Schwitzende Füße? Was Sie dagegen tun können

Claudia Galler

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© Kzenon - FotoliaTragen Sie Schuhe aus Naturmaterialien, um Schweißfüße vorzubeugen. (© Kzenon - Fotolia)Leiden Sie unter schweißnassen Füßen - nicht nur in Winterstiefeln, sondern auch in leichten Sandalen im Sommer? Die jameda Gesundheitsredaktion gibt Tipps, wie man stark schwitzende Füße trockenlegt.

Warum Füße stark schwitzen

An den Fußsohlen befinden sich besonders viele Schweißdrüsen. Stecken die Füße den ganzen Tag über auch noch in Schuhen, kann die Feuchtigkeit nicht verdampfen, die Haut quillt auf und Bakterien zersetzen den Schweiß, sodass Fußgeruch entsteht. Auch nächtliche Schwitzattacken sind unangenehm, die Wäsche wird nass, man fängt an zu frösteln, die Füße werden kalt.

Eine übermäßige Schweißproduktion kann Veranlagung sein oder im Zuge verschiedener Erkrankungen auftreten, z.B. bei Schilddrüsenüberfunktion, Angststörungen und unphysiologischem Schwitzen (Hyperhidrose). Sind die Füße nassgeschwitzt und gleichzeitig kalt, sind eventuell andere Störungen die Ursache wie Diabetes, Durchblutungsstörungen, das Raynaud-Syndrom oder Fibromyalgie.

Kalte Extremitäten können auch nebenwirkungsbedingt durch Medikamente hervorgerufen werden, z.B. durch Betablocker oder kreislaufanregende Arzneistoffe.

Dies hilft Ihnen gegen schwitzende Füße

  • Waschen Sie Ihre Füße mehrmals am Tag. Angenehme, desodorierende Badezusätze sind z.B. Salbei und Lavendel. Auch gerbstoffhaltige Bäder mit Eichenrinde oder schwarzem Tee sind geeignet.
  • Tragen Sie die passenden Socken: Strümpfe sollen die Feuchtigkeit von der Haut aufnehmen und nach außen abgeben. Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Viskose aus Bambus sind hier besonders zu empfehlen. Um zusätzlich gegen Bakterien vorzugehen, die Fußgeruch entstehen lassen, sind Socken mit eingearbeiteten Kupfer- oder Silberfäden geeignet.
  • Legen Sie Sohlen in die Schuhe: Einlegesohlen aus Zedernholz, Baumwolle, Bambusviskose, Leder oder anderen saugfähigen Materialien halten die Füße trocken. Zusätze von Aktivkohle oder desinfizierenden Silber- oder Kupferfäden wirken zudem gegen Bakterien.
  • Tragen Sie die richtigen Schuhe: Offene Schuhe aus Naturmaterialien sind am besten, wenn man stark an den Füßen schwitzt. Gut für Füße und Schuhe ist es auch, die Schuhe im Laufe des Tages zu wechseln, ein Paar Schuhe sollte nicht an zwei aufeinander folgenden Tagen getragen werden.
  • ©fotolia-41530487-KzenonWechselbäder können bei schwitzenden Füßen Abhilfe verschaffen. (©fotolia-41530487-Kzenon)Hemmen Sie die Schweißabsonderung: Aluminiumchloridhaltige Lösungen, Sprays oder Cremes werden je nach Schwitzverhalten einmal täglich oder alle zwei bis drei Tage auf die Füße aufgetragen. Sie verengen die Schweißdrüsen, sodass die Füße weniger schwitzen. Auch Körperpuder saugt dank des enthaltenen Talkums überschüssigen Schweiß auf.
  • Nehmen Sie Salbei ein: Salbe hemmt die Schweißsekretion. Man kann ihn als Tee genießen oder als Tabletten einnehmen.
  • Baden Sie Ihre Füße in elektrischem Strom: Iontophorese hilft gegen starkes Schwitzen. Dabei wird mithilfe Elektroden in einem Fußbad gleichbleibende oder pulsierende Ströme über die Haut geschickt. Mit Geräten für den Hausgebrauch können Betroffene alle ein bis zwei Tage eine 10-15 minütige Behandlung durchführen. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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