Alles über die Fettabsaugung an den Oberschenkeln

Mit einer Fettabsaugung an den Oberschenkeln können ohne großes Risiko gute Ergebnisse erreicht werden (©fotolia-urope)

Eine der größten körperlichen Problemzonen befindet sich im Bereich der Oberschenkel. Vorwiegend Frauen leiden unter hartnäckigen Fettpolstern, die hormonbedingt oder durch genetische Vererbung weder mit Sport noch mit gesunder Ernährung wegzubekommen sind.

In diesem Fall hilft nur die Fettabsaugung, im Fachjargon Liposuktion, durch einen Spezialisten für Plastische und Ästhetische Chirurgie.


Wie wird die Oberschenkel-Fettabsaugung durchgeführt?

Fettabsaugung ist nicht gleich Fettabsaugung. Allgemein wird hier in drei prominente Bereiche unterteilt: Die Fettablagerung an den Knien, den Innenseiten und den Außenseiten, den sogenannten „Reiterhosen“.

Zu Beginn der Behandlung markiert der Chirurg die zu entfernenden Stellen mit einem Stift. Dann werden millimeterkleine Stiche gesetzt, bei der Entfernung der Reiterhosen-Fettpolster zum Beispiel an der Schenkelaußenseite oder unterhalb der Gesäßfalte.

Direkt im Anschluss schwemmt der Arzt das Fettgewebe mittels einer Tumeszens-Lösung, einer Flüssigkeit zum Lockern des Fetts, auf und saugt es mit einer Kanüle über die kleinen Einstichstellen heraus. Insgesamt dauert die Operation in etwa ein bis zwei Stunden.


Wie verhalten sich Patienten nach der Behandlung?

Die Fettabsaugung am Oberschenkel wird in der Regel ambulant und mit örtlicher Betäubung, beziehungsweise Dämmerschlaf, durchgeführt. Aus diesem Grund dürfen Patienten noch am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. Nur wenn größere Mengen Fett entfernt werden, empfiehlt sich eine Behandlung unter Vollnarkose und dementsprechend der stationäre Aufenthalt über Nacht.

Nach dem Eingriff sollte bis zu sechs Wochen lang Kompressionskleidung getragen werden (© tibanna79)
Direkt nach der Operation bekommt der Patient spezielle Kompressionskleidung angelegt, die bis zu sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden muss, sodass die Wunde vollständig abheilen und der Schenkel optimal geformt werden kann. In dieser Zeit sollte strikt auf anstrengende Sportarten verzichtet werden.

Die Gesellschaftsfähigkeit ist fast sofort wiederhergestellt, da die Kompressionskleidung unter der Alltagskleidung getragen werden kann. Berufliche Tätigkeiten können nach einigen Tagen der Ruhe aufgenommen werden, sofern sie nicht körperlich anstrengend sind. Duschen ist bereits nach zwei Tagen wieder möglich.


Welche Risiken können auftreten?

Da es sich bei der Fettabsaugung am Oberschenkel um einen der häufigsten operativen Eingriffe handelt, ist das Verfahren ziemlich risikoarm, vorausgesetzt natürlich, dass ein Facharzt die OP vornimmt. Ein gewisses Risiko kann trotzdem niemals ganz ausgeschlossen werden.

In seltenen Fällen kommt es zu Unregelmäßigkeiten und Verhärtungen, die allerdings leicht korrigiert werden können, und ganz selten zu Thrombosen. Schwellungen oder ein Spannungsgefühl der Haut sind nicht ungewöhnlich und verschwinden nach einigen Wochen wieder.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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