Die Diagnose "Nebennierentumor" häuft sich! Was vor der Operation zu bedenken ist

Prof. Dr. Waldmann

von
verfasst am

© fotoliaSchmerzen in den Nieren können ein Anzeichen für einen Nebennierentumor sein (© fotolia)Weil heute mehr hochauflösende Verfahren verfügbar sind, wie Computertomographie, Magnetresonanztomographie, aber auch der Sonographie, begegnen uns Nebennierentumore immer häufiger.

Das wirft bei Patienten und ärztlichen Kollegen, die mit dieser Thematik nicht so vertraut sind, viele Fragen auf. Die Fragen, die beantwortet werden müssen, bevor eine Empfehlung für eine Nebennieren- oder Teilentfernung gegeben werden kann, beziehen sich vor allem auf die Hormonaktivität und die Bös- oder Gutartigkeit des Tumors. 

Welche Folgen hat die Entfernung einer Nebenniere für den Patienten?

Nachdem ein Nebennierentumor festgestellt wurde, sollte der Patient zunächst sorgfältig zu seiner Krankheitsgeschichte befragt werden. Bei der körperlichen Untersuchung achtet man vor allem auf Hautveränderungen, Änderung des Behaarungstyps und weitere Merkmale, die mit dem jeweiligen Hormon-Exzess, vor allem beim Cushing-Syndrom, in Verbindung stehen.

In vielen Fällen können so eindeutige Zeichen für eine Überproduktion von körpereigenem Kortisol oder Aldosteron oder ein Nebennierenmarkshormon fehlen. Was die verschiedenen Hormone im Körper auslösen, wird später erläutert. Es ist sehr wichtig, dass der Patient einen diagnostischen Algorithmus durchläuft, der sich an der Krankengeschichte und den Symptomen orientieren sollte, um die Diagnostik möglichst gezielt und sparsam zu gestalten. Die Diagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Endokrinologen und Radiologen.

In absteigender Häufigkeit kann man bei 8% der Patienten mit einem Tumor der Nebenniere ein Hyperkortisolismus (Cushing-Syndrom), in 6% ein Phäochromozytom, in 5% ein Nebennierenkarzinom, in 2% eine Metastase und in 1% ein Primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) feststellen.

Die Tumore der Nebenniere mit Hormonproduktion

Primärer Hyperaldosteronismus (Morbus Conn)

Bei 1 % der Patienten mit Nebennierentumor besteht ein sogenannter primärer Hyperaldosteronismus. Über die Hälfte der Patienten hat dabei einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut, die sogenannte Hypokaliämie. Der Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ), ein bestimmter Hormontest, wird dabei aber nur als Such- oder Screening-Test verwendet. Für die Bestätigung eines Hyperaldosteronismus benötigen Endokrinologen eine differenzierte Diagnostik, gegebenenfalls mit Salzbelastungstests, oder strengere Kriterien, wie ein Renin-Wert von < 0,5.

Es gibt Besonderheiten in der Diagnostik, der Chirurgie und des Managements der Operation, die eine große Erfahrung und tiefe Kenntnisse in der Nebennierenchirurgie erfordern. Beim Primären Hyperaldosteronismus ist die häufigste Ursache mit 50-70 % ein Adenom, also ein einzelner Knoten. Es wird nach dem Erstbeschreiber auch als Conn-Adenom bezeichnet.

Seltene Ursachen mit 20-40 % ist eine Hyperplasie, also viele kleine Knötchen. Typischerweise sind die Conn-Adenome zwischen 1-2 cm groß. Die Unterscheidung zwischen dem Adenom und der Hyperplasie ist wichtig, da das Conn-Adenom in der Chirurgie, die Hyperplasie jedoch mit einem bestimmten Medikament behandelt wird. Zur Differenzierung wird neben der Computertmografie gegebenenfalls eine sogenannte selektive Venenblutentnahme (SVE) empfohlen.

Die Nebennierenteilentfernung zeigt gleich gute Ergebnisse wie die Entfernung der gesamten Nebenniere. Bei guter Patientenauswahl lässt sich die Hypertonie in über 30 % der Fälle beseitigen, bei einem weiteren Drittel verbessern. Die Hypokaliämie ist nahezu in 100 % der Patienten behoben.

Autonomer Hyperkortisolismus (Cushing-Syndrom)

Ein leichtes Cushing-Syndrom, bzw. ein autonomer Hyperkortisolismus, tritt bei 5 % der Patienten mit Nebennierentumor auf. Das typische Erscheinungsbild fehlt hier meistens. In schwächerer Form kommen jedoch Fettleibigkeit, Zuckererkrankung, Knochenschwäche und Bluthochdruck vor. Der autonome Hyperkortisolismus wird durch einen Dexamethason-Hemmtest bei 2 mg gesichert.

Das von der Nebenniere ausgehende Cushing-Syndrom wird in absteigender Reihenfolge durch ein gutartiges Nebennierenadenom, ein bösartiges Nebennierenkarzinom und die makro- und mikronoduläre Knötchenbildung verursacht.

Da ein Cushing-Syndrom unbehandelt innerhalb von fünf Jahren zum Tode führt und die medikamentöse Therapie oft mit vielen Nebenwirkungen und nur vorübergehend wirkt, sollte die Nebenniere bei einem Cushing-Syndrom auf jeden Fall entfernt werden.

Während und nach der Operation sollte unbedingt mit Kortison behandelt werden, damit eine Unterfunktion der Nebenbierenrinden verhindert werden kann. Die verbleibende Nebenniere nach einseitiger Nebennierenentfernung ist nach der Therapie des Hyperkortisolismus unterdrückt und benötigt bis zu sechs Monate, um wieder eine ausreichende Hormonproduktion zu erreichen. Bis dahin erhält der Patient, meist unter schrittweiser Dosisreduktion, eine Kortisongabe in Tablettenform. Patienten nach beidseitiger Nebennierenentfernung muss ein Notfallausweis ausgehändigt werden.

Das Phäochromozytom - Ein Nebennierenmarkstumor

Nebennierentumore können von der Nebennierenrinde oder dem Nebennierenmark ausgehen. Er wird auch als Phäochromozytom bezeichnet. Sie kommen bei ca. 25-35 % auch familiär gehäuft vor und sollten daher immer durch die Blutuntersuchung eines Humangenetiker ausgeschlossen werden, damit betroffene Familienmitglieder in Vorsorgeprogramme eingeschlossen werden können. Bei familiären Paragangliomsyndromen kommen gehäuft bösartige und multiple Tumore vor. Das Wissen über die klinischen Erscheinungsbilder ist von großer Bedeutung, da durch die Diagnostik vor der Operation mehrfache Eingriffe vermieden werden können.

Aufgrund des hohen Anteils von Erbgutveränderungen unter vermeintlich seltenen Phäochromozytomen würden wir Ihnen immer eine genetische Untersuchung und Beratung bestimmter Gene, vor allem RET, SDHB, SDHD und VHL empfehlen. Das Ergebnis kann z.B. im Falle einer Multiplen Endokrinen Neoplasie Typ 2 dazu führen, dass nicht die ganze Nebenniere, sondern nur ein Teil davon entfernt werden muss.

Ungefähr die Hälfte der Patienten haben in Ruhe einen normalen Blutdruck. Die Bestimmung der Katecholamine und ihrer Zwischenprodukte im 24-Stunden-Sammelurin bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Krankheit festzustellen. In der CT oder MRT-Untersuchung weisen Phäochromozytome, die sehr gut durchblutet sind und häufig zystische Anteile enthalten, ein sogenanntes „Schweizer-Käse“-Phänomen auf. Eine 123I-MIBG-Szintigraphie oder eine 18F-DOPA-PET-CT, beides bildgebende Verfahren, sollte durchgeführt werden, um Metastasen oder multiple Tumore zu diagnostizieren. 

Bei einem Phäochromozytom sollte die Nebenniere nach Diagnosestellung immer entfernt werden. Um Blutdruckspitzen durch die ausgeschütteten Hormone zu verhindern, werden sie vor der Operation medikamentös behandelt.

Bei allen genannten funktionellen Nebennierentumoren ist eine Operation prinzipiell möglich.


Nichtfunktionelle Nebennierentumore - Keine Hormonproduktion

Ein Nebennierentumor, der keine spezifischen Hormone produziert, also nichtfunktionell ist, ist mit über 75 % der häufigste Befund. Trotzdem muss eine Hormonproduktion durch die entsprechende endokrinologische Diagnostik immer ausgeschlossen werden.

Ab einer Grösse von 4 cm wird bei den nichtfunktionellen Nebennierentumoren empfohlen, den betroffenen Teil zu entfernen. Der absolute Goldstandard ist heute die Nebennierenentfernung, bei der nur sehr kleine Schnitte am Patienten vorgenommen werden müssen.


Bösartige Nebennierentumore

Bösatige Nebennierenrindentumore werden auch als Nebennierenkarzinome bezeichnet und sind ebenso wie der bösartige Nebennierenmarkstumor, das Paragangliom oder das Phäochromozytom mit einem Anteil von 8-20 % eher selten.


Was sollte vor einer Operation passieren?

Bevor die Nebenniere ganz oder teilweise entfernt wird, sollte die Art des Nebennnierentumors möglichst klar sein. Ein Phäochromozytom auszuschließen, hat dabei vorrangige Priorität. 
Epidemiologische Studien zeigen, dass ungefähr 25 % der Nebennierentumore über 4 cm bösartig sind.©Fotolia-VadimGuzhvaEine umfangreiche Untersuchung von Ihrem Arzt ist wichtig um die Art des Tumors zu bestimmen (©Fotolia-VadimGuzhva)

Die amerikanischen Gesellschaften der Endokrinologie und der endokrinen Chirurgen empfehlen den Tumor bei einer Größe von über 4 cm zu entfernen. Mit zunehmender Größe steigt auch das Risiko, dass der Tumor bösartig wird. So ist nahezu die Hälfte der Nebennierentumore über 8 cm gefährlich.

Wir raten Ihnen deshalb in der Regel dazu, Nebennierentumore über 4 cm durch eine minimalinvasive Adrenalektomie entfernen zu lassen. Alternativ sollte eine Verlaufskontrolle durch Computertomographie oder Magnetresonanztomographie veranlasst werden.

Hinweise für ein Nebennierenkarzinom, das sehr selten ist, kann eine kurze Vorgeschichte eines Chushing-Syndroms, Schmerzen, eine B-Symptomatik (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) oder eine Einblutung mit Schmerzereignis sein. In diesen Fällen ist eine schnelle Diagnostik und Therapie für das onkologische Ergebnis mitentscheidend.

Nebennierenmetastasen liegen in ca. 2 % der Fälle einer Nebenniereninsuffizienz vor. Allerdings beträgt bei einem Patienten, bei dem eine Tumorerkrankung bekannt ist und ein Nebennierentumor neu diagnostiziert wird, das Risiko für eine Nebennierenmetastase bei 50-75 %.


Was ist eine Adrenalektomie und was bedeutet sie für den Patienten?

Seit 1992 haben sich die Operationsverfahren mit minimalen Einschnitten als Goldstandard in der Behandlung von Nebennierentumoren, dem Cushing-Syndrom, Hyperaldosteronismus und Hyperkortisolismus fest etabliert.

Für bestimmte Indikationen, z.B. ein familiäres beidseitiges Phäochromozytom, kommen teilweise Resektionsverfahren zum Einsatz, bei denen der gesunde Nebennierenanteil erhalten wird.

Wie kann der Tumor entfernt werden?

Ein Beispiel für ein Verfahren, um den Tumor zu entfernen, ist die sogenannte laparoskopische, d.h. minimalinvasive Technik über die Bauchhöhle unter einer Vollnarkose, um das Cushing-Syndrom, den Hyperaldosteronismus oder den Hyperkortisolismus zu behandeln.

Der Patient liegt auf einer weichen Vakuummatratze auf der Seite. Es werden für einen Nebennierentumor der linken Seite über drei kleine Einführhilfen Instrumente und eine HD-Kamera eingebracht. Dann wird die Nebennierenregion unter Verlagerung von Milz und Bauchspeicheldrüsenschwanz freigelegt. Nachdem die Nebennierenvene durchtrennt ist, wird der Tumor entfernt. Für den rechtsseitigen Eingriff ist eine Einführhilfe mehr erforderlich, da der rechte Leberlappen angehoben werden muss.

Die Nebennierenvene ist auf der rechten Seite sehr kurz, da sie direkt aus der unteren Hohlvene abgeht. Nachdem sie durchtrennt ist, ist das Vorgehen das Gleiche wie bei einer linksseitigen Adrenalektomie. Um auf eine exakte Blutstillung zu achten, werden spezielle Versiegelungsinstrumente verwendet. Komplikationen sind bei diesem standardisierten Eingriff extrem selten, sodass die meisten Patienten am zweiten oder dritten Tag nach der Operation aus der stationären Behandlung entlassen werden können. Die volle Belastbarkeit ist bereits nach fünf bis sieben Tagen erreicht.

Nach einem einseitigen Eingriff gleicht die verbliebene Nebenniere den Verlust vollständig aus. Endokrinologen können die Funktion der Nebenniere durch bestimmte Funktionstests anhand einer Blutuntersuchung leicht überprüfen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
18
Interessante Artikel zum Thema „Krebs”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
 
Ich akzeptiere die Nutzungsrichtlinien und AGB der jameda GmbH und habe die Datenschutzerklärung gelesen.
  

Kommentare zum Artikel (9)


07.08.2018 - 07:59 Uhr

Sehr geehrter Prof. Waldmann! Bei mir wurde im...

von Gerlinde W.

... Februar 2018 eine Nebenniere entfernt. Ich hatte ein 3 cm großes Phäochromozytom. Nach der Op habe ich sehr viel an Gewicht zugenommen. Wie kommt das? Ich kam mit 73 kg in die Klinik und bei der Entlassung hatte ich 82 kg. Jetzt habe ich nach sechs Monaten 79 kg. Mein Blutdruck ist nach der OP wieder ganz normal, ich muss keine Tabletten mehr nehmen auch mein Blutzucker ist wieder normal.Ich fühle mich wie ein anderer Mensch, doch leider viel zu dick. Bitte können Sie mir kurz mitteilen mit was diese Gewichtszunahme zusammenhängt. Eine Antwort wäre schön.

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 09.08.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patientin, Die Gewichtszunahme nach der OP ist durch die Wassereinlagerung peruoperativ gut zu erklären. Die Gewichtszunahme von 6 kg ist evtl. durch den gebremsten Stoffwechsel (durch die fehlenden Hormone des Tumors) zu erklären. Entgegen kann man diesem evtl. durch Dinge die den Stoffwechsel anregen. Bei weiteren Fragen rufen Sie mich doch einfach an. Mit freundlichen Grüssen Prof. Dr. Jens Waldmann

12.07.2018 - 14:08 Uhr

Lieber Herr Prof. Waldmann, vor 2 Wochen wurde...

von Petra L.

... mir ein 3cm Tumor mit der Nebenniere entfernt. Aufgrund meines ständig entgleisenden Blutdrucks bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen und schließlich wurde diese Diagnose gestellt. Die OP wurde minimalinvasiv vollzogen. Leider bin ich nicht mehr so leistungsfähig. Nach ein paar Schritten stehe ich im Schweiß und schwächel mit Übelkeit und Schwindel. Die Schweißausbrüche zeigen sich öfter ziemlich unangenehm. Meine Blutdrucksenker habe ich bis auf eine Bisoprolol 5 mg senken können. Da mein Blutdruck noch schwankt, nehme ich die Biso, wenn mein Blutdruck ansteigt. Das führt natürlich zu Schwankungen. Wie empfehlen Sie die Einnahme der Biso? Wie erhalte ich meine Aktivität zurück? Mfg Petra L.

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 26.07.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patientin, Lassen Sie uns das telefonisch besprechen und melden Sie sich gerne unter 0402111660 . Mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Jens Waldmann

02.07.2018 - 18:02 Uhr

Ich habe gutartige Nebennierenadenome auf beiden...

von E.Schlechter

... seiten von 3 und 2.4 cm nicht hormonaktiv. Sollten die entfernt werden oder kann ich erst mal abwarten?

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 26.07.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patient, sehr geehrte Patientin, Melden Sie sich am besten gerne telefonisch bei uns. Um eine Empfehlung zu geben würde ich die genauen Befunde benötigen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Jens Waldmann

19.04.2018 - 19:40 Uhr

Guten Tag, Ich bin 29 Jahre alt, mit 27 Jahren...

von S. Ebert

... wurde ein gutartiger 5-6cm großer Tumor an der Nebenniere festgestellt ( mit Cushing-Syndrom). Die linke Nebenniere würde komplett entfernt. Wie lange dauert es, bis alle Hormone nun wieder ganz normal produziert werden? Nach der OP habe ich ganze 4 Tage Cortison bekommen. Brachte natürlich gar nichts. Habe dann zu Hause fast 21 Stunde am Tag geschlafen, weil ich so gut wie kein Cortisol produziert habe. Hat dann eine Weile gedauert, bis ich beim entsprechenden Arzt einen Termin bekommen habe. Dann endlich bekam ich eine Cortison - Therapie (ca. 2 Monate). Trotzdem habe ich noch heute das Problem, dass so alle halbe Jahre Depressionen (welche ich erst seit dem Cushing-Syndrom hatte) auftreten und ich bilde mir dann stehts ein, dass etwas durch die Entfernung der linken Nebenniere, nicht richtig stimmt. Cortisol-Wert ist aber lt. Hausarzt in Ordnung. Die Libido ist bis heute verschwunden. Auf manchen Internetseiten steht, dass es mehrere Jahre dauern kann, bis alles in Ordnung ist, auf anderen wiederum, dass nach der Cortisongabe alles gut ist. Mache ich mir umsonst Gedanken?

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 02.05.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrter Patient, Sie sollten einen sog. Synacthen-Test machen lassen und eine Cortisol-Tagesausscheidung im 24h-Urin bestimmen lassen. Ein Cortisolwert allein reicht nicht um festzustellen ob ihre andere Nebenniere ausreichend Hormone herstellt. Nach einer NN Op wegen Cushing ist übrigens immer eine Cortison-Einnahme erforderlich. Meist nimmt die verbliebene Nebenniere nach 3-12 Monaten wieder auf. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Mit freundlichen Grüßen Prof.Dr. Jens Waldmann

18.04.2018 - 19:23 Uhr

Vor 12Jahren (mit 63Jahren)wurde meine rechte...

von Heidrun M.

... Nebenniere mit Phäochromozythom mit grossem Schnitt entfernt. Danach hatte ich viele gute Jahre, nun ist an linker Nebenniere ein Adenom in drei Jahren von 2 auf 4cm gewachsen und 15kg Gewichtsverlust, Herzrhythmusstörungen, plötzlich hoher Blutdruck machen mir zu schaffen. Liege jetzt in der Klinik, die leider keinen Endokrinologen hat. Ich müsste wohl zu einer OP wieder nach Hamburg UKE. Aber wie wird mein Leben ohne Nebenniere? Ist die Medizin jetzt schon weiter und ein Teil Nebeniere bliebe erhalten? Gibt es nicht inzwischen Medikamente, die die Bluthochdruckphasen mildern würden? Bitte um Rat. Danke

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 02.05.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patientin, Wir können gerne ihren Fall telefonisch besprechen. Rufen Sie mich unter 040-2111660 an. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr Jens Waldmann

30.03.2018 - 21:40 Uhr

Ich habe einen Nebennierentumor diagnostiziert...

von Julia

... bekommen. Über Ultraschall. Der Arzt sagte, er sei gutartig, müsse aber raus. Ist 1,6 cm groß. Cushing- Syndrom habe ich auch. Wie sicher ist denn jetzt die Aussage, er sei gutartig? Ich hab dadurch auch Depressionen, mein Blutzucker spielt verrückt ( hab Diabetes Typ 1), hab unerklärlich Gewicht zugenommen, schwitze oft nach ein paar Metern gehen, mir ist immer Mal wieder schlecht, ich hab zu viele männliche Hormone, keine Lust mehr auf Sex und die Depressionen werden immer schlimmer.

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 10.04.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patienten, Im Fall eines Cushing Syndroms, dass durch einen Nebennierentumor verursacht wird empfiehlt man den Tumor minimalinvasiv. Nach 3-4 Tagen sind Sie normalerweise wieder zu Hause. Wir sind darauf spezialisiert. Die Symptome die sie beschreiben sind typisch für das Cushing-Syndrom und bessern sich nach der Operation. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen telefonisch gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Jens Waldmann

19.03.2018 - 16:45 Uhr

Bei mir wurde ein Adenom von 4,2 cm an der linken...

von Hannelore H.

... Nebenniere im MRT festgestellt. Nun suche ich eine Klinik zur Entfernung in Berlin. Ich bin Privatpatient.

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 10.04.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Sehr geehrte Patientin, Wir sind auf die minimalinvasive Operation spezialisiert. Ich selbst habe über 250 Operationen durchgeführt. In der Regel sind Sie 2-3 Tage später wieder zu Hause. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen telefonisch jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Jens Waldmann

02.02.2018 - 12:22 Uhr

Sorry, ich bin momentan nervlich fertig. Habe...

von Magdalena W.

... gestern ein MRT gemacht wegen BWS Fraktur ... unter anderem wurde am Bild als Nebenbefund Verdacht auf Raumforderung der Nebenniere links DD Rucksacktumor der Niere DD, atypischer Darmanschnitt weniger wahrscheinlich. Muss am Dienstag ggf, ein CT machen. Ist das was ernstes? Bitte um Antwort. Danke. MfG

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 05.02.2018
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Am besten Sie rufen mich in der Klinik an: 0402111660. Das geht telefonisch besser und schneller. Mit freundlichen Grüßen JW

06.11.2017 - 22:37 Uhr

Habe ein Nierenmaglinom von 4cm. Welche Behandlung...

von reni

... werde ich erhalten. Geht es noch mit der minimalinvasiven Technik? Habe am 14.11.2017 meinen OP-Termin. MfG.

Prof. Dr. Waldmann

Antwort vom Autor am 08.11.2017
Prof. Dr. med. Jens Waldmann

Nebenniere oder Niere?


Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon