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Tabuthema Mundgeruch - Anzeichen einer Parodontitis erkennen

Dr. Schultze-Lohölter

von
verfasst am

©fotolia-99956024-AdianoMundgeruch kann ein Anzeichen für eine Parodontitis sein. (©fotolia-99956024-Adiano)In unserem Alltag begegnen wir nicht selten einer Problematik, die nur schwer anzusprechen ist, uns aber das Leben schwer macht.

Obwohl statistisch erwiesen ist, dass für die meisten der jährliche zahnärztliche Check-Up ein selbstverständlicher Termin ist, wird heute die Parodontitis (allgemein Parodontose) als eine Volkskrankheit bezeichnet. Jeder zweite erkrankt daran ab 45 Jahren aufwärts.

Welche Symptome zeigt die Parodontitis?

Neben Zahnfleischbluten ist Mundgeruch nur ein begleitendes Übel dieser Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Ansonsten spürt man zunächst keine sichtbaren Veränderungen oder Schmerzen. 

Behandlungsmöglichkeiten

Wie lässt sich diese Erkrankung jedoch im Frühstadium erkennen bzw. rechtzeitig behandeln, bevor es zu einem dramatischen Knochenverlust kommt oder im schlimmsten Fall Zähne deswegen entfernt werden müssen?

Bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung sollte ebenfalls jährlich ein parodontales Screening erfolgen. Beim sogenannten PSI werden punktuell die Zahnfleischtaschen ausgemessen. Auffälligkeiten können dabei röntgenologisch überprüft werden. Die Abklärung einer familiären Vorbelastung ist ebenfalls hilfreich. 

Mit Hilfe eines Enzymtests, der schmerzfrei direkt in der Praxis durchgeführt werden kann, lässt sich feststellen, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko vorliegt, an einer Parodontitis zu erkranken.

Neben einer sehr guten häuslichen Mundhygiene ist die halbjährliche medizinische Intensivreinigung, durch geschultes zahnärztliches Fachpersonal die beste Form der Prophylaxe.

Wie verläuft die Prophylaxesitzung?

Hier bestimmt die Mitarbeiterin Ihren persönlichen parodontalen Index und erkennt somit rechtzeitig eine Verschlechterung der Werte und Schwachstellen der eigenen Zahnpflege. Für den Patienten selbst sind die ersten Anzeichen nicht erkennbar und ein bereits manifestierter Knochenverlust meist nicht regenerierbar.

©fotolia-83037424-HenrieParodontitis: So sieht der befallene Zahn aus. (©fotolia-83037424-Henrie)Die Prophylaxesitzung beinhaltet neben der Intensivreinigung die Indexkontrolle und Motivation des Patienten als wichtigen Bestandteil. Dadurch wird ein Ausbruch oder Fortschreiten der Parodontits verhindert.

Mundgeruch, Zahnfleischblutung und Knochenrückgang werden rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt.

Fazit

Die Häufigkeit der Erkrankung könnte durch dieses systematische Vorgehen deutlich eingegrenzt sowie kostenintensive Folgeschäden vermieden werden.

Leider sind die oben beschriebenen Leistungen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen verankert. Trotzdem gilt für den Patienten auch hier der Grundsatz:

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen! Ihr Zahnarzt steht Ihnen dabei gerne zur Seite!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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