Zum Inhalt springen

Rauch-Stopp: Wie schaffe ich es, mit dem Rauchen aufzuhören?

Team jameda

rauchstopp-wie-schaffen

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist allgemein bekannt. Für Patienten mit Erkrankungen der Atemwege hat ein Rauch-Stopp aber eine besonders hohe Bedeutung hinsichtlich der Prognose - die COPD-Erkrankung lässt sich beispielsweise Dank Rauch-Stopp anhalten und das Risiko für Lungenkrebs kann so reduziert werden. Des Weiteren sinkt das Risiko für einen Herzinfarkt nach einem Rauch-Stopp sehr schnell und markant.

Wie höre ich mit dem Rauchen auf?

Nichtsdestotrotz ist es für viele Raucher schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Impuls zum Rauchen, getragen von einer schwer überwindbaren Sucht, und der Wunsch, zugunsten der Gesundheit mit dem Rauchen aufzuhören, führen immer wieder zu einem Zwiespalt.

Wie ist es bei Ihnen? Angenommen, Sie hätten es geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören: Was wäre Ihr größter Gewinn? Verbesserte Gesundheit, bessere körperliche Belastbarkeit, finanzielle Einsparung, besserer Geruch, die Vorbildfunktion für die eigenen Kinder oder endlich frei von der Sucht zu sein? Welches der Motive ist für Sie das wichtigste? Und wie wichtig ist es Ihnen wirklich?
 

Was ist eigentlich Tabak-Sucht?

Wer Tabak-abhängig ist, ist doppelt abhängig.

Umgebungsreize wie der Geruch von Kaffee, ein auf dem Tisch stehendes Bier oder ein Aschenbecher in Sichtweite können bereits den Rauch-Impuls auslösen. Die Kraft dieser Gewöhnung ist sehr hoch und für den Rauch-Stopp ist es notwendig, diese Situationen gezielt zu identifizieren und ein neues Verhalten einzuüben.

Neben der Tabak-Abhängigkeit haben die Betroffenen eine Nikotin-Sucht, im Sinne einer regelrechten Drogen-Sucht. Nikotin ist eine stark suchtauslösende Substanz, die Veränderungen am Gehirn bewirkt.

Während der Entwöhnung ist es in der Regel sinnvoll, die Drogen-Abhängigkeit noch für kurze Zeit zu belassen und den Druck der Nikotin-Sucht durch begleitende Medikamente (Nikotinersatz, Vareniclin oder Bupropion) abzufangen. Wenn sich das Nichtraucher-Verhalten nach etwa 3 Monaten unter dieser Behandlung stabilisiert hat, kann die begleitende Medikation - in der Regel ohne größeres Rückfall-Risiko - ebenfalls abgesetzt werden. Auf diesem Wege sind die Voraussetzungen für einen stabilen Rauch-Stopp gegeben.

Wie läuft ein Rauch-Stopp ab?

Ein erster Schritt ist in der Regel schon das Reduzieren des Rauchens mit dem Ziel, an einem festen Datum ganz aufzuhören. Für viele ist ein Rauch-Stopp-Kurs hilfreich. Mit solch einem Kurs lässt sich eine langfristige Abstinenz gut absichern - vor allem aber das Risiko des Rückfalls kann so reduziert werden.

Fazit

Bei stärkerer Abhängigkeit sollte die Entwöhnung durch die genannten Medikamente unterstützt werden. Lassen Sie sich hierzu von einem spezialisierten Arzt beraten.

Viel Erfolg! Es lohnt sich!

Diesen Artikel teilen

Die Veröffentlichung dieser Inhalte durch jameda GmbH erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung der Autoren. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der jeweiligen Autoren.

Die Inhalte der Experten Ratgeber ersetzen nicht die Konsultation von medizinischen Spezialisten. Wir empfehlen Ihnen dringend, bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder medizinischen Behandlung stets eine qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren.