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Bessere Mundhygiene: Diese 7 Hilfsmittel empfehlen Zahnärzte

Herr Weiland

von
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© Andrey Popov - fotoliaZahnseide hilft dabei, Essensreste aus schwer zugänglichen Stellen zu entfernen. (© Andrey Popov - fotolia)Die häusliche Mundhygiene stellt einen wichtigen Beitrag zur Mundgesundheit dar. 

Die Zahnbürste ist dabei das wichtigste Utensil. Jedoch kann sie nur maximal 80 % aller Zahnoberflächen erreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine elektrische oder eine Handzahnbürste verwendet wird. Schwer zugängliche Bereiche stellen die Zahnzwischenräume dar.

7 Hilfsmittel zur Mundhygiene

  1. Zahnzwischenraumbürstchen sind dabei die effektivere Methode, da durch die Bürstchen auch Einziehungen am Zahn gereinigt werden können. Es ist zwingend auf eine Anwendung ohne Zahnpasta zu achten, um Schäden am Zahn durch Abrasion zu verhindern. Auch die Größe der Bürstchen muss an die Größe des Zahnzwischenraumes angepasst werden. Ein zu kleines Bürstchen hat eine zu geringe Reinigungswirkung. Zu große passen nicht durch den Zahnzwischenraum. 
  2. Zahnseide stellt die zweite Möglichkeit dar. Zur Anwendung wird ein etwa 30 cm langes Stück Zahnseide von der Rolle abgerissen. Dieses kann um die beiden Mittelfinger aufgewickelt werden. Mit den Zeigefingern kann dann die Zahnseide geführt werden. Bei der Anwendung ist zu beachten, dass die Zahnseide in leicht sägenden Bewegungen mit nur geringer Kraft über den Kontaktpunkt der Zähne geführt wird. Es verhindert, dass die Zahnseide ungebremst auf das Zahnfleisch trifft und es mit Schnittwunden zu beschädigen. Die Zähne selbst sollten durch Auf- und Abwärtsbewegungen der Zahnseide gereinigt werden. Nach Benutzung wird die Zahnseide durch den Zahnzwischenraum entfernt. 
  3. Zahnstocher sind nur bedingt sinnvoll, da lediglich grobe Speisereste entfernt werden können und nicht die Plaque. Nach Anwendung dieser Hilfsmittel kann es zu einer Blutung des Zahnfleisches kommen. Ursache dafür ist eine oberflächliche Entzündung. Nach mehrmaliger Anwendung von den Bürstchen oder der Zahnseide wird das Bluten aufhören – spätestens jedoch nach sieben Tagen. 
  4. Zahnpasta ist das wichtigste Pflegemittel neben der Zahnbürste. Wichtig ist ein gewisser Fluoridanteil in der Paste. Bei Kindern sollte eine entsprechende Kinderzahnpasta mit niedrigerem Fluoridanteil verwendet werden. Bei empfindlichen Zahnhälsen, Zahnfleischblutungen oder erhöhtem Kariesrisiko gibt es spezielle Zahnpasten, die die Beschwerden bei regelmäßiger Anwendung lindern können. 
  5. Mundspüllösungen stellen ebenfalls eine Zusatzoption dar. Sie können keine mechanische Plaqueentfernung durch Zahnbürsten ersetzten. Vor allem bei Zahnfleischproblemen sind sie ein bewährtes Hilfsmittel. Ätherische Öle als Bestandteil bekämpfen schädliche Bakterien und schonen dabei gleichzeitig die natürliche Mundflora. Zudem kommt es zu keinen Verfärbungen an Zähnen, zu keiner Belagsbildung auf der Zunge oder Geschmacksveränderungen. 
  6. Bei Mundgeruch kann ein Zungenreiniger verwendet werden. Dieser ist vereinfacht ausgedrückt ein Spatel, der Beläge von der Zungenoberfläche und den Furchen der Zunge entfernt und damit häufig die Ursache des üblen Geruches. 
  7. Spezielle fluoridhaltige Gels eigenen sich, um den Zahnschmelz zu härten. Vor allem bei Patienten mit hohem Kariesrisiko. Einmal wöchentlich angewandt wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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