Wie gesund sind Weiß- und Rotwein wirklich? 5 Mythen im Check

jameda

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© lightwavemedia - fotoliaSchützt Wein das Herz? (© lightwavemedia - fotolia)Um die Traube ranken sich viele Mythen: Wein sei gesund, so die Weinliebhaber. Er schütze vor Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt und Krebs. Aber was sagt die Forschung zu solchen Thesen? Wie wirkt sich Wein tatsächlich auf die Gesundheit aus?

Ist Wein gut für das Herz?

Ja und Nein. Darüber wird heftig diskutiert. Die Debatte begann mit einer Studie in Frankreich, die zeigte: Menschen, die regelmäßig kleine Rotweinmengen tranken, haben kein erhöhtes Herzerkrankungsrisiko. In geringen Maßen soll Wein das gefäßschützende HDL-Cholesterin anheben und das schädliche LDL-Cholesterin senken. Wird er jedoch in großen Mengen konsumiert, kehren sich diese Effekte um – und der Wein schadet dem Herzen. Darüber sind sich alle einig: Mehr als durchschnittlich ein Glas Wein pro Tag – oder vergleichbare Mengen anderer alkoholischer Getränke – sind katastrophal für die Gesundheit.  

Ist Rotwein tatsächlich gesünder als Weißwein?

Rotwein enthält mehr Antioxidantien, denn bei der Rotweinherstellung werden auch die Traubenschalen vergoren. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Weins wird auf diese Antioxidantien zurückgeführt. Im Grunde genommen wissen wir aber nicht, ob Rotwein tatsächlich gesünder als Weißwein ist. Die französische Studie hat nur die Auswirkungen des Rotweins geprüft. Ähnliche Studien mit Weißwein oder andere alkoholhaltige Getränke gibt es nicht.

Wie kalorienhaltig ist Wein?

Wein enthält Alkohol – hier liegt bereits das Problem. Denn Alkohol enthält fast so viel Energie wie Fett und wird schnell in Fettpolster umgewandelt, wenn der Körper die zusätzliche Energie nicht direkt verbrauchen kann. Hier kommt es allerdings auf die Menge des Weingenusses an: Ein Glas Wein macht sich nicht sofort als neuer Hüftspeck bemerkbar. Wer allerdings regelmäßig mehrere Gläser Wein trinkt und auf der anderen Seite kaum Energie verbraucht, muss mit einer Gewichtszunahme rechnen.

Schützt Wein vor Krebs?

Die Antioxidantien des Weins können Zellmutationen eindämmen und damit vor Krebs schützen. Das lassen bisherige Untersuchungen vermuten, die allerdings nur im Labor durchgeführt wurden. Denn es ist noch nicht geklärt, wie die Antioxidantien im Körper aufgenommen werden. An Menschen ist dieser Prozess noch nicht erforscht worden. Zudem ist zu bedenken, dass Wein in größeren Mengen das Krebsrisiko in Mund und Speiseröhre sogar erhöhen kann.

Kann Wein den Blutdruck senken?

Nein. Im Gegenteil: Alkohol erhöht den Blutdruck sogar. Deshalb sollten alle, die an Bluthochdruck leiden, besonders vorsichtig sein und sich auf ein Glas Wein pro Tag beschränken. Frauen wird sogar empfohlen, bei einem kleinen Glas zu bleiben. Wein ist also nur gesund, wenn er in Maßen getrunken wird.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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