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Patellaspitzensyndrom: Ursachen, Therapie & Symptome des „Jumpers Knees"

Herr Dr. med. Bartosz Wojanowski

© Dr. med. B. WojanowskiDas Patellaspitzensyndrom ist besonders unter Sportlern verbreitet und wird auch als „Jumpers Knee" bezeichnet (© Dr. med. B. Wojanowski)Das Patellaspitzensyndrom ist eine chronische, schmerzhafte und degenerative Überlastungserscheinung am Knochen-Sehnen-Übergangbereich zwischen der Kniescheibenspitze (Patella) und der sich anschließenden Sehne.

Besonders häufig sind hiervon Sportler aus Disziplinen mit hohen Sprunganteilen wie Basketball, Hochsprung, Weitsprung, Volleyball, aber auch Fußball und Handball betroffen. Oft wird das Patellaspitzensyndrom daher auch als „Jumpers Knee“ bezeichnet.

Was ist die Ursache für das Patellaspitzensyndrom?

Das Patellaspitzensyndrom ist die Folge einer Überbeanspruchung des Muskulus quadrizeps femoris. Außerdem einer immer wiederkehrenden vermehrten Zugbelastung der Patellasehne. Die Häufigkeit sowie die Intensität der Belastung spielen bei der Entstehung eine wichtige Rolle. Ursache kann aber auch eine Schwäche oder Verkürzung der Muskulatur auf der Oberschenkelvorderseite (M. quadrizeps femoris) sein.


Das sind typische Symptome

Je nach Stärke und Ausprägung der Reizung klagen Betroffene über einen Belastungsschmerz. Entweder er verschwindet, sobald die Muskulatur aufgewärmt ist oder dauert die ganze Belastung über an. In fortgeschrittenen Fällen klagen die Betroffenen über permanente Beschwerden, die nicht nur bei sportlicher Aktivität, sondern schon im Alltag und in Ruhe auftreten.

Nicht selten ist dieses Krankheitsbild chronisch und überdauert viele Monate. Auch kann es vorkommen, dass die Symptome symmetrisch das linke Knie wie auch das rechte Knie betreffen.

So funktioniert die Therapie

Das Patellaspitzensyndrom wird zumeist konservativ behandelt. Neben verschiedenen naturheilkundlichen Medikamenten, welche sowohl in Form von Salben, als auch Injektionen, angewandt werden können, werden oft physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen eingesetzt. Hierbei handelt es sich vorwiegend um den Einsatz von Wärme, Kälte sowie Ultraschalltherapie und Elektrostimulation.

Wichtig ist dabei zunächst einmal eine genaue Ursache für das Patellaspitzensyndrom herauszustellen. Hierfür eignet sich eine biomechanische Bewegungsanalyse zur Herausstellung muskulärer Dysbalancen und Fehlstellungen.

Anhand der Ergebnisse können den Patienten individuelle trainingstherapeutische Übungen zur Dehnung, Kräftigung und Mobilisation der Muskulatur gezeigt werden. Diese Übungen sind so ausgelegt, dass diese vom Patienten in Eigenregie auch zuhause durchgeführt werden können.

Ergänzt mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Massagen sowie einer radialen Stoßwellentherapie für den M. quadrizeps femoris und einer fokussierten Stoßwellentherapie mit lokaler Anwendung an der Patella, können

Injektionen mit homöopathischen Medikamenten sowie ACP-Injektionen können geeignete Therapiemaßnahmen darstellen, ergänzt um

  • physiotherapeutische Maßnahmen,
  • Massagen,
  • eine radiale Stoßwellentherapie für den M. quadrizeps femoris und
  • eine fokussierte Stoßwellentherapie mit lokaler Anwendung an der Patella.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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