
Bis heute stellt die Implantatversorgung mit Implantaten aus Titan eine langjährig sehr erfolgreiche und sichere Methode dar. Es gibt jedoch eine noch überzeugendere Alternative hierzu: metallfreie Implantate aus Zirkonoxid-Keramik.
Keramikimplantate bieten verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen Metallimplantaten:
- Die Implantate sind von optimaler Verträglichkeit für den Körper. Besonders für Patienten, welche bereits unter Metallunverträglichkeiten, Allergien oder anderen Irritationen aufgrund verschiedener Metalle leiden, stellt die Versorgung mit metallfreien Implantaten oft die einzige und vertretbare Chance zur Implantatversorgung dar.
- Elektromagnetische Strahlung wie zum Beispiel durch Mobilfunk, WLAN, DECT etc. wird durch den Werkstoff Zirkonoxid - anders als bei Implantaten aus Metall - nicht verstärkt, sondern ganz im Gegenteil sogar abgeschirmt. Strahlungssensiblen Patienten bietet sich dadurch nun auch eine Möglichkeit der Versorgung mit Implantaten.
- Keramik ist für das Zahnfleisch erwiesenermaßen das am besten verträgliche Material überhaupt. So wird aufgrund der optimalen Gewebeverträglichkeit das Risiko eines Zahnfleischrückgangs oder einer Zahnfleischentzündung drastisch reduziert. Dies ist besonders wichtig zu erwähnen im Hinblick auf die immer stärker steigende Zahl von Periimplantitisfällen (=Entzündungen des Gewebes um das vorhandene Implantat) bei Metallimplantaten.
- Implantate aus Keramik sind zudem komplett weiß- das heißt, es gibt kein Durchschimmern von dunklem Metall durch das Zahnfleisch mehr. Dies verbessert die Ästhetik vor allem im Hinblick auf die Langzeitstabilität.
- Es gibt keine immunologisch nachweisbaren Reaktionen auf Zirkonoxid-Keramik. Obwohl Titan im Allgemeinen sehr gut verträglich ist, gibt es doch eine nicht unerhebliche Zahl von Patienten, welche auf einen immunologischen Test auf Titan positiv- also im Sinne einer Unverträglichkeit reagiert.
Gerade also für gesundheitsbewusste, metall- und strahlungssensible Patienten stellen heute die Implantate aus Zirkonoxid-Keramik eine optimale Versorgungsmöglichkeit dar und das bei gleicher oder zum Teil sogar höherer mechanischer Stabilität im Vergleich zu herkömmlichen Titanimplantaten.



