
Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. med. Friederike Gamm interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Neurochirurgin.
jameda: Frau Dr. Gamm, was hat Sie motiviert, Neurochirurgin zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?
Frau Dr. Gamm: In der Zeit kurz vor dem Abitur habe ich im Kreise der Familie einen Fall erlebt, bei dem Neurochirurgen die Gesundheit wieder vollständig hergestellt haben.
Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und erst veranlasst, Ärztin und dann auch Neurochirurgin zu werden. Die Behandlungsmöglichkeiten am Nervensystem und im Speziellen an der Wirbelsäule sind sehr interessant und abwechslungsreich.
jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht ihn so besonders?
Frau Dr. Gamm: Mein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der konservativen wie operativen Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen. Zunächst werden sicherlich in den meisten Fällen konservative Therapieansätze durchgeführt werden. Die Operation ist in den meisten Fällen die letzte Option, wird aber dann minimalinvasiv durchgeführt. Insbesondere das Thema chronischer Schmerz ist ein Hauptschwerpunkt von mir.
jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?
Frau Dr. Gamm: Wir werden als freundliches und kompetentes Praxisteam mit kurzfristiger Termingestaltung wahrgenommen. Wir nehmen uns die Zeit, die notwendig ist, um die Menschen rund um Ihre Rückengesundheit ausführlich zu beraten.
jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?
Frau Dr. Gamm: Ich schätze an unseren Patientinnen und Patienten sehr, dass sie uns das Vertrauen entgegenbringen und ihre Gesundheit in unsere Hände legen. Ich schätze sehr, dass die Therapieentscheidungen aktiv von den Patienten mitgetragen werden. Denn nur so kann das optimale Ergebnis erreicht werden.
jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden?
Frau Dr. Gamm: Es gibt viele besondere Momente in unserem Alltag. Dennoch gibt es natürlich einige, die im Gedächtnis bleiben.
So zum Beispiel der Fall eines Patienten mit chronischen Rücken-Bein-Schmerzen, ohne dass eine klare Ursache gefunden werden konnte. Ich habe dann die Option eines Neurostimulators mit dem Patienten besprochen und eine Stimulationselektrode im Wirbelsäulenbereich implantiert. Schon nach wenigen Tagen war der Patient nahezu beschwerdefrei, sechs Wochen später bei der Nachkontrolle berichtet er, dass er sich wieder arbeitsfähig fühlt und nach jahrelanger Krankheitsdauer nun wieder bereit war, in der Arbeitswelt zu bestehen.
Es macht mich sehr zufrieden und dankbar, wenn ich die Beschwerden der Patientinnen und Patienten lindern oder sie ihnen sogar nehmen kann.
jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Frau Dr. Gamm: Ein eigenverantwortliches Training der Rumpfmuskulatur und Sport im Allgemeinen sind für Ihre Rückengesundheit und Ihr Wohlbefinden unerlässlich.


