
In unserem Gesundheitssystem muss keiner teilbezahnt oder unbezahnt sein! Es ist bekannt, dass die Festzuschüsse der Krankenkassen bei der Versorgung mit Zahnersatz in der Regel nicht ausreichen, um den Patienten einen Eigenanteil zu ersparen. Der Wunsch nach funktionellem Zahnersatz sollte allerdings niemandem, unabhängig von seiner Einkommenssituation, verwehrt bleiben!
Deshalb sieht der Gesetzgeber für Versicherte mit einem persönlichen Status wie Ausbildung, Studium, Arbeitslosenhilfe, geringe Rente oder andere eine sogenannte Härtefallregelung vor. Durch diese Regelung können bis zu 100 % der Kosten für Zahnersatz von der Krankenkasse übernommen werden. In diesen Fällen muss der Patient nicht zuzahlen.
Die Bruttoeinkommensgrenzen aller im Haushalt lebenden Personen (einschließlich Einkünfte des Ehegattens oder Lebensgefährten) sind für das Jahr 2012 wie folgt fest gelegt:
- 1 Person (Alleinstehend): 1050.00 Euro
- 2 Personen (z. B. mit Ehepartner): 1443.75 Euro
- 3 Personen (z. B. Ehepartner und Kind): 1706.25 Euro
- 4 Personen (z. B. Ehepartner mit zwei Kindern): 1968.75 Euro
Alle Werte sind Bruttowerte! Zu den Bruttoeinkünften zählen Gehalt (auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld), Rente, Einkünfte aus Kapitalanlagen, Vermietung oder Verpachtung und alle sonstigen Einkünfte für den Lebensunterhalt.
Wichtig zu wissen ist, dass der entsprechende Zahnersatz der Regelversorgung entspricht. Maßnahmen wie die Verwendung von Edelmetalllegierungen, Keramikverblendungen im nicht sichtbaren Bereich. Inlays oder Implantate entsprechen nicht der Regelversorgung und werden auch bei genehmigten Härtefall nicht zur vollständigen Kostenerstattung führen. Für den Patienten bleibt dabei immer ein gewisser Eigenanteil über. Befragen Sie Ihren Zahnarzt nach der Regelversorgung!
Um eine Befreiung zu prüfen, sollte vorab ein Antrag an Ihre Krankenkasse gestellt werden. Versicherte sollten dazu ihren Zahnarzt oder ihre Krankenkasse befragen.



