. Bei Bedarf können später noch weitere Termine notwendig sein. Wesentliche Therapie - Risiken bestehen nicht, eventuelle Sehverschlechterungen liegen fast immer an der Netzhaut - Grunderkrankung, jedoch kann das nächtliche Sehen in einigen Fällen vermindert sein.

In Arztpraxen wird oft empfohlen, spätestens bei beginnenden diätetischen Veränderungen, die tägliche Einnahme von Qualitäts-Nahrungsergänzungsmitteln, wie zum Beispiel Orthomol und insbesondere OmniVision Retina. Hiermit erhalten die Blutgefäße aus Pflanzenextrakten, wie zum Beispiel Antrocyane aus Heidelbeeren, Isoflavone aus Soja und Lutein aus der Studentenblume (Tagetis) nachhaltige Schutzstoffe. Zusätzlich sind Spurenelemente und Vitamin- Beimischungen bei den Produkten enthalten und sind sinnvolle Ergänzungen. Diese rezeptfreien Produkte haben sich bei sehr vielen Patienten gut bewährt und sie sind gut verträglich!

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