Das jameda-Interview: Zu Besuch bei Dr. med. dent. Michael Schwarz

Dr. Schwarz

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© Dr. Michael Schwarz© Dr. Michael SchwarzWas war für Sie der Beweggrund, Zahnarzt zu werden?
Menschen helfen zu können und dabei handwerklich zu arbeiten, sowie selbstständig zu sein, waren die entscheidenden Beweggründe für mich, den Beruf des Zahnarztes zu ergreifen, sowie die vierjährige Zusatzausbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie zu absolvieren. Aus diesem Grund habe ich auch vor dem Studium zweieinhalb Jahre Zahntechnik gelernt, um den Beruf des Zahnarztes sozusagen von Grund auf zu erlernen.

Wann und warum haben Sie sich dazu entschlossen, sich auf Zahnerhaltung und Prophylaxe zu spezialisieren?
Während des Studiums war ich mit meiner Frau Dr. Gabi Schwarz, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie, viele Wochen in Schweden. Dort haben wir als Studenten Per Axelsson kennengelernt, der einer der weltweit bekanntesten und renommiertesten Prophylaxe-Zahnärzte und Wissenschaftler ist. Er hat uns mit seiner Überzeugung, dass Zahnerhaltung durch Prophylaxe das wichtigste Ziel jedes Zahnarztes sein muss, im wahrsten Sinne des Wortes angesteckt. Zusätzlich zu unseren Fachzahnarztausbildungen haben wir uns also schon als Studenten entschlossen, gemeinsam eine auf Zahnerhaltung und Prophylaxe spezialisierte Praxis zu gründen. Warum? Wir selbst, alle Menschen, die wir kennen und alle Patienten, die wir in über 30 Berufsjahren behandelt haben, wünschen sich, ihre Zähne und ihr Zahnfleisch möglichst lange und am besten für immer zu erhalten. Deshalb ist Prophylaxe für Zahnerhaltung das Allerwichtigste und z. B. auch ganz sicher wichtiger als Implantate!

Wo sehen Sie die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit?
Die Mitverantwortung für die Erhaltung der Mundgesundheit unserer Patienten zu tragen, ein Leben lang, ist natürlich die größte Herausforderung unseres Berufes. Zahnerhaltung durch Prophylaxe erfolgreich zu praktizieren und zwar im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten unserer Patienten, ist oft eine echte Herausforderung!

Womit dürfen Ihre Patienten bei Ihnen rechnen?
Unsere Patienten dürfen uns beim Wort unserer Praxisphilosophie nehmen:
„Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch nicht Deinen Patienten zu“! Das bedeutet, dass wir alle Patienten, und zwar unabhängig von ihrem Versicherungsstatus, so untersuchen und beraten, wie wir selbst untersucht und beraten werden wollen! Selbstverständlich gilt dasselbe auch für jede Behandlung, die entsprechend den Wünschen und finanziellen Möglichkeiten jedes einzelnen Patienten so perfekt wie nur möglich durchgeführt wird. Natürlich gilt unsere Philosophie auch für den Umgang mit unseren Patienten und wie wir selbst im Team miteinander umgehen.
Möglichst gute Dienstleistung ist für uns also eine Selbstverständlichkeit.

Was würden Sie sich von Ihren Patienten wünschen?
Wir wünschen uns Patienten, die genau das suchen, was wir anbieten: Zahnerhaltung durch Prophylaxe, Erhalt der Mundgesundheit ein Leben lang und perfekte Dienstleistung durch Kümmern um die Probleme unserer Patienten und Einfühlungsvermögen für ihre Nöte, z. B. bei unseren zahlreichen Angstpatienten. Natürlich freuen wir uns auch darüber, wenn unsere Patienten unsere Arbeit wertschätzen und noch mehr, wenn sie diese Anerkennung in einem Bewertungsportal sogar öffentlich machen.

Was zeichnet Sie als Zahnärzte aus?
Wir sind auch nach 30 Berufsjahren begeisterte Zahnärzte, Perfektionisten und mit vollem Einsatz stets bemüht, Mundgesundheitsprobleme von unseren Patienten, die uns vertrauen, möglichst fernzuhalten. Wir lieben und leben unseren Beruf, das verschafft uns Glaubwürdigkeit und das Vertrauen unserer Patienten.

Was ist Ihnen persönlich bei Ärzten wichtig?
Für Ärzte, d. h. auch für Zahnärzte, sollte immer das Gesundheitsinteresse ihrer Patienten im Vordergrund stehen. Unsere Überzeugung dazu lautet: Zuerst kommen die Patienteninteressen, dann das Teaminteresse und dann erst die Interessen aller einzelnen Teammitglieder. Natürlich ist auch jeder Zahnarzt als Chef des Teams letztlich nur ein Teammitglied!

Wie kann jeder Patient herausfinden, ob er bei dem richtigen Zahnarzt ist?
Die Behandlungsleistung zu beurteilen, ist für jeden Patienten natürlich schwierig. Also bleibt der persönliche Eindruck von Arzt und Mitarbeiterinnen, deren Glaubwürdigkeit im Reden und Handeln, sowie die grundsätzliche Behandlungsphilosophie, die dafür sorgt, dass Patient und Praxis auch zusammenpassen. Das entscheidende „Zauberwort“ heißt Vertrauen!

Können Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung), Parodontitis (Knochenschwund) und Funktionsstörungen vermieden werden?
Die Antwort lautet: prinzipiell ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Bei regelmäßigen Kontrollen, professionellen Zahnreinigungen, guter Mundhygiene und nach Durchführung von Kariesrisikodiagnostik, Parodontitisrisikodiagnostik und Funktionsstörungsrisikodiagnostik in unserer Praxis kann die Wahrscheinlichkeit o. g. Erkrankungen und Störungen zumindest erheblich gemindert und oft zumeist über viele Jahre völlig ausgeschlossen werden. Allerdings ist die Vorhersage schwierig und erst im Rückblick der Erfolg sicher zu beurteilen!

Zur Person:
Nach zweieinhalbjähriger Zahntechnikerausbildung ab 1975 und fünfjährigem Zahnmedizinstudium habe ich noch eine vierjährige Ausbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie absolviert und zum Dr. med. dent. promoviert. Darauf folgten einige Jahre als Assistenzzahnarzt bis ich schließlich nach insgesamt 15 Aus- und Fortbildungsjahren im Jahr 1990 meine eigene Zahnarztpraxis eröffnen konnte, zusammen mit meiner Frau, Dr. Gabi Schwarz, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie.

Zur Praxis:
Unsere 1990 gegründete Praxisgemeinschaft für Zahnerhaltung, Prophylaxe und Kieferorthopädie hat das Ziel, allen Patienten fast alle zahnärztlichen Leistungen in einer Praxis anbieten zu können. Alle fachübergreifenden Behandlungen, kurze Wege, die Vermeidung unnötiger Doppeluntersuchungen und Röntgenbilder, kombinierbare Behandlungstermine sowie ein umfassendes Prophylaxeprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sind einige der Vorteile dieser Praxisgemeinschaft für unsere Patienten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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