Team jameda
Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herr Dr. Buchhorn interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Orthopäde.
jameda: Herr Dr. Buchhorn, was hat sie motiviert Orthopäde zu werden?
Herr Dr. Buchhorn: Während meiner aktiven Zeit als Leistungssportler,
entwickelte sich mein Interesse zur Sportwissenschaft und zur Orthopädie.
Beide Fächer ergänzen sich sehr gut. Bei einer Hospitationsreise in die USA konnte ich nähere Einblicke in die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie gewinnen, woraufhin ich mich entschied diese als meine Subspezialisierung zu wählen.
jameda: Herr Dr. Buchhorn, was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Herr Dr. Buchhorn: Die Arbeit am Patienten bereitet mir am meisten Freude in meinem Praxisalltag. Jeder Patient ist eine Herausforderung, der individuell behandelt werden muss und für den ein spezieller Therapieplan festgelegt wird, um seine Genesung herbeizuführen.
jameda: Welchen Vorurteilen begegnen sie häufig in Ihrer Praxis?
Herr Dr. Buchhorn: In meiner Praxis werde ich nicht mit Vorurteilen konfrontiert.
Manche Krankheiten sind unangenehm und erfordern viel Durchhaltevermögen vom Patienten.
jameda: Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?
Herr Dr. Buchhorn: Ich denke, hier spielt sich viel im Kopf des Patienten ab.
Der eine Patient wird nach drei Wochen bereits ungeduldig, der andere Patient erträgt problemlos eine dreimonatige Behandlung. Hier ist man als Arzt gefordert, in Gesprächen immer wieder auf die Notwendigkeit der Therapie einzugehen und dem Patienten Impulse zu geben, seien die Erfolge auch noch so klein, an die Therapie und die daraus resultierende Genesung zu glauben.
jameda: Wie reagieren sie, wenn sie merken, dass ein Patient den Therapieplan nicht befolgt?
Herr Dr. Buchhorn: Auch hier muss der Patient in die Eigenverantwortung genommen werden. Dies ist durch eine offene Gesprächsführung gut zu erreichen.
jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem verändern könnten, was würden Sie als erstes tun?
Herr Dr. Buchhorn: Es wird immer viel über unser Gesundheitssystem diskutiert, letztendlich gibt die Politik aber den Rahmen für unser Gesundheitssystem vor.
Mir schwebt eher eine Ergänzung für den Lern- und Lehrplan der Schüler vor, beispielsweise mit dem Fach Prävention und gesunde Lebensführung.
jameda: Kein Mensch ist perfekt, in welchem Bereich haben Ihrer Meinung nach Ärzte Verbesserungspotenzial?
Herr Dr. Buchhorn: Ich denke, für das Verbesserungspotenzial von Ärzten gibt es keine allgemeingültige Antwort. Da muss jeder Arzt selbst reflektieren und schauen wo er Defizite hat, die es zu verbessern gilt.
jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren und Gerätschaften die sie in ihrer Praxis anwenden?
Herr Dr. Buchhorn: Aufgrund meiner Tätigkeit in den verschiedenen medizinischen Fachverbänden bin ich regelmäßig auf dem neuesten Stand der Medizin.
Im Vordergrund stehen die neuen biologischen Therapieverfahren im konservativen Bereich als auch die neusten OP-Techniken. Insbesondere bei der Behandlung des Sportlers und bei der Arthrosebehandlung, von jungen sowie älteren Patienten.
jameda: Gibt es ein Erlebnis oder ein Patienten in ihrer Praxis das sie nie vergessen werden?
Herr Dr. Buchhorn: Das sind mehrere Erlebnisse, an die man sich gerne erinnert. Insbesondere aber, wenn Patienten, ob Sportler oder nicht, nach der Behandlung schmerzfrei sind und ihren Aktivitäten wieder nachkommen können.
jameda: Welchen Gesundheits Tipp möchten Sie unseren Lesern zukommen lassen?
Herr Dr. Buchhorn: Leben heißt sich bewegen.
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