Ängste und Panikattacken: So kann Hypnosetherapie helfen

Frau Eger

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© Alena Ozerova - fotoliaWie kann Hypnose dabei helfen, Ängste und Panikattacken zu verarbeiten? (© Alena Ozerova - fotolia)„Ich kenne keine Furcht, es sei denn, ich bekäme Angst.“ (Karl Valentin)

Wie zeigen sich Angstzustände?

Die Zahl der Angstpatienten nimmt zu. Verschiedenen Schätzungen zu Folge leiden in Deutschland über zwei Millionen Menschen unter Angstsymptomen. Ängste und Panikattacken gehören somit zu den häufigsten psychischen Störungen.

Angststörungen haben viele Gesichter. Zu den meist auftretenden zählen:

  • Panikstörungen mit Panikattacken
  • Phobien mit und ohne Panik
  • generalisierte Angststörung
  • Angst und Depression

So wird Angst mit Hypnose behandelt

Es wurde festgestellt, dass gerade die Hypnosetherapie (auch als Hypnotherapie bezeichnet) als Therapieform sehr positive Veränderungen hervorbringen kann.

Sie entstehen dadurch, dass Angstpatienten in einer Weise reagieren, die man als hypnotisch beschreiben kann. Während der Angstphase erleben die Patienten eine autonome Reaktion mit all ihren psychischen und psychosomatischen Begleiterscheinungen und der Zeitverzerrung.

Man kann sagen, bei einer Angstattacke befinden sich die Menschen in einer negativen Trance.

Das ist eigentlich der gleiche Zustand, den man auch in Hypnose erlebt, nur handelt es sich dabei um einen positiven Zustand. Deshalb sprechen die meisten Angstpatienten sehr gut auf Hypnose an.

Vereinfacht erklärt wird in der Therapie daran gearbeitet, die negativen Eindrücke durch positive zu ersetzen.

Woher kommen die Angstzustände?

Die Hypnosetherapie untersucht auch die Hintergründe einer Phobie. Es sind meist angsterregende frühere Erlebnisse (Traumata), die gespeichert wurden und dazu führen, dass der Patient in ähnlichen Situationen ähnlich reagiert. 

Die Symptome sind aber nicht sinnlos, denn sie haben einen bestimmten biografischen Anker.

Die Therapie orientiert sich am Problem. Dabei geht es nicht erstrangig darum, ein störendes Verhalten zu eliminieren, sondern das Symptom als Ressource zu verstehen und zu nutzen.
Denn Angst ist eine sinnvolle Reaktion, die uns vor Gefahr beschützen will. In der Therapie versucht man, die Symptome zu einem Verbündeten zu machen.

Wenn es dem Patienten gelingt, den Kampf gegen die Angst aufzugeben, zeigt sich meist schnell, dass das körperliche und seelische System anfängt, sich positiv zu verändern. Mit Techniken der Hypnose, die unmittelbar am Symptom ansetzen, kann es sehr oft entschlüsselt werden.

Außerdem bekommen die Patienten einen besseren Zugang zu sich selbst, indem sie Selbsthypnose erlernen und üben. Damit entsteht innere Stabilität.

Wie viele Behandlungen sind nötig und wer darf sie durchführen?

Die meisten Patienten benötigen nicht mehr als zehn Sitzungen, um eine deutliche Besserung zu erzielen.

Da es bisher keine geschützte Berufsbezeichnung im Bereich der Hypnose gibt, ist es hilfreich, bei der Wahl des Therapeuten auf seine Grundausbildung zu achten und die Hypnose als Zusatzausbildung anzusehen. Anschließend sollte man die Wahl danach treffen, ob man sich bei einem Psychologen, Mediziner oder Heilpraktiker am besten aufgehoben fühlt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


03.11.2018 - 08:20 Uhr

Das ist wirklich sehr einleuchtend erklärt

von Lisa G.


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