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Wie die Nachsorge nach einer Brustvergrößerung abläuft

Dr. med. Aschkan Entezami

Plastischer & Ästhetischer Chirurg
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Eine Brustvergrößerung sollte immer im stationären Rahmen durchgeführt werden, daher ist es sinnvoll, eine Übernachtung einzuplanen.

Die unmittelbare Nachsorge während des stationären Aufenthaltes läuft so ab, dass auf eine ausreichende Ruhe und Schmerzfreiheit der Patientin geachtet wird - denn Schmerzen unmittelbar nach der Operation stellen einen Stressfaktor dar.

Dieser Stressfaktor ist einer Heilung nicht zuträglich - zumal Schmerzen auch bei gesunden Patienten blutdrucksteigernd wirken können und damit das Risiko von Nachblutungen erhöhen. Gerade deshalb ist unter anderem der stationäre Aufenthalt so wichtig, da bei Bedarf auch eine intravenöse Schmerzmedikation, also über einen Tropf, gegeben werden kann.

Die Nachbehandlung

Bei der Entlassung am Tag nach der Operation wird der Patientin ein Kompressions-BH angepasst, den sie möglichst über 6 Wochen tragen sollte.

Nach Abschluss der 6 Wochen kann die Patientin in der Regel mit allen körperlichen Aktivitäten - auch langsam steigernd wieder mit Sport - beginnen. Wichtig ist aber, dass Sie in den ersten 2 Wochen nach der Operation unbedingt auf Schonung achten.

Dies bedeutet, dass Sie als Patientin eine zu starke Bewegung bzw. Motorik der Arme unterlassen sollten, wie z.B. das Heben der Arme über den Kopf, ebenso sollte ein Abstützen mit den Armen oder das Heben schwerer Gegenstände vermieden werden. Zusätzlich empfehle ich als Chirurg, in den ersten 10 Tagen auf dem Rücken zu schlafen, um einen Druck auf die operierte Brust zu vermeiden.

Nach der Entlassung aus einer stationären Behandlung ist eine weitere Schmerzmedikation durch z.B. Ibuprofen anzuraten, zusätzlich kann bei Bedarf eine Kühlung der Brust sehr gut tun.

Mit dem Duschen können Sie 5 Tage nach der Operation beginnen. Als Wundabdeckung können Steristrips verwendet werden, mit denen Sie auch problemlos duschen können. Das Nahtmaterial löst sich selbst auf - es muss also nicht entfernt werden.

Ab wann genau ist man wieder gesellschaftsfähig?

Je nach beruflicher Tätigkeit der Patientin kann nach einem Zeitraum von 1-2 Wochen wieder eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und ggf. im Berufsalltag erfolgen - wobei natürlich die angesprochenen Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen sind.

Die Nachkontrolle

Kontrollen erfolgen im wöchentlichen Rhythmus - nach 4 Wochen wird mit einem Narbenpflegeprogramm gestartet.

In diesem Zusammenhang wird erläutert, auf welche Besonderheiten bei der Narbenpflege zu achten ist, welche Pflegeprodukte und Narbentherapeutika zu verwenden sind und wie die Narbe am besten zu massieren ist.

Daran schließen sich dann Kontrollen im mehrmonatigen Rhythmus an, bei denen die Entwicklung der Narbe beurteilt wird, in der Regel wird die Nachbehandlung nach rund 6 Monaten mit einem schönen „Nachher-Foto“ durch Ihren Chirurgen beendet.

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